Man kann genau sein, muss man aber nicht.Zitat von feelerlos
Das Nicht-Vorhandensein eines Gottes ist für mich schlichtweg die nachvollziehbarere Variante. Ich
lebe besser so. Nach meinen ganz persönlichen Erfahrungen und natürlich insbesondere Empfindungen gibt es keinen Gott und ich finde die Existenz eines solchen nicht einmal wünschenswert.
Wohlgemerkt: Dies gilt für mich und ich behaupte nicht, das dies "die Wahrheit" wäre oder für andere gut sein müsse.
Nach dieser Definition bin ich wohl "Raumzeitler" und zwar ziemlich eindeutig.Ich kann sagen:
Ich glaube, dass es ein Gott gibt
Ich glaube, dass es kein Gott gibt
weder glaube ich dass es ein, noch dass es kein Gott gibt.
Das sind zwei grundlegend verschiedene Haltungen:
Die ersten beiden setzen ein Axiom: 1 Gott bzw. 0 Gott
Dies soll wahr und wirklich sein und darauf bauen sie den Spielraum ihres Denkens und Handelns auf.
Die dritte Haltung sagt: Kann sein, dass es andere Dimensionen gibt als die Raumzeit. Mit meinen Sinnen kann ich allein die Raumzeit begreifen und darum kann ich nicht beweisen ob erst das Wort war, erst der Urknall oder ob der Fluss der "Leben"genannt wird ein dauernder Fluss zwischen einer geistigen Dimension und der Raumzeit wäre.
Raumzeitler sagen: "Ich glaube nicht dass es ein Gott gibt".
Das bedeutet: Alles Geistige ist eine Funktion des Gehirns. Wenn das Gehirn stirbt, bleibt nichts Geistiges übrig.
Esoteriker und Spirituelle gehen davon aus: "Am Anfang war das Wort". Das bedeutet: Der Geist bzw. die Selle bzw. die Idee ist es, welcher die Raumzeit gestaltet. Denke positiv und Dein Leben wird sich positiv gestalten.
Agnostiker sagen: "Kann sein, dass es Gott und Seele gibt, kann sein dass nicht, ich weiß es nicht".
Agnostiker zu sein ist bezüglich der Auswahl der Verhalten die schwierigste Position, denn die anderen beiden haben klare Entscheidungslinien.
Aber eigentlich ist mir eine wie auch immer geartete Erklärung für meine Einstellung zu diesem Thema völlig unwichtig.
Wenn ich - wie ausnahmslos alle Lebewesen - einmal gestorben sein werde, habe ich aufgehört zu existieren - und das ist GUT so. Ein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tode ist für mich KEINE wünschenswerte Vorstellung. Eine Art "Wiedergeburt" auf Erden gefiele mir besser, aber auch daran glaube ich nicht wirklich.
Anitra
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Thema: Beweis für Gott
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09.10.2008, 09:43
AW: Beweis für Gott
Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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09.10.2008, 10:25
AW: Beweis für Gott
Vor allem ist eine Existenz eines Gottes wie im Alten Testament beschrieben, ganz bestimmt nicht wünschenswert! Der Herr ist mir zu gewalttätig.
Zitat von Anitra
Islabonita
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09.10.2008, 10:28Inaktiver User
AW: Beweis für Gott
Der steht aber weltweit bei vielen scheinbar immer noch hoch im Kurs.
Zitat von Islabonita
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09.10.2008, 10:51
AW: Beweis für Gott
Tja, zu gewalttätig und zu ungerecht.
Zitat von Islabonita
Die gläubigen Menschen sprechen landläufig von einem "LIEBEN Gott". Meine Lebenserfahrung jedoch sagt mir, dass - wenn es ihn denn geben sollte - man unmöglich von einem "lieben" Gott reden könne angesichts der geradezu himmelschreienden Ungerechtigkeiten auf dieser Welt. Die auf der Sonnenseite des Lebens stehenden Menschen sind nicht zwangsläufig die tief gläubigen und diejenigen, die unabdingbar an ihn glauben und zu ihm beten sind nicht zwingend diejenigen, denen das Glück hold ist - oft ist sogar das krasse Gegenteil der Fall. Es ist keine Logik zu erkennen, weshalb Menschen schon arm zur Welt kommen, um gleich wieder zu verhungern, während andere nicht wissen was sie mit ihren Milliarden anfangen sollen. Weitere Beispiele ließen sich hundertfach finden.
Und an dieser Stelle der Diskussion kommen gläubige Menschen mit dem Argument, "Gott könne ja nichts dafür" dass die Menschen so sind, wie sie sind (eben oft auch "böse" und ungerecht.) Ich frage mich WER denn dann wenn man an Gott als ALLMÄCHTIGEN Schöpfer glaubt? Im Sinne der Gläubigen ist doch ER für alles verantwortlich.
Tja, ich weiß: Gott hat den Menschen den "freien Willen" gegeben.
Aber wenn er denn so allmächtig, allwissend und was weiß ich sonst noch ist, hätte er - nach meinem Dafürhalten - WISSEN MÜSSEN (wer sonst, wenn nicht ER?), dass dieser "freie Wille" im Endeffekt nur unsäglich viel Leid für Millionen völlig Unschuldiger mit sich bringt, während einige wenige unbeschwert "in Saus und Braus" leben können.
Das ganze Konstrukt passt mir nicht. Gibt es Gott, dann kannn er nicht "lieb" oder "gütig" sein (angesichts des tagtäglichen Wahnsinns auf der Welt) sondern eigentlich nur ungerecht und böse. Soll ich an das Ungerechte und Böse glauben?
"Die einzige Entschuldigung für Gott ist, dass es ihn nicht gibt."
Dieser letzte Satz stammt NICHT von mir, sondern von irgend einem Schriftsteller. Ich weiß aber im Moment nicht von welchem. Die Aussage entspricht jedenfalls meiner Einstellung.
Und alles, was ich hier schreibe ist nichts weiter als meine ganz persönliche Meinung und Empfindung.
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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09.10.2008, 10:54
AW: Beweis für Gott
@ Anitra
Du hast meine Meinung auf den Punkt gebracht.
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09.10.2008, 10:58
AW: Beweis für Gott
Schön zu wissen, dass es (auch außerhalb meines privaten Umfelds - da gibt es genug, die meine Meinung teilen) weitere Gleichgesinnte gibt.
Zitat von 3146
Dir auch eine
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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09.10.2008, 13:40
AW: Beweis für Gott
Genau. Du hast den klassischen Konflikt eines "lieben Gottes" beschrieben:
Wenn er allmächtig ist, dann ist er nicht gut.
Und wenn er gut ist, dann ist er nicht allmächtig.Islabonita
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09.10.2008, 13:42
AW: Beweis für Gott
Das kommt meiner Meinung daher, dass die Vernebelungstaktiken der diversen Religionen ganz gut funktionieren und viele Menschen sich anscheinend das selbstständige Denken gern von anderen abnehmen lassen.
Zitat von Inaktiver User
Islabonita
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09.10.2008, 13:43Inaktiver User
AW: Beweis für Gott
Da würde ich gern widersprechen. Ich denke, es hat andere Gründe: dieser strafende Gott hat im großen und kleinen viele Vorteile für die Gläubigen. Er ist zur Machtausübung sehr dienlich und das klappt auch ausserordentlich gut.
Zitat von Islabonita
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09.10.2008, 14:09
AW: Beweis für Gott
Ich sehe da keinen Widerspruch, sondern einen zusätzlichen Aspekt.
Zitat von Inaktiver User
Islabonita
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