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  1. Inaktiver User

    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    Dem kann ich nur zustimmen. Ohne kritische und wissenschaftliche Beschäftigung mit der Bibel und anderen Dokumenten des Glaubens müssten wir Fundis sein oder Atheisten. Es gibt aber auch einen anderen Weg: den einer aufgeklärten Gott-offenen Humanität.
    Hallo peperonikuss,
    Ja. Wäre schön, wenn das immer und überall so wäre. Aber vielleicht ist gerade der aufgeklärte, tolerante, 'intellektuelle' Glaube nicht gegen die Auswirkungen extremer gesellschaftlicher Entwicklungen gefeit? Es könnte doch sein, dass diese Art von Glaube den Menschen zu wenig Halt gibt, wenn es mal wirklich bergab geht?
    Und wie sieht es mit den Kirchen aus? Müssen die dann nicht wieder mitziehen, wenn sie nicht untergehen wollen?
    Wird sowas überhaupt intern thematisiert, oder ist man sich da sicher? Was machen die Landeskirchen denn, wenn die Menschen irgendwann nach handfesteren Richtlinien und Gottesbildern rufen sollten (die die 'Konkurrenz' eventuell eher bieten kann)? Kann man sich die Autonomie überhaupt leisten (auch finanziell)?

    Viele Fragen für einen Sonntag, ich weiß...

    Viele Grüße,
    cornflake

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    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    Die Annäherung der Landeskirchen an evangelikale Gruppierungen ist schon seit Jahren zu beobachten, für die Kirchen wird das nicht ohne Folgen bleiben. Gesamtgesellschaftlich dürften evangelikale Fundis auch in Zukunft keine nennenswerte Rolle spielen, dazu haben die sich viel zu weit von der Realität entfernt. Es gibt zwar unschöne Fälle, wie eben in Hessen, aber wenn Politiker da zu zögerlich eingreifen, hat das wohl meistens weniger mit Fundamentalismus als mit eklatanten Bildungsmängeln zu tun.

  3. Inaktiver User

    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    Zitat Zitat von glaux
    Die Annäherung der Landeskirchen an evangelikale Gruppierungen ist schon seit Jahren zu beobachten, für die Kirchen wird das nicht ohne Folgen bleiben.
    Mir war das nicht bewusst, aber ich habe mich dafür bis vor kurzem auch nicht interessiert. Dass es Evangelikalismus oder Religiösität in D überhaupt in dieser intensiven Form gibt, war mir bis vor einigen Jahren auch neu. Ich hatte in der Schule noch einen Relilehrer (Pfarrer), der sich wahnsinnig aufregte, wenn jemand gewisse Wunder aus Faulheit nicht hinterfragt hat.

    Welche Folgen meinst du? Und wie schlägt sich diese Annäherung aus deiner Sicht nieder?

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    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    http://www.ekd.de/vortraege/2006/060...ankenburg.html
    Wer idea, ERF und Co über den grünen Klee lobt, der nimmt früher oder später auch deren Stallgeruch an. Und dann verbricht man schon mal ein Machwerk wie dieses:
    http://www.ekd.de/EKD-Texte/evangelium3_2001.html

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    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    M.E. verwechseln wir in der Diskussion Fundamentalismus mit Evangelikal. Kann das sein?
    Ich habe bei Wikipedia alles durchgelesen und bin nun richtig schlau geweorden.
    In unserer Gemeinde "stören" mich die Evangelikalen, die in der Mehrheit sind, da sie allein wissen wie christlicher Glaube funktioniert. Kritische, gläubige Menschen werden ausgegrenzt.
    Ob du jemand "Evangelikal" oder "Fundamentalist" nennst,ist höchstens in der Abstufung wichtig. Beides beschreibt Menschen, die meinen, in dem Besitz der allgemeingültigen Wahrheit zu sein, und versuchen, andere von IHRER WAHRHEIT, auch mit Gewalt, zu überzeugen.
    Ihnen gemein ist eine Wagenburgmentalität, die nichts außer ihre Überzeugung gelten läßt.

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    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    Zitat Zitat von Hochhinaus
    Ob du jemand "Evangelikal" oder "Fundamentalist" nennst,ist höchstens in der Abstufung wichtig. Beides beschreibt Menschen, die meinen, in dem Besitz der allgemeingültigen Wahrheit zu sein, und versuchen, andere von IHRER WAHRHEIT, auch mit Gewalt, zu überzeugen.
    Ihnen gemein ist eine Wagenburgmentalität, die nichts außer ihre Überzeugung gelten läßt.
    Das kannst Du mit Sicherheit auch belegen, nicht nur behaupten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  7. Inaktiver User

    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    danke glaux für deine links zur EKD
    Vom Inhalt her sind doch beide Beiträge in Ordnung, oder bist Du anderer Meinung?
    Mich stört ganz stark, dass amerikanische Verhältnisse auf unsere Gemeinden übertragen werden sollen.
    Schau doch mal rein bei www.joyce-meyer.de
    Dieser link wurde auf der homepage unserer Kirchengemeinde empfohlen. Also, wenn ich diese Frau agieren sehe, dann bekomme ich Zustände.
    Vor Jahren wurde mal amway (Waschmittel und solche Dinge) per Schneeballsystem vertrieben. Die traten genauso demagogisch auf. Es erinnert mich an schreckliche Zeiten aus unserer Vergangenheit, wenn Menschen zur Massenhysterie gebracht werden. Da ist es für mich gleich ob das in Jesu Namen geschieht oder für ein Waschmittel. Mich stört diese vollkommen kritiklose Art.
    Die Frommen unserer Gemeinde grüßen nur ihresgleichen. Meines Erachtens ticken die (zumindest bei uns) psychisch anders.
    Also, wenn ich den Pfarrer oder seine blödsinnige Ehefrau brauche um meinen Alltag zu bewältigen........dann weiß ich auch nicht. Aber solche Menschen fühlen sich auch in obskuren Sekten wohl.
    Unser Pfarrer wäre dafür, dass Kirchensteuer abgeschafft und der Zehnte eingeführt wird damit nur wirklich Gläubige in der Gemeinde sind. Und wer beurteilt nun wer wirklich gläubig ist? Tschja, wir sind die evangelikale Elite und wissen alles!
    Seit Neuestem haben wir einen Lobpreisleiter, der uns zu Kindergartenliedern zwingen will. Da wird 20 Mal das Gleiche gesungen. Bis es auch der Letzte kapiert hat? Auch diese Lobpreisgottesdienste haben Kindergartenniveau. Ich gehe da gar nicht mehr hin. Und dann muss Musik immer LAUT sein. Nur die Lautstärke zählt und die geht für mich an die Schmerzgrenze!
    Ach ja, dass willows creek das ganz große Vorbild ist, muss ich wohl nicht extra erwähnen.

    Unsere Gemeinde ist eine ganz "normale" evangelische Gemeinde unter der Obhut der Landeskirche!

    Viele Grüße aus dem verregneten schwarzen Wald
    flautina
    Geändert von Inaktiver User (27.10.2008 um 11:17 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mich stört ganz stark, dass amerikanische Verhältnisse auf unsere Gemeinden übertragen werden sollen.
    Schau doch mal rein bei www.joyce-meyer.de
    Dieser link wurde auf der homepage unserer Kirchengemeinde empfohlen.
    Unsere Gemeinde ist eine ganz "normale" evangelische Gemeinde unter der Obhut der Landeskirche!
    Hallo!
    Anscheinend ist die Landeskirche damit einverstanden, dass diese Frau den evangelischen Christen die Bibel näher bringt.
    Aber wie lange noch?
    Denn das ist ja im Gegensatz zu den Messen/Gottesdiensten, die ich damals in der evangelischen Kirche beobachtet habe...

    Oder hat sich da etwas geändert?

  9. Inaktiver User

    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    Hallo glaux,
    Ebenfalls danke für die Links.

    Klar, irgendwie klingt alles oberflächlich noch ganz okay, aber ich finde diese Konzentration auf Mission und Evangelisation als Hauptziel nicht so toll. Ich glaube, viele Menschen haben doch dieses Bild von den Kirchen als sozialer Einrichtung mit selbstlosem gesellschaftlichen Engagement. Wenn ich weiß, dass es bei der Seelsorge immer nur darum geht, rauszufinden, wo man am besten marketingtechnisch oder psychologisch ansetzt, um die Leute ins Boot zu ziehen, finde ich das einfach gruselig und sektenhaft. Ich frage mich auch, wie das für die Pfarrer, die vielleicht wirklich zuerst am Menschen interessiert sind, umsetzbar sein soll. Die müssen sich doch verkaufen.

    Was mich auch irgendwie irritiert, ist dieser Anschein aus Modernität und Political Correctness, der um jeden Preis vermittelt werden soll, auch wenn man offenbar ganz anderer Meinung ist. Das fiel mir bei diesem Schrieb auf der EKD-Seite zur Homosexualität auf. So ein Herumgeeier von 'homosexuell empfindenden' und 'homosexuell geprägten' Menschen, was wohl irgendwie nicht-abwertend klingen soll, aber für mich rüberbringt, dass man da von freier Entscheidung oder fehlgelaufener Entwicklung ausgeht, was dann wieder ins Sündenkonzept passt (Gott würde ja niemals nicht jemanden ablehnen, weil er so geboren wurde).

    Flautina,
    Da geht es mir so wie dir. Ich finde es schön, dass Gottesdienste so was Eigenes, Zeitloses haben, das für mich am ehesten durch klassische Musik repräsentiert wird. Ich glaube, dass das gerade für Jugendliche authentischer rüberkommt als anbiederndes Pop- oder Rap-Gedudel mit kindischen Texten, das in ein paar Jahren dann auch wieder ganz peinlich und out ist.
    Ich frage mich auch, wie man es auf diese Weise schaffen will, den Leuten eine Brücke zu bauen, die 15, 20 Jahre gar nichts mit Kirche zu tun hatten und dann mal wieder in einen GD gehen. Bei mir haben die alten Lieder und die Liturgie, die ich als Kind schon kannte, emotional sehr viel ausgelöst. Wenn man schon auf Emotionen setzen will, dann finde ich diese Neuerfindung alle fünf Jahre eher kontraproduktiv. Oder soll es dann separate Kirchen und Gottesdienste für jede Altersgruppe geben?

    Und bei Joyce Meyer stellen sich mir Haare auf, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie habe.

    Gruß,
    cornflake
    Geändert von Inaktiver User (27.10.2008 um 12:43 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Fundichristen in Deutschland - Auf dem Vormarsch?

    Zitat Zitat von Opelius
    Das kannst Du mit Sicherheit auch belegen, nicht nur behaupten.
    Aber selbstverfreilich! Ich sage nur:

    Bomben auf Abtreibungskliniken in den USA

    Morde an Schwulen und Transsexuellen

    Kreationismus als Pflichtschulfach

    Reicht das? Alles per Link zu finden.

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