Hallo Satyr,
habe dir eine PN geschickt.
VG
Südstern
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30.09.2008, 10:05
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
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30.09.2008, 14:46Inaktiver User
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
Zitat von Satyr
In Wicca gibt es unterschiedliche Traditionen. In manchen läuft es so, in anderen wieder anders ab. Ich bin dianisch, die ist wiederum anders als keltisch (obwohl es auch hier gewisse Einflüsse gibt) oder germanisch. Und nicht jede(r) ist in einem Coven organisiert.
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30.09.2008, 14:48Inaktiver User
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
Wicca ist kein Aberglaube, sondern eine Naturreligion. Und sie hilf den Menschen, ihre eigenen Kräfte zu entdecken und zu fördern, und ist offen ALLEN Lebensformen gegenüber.
Zitat von 3146
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30.09.2008, 15:09
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
Na, wenn ich Dir zuhöre, ist sie zumindest männlichen Lebensformen nicht gerade wohl gesonnen.
Zitat von Inaktiver User
Cum grano salis
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30.09.2008, 15:30
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
Jede Religion ist eine Glaubensgemeinschaft, kommt also nicht ohne inhaltliche Verfassung und wertschaftliche Be- und Auslegung aus.
Zitat von Inaktiver User
Es gibt immer ein strukturelles Gefüge, das in einem ideologischen Konsens wurzelt.
Zweifelsohne gibt es Religionen, die in ihren Grundstrukturen freiheitliche Gottanschauungen propagieren, doch ist selbst die Aufforderung zum freiheitlichen Denken bereits eine Vorgabe und somit eine Beschränkung der Freiheit.
Mir persönlich ist meine Fähigkeit zur Annäherung an ein Abstraktum, dessen "Göttlichkeit" auf Wirkstrukturen basiert, deren Objektivität sich auf monohumane Subjektivität als system(at)ischen Mechanismus koppelt, durch die Begrenzungen meines geistigen Fassungsvermögens bereits beschränkt genug, als dass es mir sinnvoll erschiene, mich Gott über ein (gemeinschaftliches) Bekenntnis nähern zu wollen.
Mir scheinen Gott und Göttlichkeit im Ablehnen von kulturellen Strukturvorgaben, An- und Entschlüssen erahnbarer, zumal mir bewusst ist, dass jede menschliche Gotteserfahrung aus allem Wissen in die Erkenntnis von absoluter Ahnbarkeit mündet und durch diesen dynamisch-prozessiven Anstoß an freier, ziel-, wert- und bedingungsfreier Hingabebereitschaft (zum Glauben) gewinnt.
Religionen entfernen von dieser Hingabebereitsschaft, sie sind zu stolz und eitel, um einen Menschen demütig sein zu lassen.
Religion, selbst die humanste und würdevollste, ist ein Feuer, das erhellen und wärmen mag.
Dennoch erklärt sie sich selbst zum Gott, hebt die Ideologie über die unfassbare göttliche Idee.
Es ist die Freude am Selbstsein, das unbeschreibliche Vergnügen an individuellen Schaffensmöglichkeiten, die einen Menschen in der Gebundenheit an seine Physis frei werden lässt, Funken zu schlagen, ein sprühender, lebendiger Geist zu sein, der aus sich selbst schlägt.
Wer begriffen hat, wie göttlich Menschlichkeit ist, rückt ab von der Idee, sich einer ideologischen Richtung(sweise), einem Mani(tu)fest anschließen zu müssen, das nicht anders kann, als das Menschsein zu biegen, zu strukturieren und zu reglementieren, indem es sich Gott überstellt.
Ich frage mich oft, weshalb der anleitungsbedürftige, richtungssuchende, fragende Mensch Antworten in Büchern, Steinen, Kirchen sucht, anstatt seinem eigenen Herzen zu folgen, - seiner Neugierde, seiner Phantasie, seiner Lebenslust.1.) Der Unter zwischen einem Schied liegt immer oberhalb.
2.) Das Brot lebt nicht vom Mehl allein.
9.) Iss einen Keks.
Ein Buch ist wie ein Spiegel: Wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Apostel herausblicken.
(Georg Christoph Lichtenberg)
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30.09.2008, 16:47
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
Eine Grundsatzfrage, die jeder Mensch nur für sich selbst beantworten kann.
Zitat von Golddrops
Der zwischen seinen Sehnsüchten nach Freiheit und Geborgenheit, Sicherheit ausgespannte Mensch, wem gibt er den Vorzug?
Der Freiheit, mit dem erhöhten Risiko des einsamen Scheiterns, dem Zwang, alles aus sich heraus selbst entdecken zu müssen, oder der Sicherheit der Herde, die Hirten, lebenden und toten, folgt, von bereits gemachten Erfahrungen profitiert?
Der die Sicherheit Wählende muss anderen vertrauen, sich selbst zurücknehmen, Freiheit opfern, kann aber im Gegenzug damit rechnen, das Risiko des radikalen Scheiterns zu minimieren, denn viele behaupten, für ihn glaubwürdig (sonst schlösse er sich der Religion ja nicht an), den Weg zu Gott, den er auch gehen will, bereits erfolgreich gegangen zu sein.
Der die Freiheit Wählende entschließt sich, nur sich selbst zu vertrauen mit dem Risiko, daß seine möglichen Irrtümer und Irrwege lange Zeit unvermerkt, unkritisiert, unkorrigiert bleiben, bis es vielleicht zu spät ist und er in einer Wüste verdurstet, ohne die Oase entdeckt zu haben.
Ich glaube nicht, daß die Gotteserfahrung so radikal subjektiv ist, wie vielleicht Du es glaubst, wie der es glauben muss, der den Mut haben will, sich den Mut geben will, auf sich gestellt zu suchen.
Ich glaube, es gibt Regeln, die das Finden von Gott erleichtern und die helfen, Irrwege zu meiden.
Das glaube ich, weil etwa die Erfahrungen, von denen Mystiker auf ihrem Weg zu dem, was sie Gott nennen, über alle Konfessionen, Religionen und Kulturen hinweg, so ähnlich sind.
Deshalb ist es legitim, sich FREIWILLIG einer verfassten Religion ein - und unterzuordnen, wenn man begründet hofft, von dem in ihr aufgespeicherten Erfahrungsschatz vieler einzelner Gottsucher lernen zu können, um eigene Fehler zu vermeiden.
Hofft man das nicht, fühlt sich beengt durch Vorschrift und Anleitung, dann möge man alleine losziehen, auf sich gestellt, nur mit dem eigenen Denken, Fühlen und Wollen als Kompaß.
Das ist genau so legitim.
Aber man kritisiere nicht die verfassten Religionen als generell freiheitsberaubend, jedenfalls dann nicht, wenn sie niemanden mehr in ihre Reihen zwingen, sondern nur jene beherbergen, die dort auch beherbergt sein wollen.
Es ist vernünftig, bis zu einem gewissen Grade Freiheit zu opfern, um Sicherheit zu gewinnen, eine Abwägung, die wir alle in vielen Zusammenhängen treffen müssen und auch gar nicht in Frage stellen.
Verfasste Religionen wären nicht über so lange Zeit so erfolgreich, würden sie ihr Versprechen, einen relativ sicheren Weg zu Gott weisen zu können, nicht für viele glaubwürdig einlösen und bestünde diese Einlösung auch nur in einer erfolgreich vermittelten Illusion.
Auch der einsam reisende Entdecker kann ja nie sicher sein, ob das, was er sichtet, wenn er denn überhaupt etwas sichtet, ein reales Ziel ist oder nur seine Illusion, seine Fata Morgana.Geändert von arouet58 (30.09.2008 um 17:06 Uhr)
Cum grano salis
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30.09.2008, 17:37
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
Na siehst Du, nichts anderes sage ich.
Zitat von Inaktiver User
Du nennst es unterschiedliche Traditionen, ich nenne es unterschiedliche Ausrichtungen. Manche sind (für mich) toll, manche nicht.
Und so ist es bei jeder Religion. Auch bei den Mormonen.
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30.09.2008, 18:22
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
Am besten orientiert man sich an Religionen und Glaubenssätzen, indem man sie studiert.
Zitat von arouet58
Das Studium einer Sache, dessen Tyl man ist, ist eine delikate Angelegenheit, wenn man nur zwei Augen hat.
Heterogenität und Integrität sind der Integriertheit in homogene Systeme ausgeschlossen.
Wie will ein bezugsorientiert funktionierendem Verstand das Maximum ihm erlebbarer Objektivität in ein fremdsubjektiviertes, massenfreundliches Gemeinschaftsklima transportieren?
Wozu sollte jemand das Risiko des radikalen Scheiterns minimieren wollen?
Wer das tut, minimiert gleichsam die Chance maximalen Gewinns.
Auf den Nullpunkt zu kommen, ist kein Wochenendurlaub! Kein verdammtes Seminar!
Für den "Freiheitwählenden" bedeutet bereits die Festlegung auf Unbefestigtheit die Schaffung einer Oase in sich selbst.Der die Freiheit Wählende entschließt sich, nur sich selbst zu vertrauen mit dem Risiko, daß seine möglichen Irrtümer und Irrwege lange Zeit unvermerkt, unkritisiert, unkorrigiert bleiben, bis es vielleicht zu spät ist und er in einer Wüste verdurstet, ohne die Oase entdeckt zu haben.
Er ist kein Pilgerer, sondern eine Wanderseele.
Es gibt keine Irrwege auf der Suche nach Gott.Ich glaube, es gibt Regeln, die das Finden von Gott erleichtern und die helfen, Irrwege zu meiden.
Diese Annahme führt jede Annahme von göttlicher Vollkommenheit und Schöpfungsgüte bereits ad absurdum.
Auch und gerade auf der Reise zu Gott, zu einer "höheren Wahrheit", gilt: Der Weg ist das Ziel.
Ein Gott, der über Wegweiser, Leitsätze, Konformitätsansprüche und Regeln eher zu finden wäre als über die Bereitschaft, dem eigenen Menschsein zu vertrauen, wäre für mich so interessant wie einem Blinden Farben.
Wer genährt werden will, muss sich schon trauen, seinen Mund der Zitze zu öffnen.
Das liegt daran, dass der menschliche Weg zu Gott immer menschlich ist.Das glaube ich, weil etwa die Erfahrungen, von denen Mystiker auf ihrem Weg zu dem, was sie Gott nennen, über alle Konfessionen, Religionen und Kulturen hinweg, so ähnlich sind.
Was alle Suchenden eint, ist ihre menschliche Beirrbarkeit während der Suche, sicherlich aber auch ihre steigende Bereitschaft, lieber in Verblendung fündig zu werden, als das Finden in Frage zu stellen.
Der Mensch ist aber doch nunmal fehlbar.Deshalb ist es legitim, sich FREIWILLIG einer verfassten Religion ein - und unterzuordnen, wenn man begründet hofft, von dem in ihr aufgespeicherten Erfahrungsschatz vieler einzelner Gottsucher lernen zu können, um eigene Fehler zu vermeiden.
Deshalb strebt er auch oftmals nach Perfektion, obgleich ihm "lediglich" Vollkommenheit in jedem Moment seines Lebens zur Verfügung steht.
Diese schließt das Irren und Schwanken und Winden mit ein.
Gottfindung ist doch kein verdammter Mentalorgasmus, auf dessen erleuchtetem Höhepunkt sich der Suchende im Findesrausch in ein Rauchwölkchen auflöst.
Allein anhand meiner Ausführungen lässt sich wunderbar erkennen, wie vermenschlicht und subjektiv jede noch so um Objektivität bemühte Gottesvorstellung ist.
Eine Wesenheit, die sich ihrer selbst bewusst ist, kann eine abstrakt wirkende, willensneutrale Allkraft nur selbstbedingt imaginieren.
Eine Religion, die mir die Pseudofreiheit lässt, ihren Dogmen freiwillig entsagen zu dürfen, dafür allerdings ewige Verdammnis erwarten zu müssen, ist menschen- und gottesverachtend.Aber man kritisiere nicht die verfassten Religionen als generell freiheitsberaubend, jedenfalls dann nicht, wenn sie niemanden mehr in ihre Reihen zwingen, sondern nur jene beherbergen, die dort auch beherbergt sein wollen.
Das Gegentyl von Macht ist nicht Ohnmacht, sondern Selbstbestimmung.
Die wiederum unterliegt den Abhängigkeiten, die eine Existenz unter Existenzen, das Dasein unter sozialen Bedingungen, nunmal mit sich bringt.
Freiheit ist kein Absolutum.
Wie frei ist der Mensch?Es ist vernünftig, bis zu einem gewissen Grade Freiheit zu opfern, um Sicherheit zu gewinnen, eine Abwägung, die wir alle in vielen Zusammenhängen treffen müssen und auch gar nicht in Frage stellen.
Erhofft er sich nicht, durch Sicherheiten den "freien", unbedingten Umgang mit Unsicherheiten zu erhalten?
Die Freiheit der absoluten Ungebundenheit ist keinem Menschen erfahrbar.
Seine Vernunft beruht auf Kausalitätsprinzipien, die ihn zur abgewogenen Freiheit zwingen.
Ziemlich ausgebufft, das Dinglein Mensch.
Verfasste Religionen überleben durch den entscheidenden Vortyl der Unbeweisbarkeit ihrer Versprechenseinlösung.Verfasste Religionen wären nicht über so lange Zeit so erfolgreich, würden sie ihr Versprechen, einen relativ sicheren Weg zu Gott weisen zu können, nicht für viele glaubwürdig einlösen und bestünde diese Einlösung auch nur in einer erfolgreich vermittelten Illusion.1.) Der Unter zwischen einem Schied liegt immer oberhalb.
2.) Das Brot lebt nicht vom Mehl allein.
9.) Iss einen Keks.
Ein Buch ist wie ein Spiegel: Wenn ein Affe hineinschaut, kann kein Apostel herausblicken.
(Georg Christoph Lichtenberg)
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30.09.2008, 19:21Inaktiver User
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
Und mir nicht!
Zitat von Suedstern
Kannst wohl mormonische Kirchenkritiker nicht leiden, die zu viel über die Mormonen wissen!
Oder ist es etwa...?
Was auch immer, ich bin froh darüber! ich würde mich nur wieder über die Mormonen lustig machen, oder mich krank ärgern, und beides wäre für mich wasting time!
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30.09.2008, 19:25Inaktiver User
AW: Mormonenprophet sagt, das Transsexualität vomTeufel kommt
Wie gesagt, das kommt auf die Tradition an. Dianische Wicca brauchen das männliche Element in ihren Ritualen nur zweimal imjahr zu den Sonnenwendfeiern. Im Keltentum, z.B. wird die männliche Energie viel öfter benötigt.
Zitat von arouet58
beide Traditionen entsprechen unterschiedlichen Bedürfnissen. Heterosexuellen Menschen ist ein Gott halt wichtiger, als lesbischen Menschen.


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