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    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    Zitat Zitat von Golddrops
    Am besten orientiert man sich an Religionen und Glaubenssätzen, indem man sie studiert.
    Das Studium einer Sache, dessen Tyl man ist, ist eine delikate Angelegenheit, wenn man nur zwei Augen hat.
    Heterogenität und Integrität sind der Integriertheit in homogene Systeme ausgeschlossen.
    Wie will ein bezugsorientiert funktionierendem Verstand das Maximum ihm erlebbarer Objektivität in ein fremdsubjektiviertes, massenfreundliches Gemeinschaftsklima transportieren?
    Einer verfassten Religion anzugehören, bedeutet mehr, als ihre Lehrsätze für weise zu halten.
    Es bedeutet, sein Leben einer Lebensordnung anzuvertrauen, die verspricht, den Menschen in Leib, Seele und Verstand auf Gott hin zu orientieren nach Vorstellungen, die die jeweilige Religion zu diesem Zwecke als sinnvoll erachtet.
    Wer dies tut, kann nicht mehr objektiv sein.
    Er hat sich entschieden.
    Die objektive Phase sollte der Entscheidung für eine verfasste Religion vorausgehen.
    Danach ist Objektivität nicht mehr möglich.
    Das ist aber vorher klar.
    Sie kann nur wiedergewonnen werden durch Verlassen der Lebensordnung. Diese Freiheit muss gegeben sein.
    Man schließe sich also nach Prüfung einer Lebensordnung an oder bleibe für sich.
    Beides ist gleich legitim, je nach Bedürftigkeit des entscheidenden Menschen.
    Mich stört die Abwertung des gebunden Glaubenden gegenüber dem freien Gottsucher, als sei jener ein Mensch minderer Stärke.
    Das mag er sein.
    Es könnte ihm nicht vorgeworfen werden, denn vielleicht verdankt sich seine "Schwäche" nur realistischerer Selbsteinschätzung.
    Wozu sollte jemand das Risiko des radikalen Scheiterns minimieren wollen?
    Wer das tut, minimiert gleichsam die Chance maximalen Gewinns.
    Das glaube ich nicht.
    Der Gewinn ist gleich hoch für alle, die Gott finden, nämlich die Begegnung mit Gott.
    Einen höheren Preis gewinnt auch der "Selbstsucher" nicht.
    Es gibt nur Erlöste, nicht mehr oder weniger Erlöste.
    Allen Arbeitern im Weinberg ist der gleiche Lohn versprochen.
    Auf den Nullpunkt zu kommen, ist kein Wochenendurlaub! Kein verdammtes Seminar!
    Richtig.
    Der Nullpunkt ist aber nicht nur den Selbstsuchern vorbehalten.
    Vielleicht erleichtert das Aufgehobensein in einer Gemeinschaft seine Überwindung.
    Auch eine Abwägung, die nur ganz individuell getroffen werden kann.
    Was Dir für Dich passend erscheint, muss es für andere noch lange nicht sein.
    Dein Weg ist nicht der Wertvollere, weil der vermeintlich Heroischere.
    Für den "Freiheitwählenden" bedeutet bereits die Festlegung auf Unbefestigtheit die Schaffung einer Oase in sich selbst.
    Er ist kein Pilgerer, sondern eine Wanderseele.
    Wenn das die Selbsteinschätzung des "Freien" ist, kann dem nicht widersprochen werden.
    Es ist legitim.
    Ich nehme nur an, daß der, der sich so fühlt, ein erhöhtes Risiko trägt, unbehaust zu bleiben, heimatlos, ausgesetzt, ungeborgen, letzten Endes in Angst, weil allein auf sich gestellt.
    Wer es erträgen will, soll es ertragen dürfen.
    Er wird wissen, was er gewinnt.
    Es gibt keine Irrwege auf der Suche nach Gott.
    Diese Annahme führt jede Annahme von göttlicher Vollkommenheit und Schöpfungsgüte bereits ad absurdum.
    Auch und gerade auf der Reise zu Gott, zu einer "höheren Wahrheit", gilt: Der Weg ist das Ziel.
    Ist denn jedem, der sich auf die Suche macht, damit das Finden bereits garantiert?
    Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, Gott zu verfehlen, ihn nicht zu finden.
    Wenn es nicht so wäre, müsste das Finden Gottes ein leichtes sein.
    Dem widerspricht aber die Erfahrung vieler ehrlicher Sucher, die über der Suche verzweifelten, weil sie NICHTS fanden.

    Du sprichst von Schöpfungsgüte.
    Gerade die Schöpfung spottet jeder menschlichen Vorstellung von Güte.
    Es ist schwer, Gott zu vertrauen. Er ist schrecklich und gut zugleich.
    Rätselhaft.
    Zu seiner Schöpfung gehören die Kinder im Leib der Mütter und die AIDS-Viren in der Blutbahn vieler dieser Mütter.
    Auch sie sind Teil der Schöpfung desselben, einen Gottes.
    Man kann Gott verfehlen oder sogar fürchten, einen zu finden, dem man nie begegnet sein möchte.
    Sich zu entschließen, auf die Güte Gottes zu setzen, ist für viele bereits eine Willensentscheidung, keine Evidenzerfahrung.
    Ein Gott, der über Wegweiser, Leitsätze, Konformitätsansprüche und Regeln eher zu finden wäre als über die Bereitschaft, dem eigenen Menschsein zu vertrauen, wäre für mich so interessant wie einem Blinden Farben.
    Wer genährt werden will, muss sich schon trauen, seinen Mund der Zitze zu öffnen.
    Eher zu finden nur für die, die diese Leitern zu Gott auch benutzen WOLLEN, zu brauchen meinen.
    Vielleicht haben sie Recht.
    Kannst Du es wissen?
    Vielleicht äußert sich Gottes Güte u.a. darin, daß er uns Menschen Leitern baut, die zu ihm hin führen.
    Warum sollte die Zitze nicht die Form einer verfassten Religion annehmen?
    Dann muss der Gläubige in der Tat nur bereit sein, den Mund, den Geist zu öffnen, um sich nähren zu lassen.
    Aber es steht Dir ja frei, zu saugen, wo immer sich Dir etwas Saugbares bietet.
    Ich will niemanden missionieren, nur für Verständnis werben, dass eine andere Entscheidung genauso sinnvoll sein kann.
    Eine Wesenheit, die sich ihrer selbst bewusst ist, kann eine abstrakt wirkende, willensneutrale Allkraft nur selbstbedingt imaginieren.
    Ist Gott denn eine abstrakt wirkende, willensneutrale Allkraft?
    Ich weiß es nicht.
    Wäre er es, warum sollte ich sie suchen?
    Ich würde sie vielleicht erforschen wollen, um ihre Wirkprinzipien zu ergründen, aus Neugier, nicht um Geborgenheit zu finden.
    Ich suche mit Leidenschaft nur, was ich lieben kann, denn nur was ich lieben kann, zieht mich stark genug an.
    Liebe lebt, nährt sich aber aus Gegenliebe, sonst verzehrt sie sich, verbraucht sich unerneuert.
    Einer abstrakt wirkenden, willensneutralen Allkraft wäre ich gleichgültig, also wäre sie auch mir gleichgültig.
    Es bestünde keine Notwendigkeit, keinerlei Drang, sie zu suchen.
    Sie könnte mir gestohlen bleiben.
    Ich denke, wer Gott suchen will, braucht sehr viel Leidenschaft, will er die Hoffnung haben, ihm näher zu kommen.
    Meine Gottesvorstellung ist eine andere, die eines personalen Gottes, der den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat. Ein Gott, der liebt, der leidet, der fühlt und doch auf entsetzliche, unheimliche Weise grausam ist, und unvorstellbar groß und klein.
    Mit keiner Vernunft zu fassen.
    Weshalb wir Gott in diesem Leben auch nicht finden können.
    Wir können nur eine mehr oder weniger schwache Ahnung von seiner Existenz erjagen, ein Gefühl der Beruhigung, der Geborgenheit, des Vertrauens in seine letztendliche Güte.
    Von Angesicht zu Angesicht sehen wir Gott in diesem Leben nicht.
    Gottfindung bedeutet für mich also nicht das Erreichen eines Zustandes, in dem man sich des dauerhaften Wissens um seine Existenz sicher wäre, die Beunruhigung durch seine Andersartigkeit bleibend verlöre.
    Nur das Ausmaß der Beunruhigung ist reduzierbar, hoffe ich.
    Das Suchen endet aber nie, weil ein Annähern an Gott immer ein Rudern gegen den Strom bedeutet. Einen Stillstand, ein Ruhen in der Nähe Gottes gibt es nicht in diesem Leben, nur für kurze Augenblicke die Ahnung seiner Existenz, insofern doch ein Mentalorgasmus, dessen Eindruck im Gedächtnis haften bleibt, ein Gefühl, das nicht anhält, aber erinnert werden kann und so die Hoffnung nährt.
    Ein Gefühl, das vielleicht auch immer wieder neu augenblicksweise erlebt werden kann, jedesmal ein neuer Kick für den Gottessüchtigen, bei entsprechender Lebensweise.
    Ich denke, glückliche Mönche und Nonnen werden so wiederholt von Gott angefixt und für ihr Leben begeistert.
    Eine Religion, die mir die Pseudofreiheit lässt, ihren Dogmen freiwillig entsagen zu dürfen, dafür allerdings ewige Verdammnis erwarten zu müssen, ist menschen- und gottesverachtend.
    Das Gegentyl von Macht ist nicht Ohnmacht, sondern Selbstbestimmung.
    Die wiederum unterliegt den Abhängigkeiten, die eine Existenz unter Existenzen, das Dasein unter sozialen Bedingungen, nunmal mit sich bringt.
    Freiheit ist kein Absolutum.
    Was bedeutet in der Hölle sein?
    Für mich ist der in der Hölle, der sich der Liebe Gottes verweigert, seiner göttlichen Liebe nicht durch Gegenliebe antwortet, der einsam, in sich verkapselt, Gott zurückweist.
    Einsamkeit macht Angst, eine ins Extrem gesteigerte Einsamkeit durch extreme Gottferne bedingt, das bedeutet für mich, in der Hölle leben.
    Ich denke, Gott kann ein diskreter Liebhaber sein, der den nicht überwältigt, der ihn ablehnt.
    Er belagert vielleicht auf stille, zurückhaltende Art, gibt übersehbare Signale seiner Zuneigung, seiner Existenz.
    In der Hölle ist also nur der, der dort auch sein will, weil Gott seine Zurückweisung akzeptiert.
    In die Hölle schließt sich ein, wer Gott ausschließt.
    Letzten Endes glaube ich, daß die Hölle auf lange Sicht leer sein wird, weil kein Mensch sich auf Dauer dem Liebeswerben Gottes entziehen kann.
    Gott ist geduldig.
    Er hat ja eine Ewigkeit Zeit, um den "Sünder" zu umwerben.
    Was die Gebote anlangt, so sind sie für mich nur Leitplanken, die die gebahnten Wege zu Gott markieren, die die schwierige Suchfahrt querfeldein ersparen.
    In Wahrheit gilt, wozu Augustinus aufforderte: Liebe, und tue was Du willst.
    Es ist natürlich schwer, zu erkennen, was man wirklich aus Liebe tut.
    Da ist es einfacher, Leitplanken zu folgen.
    Wie frei ist der Mensch?
    Ich weiß es nicht.
    Verfasste Religionen überleben durch den entscheidenden Vortyl der Unbeweisbarkeit ihrer Versprechenseinlösung.
    Das ist wahr.
    Aber kein Grund, sich ihnen nicht anzuschließen.
    Geändert von arouet58 (01.10.2008 um 12:22 Uhr)
    Cum grano salis

  2. Inaktiver User

    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    Kleine Bitte:

    Könntest Du nicht etwas weniger Text schreiben, und vielleicht auch solches, die direkt zum Thema passen? Oder ist das zuviel verlangt, arouet58?

  3. Inaktiver User

    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kleine Bitte:

    Könntest Du nicht etwas weniger Text schreiben, und vielleicht auch solches, die direkt zum Thema passen? Oder ist das zuviel verlangt, arouet58?
    Liebe bitte deinen Nächsten wie dich selbst.

  4. Inaktiver User

    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Liebe bitte deinen Nächsten wie dich selbst.
    Das hat mit Nächstenliebe wenig, aber mit dem eigenem Leseverhalten sehr viel zu tun, denn lange und komplizierte Texte werden mir immer unverständlicher, je länger ich lese, und ich verlier den roten Faden.

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    "Was bedeutet in der Hölle sein?
    Für mich ist der in der Hölle, der sich der Liebe Gottes verweigert, seiner göttlichen Liebe nicht durch Gegenliebe antwortet, der einsam, in sich verkapselt, Gott zurückweist.
    Einsamkeit macht Angst, eine ins Extrem gesteigerte Einsamkeit durch extreme Gottferne bedingt, das bedeutet für mich, in der Hölle leben.
    Ich denke, Gott kann ein diskreter Liebhaber sein, der den nicht überwältigt, der ihn ablehnt.
    Er belagert vielleicht auf stille, zurückhaltende Art, gibt übersehbare Signale seiner Zuneigung, seiner Existenz.
    In der Hölle ist also nur der, der dort auch sein will, weil Gott seine Zurückweisung akzeptiert.
    In die Hölle schließt sich ein, wer Gott ausschließt.
    Letzten Endes glaube ich, daß die Hölle auf lange Sicht leer sein wird, weil kein Mensch sich auf Dauer dem Liebeswerben Gottes entziehen kann.
    Gott ist geduldig."
    ...
    Papier auch.

  6. User Info Menu

    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    Er belagert vielleicht auf stille, zurückhaltende Art
    Dein Gott ist ein Stalker??

    *grusel*

    Ich möchte nicht belagert werden, wie und von wem auch immer.

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    "Vielleicht äußert sich Gottes Güte u.a. darin, daß er uns Menschen Leitern baut, die zu ihm hin führen."
    ...
    Wie erklimmt man Leitern ohne Arme und Beine, ohne Eingeweide, mit zerrissenen Gliedmaßen?
    Oder meintest Du Förderbänder?

    Gottes Güte - die sich immer wieder zeigt in Kriegen und Naturkatastrophen.

  8. User Info Menu

    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    Zitat Zitat von corvus
    Wie erklimmt man Leitern ohne Arme und Beine, ohne Eingeweide, mit zerrissenen Gliedmaßen?
    Oder meintest Du Förderbänder?
    Das, was wir wirklich sind kommt auch ohne den Körper aus.

    Gottes Güte zeigt sich nicht alleine durch das, was wir vollkommen nennen, sondern auch durch das, was wir unvollkommen nennen. Gott ist Vergebung. Indem wir das Unverzeihliche verzeihen, sind wir Gott sehr nahe. Gott ist bedingungslose Liebe. Indem wir einen unliebenswerten Menschen lieben, sind wir Gott sehr nahe. Und indem wir hinter der Fassade der Unvollkommenheit die Vollkommenheit erblicken, erblicken wir die Welt durch Gottes Augen.

  9. Inaktiver User

    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    Zitat Zitat von corvus
    "Was bedeutet in der Hölle sein?
    Für mich ist der in der Hölle, der sich der Liebe Gottes verweigert, seiner göttlichen Liebe nicht durch Gegenliebe antwortet, der einsam, in sich verkapselt, Gott zurückweist.
    Nun, für mich ist es naturgemäß etwas anderes, da der Bibelsch*** sich als Märchen erwiesen hatte. Tiefenpsychologisch betrachtet, ist die Hölle ein innerer Zustand, in der sich Menschen befinden, die sich weder geliebt noch akzeptiert fühlen, sei es, weil die Gesellschaft oder man selbst etwas dazu beitrug. Ein Gott hat da nichts zu suchen!
    Außerdem ist der semitische Christengott einer, der sagt: "Halte meine Regeln (Gebote), und dadurch zeigst du, dass du mich liebst. Tust du es nicht, liebst du mich nicht, und ich entziehe dir meine Liebe"!
    Aber diese an Regeln gebundene "Liebe" gibt es in ALLEN monotheistischen und patriarchalischen Religionen! In der RKK wie im Mormonismus, Im orthodoxen Judentum wie im orthodoxen Islam.
    Wie anders ist da die Liebe "meiner" Göttin, die mich OHNE Bedingungen liebt!

    Zitat Zitat von corvus
    In der Hölle ist also nur der, der dort auch sein will, weil Gott seine Zurückweisung akzeptiert.
    In die Hölle schließt sich ein, wer Gott ausschließt.
    Letzten Endes glaube ich, daß die Hölle auf lange Sicht leer sein wird, weil kein Mensch sich auf Dauer dem Liebeswerben Gottes entziehen kann.
    Was für ein Quark!

  10. User Info Menu

    AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie anders ist da die Liebe "meiner" Göttin, die mich OHNE Bedingungen liebt!
    Ach? Sie liebt ohne Regeln? Jeden? Ohne Ausnahme?
    Was ist eigentlich mit dem Gott, den es bei den Wicca auch gibt? Liebt dieser Dich auch - und Du ihn?

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