Aha, das Thema heißt aber "Fundichristen in Deutschland".Zitat von Hochhinaus
Ich finde es erschreckend, wenn Menschen sich nicht an das Thema halten.
Alles, was Du hier benennst, betrifft die USA und da besonders den Süden. Es trifft eben nicht auf Deutschland zu.
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27.10.2008, 15:29
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
Geändert von Opelius (27.10.2008 um 15:32 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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27.10.2008, 17:46
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
Kleiner Tipp:
Zitat von Opelius
Kauf dir IDEA-Spektrum, oder sieh dir die Internetseite von der PBC (Partei bibeltreuer Christen) an, oder noch besser, die diversen Seiten der "Lebensschützer".
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27.10.2008, 18:00
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
Aha, und die Bibeltreuen Christen haben hier auch schon Bomben gegen Städt. Kliniken geworfen, Ärzte angeschossen, Krankenschwestern verletzt. Sie haben im unseren Schulen den Kreatonismus als Pflichtfach eingeführt und Homosexuelle und Transvestiten überfallen. Genau das hast Du behauptet!
Zitat von Hochhinaus
Das ist eine kleine Partei, offensichtlich in BW im wesentlichen tätig und kommen bei Bundestagswahlen kaum über eine Mitgliederzählung hinaus.
Nur für Dich verweise ich auf mein Posting Nr. 2Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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28.10.2008, 00:55Inaktiver User
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
Ich muss Dir damit widersprechen, dass die Evangelikalen nicht auf dem Vormarsch sind.
Zitat von Opelius
Ich konnte es folgendermaßen beobachten: in den Gottesdiensten sitzen überwiegend die Menschen über 55, die an ihr endendes Leben denken. Sie sind meistens in der Gemeinde nicht sehr aktiv.
Fast alle anderen Gottesdienstbesucher zählen bei uns zu den Evangelikalen, die in der Gemeinde sehr, sehr aktiv sind. Sie grenzen die nicht so Frommen deutlich aus, so dass denen die Lust am Mitwirken in der Gemeinde vergeht.
Flautina
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28.10.2008, 08:05
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
@ ophelius,
Sorry, kleines Missverständnis, ich dachte an amerikanische Fundis. Aber auch in der BRD sind die Fundis nicht harmlos:
http://www.pi-news.net/2007/03/zdf-s...lismus-gleich/
Zitat:
http://www.aref.de/news/allgemein/20...mus-in-usa.htmInteressant und bisher unbekannt: Christliche Fundamentalisten und Islamisten haben sich gegenseitig den Krieg erklärt und führen jetzt einen Kampf der Kulturen. Nur - wo kämpfen eigentlich die Christen heute und wo kämpften sie bisher? Wieviele Opfer haben sie im Namen ihres Glaubens ermordet? Offenbar massenmorden sie so heimlich, dass niemand es bemerkt.
Zitat:
http://www.jesus.ch/index.php/D/arti...damentalisten/Nach seiner Überzeugung sind christliche Fundamentalisten in den USA dadurch zu charakterisieren, "dass sie die Heilige Schrift wortwörtlich verstehen und dass sie besonders großes Gewicht auf so genannte Endzeitaussagen legen". Gefährlich für den Weltfrieden sei dabei, "dass sie eine letzte Schlacht zwischen Gut und Böse mit der Existenz Israels verknüpfen und von daher eine vorbehaltlose Unterstützung Israels einklagen".
In diesem Sinne gebe es auch in Deutschland Fundamentalisten, erläuterte der Baptist Geldbach. Während sie sich in den USA politisch in die republikanische Partei integriert und diese programmatisch verändert hätten, hätten sie sich in Deutschland in kleinen christlichen Splitterparteien zu organisieren versucht.
Geldbach: "Wie allen religiösen Fundamentalisten geht es auch den christlichen letztlich um Macht, damit sie die Welt in ihrem Sinne gestalten können." Um ihre Ziele zu erreichen, seien amerikanische Fundamentalisten "durchaus auch zur Gewalt bereit". Geldbach erinnerte in dem Zusammenhang an "Morde vor Abtreibungskliniken", die wiederholt vorgefallen seien.
Zitat:
Auch wen deutsche christliche Fundamentalisten im Moment weniger gewaltbereit als ihre amerikanischen Verwandten zu sein scheinen, geht von ihnen doch permanent eine Gefahr für Andersdenkende und Andersgläubige aus. Das erlebten z.B. Frauen, die in Bayern oder Österreich vor einer Abtreibungsklinik standen (sah den Fernsehbericht, etwa 1 Jahr alt), und Frauen daran hinderten, auch mit verbalem Druck, die Klinik zu betreten. Ein schlechtes Gewissen zu machen ist auch eine Form von Gewalt!"Christliche Fundamentalisten" seien in der Wahl ihrer Mittel zwar weniger militant, so der Autor. "Doch auch sie sind besessen davon, ihre Ziele gesellschaftlich und politisch durchzusetzen. Plötzlich heißt es wieder, Gott, und nur Gott allein habe die Welt erschaffen, Darwins Schriften seien blasphemisch. Eine 'Gegen-Aufklärung' wird inszeniert."
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28.10.2008, 08:18Inaktiver User
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
Zitat von Inaktiver User
Woran stellst du fest, dass sich die "Nichtfrommen" von den "Frommen" abgrenzen?
Zu welcher Gruppierung zählst du dich?Geändert von Inaktiver User (28.10.2008 um 08:43 Uhr)
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28.10.2008, 10:51
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
Und da widerspreche ich. Evangelikale sind bei uns eben nicht gewaltbereit. Sie sind eher Frontleute der Friedensbewegung. Jedenfalls erlebe ich das hier in der westfälischen Landeskirche so.
Zitat von Hochhinaus
Sie vertreten in der Tat die Ansicht, dass Abtreibung verboten gehört. Wer aber meint, dass diese über 30 jahre alte Diskussion abgeschlossen sei, der lese sich den Strang in der Bricom durch:
"Mein Bauch gehört mir".
Was mich am dem Strang wirklich verwundert hat, wieviel Frauen, die keineswegs sich als Fundis outen, das Abtreibungsverbot befürworten. Aber soweit ich das sehe, ist die einzige politische Partei, die das auf ihre Fahnen geschrieben hat, die Partei Bibeltreuer Christen, die bei Wahlen keine 0,1 % der Stimmen erreichen und damit nicht einmal Wahlkampfkostenerstattung erhalten.
Ich bin entschiedener Gegner ihrer Forderung, aber als Demokrat gestehe ich Ihnen zu, dass sie die Ansicht auch in der Öffentlichkeit vertreten können. Und ich denke nicht, dass junge Frauen nach einer ausführlichen Beratung und dem Entschluß die Schwangerschaft abzubrechen sich von diesen Menschen ein schlechtes Gewissen machen lassen. Und ganz nebenbei ist für mich "schlechtes Gewissen machen" keine Gewalt.
Und genau das unterscheidet deutsche Evangelikale und Fundamentalisten von amerikanischen, sie wenden keine Gewalt an.
Dass sich inzwischen Evangelikale sich in den Kirchengemeinden tummeln, hat einen ganz einfachen Grund, die Kirchenbesucher sind entweder alte Leute oder eben Menschen, die Gottes Wort hörren wollen. Alle anderen Kirchensteuerzahler sind inzwischen zu U-Boot-Christen geworden: Sie tauchen einmal im Jahr und zwar an Heiligabend auf. Damit überlassen sich Gemäßigten logischerweise das Feld kampflos den Evangelikalen.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich bin auch nicht häufig in der Gemeinde zu sehen. Dafür habe ich wie alle anderen 1000 Gründe.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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28.10.2008, 11:12
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
Und zur Ergänzung:
Wer von Kirchenmitgliedern geht denn eigentlich zu Gemeindewahlen, wenn die Synodalen gewählt werden? Wahlbeteiligungen von 4% sind oft schon erstaunlich, in unserer Kirchengemieinde waren es aber immerhin 18%.
Wie bei anderen Wahlen auch, wenn die Mehrheit nicht wählt, haben Radikale ihre große Chance.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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28.10.2008, 11:57Inaktiver User
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
Wie immer habt ihr mich auf einige interessante links gebracht, danke!
In Ami-Land scheint sowieso einiges anders zu laufen als bei uns. Allerdings sind sie die Vorbilder vieler E. bei uns. Ich sah mal eine Doku über Missionierung amerikanischer Kinder. Das war schrecklich wie die manipuliert wurden. Eine Pappstatue des Präsidenten Bush war aufgestellt und die Kinder beteten für ihn. Für mich kam das schon wie Anbetung des Präsidenten rüber. Allerdings war ich nicht live dabei und ihr wißt ja, Fernsehen kann manipulieren.
Eine Predigerin deren PC nicht funktionierte, beschimpfte den "Teufel" . "Satan" fahre aus meinem PC. Du wirst unsere Arbeit nicht verhindern. Also da bin ich sprachlos......
Dieser Satz, den ich aus einem link habe, ist für mich wichtig, ich zitiere:
"Wenn es über Fragen des christlichen Lebens und Handelns keine Diskussion geben darf, wenn Kritik an einem Pastor von vornherein als Kritik am Wirken des göttlichen Geistes oder an einer gottgegebenen Führungsstruktur gesehen wird, wenn selbstbewusste Rückfragen als Angriff auf Autoritäten angesehen werden, dann liegt eine Situation vor, wo Menschen sich meines Erachtens nach in einer anderen Gemeinde beheimaten sollten" so Hempelmann.
Ein zweites Zitat von Reinhard Hempelmann, zuständig für Weltanschauungsfragen:
"Das kann Menschen unter Druck setzen und dazu führen, dass sie sich in ihrem Glauben als defizitär ansehen." Problematisch werde es auch, wenn ein Seelsorger dem Ratsuchenden "im Namen Gottes eine Weisung für sein Leben" geben wolle. "Mit prophetischen Worten können Menschen manipuliert werden", "Niemand darf in der Seelsorge anderen Menschen Lebensentscheidungen abnehmen, deren Folgen er nicht selbst zu tragen hat."
@ Majolika
Das passiert verbal:
1. Beispiel: sie grüßen Andersdenkende nicht. Ist zwar nicht soooo wichtig, aber wir sind in einem kleinen Ort.
2. Beispiel: Zusammenarbeit wird verweigert indem die "Ziele" angeblich nicht zusammenpassen
(Suggestion: nur wir kennen die Ziele)
3. Beispiel: sie haben Visionen, die sie von Gott bekommen.........
Allerdings muss ich sagen, dass unsere E. nicht gewaltbereit sind. Sie sind einfach nur "beschränkt" in ihrer Sicht der Dinge. Nur die Bibel zählt. Alles Weltliche zählt nicht. Häufig wird Jesus zitiert. Es wundert mich immer, dass einige die Tageszeitung lesen.
Der Jugendchor übte das weltliche Musical : "Ritter Rost und das Gespenst" ein. Es sollte außerhalb der Kirche aufgeführt werden. Ein süßes Musical für Kinder ab 4 J. Sofort machte das Wort "Okkultismus" die Runde. Das Geschrei und Gezeter hättet ihr erleben sollen. Bei uns herrscht noch Geisterglaube, den man nur durch Beten bezwingen kann.
Die Charismatiker haben mich schon im Studium vor über 30 Jahren genervt. Das ist eben keine Glaubensrichtung für mich.
Ich sitze auch nicht im "Musikantenstadl" und klatsche wie blöd mit!!!!! Das soll keine Beleidigung derer sein, die es machen. Nur ist das eben nicht meine Art.
M.E. fehlt den E. die Toleranz anderen gegenüber, die nicht so 1000 % sind, aber dafür kirchliche Arbeit machen ohne sich 500 mal dafür loben zu lassen.
flautinaGeändert von Inaktiver User (28.10.2008 um 12:22 Uhr)
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31.10.2008, 15:08
AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?
Zitat von Opelius
In Württemberg sind alle Kirchenmitglieder alle 6 Jahre zur Wahl der Synode aufgerufen, die Wahlbeteiligung liegt bei 25 Prozent.
Darunter ist eine Mehrheit von hochverbundenen Leuten, entsprechend fällt dann auch das Wahlergbnis aus. Wenn schon Demokratie, dann darf man sie nicht den anderen überlassen, sondern sollte selbst wählen gehen oder sich nicht mehr beschweren.
peperonikuss


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