Es ist ein Absurdum, dass Mißbrauch durch Gutmenschen wie Priester geschieht. Priester sind durch ihre Weihe, das Zölibat doch aus dem Ppool der "normalen" Menschen herausgehoben, sie sind außerdem Vertrauenspersonen. Mißbrauch durch Vertrauenspersonen ist so ziemlich das Übelste. Ganz logisch, dass zuerst mal wieder das Opfer beschimpft wird.Zitat von Opelius
Kleine Storry am Rande, von mir live erlebt im Klostergymnasium seinerzeit: ein Lehrer ohrfeigte eine Schülerin. Ihre Eltern protestierten. Zum Schluss verlangten jedoch die frommen Nonnen, die Schülerin hätte sich gefälligst beim Lehrer zu entschuldigen. Sprich man soll sich in einem christlichen Haus noch für den eigenen Mißbrauch entschuldigen - es würgt mich heute noch, wenn ich an diesen Vorfall denke.
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04.10.2008, 15:23Inaktiver User
AW: Bei Maischberger - das Grauen
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04.10.2008, 16:31Inaktiver User
AW: Bei Maischberger - das Grauen
Scully,
wir kommen ja irgendwie über Umwege zu den gleichen Schlüssen.....
By the way, dein oben erwähntes Beispiel halte ich für sehr gestrig.
Weißt du, was meiner Meinung nach heute das größte Problem der kath. Kirche ist?
Es gibt keine Glaubensgemeinschaft mehr.
In erster Linie ist die Kirche ja eine Glaubensgemeinschaft und kein Verein von Weltverbesserern.
Mein unangenehmstes Erlebnis, woran ich heute noch zu knabbern habe, erlebte ich während einer Ausbildung in einer kath. sehr anerkannten Einrichtung.
Wir waren ein bunter, zusammen gewürfelter Haufen was ja an und für sich nicht schlecht ist.
Unter anderem gab es da so zwei drei Hardliner aus dem früheren Ostteil unserer Stadt, die wegen ihrer Vergangenheit nirgendwo anders untergekommen wären.
Ein Vorzeigeschwuler, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, seinen Hass auf Kinder und Familie und sonstigen Behinderten kund zu tun. Komischerweise war der ansonsten ganz sympathisch.
Kurzum, nirgends im Leben fühlte ich mich deplatzierter als an diesem Ort. Nicht wegen der Biographien der Menschen sondern weil es eine Situation schuf, in der man sich zum Glauben, wie man ihn lebt etc. nicht mehr äußern wollte. Ich wollte keinen bekehren aber auch nicht verscheißert werden oder als heilige Johanna gesehen werden.
Im Rahmen der Ausbildung gab es auch ein Praktikum in einem Krankenhaus. Ich entschied mich für ein katholisches was nun allem die Krone aufsetzt. Wir hatten da speciale Patienten, ehemalige Pfarrer, einen davon alkoholkrank und inkontinent.
Glaub mal ja nicht, dass die so gut wie die anderen behandelt wurden, das lästern verfolgt mich heute noch. Ich weiß nicht ob meine Zeilen das ausdrücken können was ich meine. Es war eine unwürdige Situation.
Wo fängt Toleranz an und wo hört sie auf, frag ich mich seit dem.
Außerdem verfolgten mich lange Schuldgefühle weil ich mich nicht so heldenhaft verhalten konnte wie ich es von mir selbst erwartet hätte. Natürlich hab ich mich nicht an den Lästereien beteiligt und bin gerade mit diesen als "schwierig" benannten Patienten sehr gut ausgekommen. Man hat mich weggemobbt bzw. ich bin gegangen und hab das gemeldet.
Etwas Gutes hat das Erlebnis doch: ich weiß heute wie schwer es ist zu seiner Meinung zu stehen oder sogar gegen den Strom zu schwimmen. In erster Linie war ich wohl aber einfach geschockt.
LG die Virusgrippe
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04.10.2008, 18:04Inaktiver User
AW: Bei Maischberger - das Grauen
Da ist bestimmt was dran. Ich befürchte, das wird in unserer pluralistischen Gesellschaft auch schwierig werden, den Wert einer Glaubensgemeinschaft zu vermitteln. Zumindest würden bestimmt gern einige davon profitieren, aber dafür tun will keiner was. Das ist so ein bischen wie mit den Müllverbrennungsanlagen: alle wissen, das es notwenig ist, aber keiner will sie in der Nachbarschaft. Sorry, ist kein schöner Vergleich, aber der Punkt ist eben: viele sind der Kirche nur noch aus sentimental-nostalgischen Gründen verbunden (Weihnachten!). Nur wenige praktizieren ihren Glauben noch oder wollen dafür etwas einsetzen.zitat von virusgrippe: Weißt du, was meiner Meinung nach heute das größte Problem der kath. Kirche ist?
Es gibt keine Glaubensgemeinschaft mehr.
Ich bin katholisch "sozialisiert" und war in meiner Kindheit und Jugend gläubig und auch aktiv in christlichen Jugendgruppen. Ich hab mich trotzdem immer als Aussenseiter gefühlt. Dieses Gefühl konnte mir weder der christliche Glauben noch eine Glaubensgemeinschaft (die sich mir nie vermittelt hat) nehmen.
Man kann auch als Agnostiker ethische Grundsätze haben....
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05.10.2008, 10:31
AW: Bei Maischberger - das Grauen
Sicher kann man das.Man kann auch als Agnostiker ethische Grundsätze haben....
Es bringt aber nix.
Laut KK wird man (frau) trotzdem für immer und ewig in der Hölle schmoren.
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05.10.2008, 10:45Inaktiver User
AW: Bei Maischberger - das Grauen
3146,
ja, hoffentlich! Denn, wie ich schon weiter oben sagte: dann muß ich wenigstens nicht solchen Leuten wie der Fürstin und dem Kardinal begegnen.... ich seh das echt positiv!
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05.10.2008, 12:13Inaktiver User
AW: Bei Maischberger - das Grauen
Seid doch nicht so streng mit euch.
Es gibt schließlich noch das Fegefeuer!!!!!!
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05.10.2008, 15:59
AW: Bei Maischberger - das Grauen
Da hast du auch wieder Recht.ja, hoffentlich! Denn, wie ich schon weiter oben sagte: dann muß ich wenigstens nicht solchen Leuten wie der Fürstin und dem Kardinal begegnen.... ich seh das echt positiv!
Mit solchen Leuten möchte ich nicht an einem Ort sein - oder gar "Halleluja" singen.
*grusel*
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05.10.2008, 16:10Inaktiver User
AW: Bei Maischberger - das Grauen
Und wer sagt euch, dass ausgerechnet die im Himmel sind?
Es könnte ja sein, dass du in der Hölle bist, wenn du mit denen zusammen sein musst.
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05.10.2008, 18:14Inaktiver User
AW: Bei Maischberger - das Grauen
pelzpfote!
Das wäre ja schrecklich!
Aber ich geh schon davon aus, daß die beiden als "gute Christen" in den Himmel kommen und ich nicht - oder können die an beiden Orten zugleich sein... oh, was für eine Horrorvorstellung....!!!
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05.10.2008, 18:22Inaktiver User
AW: Bei Maischberger - das Grauen
Also ich bin keineswegs davon überzeugt, dass die beiden in den Himmel kommen, denn wer sich selbst erhöht, ......
Zitat von Inaktiver User


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