Stimmt, war wohl eher eine Ergänzung.Zitat von Islabonita
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Thema: Beweis für Gott
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09.10.2008, 14:17Inaktiver User
AW: Beweis für Gott
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09.10.2008, 16:04
AW: Beweis für Gott
Wir können die Existenz von Gott nicht mit der Logik klären. Die Logik ist nur innerhalb unserer Welt gültig also Teil der Schöpfung, und der Schöpfer unterliegt ihr nicht. Ebensowenig Zeit, Raum, Dimensionen, Eigenschaften dieser Welt. Nicht einmal ist 'Existenz' im hiesigen Sinne sinnvoll auf ihn anwendbar.
Jemand baut ein Haus. Das Fundament ist schwach und das Haus wird schief. Ferner hat das Haus Infiltration vom Regen. Diese Eigenschaften sind perfekt auf das Haus anwendbar. Dagegen kann man solche Eigenschaften nicht auf den Hausbauer anwenden, zBsp sagen dem Mann sein Fundament sei schwach oder er hätte Infiltration vom Regen.
Insbesondere aber ist es den Religionen nach Funktion dieser Welt, daß die Geschöpfe freiwillig an Gott glauben sollen, und dann eine fortdauernde Existenz haben. Dh ein Gottesbeweis wäre unvereinbar mit dem Bestand der Welt.
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09.10.2008, 16:59
AW: Beweis für Gott
Das sagt aber rein gar nichts darüber aus, dass es einen bzw. mehere Götter gibt, oder?
Zitat von fifi1234
Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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09.10.2008, 17:17
AW: Beweis für Gott
halber!
Zitat von Halbmast...
quod erat ... und so weiter.
ein oberdickes dankeschön für dieses posting. du ahnst nicht, wie sehr mir das den tag ver-sonnt!
(tschuldijung, hummse, muss sein)
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09.10.2008, 17:33
AW: Beweis für Gott
Warum eigentlich unterliegt der Schöpfer NICHT einer von ihm geschaffenen Logik? Natürlich MUSS ein solcher Schöpfer diese Vorgabe nicht erfüllen. Aber welchen Sinn hat das? Ich kann darin "nur" den Wunsch von vielen Menschen erkennen, etwas zu "erklären", was man eben nicht erklären kann.
Zitat von fifi1234
"Glauben" heißt "glauben" weil man eben nichts, aber rein gar nichts weiß. Dieses "Nicht-Wissen" schafft die Möglichkeit zu "Gedankenkonstrukten" und diese sind eben sehr vielfältig. Dabei kann man durchaus zu dem Schluss kommen, zu dem du kommst ("Gott hat eine andere Logik" - vereinfacht ausgedrückt), aber es sind eben auch diverse andere Schlüsse möglich und EINER davon ist, NICHT an die Existenz eines Gottes oder eines sonst irgendwie gearteten "höheren Wesen" zu glauben.
Insbesondere aber ist es den Religionen nach Funktion dieser Welt, daß die Geschöpfe freiwillig an Gott glauben sollen, und dann eine fortdauernde Existenz haben. Dh ein Gottesbeweis wäre unvereinbar mit dem Bestand der Welt.
Mag sein, doch trägt dies zur Klärung der Frage "Gibt es einen Gott oder nicht" überhaupt nichts bei. Für diejenigen, die an ihn glauben gibt es ihn, für die anderen eben nicht.
Erklären lässt sich "Glauben" sowieso nicht. Man WILL es oder eben nicht.
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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09.10.2008, 18:40
AW: Beweis für Gott
Es gibt aber auch Leutchen, die WOLLEN glauben und können es nicht. Die quälen sich dann ewig damit herum und fürchten sich, dass sie deswegen in der Hölle landen...Erklären lässt sich "Glauben" sowieso nicht. Man WILL es oder eben nicht.
Lies mal Graham Greene - es ist zum Grausen.
P.S. Lies es lieber nicht, es ist zu deprimierend.
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09.10.2008, 19:11
AW: Beweis für Gott
Natürlich weiß ich, dass es Menschen gibt, die glauben WOLLEN und es nicht können und sich dann abquälen. Nicht zuletzt lehne ich am Glauben ab, dass er Menschen ANGST macht. Natürlich trifft dies nicht auf alle gläubigen Menschen zu, aber allein die Möglichkeit dieser Angst (die offensichtlich gewollt ist) kann ich nicht gut heißen.
Zitat von 3146
LG
Anitra
P.S. Ich habe zwei Romane von Graham Greene gelesen ("Der stille Amerikaner" und vom zweiten - der Plot ist in Afrika angesiedelt - fällt mir im Moment der Titel nicht ein) und "Der dritte Mann" kenne ich als Film, kann mich aber nicht erinnern, dass dieses Thema eine so umfassende Dominanz gehabt hätte (ist mir zumindest nicht so im Gedächtnis geblieben). Ach ja, irgend etwas schwant mir da doch...... (Die Lektüre liegt eine Zeitlang zurück.)Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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09.10.2008, 19:30
AW: Beweis für Gott
Ist das nicht ein Widerspruch an sich? Ich meine, sobald jemand sich vor der Hölle fürchtet, muss er/sie zwangsläufig an "Etwas" glauben, das sie dorthin befördert, oder nicht?
Zitat von 3146
Eher denke ich, diese Menschen können ihren Glauben nicht umsetzen, zumindest nicht so, wie sie denken dass dies von ihnen erwartet wird.
Dafür hat Gott Verständnis, denke ich :-)
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09.10.2008, 23:03
AW: Beweis für Gott
@43,45 Die ganz formale Aussage die man jedenfalls aus unserer Sicht treffen kann, stellt das Theorem von Gödel dar.
Mit Sicherheit (objektiv bgzl der Glaubwürdigkeit jeder Beweisführung wie wir sie hier für uns gültig akzeptieren, als auch subjektiv wie wir als innerhalb dieser Welt seiend) können wir nur von uns aus zunehmend vorwärts gehen, und müssen uns dann fragen, inwieweit dann noch unsere Welt wie wir sie kennen incl. der Logik gilt. Wir können nicht umgekehrt von außen nach innen, nicht einmal weiter nach außen gehen, im Sinne 'Unendlich plus eins' berechnen und dann daraus Schlüsse ziehen wollen, das führt zu bekannten Problemen der Philosophie. Denn wir können uns nicht sicher sein, ob bei Unendlick überhaupt nich unsere Addition geht.
Nun sagt der Satz von Gödel, maximal verständlich, wenn auch nicht genau so bzw. nur unter bestimmten Umständen, daß es in dieser Welt immer noch Sachen gibt, die nicht mit allen anderen Sachen in der Welt erklärbar oder beweisbar sind. Formal gilt das zwar nur für abstrakte Sachen wie math. und logische Formeln, man kann aber weiter schließen daß es auch für reelle Sachen gilt die sich mithin im Weltall nicht eindeutig nachweisbar sind; unabhängig davon betrachten wir Eigenschaften, und diese sind sowieso abstrakt. Bekanntermaßen war das ja der Totschuß für den Positivismus, und haben dann die Mathematiker aufgegeben, ein vollständiges Axiomensystem zu suchen. Solche Sachen brauchen nicht wirkungsfrei bei uns zu sein, vielmehr kann ihre Wirkung nicht von anderen unterschieden werden, sie sind nicht eineindeutig.
Diese Sachen wirken hier zwar, jedoch in derselben Weise wie sie sind als wie wenn sie anders wären. Ihnen können daher keine sicheren Eigenschaften mehr zugeordnet werden, sie können nicht verstanden, nicht näher erforscht werden.
Es macht keinen Sinn zu fragen ob es einen oder drei oder 5 Götter gibt, die Wirkung wäre dieselbe. Eine bestimmte Eigenschaft kann nicht nur nicht zugeordnet werden, auch ihr Gegenteil kann nicht zugeordnet werden.
An Gott kann man nur glauben. Im Prinzip kann man sich ihn vorstellen wie man will, aber auch ganz anders. Eigenschaften sind nicht definiert da hier keine eineindeutigen Wirkungen erzeugend.Geändert von fifi1234 (09.10.2008 um 23:19 Uhr)
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10.10.2008, 06:59
AW: Beweis für Gott
Ist es für Dich denn genauso legitim, den Schluss zu ziehen, den Anitra gezogen hat (und ich nebenbei bemerkt auch), nämlich dass es höchstwahrscheinlich keinen Gott gibt?
Zitat von fifi1234
Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin



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