Das muss man letztendlich nicht, denn das ist kein Ost-West-System-phänomen, sondern üball auf der Welt und in der Geschichte zu beobachten. Läßt der Wohlstand nach, sehen die Menschen die Lösung in der Extreme. In der linken Extreme oder eben in der rechten Extreme. Das war/ist im Osten so, genauso wie in der Weimarer Republik, in Südamerika, in Afrika und und und. Natürlich hat jede Gesellschaft da ihre eigenen Besonderheiten und Prägungen. Aber die Grundmentaltät der Menschen zu einer extreme Radikallösung zu tendieren, bei der mal jemand "auf den Tisch haut" und eine reaktionäre Lösung verspricht, sitz viel tiefer als die Prägung durch ost-west oder Sonstigem.Zitat von Inaktiver User
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Thema: Demokratie nein Danke!
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11.08.2008, 15:30Inaktiver User
AW: Demokratie nein Danke!
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11.08.2008, 21:41Inaktiver User
AW: Demokratie nein Danke!
Ne das sehe ich nicht ganz so, sicherlich hat "es" etwas mit Wohlstand zu tun aber eben nicht nur, es geht hier auch um Gerechtigkeit und zwar um eine von Menschen gemachte und nicht um eine göttliche die erst nach dem Tod zum "Tragen" kommt. Wie gesagt, ich habe schon Verständnis für die Wahl des Forums.
Zitat von Inaktiver User
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11.08.2008, 23:00Inaktiver User
AW: Demokratie nein Danke!
Da hast du aber eine sehr hohe Meinung von den Menschen....
Zitat von Inaktiver User
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13.08.2008, 08:08
AW: Demokratie nein Danke!
Das wiederum lässt uns einen Blick darauf werfen, wie Menschen von Begrifflichkeiten zu beeinflussen sind.
Zitat von Opelius
Wenn "Recht" drauf steht, ist Recht darin.
Hausrecht unterliegt nicht demokratischen Grundregeln. Es ist ein Relikt aus alten undemokratischen Zeiten und sorgte stets dafür, Unrecht innerhalb eines abgezirkelten Besitztums zu legalisieren.
Mit Deinen beiden letzten Sätzen deklarierst Du erneut Deine Zustimmung zu einem Unrechtssystem, indem Du eine Aburteilung nach Deinem Sinn für Ordnung – ohne die Möglichkeit demokratischer Rechtsmittel – befürwortest.
Würdest Du Dich als Demokrat bezeichnen?
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13.08.2008, 09:01
AW: Demokratie nein Danke!
In Wikipedia finde ich den Satz:
Zitat von Ombrager
Das Hausrecht ist heute vor allem mit dem Begriff Hausfrieden und der Unverletzlichkeit der Wohnung nach Art. 13 GG verbunden.
Als Amateur und Nichtjurist verstehe ich das aber so, dass im Zweifel das Straf- und Zivilrecht gilt und die Zeiten vorbei sind, wo das Hausrecht so weit ging:
Vom Mittelalter bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts bedeutete das Hausrecht die Haus- und Schirmgewalt über Haushalt, Hausgenossen, Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Insbesondere schloss das Hausrecht im Mittelalter die Tötung der beim Ehebruch ertappten Ehefrau ein, das Verheiraten der Töchter und bei Notlagen den Verkauf der Hausgenossen und Hausgenossinnen.
(Wikipedia)
Zur Rechtssprechung bezüglich Hausrecht in Internetforen siehe auch:
http://www.foren-und-recht.de/urteil...-20061025.html
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13.08.2008, 09:12
AW: Demokratie nein Danke!
Ich sehe darin keinen Widerspruch zu meinen Ausführungen.
Zitat von foo-foo
Das Hausrecht legitimiert Unrechtssysteme. Bis vor kurzem legitimierte es sogar noch die Vergewaltigung der Ehefrau.
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13.08.2008, 09:33
AW: Demokratie nein Danke!
Das ist Stuss! Nicht das Hausrecht legitimierte die Ehepflichten der Hausfrau, sondern die Vorstellung der dauernden sexuellen Verfügbarkeit, manchmal begründet mit dem Wort: die Frau sei dem Manne untertan.
Zitat von Ombrager
Ja, ich bin Demokrat. Aber ich reklamiere nicht Demokratie, wo es nicht um Legitimation von Staatsgewalt geht.Würdest Du Dich als Demokrat bezeichnen?
Ich halte es für einen wichtigen Pfeiler unserer demokratischen Grundordnung, dass die Unverletzlichkeit der Wohnung nach Art. 13 GG ein Grundrecht ist, dass nur durch richterliche Verfügung eingeschränkt werden darf. Es zeichnet undemokratische Systeme aus, dass es keine Unverletzlichkeit der Wohnung und damit keinen Privatbereich für Menschen gibt.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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13.08.2008, 10:28
AW: Demokratie nein Danke!
Sehen kannst du natürlich, was du willst.
Zitat von Ombrager
Es ist aber unmöglich, sich mit fakten- und belegfreien Ansichten auseinanderzusetzen.
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13.08.2008, 11:25
AW: Demokratie nein Danke!
Ganz sicher nicht MIRnach.
Zitat von Blickwinkel
"China hat auch Regeln"
bedeutet:
"China hat auch Regeln"
Du hast daraus gemacht:
„Wenn China Regeln hat, dann hat eine Demokratie keine!“
Du hast vollkommen recht. Wie komme ich und andere nur darauf anzunehmen, dass die Befürwortung von Rechtswillkür, Gewaltmonopol und Zensur irgend einen Rückschluss auf das Demokratieverständnis eines Menschen zulässt.
Zitat von Blickwinkel
Es gab und gibt immer Menschen, die für Ordnung und Ruhe die Demokratie über den Haufen werden. Wenn man sich ansieht, wie angebliche Verfechter demokratischer Grundrechte in vorauseilendem Gehorsam Zensur und Macht ausüben, lässt sich leicht feststellen, wie dünn diese Kruste „Demokratie“ ist.
Zitat von Ombrager
Wie bitte? Was sind denn das für seltsame Thesen?
Zitat von Opelius
Und Blickwinkel stimmt zu.
Ich flehe Dich an, nicht auf solche gedanklichen Irrwege gebracht zu werden. Ich ziehe es denn doch vor meine fundiertere Ausbildung zu behalten.
Ich bin mir nicht sicher, ob sich alle Plattformbetreiber, sowie deren Helfern von Dir in derartige Länder schicken lassen möchten.
Zitat von Inaktiver User
Aha! Und welche Erkenntnis lässt sich bezüglich des tatsächlichen Verhaltens aus einer Bekundung zur Demokratie ziehen?
Zitat von Inaktiver User
Auch eine sehr amüsante These. Wusstest Du schon, dass die Bürger der Staat sind?
Zitat von Inaktiver User
So etwas nennt sich Unrechtssystem. Allerdings haben Unrechtssystem viele Freunde, denn sie verteilen Macht and diejenigen, die das System verteidigen. Darum sind sie vor allem bei Jugendlichen aus sozial schwächeren Schichten beliebt. Fehlender realer Handlungsspielraum kann durch virtuelle Macht, die wiederum reale Auswirkungen hat, kompensiert werden.
Zitat von Streuner
Jugendliche lernen, dass Anpassung sie in Positionen bringen kann, in denen sie ohne Ausbildung und Sachkenntnis Menschen reglementieren können, die ihnen intellektuell oder finanziell überlegen sind.
Derartige Systeme werden als wertschöpfender für den eigenen Werdegang empfunden, weil Ziele einfacher zu erreichen sind.Geändert von iwaasnet (22.08.2008 um 17:51 Uhr)
Waas mers?
Na!
Aach gud!
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13.08.2008, 11:44
AW: Demokratie nein Danke!
Wie ich sehe, habe ich es hier mit einem Experten zu tun. Erst unterliegt Deiner Ansicht nach der Handel keinerlei demokratischen Grundsätzen und dann vermengst Du die Bibel mit unserem Recht.
Zitat von Opelius
Ich denke, Du wirst alt genug sein, um selbst die Debatte um die Straffreiheit der Vergewaltigung in der Ehe nachzulesen. Es ging ganz sicher nicht um "die Frau sei dem Manne untertan."
Und diesen Aspekt finde ich ganz besonder interessant
"Ja, ich bin Demokrat. Aber ich reklamiere nicht Demokratie, wo es nicht um Legitimation von Staatsgewalt geht."
Also dividierst Du "Staat" und Menschen auseinander? Nach dieser Deiner Definition darf jeder Bürger undemokratisch sein, da er nicht Staatsgewalt ist.
Ich vermute, so sieht das Demokratieverständnis von vielen aus.


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