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Thema: Claquelechef

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    Sauerkraut, aufgehübscht

    Sauerkraut war nie so mein essen -- erstens wurde es aus kraut gemacht, zweitens schmeckte es sauer, und da ich weder kapitäns noch matrosenblut habe, war die gefahr von skorbut auch nahezu auszuschliessen.
    Das heilige gesetz der abwechslungsreichen menugestaltung brachte mir dazu doch mal wieder anderthalb pfund rohes sauerkraut (oder choucroute, wie man hier sagt) zu kaufen. Claque wuerde Claque nicht sein, wenn er nicht auch aus einen so eindeutig nach sich selber schmeckenden zutat, etwas besonderes zaubern wuerde, und da das ergebnis erstaunlich gut schmeckte, erzaehle ich hier kurz, wie ich das angestellt hab.
    Einen grossen, geraeumigen topf. Boden davon bedecken mit einem zentimeter champagner. Darin reichlich wacholderbeeren und gemahlener pfeffer. Das krauthaar auflockern und in den champagnerfluessigkeit legen. Vom geschaelten ingwer duenne scheibchen hobeln und durchs kraut mischen. Wenn die kueche einen guten rinder oder huehnerbruehe auf den herd hat, davon ein oder zwei kellen uebers kraut giessen, aber gemuesebouillon tuts genausogut.
    Dann vom kassler scheiben schneiden, und die wie ein deckel aufs kraut legen, das ganze aufs feuer, einmal aufkochen, und dann gut zwanzig minuten koecheln lassen. Eventuell noch ein wenig wasser dazu geben.
    In einem andern topf weichkochende kartoffel bereiten, und wurst nach geschmack in den kochdampf gar werden lassen (ich nehme hier am liebsten die wuerzigen wuerste aus montbéliard, aber es gibt ueberall gute regionale winterwurstsorten).
    Wenn das kraut gar ist, auf eine grosse platte anrichten -- krautberg, umgeben von kleine guerckchen, roten scharfsauren pfefferschoten und alles wuerstige.
    Kartoffel nach geschmack so essen, oder zu einem pueree verarbeiten.
    Dazu natuerlich den uebriggebliebenen champagner geben.
    Geht das mit sekt auch? Geht.
    'Einfach und schmackhaft'

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    AW: Claquelechef

    WOW


    und wenn es denn doch dem einen oder anderen nicht schmecken sollte....
    ......dann ist es doch ein Augenschmaus
    alles bleibt anders
    Mut ist oft pure Unwissenheit

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    AW: Sauerkraut, aufgehübscht

    Zitat Zitat von Chapeauclaque
    Sauerkraut war nie so mein essen -- erstens wurde es aus kraut gemacht, zweitens schmeckte es sauer, und da ich weder kapitäns noch matrosenblut habe, war die gefahr von skorbut auch nahezu auszuschliessen.
    Das heilige gesetz der abwechslungsreichen menugestaltung brachte mir dazu doch mal wieder anderthalb pfund rohes sauerkraut (oder choucroute, wie man hier sagt) zu kaufen. Claque wuerde Claque nicht sein, wenn er nicht auch aus einen so eindeutig nach sich selber schmeckenden zutat, etwas besonderes zaubern wuerde, und da das ergebnis erstaunlich gut schmeckte, erzaehle ich hier kurz, wie ich das angestellt hab.
    Einen grossen, geraeumigen topf. Boden davon bedecken mit einem zentimeter champagner. Darin reichlich wacholderbeeren und gemahlener pfeffer. Das krauthaar auflockern und in den champagnerfluessigkeit legen. Vom geschaelten ingwer duenne scheibchen hobeln und durchs kraut mischen. Wenn die kueche einen guten rinder oder huehnerbruehe auf den herd hat, davon ein oder zwei kellen uebers kraut giessen, aber gemuesebouillon tuts genausogut.
    Dann vom kassler scheiben schneiden, und die wie ein deckel aufs kraut legen, das ganze aufs feuer, einmal aufkochen, und dann gut zwanzig minuten koecheln lassen. Eventuell noch ein wenig wasser dazu geben.
    In einem andern topf weichkochende kartoffel bereiten, und wurst nach geschmack in den kochdampf gar werden lassen (ich nehme hier am liebsten die wuerzigen wuerste aus montbéliard, aber es gibt ueberall gute regionale winterwurstsorten).
    Wenn das kraut gar ist, auf eine grosse platte anrichten -- krautberg, umgeben von kleine guerckchen, roten scharfsauren pfefferschoten und alles wuerstige.
    Kartoffel nach geschmack so essen, oder zu einem pueree verarbeiten.
    Dazu natuerlich den uebriggebliebenen champagner geben.
    Geht das mit sekt auch? Geht.
    dürfen wir auf weitere kulinarische highlights hoffen oder müssen wir wieder ein jahr warten?
    schöne weihnachten chapeau.
    Leben und leben lassen

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    AW: Claquelechef

    Du bist doch noch da

    Claquer des mains

    LG zb
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

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    AW: Sauerkraut, aufgehübscht

    Sauerkraut, aufgehuebscht, Nachschlag

    Heute nochmals das gute champagnerkraut gekocht, aber eine fruechtige variante. Als das warme kraut auf der grosse platte angerichtet wurde, kam eine garnitur von halben erdbeeren, stueckchen frischen ananas und kleine saure guerckchen dazu. Es stellte sich heraus, dass gerade diesen leicht sauren fruechte sich besonders gut kombinieren liessen mit der milden saeure vom kraut. Oben drauf kamen noch rote pfefferschoten. Sah huebsch aus, schmeckte unerwartet gut.
    Dazu statt einen herben Elsaesser, einen guten Gewürztraminer, die etwas mehr süsse hat.
    Keine kartoffel, wohl gute saftige wurstscheibchen.
    Bon appétit.
    Und natuerlich, nicht vergessen: bonne année, bon santé!
    'Einfach und schmackhaft'

  6. Moderation

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    AW: Sauerkraut, aufgehübscht

    Schubs.
    (Soll ja nicht ganz verschwinden ...)
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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