@Emma-Peel
Natürlich ging es oft um Macht, auch dabei. Aber ich bezweifle, das es um "Macht über Frauen" ging, oder dergleichen.
Damals hatte man einen ganz anderen Wissenstand als heute, über Männer und Frauen. Dementsprechend hat man merkwürdige Dinge über Frauen gedacht. Diese hatten aber nur sehr wenig mit Macht zu tun. Die Macht um die sich die Kirche drehte, hatte mit Macht über ALLE Menschen zu tun. Egal welches Geschlecht sie hatten. Und grade die katholische Kirche, hat dafür viele Dinge auf sich genommen. Deshalb würde es dem was damals so passierte nicht ansatzweise geredet werden, wenn man es auf "Frauen raus!" reduziert.
@Carina
Für mich schließt das was Du schreibst nicht unbedingt das was ich schrieb aus. Natürlich gibt es auch Dinge, die immer als "wissen" galten und irgendwann realtiviert wurden.
Aber das Christentum - weder das Katholische, noch das Evangelische oder irgendein anderes, fußt nicht komplett auf Jesus. Es fußt, so habe ich das zumindest verstanden, auf der Dreifaltigkeit. Und diese hat sich in Jesus zwar als eine Version gezeigt, existierte aber schon lange vorher - und auch hinterher. DAS ist zumindest das, was ich unter dem Christentum verstehe und was erklärt, wieso es sich "Glauben" nennt.
Die Menschen haben immer mal wieder Gründe gebraucht, wieso sie grade an das Christentum glauben sollten. Glauben an sich, das wollten Menschen eigentlich immer, größtenteils. Aber warum an das Christentum? Für diese "Überredung", gab es meiner Meinung nach die Dinge die als "wissen" dargestellt wurden. Unter anderem auch Jesus. Aber an das ganze drumherum, auch das Jesus nicht einfach ein toller Heiler war der in Asien gelernt hat, sondern göttliche Hilfe besitzt.. daran muss man glauben.
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Ergebnis 61 bis 70 von 204
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30.08.2008, 19:32
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
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30.08.2008, 20:15
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
#58, 61 : Die Grundlagen des Christentums haben sich fortwaehrend geaendert.
Beispiele:
Die sog. Evangelien sind in Vielem eine Wendung um 180 Grad. Begruendung dass nicht mehr die Justiz sondern die Verzeihung beim jüngsten Gericht relevant ist
Die Dreifaeltigkeit wurde erst beim Konzil von Nicea erfunden, die Bibelforscher sind sich darueber einig dass die betr. Stellen nachtraeglich eingefuegt wurden.
Auch erst seitdem ist Maria heilig, vorher hatte sie nicht einmal eine Seele
Die Bewertung durch M.Luther ob Glauben alleine oder Taten wichtig sind, war ein Bruch mit der bisherigen Doktrin, denn sonst haette er nicht zu neuen Kirchen gefuehrt. Die ihrerseits aber haben schon laengst seine Reformation verraten, indem sie es mit den Abusen und herangezogenen Rechtfertigungen zum Ausplündern der Gläubigen inzwischen noch fideler treiben als damals die kath. Kirche
Dasselbe ist beim Islam auch passiert.
Der Profet erhielt ausdruecklich eine Meldung, jetzt kommt die letzte Offenbarung und damit ist die Religion beendet. Ausdruecklich verboten war, zusaetzliche Sachen zum Teil der Religion zu machen.
Ca. 300 Jahre spaeter wurden dann die Geschehnisse um ihn herum formalisiert, incl. was er gesagt, gedacht, gehandelt, was für Wäsche er angezogen hat. Soweit so gut, jedoch darf das nicht als Teil der Religion angesehen werden.
Die Offenbarungen kommen von Gott, hinterher kommt dann immer eine Tradition vom Teufel.Geändert von fifi1234 (30.08.2008 um 20:23 Uhr)
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30.08.2008, 21:43Inaktiver User
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
Satyr, ich bitte dich 325 nach Christus! Weißt du überhaupt IN welchen religiösen Strukturen das Christentum rumstapft? In den römischen und geh da mal auf die Suche nach einer Frau in Amt und Würden. Natürlich wollten Männer, gerade römische Männer, Frauen nicht in ihrer der neuen Staatsreligion haben.
Zitat von Satyr
Die Religion wurde schon damals "per Order, der Mufti" dem Volk verordnet, nun stell dir mal vor die armen Männer sollten daneben noch Teile ihre Autorität "Pater familias" in der neuen Religion "abgeben".
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30.08.2008, 22:32
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
Natürlich wurden Frauen da früher rausgehalten. Das finde ich nach JETZTIGEM Wissenstand und JETZIGER Weltsicht auch doof. Aber damals? Können wir uns da wirklich reinversetzeun und mit unseren JETZIGEN Moralvorstellungen (die nicht alt sind) urteilen worum es ging?
Zitat von Inaktiver User
Auch in dieser Zeit, ging es der Kirche um Macht, keine Frage. Aber noch immer um Macht über ALLE, nicht um Macht über Frauen im Einzelnen.
Ich schätze(!) eher, das man damals Frauen als unberechenbarer einschätze als Männer und sie deshalb außen vor lassen wollte. Die sexuelle "Aura" die Frauen umgab, galt damals doch auch als Machtinstrument. Und dies war eben eines, mit dem Männer nicht konkurieren konnten. Aber ich glaube nicht das man Frauen ausschloss um Macht über Frauen zu erlangen, sondern weil man Frauen eben für zu unberechenbar hielt und dann schlicht Angst hatte was passiert. Nicht mit ihnen als Mann, sondern der Kirche im generellen.
Aber wie gesagt.. das sind nur Vermutungen. Ich bin einfach kritisch, ob wir unsere heutige Moral da einfach überstülpen können und anhand dessen urteilen. Dafür war das damalige Leben - wie auch das heutige - meiner Meinung nach n bissel komplizierter.
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30.08.2008, 23:15Inaktiver User
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Pater_familias
Zitat von Satyr
und noch einer:Die Macht des pater familias wurde patria potestas („väterliche Macht“) genannt. Nach dem Zwölftafelgesetz hatte der pater familias die vitae necisque potestas – die Macht über Tod und Leben – über seine Kinder, seine Frau und seine Sklaven, die sub manu – „unter seiner Hand“ - lebten. (...)Nach dem Gesetz war sein Wort absolut und endgültig. Wenn ein Kind ungewollt war, hatte der pater familias in der römischen Republik die Macht, das Kind auszusetzen und so dem Tod zu weihen.
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misches_Eherecht
und noch einer:Die patria potestas wurde in der Realität des Alltags jedoch weniger durch Exzesse der Terrorisierung durch den pater familias deutlich, obwohl Quellen von Einzelfällen berichten. Vielmehr zeigte sich dessen hervorragende Stellung durch die Verfügungsgewalt über das Vermögen und auch in - einer aus heutiger Sicht entsetzlichen Form - der Entscheidungsgewalt des pater familias über die Aussetzung neugeborener Kinder, die das Familienoberhaupt nicht aufziehen konnte oder wollte, sei es aus finanziellen Gründen, sei es weil sie uneheliche Kinder, behindert oder schlicht Mädchen waren. Die Aussetzung von Neugeborenen auf öffentlichen Dunghaufen war in der ganzen römischen Welt bis zum Jahr 374 n. Chr. legal. Die Kinder verfielen demzufolge dem Tode oder bestenfalls der Sklaverei.
http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_der_Gro%C3%9Fe
Konstantin war der Kaiser der das Konzil 325 n. Chr. einberief.(...)Obwohl Konstantin andere Religionen duldete und Konstantinopel sogar mit neuen Tempeln ausstatten ließ, bedeutete seine Herrschaft sowie seine – vermutlich letztlich doch am ehesten mit persönlichen Überzeugungen zu erklärende – Hinwendung zum Gott der Christen dennoch eine entscheidende Wende in der abendländischen Geschichte. Gerade weil Religion und Staat bei den Römern stets eng verknüpft waren, dauerte es nicht mehr lange, bis das Christentum zur einzigen religio licita im Imperium wurde. (...)
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31.08.2008, 00:06
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
Eusebia.. ich bin natürlich der Meinung, das die Dinge die damals abliefen, nach HEUTIGEN Maßstäben als höchst Frauenfeindlich und sexistisch gelten. Aber diese heutigen Maßstäbe, sind teilweise nichtmal 50 Jahre alt. Wie können wir dann mit diesen eine Kultur messen, die Jahrhunderte weit weg ist?
Ich sage nicht, das dies nicht Frauenfeindlich ist. Ich weiss nur nicht ob wir es uns anmaßen können zu sagen, das es aus Frauenfeindlichkeit heraus selbst entstanden ist, oder ob die damaligen Strukturen - beider Geschlechter - dies so geprägt haben. Man hatte nicht nur eine andere Weltsicht auf die Erde, das Alle, die Sterne, sondern auch auf die Dinge direkt vor der Nase. Mann, Frau, Kinder, der Mensch als solcher usw. usw. usw.
Das waren ganz andere Vorausetzungen, die dann Dinge schufen, die nach heutigen Maßstäben nicht mehr tolerierbar wären. Aber das heisst eben nicht, das sie damals auch nach heutigem Muster entstanden sind.
Übrigens.. der Teil wo der Pater entscheiden darf, ob ein Kind nach der Geburt stirbt.. ich meine es war die letzte Emma ausgabe, in der dafür geworben wurde, das Frauen ein Kind nach der Geburt umbringen dürfen ohne als Mörderin zu gelten.
Wäre dies dann Männerfeindlich?
Solche Dinge sind Kinderfeindlich. Und DAS war die Kirche - soweit ich weiss - eigentlich nie. Aber die damalige Zeit war eben eine sehr merkwürdige. Aus heutiger Sicht.
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31.08.2008, 00:47Inaktiver User
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
Als das Christentum begann, waren Frauen und Männer gleichberechtigt. Erst ab dem 2.Jahrhundert wurden Frauen aus den Ämtern in der "Urkirche" (die es so nie gab) herausgedrängt. Das letzte Amt, das einer Diakonin, wurde Frauen im 6. Jahrhundert verboten. Die Jungs wollten die Macht für sich alleine haben, das war es, sonst nichts!!!
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31.08.2008, 01:04
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
Du urteilst nach heutigen Maßstäben, nicht nach denen der damaligen Zeit, oder?
Zitat von Inaktiver User
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31.08.2008, 01:05Inaktiver User
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
@ Satyr
Da gibt es nichts zu interpretieren, Frauen waren DABEI und wurden rausgeschmissen, also komm bitte nicht mit "o tempora, o mores". Danke.
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31.08.2008, 01:26
AW: Ist die Bibel ein Buch voller Lügen?
Joa.. jeder seine Sichtweise, hm? :)
Ich persönlich finde es nach wie vor anmaßend, von heutigen Verhältnissen auf die zu schließen, die Jahrhunderte(!) entfernt sind. Vor allem wenn ich bedenke wie die Lage hier vor 50-70 Jahren noch aussah - und da wurde sie von Frauen mitgetragen.
Aber natürlich.. dann waren es vor Jahrhunderten natürlich die Männer, die ihr komplettes Leben nur darauf ausrichteten, mächtiger als Frauen zu sein. Sie wollten nicht etwa generell die Mächtigsten sein und mächter als die meisten anderen mächtigen Männer sein, nein.. sie wollten einzig mächtiger sein als Frauen.
Natürlich. *kopfschüttel*
Eusebia.. früher waren Männer in vielen Berufen, die heute rein von Frauen besetzt sind. Wollten Frauen deshalb in diesen Berufen einfach nur Macht über Männer haben? Wohl kaum. Es geht um viel mehr. Strukturelle Zusammenhänge, Politik, Kriege und vor allem Geld. Um Geld wohl am allermeisten.
Aber naja.. wie oben schon geschrieben. Jedem seine Sichtweise. Wenn man es auf "Männer wollten einfach nur Macht über Frauen!" rutnerkürzen will, bitteschön. Für mich ist das weit zu kurz gegriffen.
Gute Nacht


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