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  1. Registriert seit
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    Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Hallo zusammen!

    Ich lebe seit knapp vier Jahren vegan und möchte meine Tochter für den Anfang vegetarisch aufwachsen lassen. Später soll sie sich selbst für eine Ernährungsform entscheiden - das hier aber nur vorab am Rande.

    Meine Kleine ist 10,5 Monate alt und ich experimentiere nun mehr und mehr mit Babybreirezepten. Die Kalssiker Möhre, Pastinkae & Co. sind auf die Dauer etwas langweilig

    Da ich wegen meiner veganen Ernährung selbst viel auf Nuss- und Kernmuse zurückgreife, diese mir sehr gut schmecken und bekommen (Verdauung), würde ich gern ein paar Babybreirezepte mit vor allem Mandelmus (weiß) und Cashewnussmus ausprobieren. Ich habe hier {editiert} auch welche gefunden, allerdings steht dort, dass sie erst für Babys ab 12 Monaten geeignet sind.
    Nun endlich zu meiner Frage bzw. Fragen: Kann mir hierzu jemand einen Ratschlag geben? Also wirklich erst ab einem Jahr oder vielleicht noch später? Vielleicht hat einer schon einmal gute Wrfahrungen mit einem Nussmus-Babybrei gemacht?

    Ich würde mich über Antworten freuen

    Viele Grüße
    Kati
    Geändert von xanidae (10.08.2017 um 16:10 Uhr) Grund: kommerziellen Link entfernt

  2. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Ich kenne es auch nur so, Nüsse und Honig frühestens ab dem 1. Lebensjahr.


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    AW: Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Vielen dank!


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    AW: Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Warum willst Du Deine Tochter unbedingt vegetarisch aufwachsen lassen?

    Es ist nicht gerade einfach, bei vegetarischer Ernährung dafür zu sorgen, daß ein Kind alle Nährstoffe erhält, die es braucht.

    Schon mit veganer Ernährung während der Schwangerschaft bist Du ein immenses Risiko eingegangen, Deinem Kind eine Unterversorgung an Vitamin B12 und D und am Spurenelement Eisen zu verpassen, verschärft durch die Stillzeit.
    Denn Veganerinnen haben selbst schon oft einen Mangel daran.

    Aus gutem Grund wird eine erste Beikost aus Gemüse UND Fleisch ab dem 5ten Monat empfohlen - denn das ist die sicherste Möglichkeit, dem Zwerg die notwendige Dosis Vitamin B12 und Eisen zu verpassen!

    Bei Einsatz von Mandelmus als Milch/Fleischersatz kommt es gerne zu Blutarmut, halt Mangel an Eiweiß, Kalzium, Eisen, Zink und Vitamin B12.

    Und eine bei Vegetarischer Nahrung leicht mögliche mangelhafte Versorgung mit hochwertigem Eiweiß führt zu irreparablen Wachstumsverzögerungen und verzögerter Sprach- und Motorikentwicklung!
    Geändert von Sacrebleu (12.08.2017 um 10:58 Uhr)


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    AW: Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Warum willst Du Deine Tochter unbedingt vegetarisch aufwachsen lassen?

    Es ist nicht gerade einfach, bei vegetarischer Ernährung dafür zu sorgen, daß ein Kind alle Nährstoffe erhält, die es braucht.

    Schon mit veganer Ernährung während der Schwangerschaft bist Du ein immenses Risiko eingegangen, Deinem Kind eine Unterversorgung an Vitamin B12 und D und am Spurenelements Eisen zu verpassen, verschärft durch die Stillzeit.
    Denn Veganerinnen haben selbst schon oft einen Mangel daran.

    Aus gutem Grund wird eine erste Beikost aus Gemüse UND Fleisch ab dem 5ten Monat empfohlen - denn das ist die sicherste Möglichkeit, dem Zwerg die notwendige Dosis Vitamin B12 und Eisen zu verpassen!

    Bei Einsatz von Mandelmus als Milch/Fleischersatz kommt es gerne zu Blutarmut, halt Mangel an Eiweiß, Kalzium, Eisen, Zink und Vitamin B12.

    Und eine bei Vegetarischer Nahrung leicht mögliche mangelhafte Versorgung mit hochwertigem Eiweiß führt zu irreparablen Wachstumsverzögerungen und verzögerter Sprach- und Motorikentwicklung!
    Oh Mann, bitte informiere dich mal richtig...


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    AW: Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Ich kenne es auch nur so, Nüsse und Honig frühestens ab dem 1. Lebensjahr.
    Das gilt nur für ganze Nüsse wegen Verschlucken. Nussmuse sind wunderbar von Anfang an geeignet - sofern es keine Allergien gibt.

  7. Avatar von taggecko
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    AW: Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Wenn ein Elternteil Allergien hat, wird empfohlen Nüsse, Eier, Soja und Fisch im ersten Lebensjahr zu vermeiden, um die Wahrscheinlichkeit zum Herausbilden von Allergien zu vermindern.

  8. Avatar von Pola
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    AW: Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Ich glaube, jetzt wurden alle unterschiedlichen Empfehlungen der letzten Jahrzehnte genannt ;-). Die Entwicklung geht inzwischen dahin, dass gerade Kinder von Allergikern möglichst früh mit Allergenen konfrontiert werden sollen, also auch mit Nussmusen (logischerweise nicht mit ganzen Nüssen, die vom Verband der Kinderärzte sogar erst ab Grundschulalter empfohlen werden).

    Honig ist wegen der möglichen Keimbelasttung nochmal was anderes.

    Ich würde mich mal bei der Hebamme über die aktuellen Richtlinien informieren, oft geben die Kurse. Oder woanders recherchieren;-).


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    AW: Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Zitat Zitat von Arenomil Beitrag anzeigen
    Oh Mann, bitte informiere dich mal richtig...
    Nun, meine Quellen sind nicht " Zentrum für Gesundheit" & Co, sondern medizinische Fachzeitschriften.
    Das sind nämlich die Leute, die mit dem Ergebnis der ach so tollen Ernährung konfrontiert werden, wenn es dem Baby/Kleinkind schon richtig mies geht.

    Ja, es ist möglich, vegetarisch alle Nährstoffe aufzunehmen, aber es ist aufwendig und erfordert ein ziemlich tiefes ernährungsphysiologisches Wissen über "was brauche ich und wieviel davon und wo ist das in welcher Menge enthalten".
    Das haben aber die wenigsten Vegetarier und Veganer.
    Oder kannst Du mir auf Anhieb sagen, wieviel Vitamin B12 Du täglich brauchst, und was Du Essen mußt, damit das VERWERTBAR in Deinem Körper ankommt?
    Geändert von Sacrebleu (12.08.2017 um 10:57 Uhr)

  10. Avatar von Limonadenbaum
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    AW: Nussmuse für Babybrei verwenden?

    Liebe Kati,

    Du fragtest nach Nussmusen... und erhältst natürlich den kompletten Vegetarier-Rundumschlag.

    Dazu von mir nun, die seit mehr als einem halben Jahrhundert vegetarisch lebt, demzufolge vegetarisch aufgezogen wurde, und die ihre Kinder, die nun alle langsam das Vierteljahrhundert erreichen, auch vegetarisch aufgezogen hat:

    Lass Dich nicht kirre machen.

    Ich gehe davon aus, dass Du Dich mit einer gesunden und bewussten Lebensweise auseinandersetzt und sich Dein eigener Veganismus nicht auf gekauften veganen Schokopudding aus dem Biokaufhaus reduziert. Wenn Du vollwertig und bewusst, das heißt z.B. Vollkornprodukte in ihrer ganzen Vielfalt, so frisch und bio es geht, aus Quellen, denen Du vertrauen kannst, mit genügend Eiweißquellen, kochst und zubereitest, machst Du alles richtig. Eine Eisen- und B12-Problematik hast Du sicherlich im Auge; es ist aber nicht nötig zu wissen, wie viel B12 Du z.B. mit Deiner Figur, Konstitution und Lebensalltag nun zielgenau jeden Tag zu Dir nehmen musst - oder Dein Kind. Besprich darüber immer mal wieder mit Deinem Arzt oder dem Kinderarzt, die meisten Ärzte sind inzwischen so weit, dass sie eine bewusste vegetarische Lebensweise auch für Kinder unterstützen, und nicht die jahrzehnteollen Ernährungskamellen auspacken. Ich jedenfalls habe keinerlei ärztlichen Gegenwind bekommen.

    All das leite ich aus meiner Erfahrung ab, selbst mit Nussmusen und Honig (!) als Nahrungsbestandteil großgezogen worden zu sein und es mit meinen Kindern ebenso gemacht zu haben. Ich habe top Blutwerte und gute Zähne für mein Alter, meine Kinder sind alle pumperlgesund und haben erstklassige Zähne. Dabei habe ich bei jedem meiner Kinder nur eine kurze "Baby"Breizeit gehabt, bin nach ein paar Wochen dazu übergegangen, unser Essen oder Bestandteile von unserem Essen vor dem Würzen zu pürieren oder zu zermatschen. Natürlich habe ich da Nussmuse und auch Honig sparsam verwendet. Und so würde ich es wieder tun: mit geringen Mengen schauen, ob es vertragen wird.

    Eins meiner Kinder lebt inzwischen vegetarisch, eins vegan, eins sparsam mit Fleisch. Sie haben auch irgendwann selbst entschieden.

    PS: Selbstverständlich ist dies keine Argumentation gegen Leute, die selbst oder mit ihren Kindern gemischt-köstlich leben wollen. Für eine köstliche vegetarische Lebensweise mit Kindern muss sich aber auch niemand rechtfertigen oder gar ein schlechtes Gewissen haben.
    Viele Grüße vom Limonadenbaum

    "Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!"
    - Astrid Lindgren -

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