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    AW: Was ist Religion für dich?

    Emma
    der von Dir verlinkte Artikel schlüsselt lediglich auf, welche Zuschüsse Patienten aus Pflegeversicherung und Sozialhilfe bekommen können, wenn sie in einem Pflegeheim untergebracht sind.
    Es belegt nicht Deine Behauptungen, dass der Träger damit viel Geld verdienen kann.
    Die Heimaufsicht prüft in den letzten Jahren immer häufiger, ob genügend examiniertes Personal vorhanden ist. Denn die Heimaufsicht hat sehr wohl die Skandale um unsachgemäße Pflege mitbekommen. Da kann man nicht so ohne weiteres einfach ungelernte Arbeitslose einstellen.

    Die sogenannten Hotelkosten machen den Großteil der anfallenden Entgelte aus - und das ist normal, denn immerhin hat der Träger ein entsprechendes Haus gebaut oder gekauft, eine Menge Geld in die notwendige Infrastruktur gesteckt, muss laufend in die Sanierung und Erneuerung des Hauses und des Inventars investieren. Und die Heimaufsicht ändert ihre Anforderungen ständig, weil Pflege zeitgemäß und nicht mittelalterlich statfinden soll und muss. Soetwas fällt nicht vom Himmel.
    Der zweite große Kostenfaktor sind die Personalkosten und der Faktor ist intensiv, da Pflege bekanntlich rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr stattfinden muss. Man kann die zu Pflegenden schließlich nicht beim Weihnachtsmann abgeben, um frei zu haben.

    Relativ gering sind die Ernährungskosten, oft geringer als die Pflegemittelkosten.

    Wer meint, dass er sachgemäße Heimpflege für weniger als 3.000 € anbieten zu können, kann sich gerne in dem Bereich betätigen.

    Die Volkssolidarität betrieb in DDR-Zeiten in der Tat etliche Altersheime. Frag Angehörige, wie sie die Betreuung damals empfunden haben. Du wirst nur begeisterte Berichte hören.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Inaktiver User

    AW: Was ist Religion für dich?

    Zitat Zitat von Opelius
    Die Heimaufsicht prüft in den letzten Jahren immer häufiger, ob genügend examiniertes Personal vorhanden ist. Denn die Heimaufsicht hat sehr wohl die Skandale um unsachgemäße Pflege mitbekommen. Da kann man nicht so ohne weiteres einfach ungelernte Arbeitslose einstellen.
    Dieser brandaktuelle Vorschlag ist zwar so völlig off-topic, aber es muß einfach sein, weil ich ihn so dermaßen für daneben halte.

    http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/po...5/306466/text/

    Selektierte Auszüge:

    Vorschlag der Arbeitsagentur

    Arbeitslose in Pflegeheime

    Die Bundesagentur für Arbeit will "schwer Vermittelbare" bei der Pflege von Demenzkranken in Heimen einsetzen. Pflegeexperten sind entsetzt.

    (...)

    Hintergrund der Aktion ist das neue Pflegegesetz. Demnach dürfen Heime künftig zusätzliches Personal zur Betreuung von Demenzkranken einstellen. Die Bundesregierung schätzt, dass dadurch 10.000 neue Stellen entstehen könnten.

    (...)

    Pro 25 Demenzkranken darf ein Heim künftig eine zusätzliche Kraft einstellen. Die Kosten der neuen Mitarbeiter übernehmen die Pflegekassen.

  3. gesperrt

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    AW: Was ist Religion für dich?

    Das ist mE nicht nur ein Armutszeugnis fuer Deutschland und die so um Menschenrechte, -wuerde usw besorgte Europaeische Union, sondern der gesamten Menschheit !!!

    Wir leben nun schon in einer Zeit, in der soviel Lebensmittel, Pflegemittel, Arzneimittel wie nie produziert wurden und im Prinzip auch genuegend arbeitslose qualifizierte Arbeitskraefte da sind.

    Gleichwohl eine derartige Miserablitaet und lebendiges Beerdigen der Menschen sobald sich niemand mehr dafuer interessiert !!!

    Ganz genau dasselbe trifft auch auf die sog. Obdachlosen zu. Das sind Menschen die mit 40 - 50, daemnaechst wohl auch mit 20 oder noch eher, kein Ausnutzungsobjekt fuer die Wirtschaft mehr dastellen, sich der Staat nicht mehr fuer sie interessiert, ihnen einfach keine Wohnung, Wasser, Strom mehr gibt.

    Momentan wird Altersarmut, Obdachlosigkeit usw zwar politisch sowie auch durch feiges Verhalten jedes Einzelnen (froh dass man nicht selbst betroffen ist) als Problem oder gar Schuld des Betroffenden bezeichnet. Man bedarf aber bezweifeln, dass das lange so gutgeht, zumal es immer mehr Menschen betrifft.

    Und die Kirche ist dabei kein bischen besser als der Staat; insbesondere in 3-Welt-Laendern, wer dann ganz unten Hilfe von solchen 'Kirchen' erwartet, verliert auch noch Brille und Unterhose. (Nach einer Grossveranstaltung einer 'Kirche' in einem bekannten Fussballstadium in Rio, zu der ca. 30.000 Glaeubige kamen, hat die Polizei den Verantwortlichen hinterher 6000 Brillen und ueber 1 Tonne Waesche abgenommen, die als eine Art Zehnten bzw. Gabe an Gott denen abgekoedert wurden) Auch deutsche 'caritative' Einrichtungen gehen mit Gaben bei Altkleidersammlungen nicht besonders wuerdevoll um, verschachern sie und wollen nur das Geld.


    Die Menschheit muss hier zur Besinnung kommen und einmal nachdenken, was hier ueberhaupt passiert bzw mit ihr gespielt wird. Ob es nicht, um es einmal so zu sagen, statt einem Problem zwischen den Menschen, eine Kraft oder Entwicklung der Natur ist, die allem Leben feindlich ist und dessen Makel/Eigensinnigkeit ausnutzt, die etwas schlaueren gegen die etwas duemmeren zu bringen um dann am Schluss alle zu erledigen. Eigentlich waere das zu erforschen/darueber nachzudenken das Metier der Kirchen, die aber vollkommen versagen und sich in derselben dummen Weise an der eigenen Henkersmahlzeit mitbedienen ...

    Die Entwicklung der Welt geht immer weiter, zu jeder Zeit hat sie neue Erscheinungsarten entfaltet. Der Reihe nach waren das: Wirkung, Energie/Licht, Raum, tote Materie, zuletzt Leben. Aber es geht weiter, kommen dann irgendwelche neuen, uns abstrakten Sachen. Das Leben ist fuer die Natur kuenftig nicht mehr interessant; es wird genauso 'liegengelassen' wie die Steine oder unbelebte Materie.

    Statt uns hier durch Agieren oder Nichtagieren gegenseitig umzubringen - was mit dem unserseitigen 'liegenlassen' nicht mehr interessierenden Lebens Alter, Kranker ... nur einen Baerendinst bekommt - muss das mal erforscht und erkannt werden (aber bitte, blos nicht schon wieder von Religionen oder 'Kirchen' ) . Betroffen ist die Menschheit insgesamt, denn wir sind Leben, was die Natur nicht mehr braucht. Die Frage ist was machen wir in dieser Situation, solidarisch.


    Mir selbst hilft da der Glauben an Gott (mein rein persoenlicher), als Erklaerung und als Loesung.
    Geändert von fifi1234 (30.08.2008 um 05:10 Uhr)

  4. gesperrt

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    AW: Was ist Religion für dich?

    Heute abend ist es ganz unverhofft und ungeplant passiert daß ich mich nach über 5 Jahren wieder einmal zu einer religiösen Einrichtung begben habe, die nicht völlig senkrecht zu meinem Glauben ist.

    Lange nicht mehr hingegangen bin ich, da ich gewisse Hypokrise und andere anwesende falsche Gläubigen die woanders Magie und Idolatrie betreiben nicht aushalte, und da es dauernd Tumulte gab wegen Anmerkungen von mir wie daß die Offenbarungen von Gott aber danach immer Traditionen vom Teufel kommen ...

    Bei meinem allspätnachmittaglichen gassi gehn um nicht ganz am Computer klebenzubleiben, habe ich irgendwie das Verlangen gefühlt das mal wieder zu tun. In der letzten Zeit haben sich bei mir Frustrationen eingestellt, überall, im täglichen Leben als von Einrichtungen anderer Religionen ausgehende schwerste Hypokrisie, Blasfemie und Morallosigkeit der diesen folgenden Leuten ansehen zu müssen. Irgendwie gebe ich dadurch meinen persönlichen Glauben noch mehr Wert als bisher, Ich dachte mir, wenn nicht Leute wie ich Gott folgen, wer dann noch in dieser Welt ...
    Geändert von fifi1234 (01.09.2008 um 06:59 Uhr)

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    AW: Was ist Religion für dich?

    Zitat Zitat von fifi1234
    Lange nicht mehr hingegangen bin ich, da ich gewisse Hypokrise und andere anwesende falsche Gläubigen die woanders Magie und Idolatrie betreiben nicht aushalte, und da es dauernd Tumulte gab wegen Anmerkungen von mir wie daß die Offenbarungen von Gott aber danach immer Traditionen vom Teufel kommen ...
    Das liebe ich so an Gläubigen: ihr Wissen was falsch und richtig ist, und die daraus resultierende Tolleranz.

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    AW: Was ist Religion für dich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dieser brandaktuelle Vorschlag ist zwar so völlig off-topic, aber es muß einfach sein, weil ich ihn so dermaßen für daneben halte.
    Vielleicht sind ja einige sogar froh, dass sie eine sinnvolles Tätigkeit auszuüben?

  7. gesperrt

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    AW: Was ist Religion für dich?

    Zitat Zitat von Joerd
    Das liebe ich so an Gläubigen: ihr Wissen was falsch und richtig ist, und die daraus resultierende Tolleranz.
    Es ist aber nun einmal so - auch nach christlichem Glauben - daß jeder für sich entscheiden muß ob und wieweit er Gott glaubt und seinen Offenbarungen folgt. Diese Freiwilligkeit ist eine wichtige Funktion dieser Welt (im gegensatz zum Paradies wo es nur 1 Richtung gab, nämlich die 'richtige'). Und das freiwillige korrekte Handeln ist der Teil der Seele der das Wiederausschalten von freiem Willen und der sich damit entfaltenden Welt - also der bei Adam/Eva eingeschalteten 2. - und Nurübrigbleiben der korrekten 1 richtigen Richtung am jüngsten Tag incl. Rausfiltern der damit kompatiblen Teile der Schöpfung/Welt, überdauert (also ungefähr das was die Christen Erlösung bezeichnen).

    Daher das Konzept Religion eigentlich relativ: es gibt mindestens sowiel Religionen wie es Menschen und Tiere gibt, wobei ferner erhebliche Anzeichen dafür bestehen daß zwar nicht alles aber zumindest vieles wirkt was ist und, da Bestandteil dieser Welt, auch hierbei möglicherweise in zwei Richtungen entschieden/gewirkt werden kann statt nur in einer (Animismus).

    Korrekt daher daß, wer seinen Glauben auch durch Religion begleitet, sich genau das rauspickt was er für kompatibel/richtig hält, statt Stereotypen oder Personen zu folgen
    Geändert von fifi1234 (01.09.2008 um 16:37 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Was ist Religion für dich?

    ich bin kein religiöser Mensch mehr, lebe jedoch nach den Prinzipien christlicher Ethik, dies vorweggeschickt.
    Ich habe keinen Glauben an ein höheres Wesen.

    Wenn ich in eine Partei eintrete oder in einen Gesangsverein oder einen Buchclub, dann kenne ich die Geschäftsbedingungen, das Kleingedruckte. Und muss mich daran halten. Manchmal werden Ausnahmen für mich gemacht - aber ganz, ganz selten.

    Nur in der Religion, die ja ein Vertrag mit dem Religionsstifter oder -führer ist, da büxen Menschen immer aus und erklären das mit vollmundigen Worten und finden es auch noch richtig, denn man muss das ja hinterfragen.

    Ich persönlich kann die Geschäftsbedingungen keiner Religion anerkennen. Und deshalb bin ich in keiner kirchlichen Glaubensgemeinschaft.

    Beeindruckt hat mich die Aussage in den ägyptischen Totenbüchern, die besagen, dass das Leben nach dem Tode davon abhängt, was man im Leben geglaubt hat. Hat man geglaubt, das Leben nach dem Tode sei eines in hellen Kleidern, dann wird es auch so sein. Der, der sagt, nach dem Tod bin ich nicht mehr da, für den gibt es auch kein Leben nach dem Tod. So esoterisch der Ansatz ist, für mich erscheint er plausibel.

    Wobei ich, um mit Esther Vilar in "Die Erziehung der Engel" zu sprechen:.... Auch er (ein Chinese) würde lächeln, wenn er in seiner Wandzeitung beschrieben fände, was der Rest der Menschheit für eine "ewigwährende Glückseligkeit" so alles auf sich nimmt: Da gibt es Leute, die barfuß zu entlegenen Orten pilgern, sich auspeitschen und auf Steinen schlafen, würde es heissen. Die ihre Gesichter mit Stoff verhängen und fünfmal am Tag in die Knie gehen. Die ihre Witwen bei lebendigem Leib verbrennen und ihre Kühe als Heilige verehren. Die einem Unsichtbaren riesige Häuser buaen, wo ihnen Verkleidete gegen Honorar versichern, dass zumindest DER sie sieh. Und dies alles, um sich ein Leben nach dem Tod zu verdienen!::::
    Aus Angst vor dem Tod, aus Hoffnung auf ein Überdauern haben wir diese Welt der Lebenden in ein gigantisches Narrenhaus verwandelt. Und im Unterschied zu jenem alten Bauern blättern wir für die von den Vermittlern versprochenen Paradiese nicht nur Bares hin, sondern wir zahlen mit allem, was wir besitze: mit unserer Individualität, unserer Freiheit, unserer Freude am Leben. Auch mit dem leben selbst, falls unsere Unsterblichkeitsmakler dies von uns fordern sollten: Für ein Ewiges Leben in Komfort sind wir bereit , zu töten undzu sterben. GOTT MIT UNS steht auf den Fahnen, mit denen wir aufeinander losgehen.
    Aber wir wissen doch von Anfang an, dass wir wieder verschwinden. Warum wird unser Verstand mit dieser Tatsache also nicht besser fertig?......

    Und dabei wird es im Himmel noch nicht einmal lustig sein, noch nicht mal Canasta kann man miteinander spielen, denn keiner würde gewinnen wollen.

  9. gesperrt

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    AW: Was ist Religion für dich?

    Das mag zu erheblichem Teil richtig sein, trotzdem ist aber nicht zu sehen daß da kein Spielraum für deine eigene, persönliche Auffassung bleibt.

    1) Nicht zum eigentlichen Glauben, sondern zum noch gerechtfertigten Teil der Religion, gehören zBsp Auffassungen wie es am günstigsten sei in Gruppen zu beten. Hier muß man u.a. 'anerkennen' und mitbeten was der Vorbeter betet, falls man überhaupt sinnvoll in Gruppen beten will falls man wiederum das für sinnvoll/wichtig hält.

    Aber trotzdem kannst du deine eigene Meinung behalten.

    Für die grobe Auswahl mußt du dich zunächst einmal schon zu einer ungefähr passenden religiösen Gruppe gehen. Als evangelischer Christ zBsp wo es deine Kirche nicht gibt, dann eben in die katholische Kirche, aber nicht zum Buddie-Tempel.

    Da kannst du dann rausfiltern was du nicht mitmachen willst an Gebeten usw.

    Wenn du nicht gerade andere störst, zwingt dich da jedenfalls niemand, denen ihre Spielregeln einzuhalten.


    2) Die altägyptische Meinung ist mE nicht unbedingt unkompatibel mit den Auffassungen der sonstigen Religionen.

    Ins Paradies kommt nur rein was richtig ist, Falsches oder innere Widersprüche gibt es dort nicht. Deshalb kommt da auch niemand rein der denkt, es würde kein Paradies geben. Das Paradies ist einerseits die Urschöpfung, also perfekt denn Gott macht nichts Fehlerhaftes; andererseits kann die Schöpfung nicht perfekt bleiben da sie sonst Gott ebenbürtig, "Teil" von ihm wäre, also es keine Schöpfung gäbe. Um dieses 'Problem' zu lösen, daher halt unmittelbar nachfolgend die eigentliche Neuerfindung, die Möglichkeit der Schöpfung selbst fehlerhaft zu werden, also der Freie Wille oder in der Religion auch Teufel genannt. Damit entfaltet sich dann sofort die Welt wie wir sie kennen: zweiseitig (richtig und falsch), nicht mehr optimalisiert/perfekt sondern Halbfertiges, Zwischenpunkte, Umwege erlaubend, also mit endlich schnell ablaufender Zeit sowie Raum. Aber alles nicht perfekte incl. der Zeit ist nicht unbegrenzt, irgendwann schaltet Gott den Freien Willen wieder aus, es gibt wieder nur das Korrekte, allerdings ist dieses nicht pur und identisch wie wenn es weiterhin das Urparadies geblieben wäre, sondern enthält u.a. Ergebnisse von 2maligem Hintereinanderschalten falschem Handelns.

    Man sieht daher auch unmittelbar, daß die erste fundamentale Naturkraft die Wirkung war. Erstens ersetzt diese Zeit und Energie bei unendlich schnellem Zeitverlauf (keine Zwischenpunkte), zweitens war der Anfang ein erster Ereignispunkt bei Schaffung des Paradieses, ein zweiter bei Schaffung des freien Willens, formal also einer endlichen Zeit oder aber gleichwertig der Energie als neue Dimension neben der Wirkung. Formal benötigt dann die Existenz einer endlich gekrümmten Dimension einen Einbettungsraum einer neuen Dimension (zBsp eine gekrümmte Oberfläche benötigt einen 3d-Raum) sodaß dann dominoartig eine Kette weiterer Dimensionen entstand, von denen die nächste der lineare Raum (-> Lichtgeschwindigkeit) und der übernächste die dazu tangentiale Fläche ist. Interessant noch daß Vieles in den Religionen andeutet, daß Domäne von Dämonen und Teufel der Raum ist. Außerdem bleibt nach Ausschalten des Freien Willens offenbar der dreidimensionale Raum zurück, jedoch ohne daß es noch Wirkung, Zeitablauf, Energie gäbe, und 'was nicht wirkt, nicht existiert'; die Hölle ist offensichtlich solch eine zugleich existierende und nichtexistierende Raumleiche der vorherigen Welt. Interessant ist außerdem noch, daß die Welt am Anfang maximal dicht gefüllt mit Wirkung und Energie war, aber dann zunehmend leerer, lebloser, nur an wenigen Stellen beseelter Raum entsteht.


    Anders als auf Gott, auf die Schöpfung jedenfalls dürfen wir Gesetze der Logik und Anschauungen anwenden. Und es macht mir keine großen Probleme, das mir so ungefähr vorzustellen. Eigentlich ist das alles völlig klar.

    Man kann das sogar durchrechnen und findet dann eine Alternative zur Relativitätstheorie. Der Unterschied heute ist nur im Bereich von 10^-43, aber der Anfang war danach völlig anders, kein Urknall sondern ein sukzessives Entstehen der Dimensionen und der jeweils zugehörigen Naturkräfte als Kette von Wirkungen. Besonders interessant ist aber das Ergebnis, dass es äquivalent bzw Zusatz =0 ist, wenn man das statt bei 0 bei -1 anfangen lässt, also es gibt dieselben Ergebnisse und Wirkungen für diese Welt ob Gott nun in oder als Teil oder Anhang von ihr vorhanden ist oder nicht; in dieser Welt ist das nicht unterscheidbar, beobachtbar, beweisbar.

    c) Und auch direkt auf deine Frage bezogen, ist das ein Beispiel für eine persönliche Auffassung, die durchaus mit fast allen (!) Religionen, aber dazu auch noch mit den Naturwissenschaften kompatibel is.t


    d) Grob gesagt hängt also durchaus dein Leben nach dem Tod davon ab, wie du es dir hier vorstellst, insbesondere ob du an Gott und Paradies glaubst.

    Aber auch sonst sehe ich nichts Gegenteiliges in den Religionen, daß wenn du dir hier gewünscht hast im Paradies grüne Kleider zu tragen, und wenn du nach dem Tod diese Meinung nicht änderst, dass Gott nicht so gnädig wäre dir dann auch grüne Kleider zu geben. Selbst der Teufel, ebenfalls eine Kriatur, bekommt durch Gottes maximaler Gnädigkeit was er will, kommt nämlich ins Feuer.

    Wo gibt es dann also für dich ein Problem, an Gott und Paradies zu glauben ??? Tu es doch einfach !
    Geändert von fifi1234 (02.09.2008 um 06:55 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Was ist Religion für dich?

    Wo gibt es dann also für dich ein Problem, an Gott und Paradies zu glauben ??? Tu es doch einfach !
    Das ist schon ein Argument, Fifi, aber warum?
    Glauben bedeutet doch, etwas zu verinnerlichen, von dem man nicht weiss, ob es so ist, wie es mir andere, die es auch nur vom Hörensagen (Gott und Paradies) kennen, sagen.
    Und da ist dann nur ein unwesentlicher Unterschied, NICHT daran zu glauben, zumindest einmal für mich.
    Aber eigentlich sprachen wir nicht vom Glauben, sondern von Religion.

    Religion ist EIN Weg, das Leben zu meistern. Das erklärt auch die Kraft, die z.B. das Christentum der ersten Jahre so erfolgreich machte. Zudem kam es gerade in einer Zeit, als die Menschen müde der Gewalt durch die römischen Aggressoren wurden, und auch die Gebildeten unter den Römern erkannten, dass die Ausbeutung der Untergebenen zum eigenen Untergang führen würden.

    Mohammed war ein Mensch, der seinem Volk einfach nochmal zusammenfasste, was schon in der Bibel, nach der sie lebten, stand.

    Ähnlich ist es mit allen Religionsstiftern: Sie kamen zur rechten Zeit für ihren Lebenskreis und haben den Menschen, die Halt suchten, eben diesen gegeben.

    Daran ist nichts auszusetzen. Ich sage nicht, dass Menschen, die an kein höheres Wesen und seine Wohltaten glauben, einen grösseren Halt im Leben hätten als die anderen. Oft denken sie einfach nicht und vertrödeln ihr Leben gedankenlos - aber auch das ist gut so.

    Auch sind Entscheidungen in den seltensten Fällen unabänderlich. Aber für mich - um auf die Ausgangsfrage zurückzukehren und Deine Ausführungen zu beantworten - ist Religion so wesentlich, dass die Frage, ob ich in Gruppe oder alleine bete so unwesentlich ist, wie die Frage, ob Jesus ein Taschentuch hatte - eine Frage, die ernsthaft diskutiert wurde.
    Ich will Deine Ausführung nicht ins Lächerliche ziehen, Du hast Recht. Aber ich will mich nicht mehr unter die Meinung meiner Mitgläubigen unterordnen und mir von Menschen, deren Lebensführung so gar nicht meiner entspricht - und auch da meine ich nicht Dich, ich kenne Dich ja nicht - mit salbungsvollen Worten erklären lassen, dass etwas so nicht gehe.

    Ich war 15 Jahre in der Kirche aktiv tätig, Kindergottesdienst, Jugendgruppe, Lektorin, soziales Jahr, Jugendfreizeiten in meinen Ferien - als ich schwanger wurde, erklärte mir der protestantische Pfarrer, damals 32 Jahre alt und verheiratet mit einer 18jährigen, er könne mich nicht kirchlich trauen, da dies ein Kind der Sünde sei. Na ja, dann eben nicht, mein Mann war Jude, haben wir eben jüdisch geheiratet. Als er dann meinen Sohn nicht taufen wollte, habe ich einen dicken Schlußstrich unter diese Sache gemacht.

    Man soll eine Institution nicht nach den Verklemmten beurteilen - aber leider machen sie den Grossteil aus.

    Ich will keine Religion mehr, und wenns eine Religio Ellke wäre.

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