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Thema: Tajine

  1. Avatar von monday
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    smile Tajine

    Hallo zusammen,

    ich bin seit kurzem Besitzerin einer wunderschönen echt marokkanischen Tajine und habe diese jetzt schon zwei Wochenenden hintereinander mit unterschiedlichen Rezepten ausprobiert. Das erste Mal im Backofen und gestern das zweite mal auf einem Tonstövchen (Holzkohle). Diese Art zu kochen macht mir unheimlich viel Spaß auch wenn die Vorbereitungen und Zubereitung viel Zeit in Anspruch nehmen. Habt ihr spezielle Tajine-Rezepte die ihr gerne mit mir teilen mögt. Würde mich riesig darüber freuen.

    Liebe Grüße
    monday
    Lieber Orangenhaut, als gar kein Profil...

    Ina Müller

  2. Avatar von brighid
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    AW: Tajine

    meine tajine ist keine original- nichts desto trotz- eines meiner lieblingsstücke in der küche. ich habe keine speziellen rezepte.

    anbraten, rein, ein wenig flüssigkeit und deckel drauf, hitze runterschalten- ferdisch.

    zwischen fleisch und gemüse, cous-cous bis reis bis kartoffeln - was sich nicht wehrt- kommt rein.

    ich finde es schlichtweg genial- auch und vorallem: kleinschalten und schmoren lassen- es kann gegessen werden wenn die gäste da sind.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  3. Avatar von twix25
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    AW: Tajine

    ich will schon lange eine, blicke das "System" noch nicht und werde hier gespannt mitlesen und mir anregungen holen


    Vor allem, wenn ihr "was zitroniges" an Rezepten habt

    Schmeckt Essen aus einer Tajine sehr viel "anders" als ein Auflauf mit den gleichen Zutaten?
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    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

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  4. Avatar von brighid
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    AW: Tajine

    was ich sehr schätze: du stellst es auf und lässt es schmoren.


    Eine Zusammenfassung zur Wirkungsweise des traditionellen Lehmkochtopfs aus Marokko liefert der Journalist Florian Harms:

    „Der Lehm - ein feinporiges Material, das beim Erhitzen elastisch reagiert, weshalb eine gute Tadschiin auch bei abruptem Temperaturwechsel nicht zerspringt - schützt das Essen vor dem Verbrennen und leitet die Hitze gleichmäßig weiter, so dass der Inhalt schonend gegart wird. Der Topf besteht aus einer Schale, in der die Zutaten übereinander gelegt werden, und einem spitzen (arabischen) oder gewölbten (berberischen) Deckel, der die Hitze konstant hält.“

    – Florian Harms: Kulinarisches Arabien[2]

    Das Material, also der Lehm, und der Aufbau sind demnach die Besonderheit dieses Topfes.

    Der konische oder gewölbte Deckel mündet in ein Schälchen oder eine Mulde, in die man vor dem Kochen Wasser gießt. Dadurch entsteht eine Dampfsperre. Der Dampf kondensiert, vor allem bei der mit Wasser gefüllten Vertiefung. Die Flüssigkeit läuft in die Schale zum Gargut ab und steigt dann wieder auf. Durch diesen Kreislauf wird der Inhalt schonend gegart; das Essen schmort im eigenen Saft. Der Dampf stammt von den Zutaten selbst; bei trockenen Zutaten ist Flüssigkeit dazuzugeben. Das Essen soll deshalb besser schmecken als in Metalltöpfen. Das Schälchen ist zugleich wie ein Griff: Der Deckel bleibt an der Stelle kühl und man kann ihn ohne Hilfsmittel öffnen.
    quelle: wikipedia.

    meine tajine ist keine klassische, hat einen gusseisernen boden, bzw. pfanne und einen keramik"deckel" mit einer art kamin. der wasserdampf steigt auf und fällt wieder auf die zutaten.

    der elch lässt grüssen.
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  5. Inaktiver User

    AW: Tajine

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    ...
    der elch lässt grüssen.


    Ich danke ebenfalls für die ausführliche Beschreibung. Ich wollte eben fragen, ob du den Keramiktopf auf die Herdplatte stellst.

  6. Avatar von brighid
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    AW: Tajine

    das bodenteil ist eine gusseiserne pfanne- der deckel auf ton/keramik/?
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  7. Avatar von monday
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    AW: Tajine

    Hallo zusammen,

    meine Tajine besteht komplett nur aus Ton und der Deckel ist mit einem wunderschönen handgemalten Dekor bemalt. Zunächst hatte ich mit der Tajine "Emile Henry" geliebäugelt aber die war mir mit 80,00€ zu teuer. Meine jetzige hat nur 14,00€ gekostet und sieht einfach bildschön aus!
    Benutzt habe ich sie wie gesagt beim ersten mal im Backofen und dann auf einem Tonstövchen mit Holzkohle befeuert.
    Wie brighid schon schrieb - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wobei (wie sonst beim Kochen auch) die Garzeit der einzelnen Zutaten schon beachtet werden sollte, sprich: nicht alles sofort rein und dann schmoren lassen! Sondern nach und nach zufügen.
    Hier das Rezept, welches ich zuerst ausprobiert habe

    [U]Tajine mit Huhn und Sesam/U]

    Zutaten:
    4 Hähnchenschenkel (nicht zu groß)
    1 kg Tomaten (gehäutet, entkernt und in Würfel geschnitten)
    3 Schalotten, klein gehackt
    3 Karotten, in Scheiben geschnitten
    2 kleine Stangen Staudensellerie (kann nach belieben auch mehr sein)
    3 Knoblauchzehen, gehackt
    6 Blätter frischer Basilikum
    6 Blätter frischer Salbei
    2 EL Akazienhonig (anderer Honig tut es sicherlich auch)
    1 Glas Hühnerfond (mir reicht auch 3/4 Glas - den Rest kann man beim Aufwärmen am nächsten Tag dazu geben)
    1 Zweig frischer Thymian
    1 EL Pinienkerne
    1 EL Sesam (ungeschält)
    1 TL Piment d'Espelette (habe ganz normalen Piment genommen)
    1 TL Zimt
    1 TL Paprikapulver, edelsüß
    1 kleines Döschen Safranpulver (oder Fäden)
    100 ml Olivenöl (50 ml würden auch reichen)
    Salz und Pfeffer

    Die gewürfelten Tomatenstücke in einem Topf mit der Hälfte des Olivenöls anbraten und ca. 5 Minuten köcheln lassen, dann den Honig und Zimt dazu geben und weiterhin köcheln lassen, bis eine dickliche Masse entstanden ist.

    In der Tajine das restliche Öl erhitzen und die Schalotten anbraten (das dauert etwas länger als in einer normalen Pfanne). Den Knoblauch, Safran, Piment- und das Paprikapulver hinzufügen und die Hähnchenkeulen (können auch andere Hähnchenstücke sein) darin wälzen, bis sie von allen Seiten gut bedeckt sind.
    Sellerie, Karotten, Thymian und Salbei hinzufügen und mit der Brühe oder dem Fond aufgießen.
    Deckel aufsetzen und ca. 1 Std. vor sich hin köcheln lassen.
    Das Tomatenconfit hinzufügen und (wer mag) verrühren. Ich habe es einfach oben drauf verteilt. Mit Salz und Pfeffer vorsichtig würzen und nochmals bei geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten garen lassen.
    Sesam- und Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl schön braun anrösten - dann aber heraus nehmen, damit sie nicht verbrennen!
    Die frischen Basilikumblätter fein hacken.
    Die fertige Tajine auf den Tisch stellen, zunächst die Sesam- und Pinienkerne und dann die gehackten Basilikumblätter darüber streuen.

    Dazu haben wir Fladenbrot gegessen und einen "kühlen" Salat mit süßem Joghurtdressing - als Kontrast zur würzig-scharfen Tajine. Der gut gekühlte Roséwein passte ausgezeichnet.

    Viel Spaß beim Nachkochen.

    Gruß - monday
    Lieber Orangenhaut, als gar kein Profil...

    Ina Müller

  8. Avatar von monday
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    AW: Tajine

    …noch ein Nachtrag zum Geschmack. Ich finde schon, dass dieser bei einer Tajine anders, sprich: intensiver ist als wenn ich alles in einer Auflaufform gebe. Auch verändert sich der Geschmack von einem Tag auf den anderen - ähnlich wie bei einem Eintopf, der ja meist auch am zweiten Tag noch besser schmeckt.
    Während das frisch zubereitete Essen einen intensiven Geschmack nach Zimt verbreitete, war dieser am nächsten Tag verschwunden und das Zusammenspiel aller Gewürze miteinander einfach göttlich.

    Ich habe mir zwei unterschiedliche Gewürzmischungen bestellt, die ich demnächst ausprobieren werden. Zum einen "Tajine Marrakesch" (Bio-Feinschmecker-Orient) und Gewürzmischung Tajine, afrikanischer Art.

    Twix25: eingelegte Zitronen gehören oftmals als Grundzutat zu einer Tajine. Dazu gibt es ein einfaches Rezept, das ich demnächst einmal ausprobieren möchte. Werde dann berichten.
    Lieber Orangenhaut, als gar kein Profil...

    Ina Müller

  9. Avatar von twix25
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    AW: Tajine

    Dankeschön

    fürs Erklären undc fürs Apetitt machen
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    AW: Tajine

    Liebe Monday,
    auch ich bin daran interessiert, ich habe meinem Mann eine zu Weihnachten geschenkt, da er aber noch bis Oktober nicht da ist, sind wir noch nie zum ausprobieren gekommen.
    Ich würde ihn gerne bei seiner Ankunft mit einem schönen Gericht überraschen.

    Mit eingelegten Zitronen, meinst du da Salzzitronen, die hatte ich vor Jahren schon mal gemacht, kann mich aber nicht mehr ans Ergebniss erinnern.
    Berichte doch bitte
    "Mach dir nicht die Mühe besser zu sein als deine Zeitgenossen oder deine Vorfahren. Versuch nur besser zu sein als du selbst." — William Faulkner

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