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  1. Inaktiver User

    Was sind "Dämonen"?

    Das würde ich gerne von Euch wissen!

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    AW: Was sind "Dämonen"?

    Du hast sie in "Kriminell" soeben beschrieben.

    Für Menschen wie Dich, denen so unbeschreiblich fürchterliches widerfahren ist, muss es einfach einen Gott geben. So ungerecht kann das Leben doch nicht sein.
    Ich kann mir vorstellen, dass es Dir schwer fällt, das zu glauben. Natürlich kann es niemand mit Sicherheit sagen. Aber ich bin davon überzeugt und ich wünsche es Dir so sehr, dass es einen Gott der Gerechtigkeit gibt.
    Du darfst Dich zurecht fragen: Wo war die Gegenseite der Dämonen - die Schutzengel? Aber manchmal ist eben die Gegenseite stärker. Sonst hätten wir ja längst das Paradies auf Erden.
    Ich bin sicher, und ich bete dafür, dass Du und Menschen, denen ähnliches widerfahren ist wie Dir, als erste in den Himmel gelassen werden.
    Ich weiss, ich habe es nicht geschafft, Dich zu trösten...

  3. gesperrt

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    AW: Was sind "Dämonen"?

    Ein Dämon hat viele Gesichter

    Er kann aus guten Menschen böse Menschen machen. Jeder noch so böse Mensch kommt als süßes, kleines, unschuldiges Baby auf die Welt. "Wen Gott einmal berührt hat, den lässt er nicht mehr los", heisst es. Wer mit Gott aber noch nie in Berührung gekommen ist, der hat vor einem Dämon kaum eine Chance, wenn ein Dämon es mal auf ihn abgesehen hat.

    Wie kann es aber dazu kommen, dass ein Mensch von Gott nicht berührt wird, kann man sich nun fragen. Es gibt Menschen, die werden in eine gottlose, manchmal auch lieblose Umgebung hineingeboren. Wie soll so ein Mensch jemals von Gott und/oder Liebe erfahren. Sie werden bewusst oder meistens aus Gedankenlosigkeit, in manchem Ländern auch per Gesetz, von Gott ferngehalten.

    Für umso Hochachtung verdienender, aber auch allerhöchst selbstverständlich halte ich es, dass Du Dir treu geblieben bist und es ablehnst, Dich als schlechten Menschen bezeichnen zu lassen, und schon gar nicht als kriminellen.

    Wen nun Gott aber einmal berührt hat, der ist erst recht ein begehrtes Opfer eines Dämons. Weil er diesen Menschen auf seine Seite ziehen will. Ein Dämon ist ein Engel des Teufels. Das Gegenstück zu einem Schutzengel. Er kann auf verschiedenen Wegen zu einem Menschen kommen. Das kann ein schlimmes Erlebnis sein (schon in der (frühen) Kindheit aber auch im späteren Leben) , schlechte Menschen, die ihn umgeben, die ihm schlechte Gedanken, aus denen schlechte Taten werden können, bringen.
    Von einem Dämon befallen zu sein, zieht sich in der Regel wie ein roter Faden durchs Leben. Ohne, dass der Betroffene es jemals merkt.
    Da dieser Mensch nun einerseits von Gott nicht losgelassen wird, und, ist er andererseits aber von einem Dämon befallen, so entwickelt dieser Mensch zwangsweise eine gespaltene Persönlichkeit. Eine, die von keinem Psychiater geheilt oder beseitigt werden kann. Die einzige Chance, die so ein Mensch hat, von diesem Dämon befreit zu werden, ist die Selbsterkenntnis - oder vielmehr, er muss den Dämon in sich erkennen, ihn entlarven.
    Dann bedarf es noch einer starken Willenskraft, diesen Dämon loswerden, abschütteln zu wollen. Das ist nicht einfach. Denn der Dämon ist listig und will den Menschen verführen. Mit allen möglichen Annehmlichkeiten (Satan kommt im schönen Gewand. Seine Fratze zeigt er Dir erst, wenn er Dich hat). Sei es Geld, Macht, Anerkennung, ausschweifendes Leben, Sex, u.v.m.

    Schafft er es dennoch zu widersagen, tritt der Fall zutage, nach dem es dann heisst: Ein Mensch kann sich ändern.

    Ich schere mich einen Feuchten darum, was jetzt gleich die sich sobezeichnenden "Aufgeklärten Atheisten" von meinen "Hirngespinsten" halten werden. Das könnt Ihr Euch sparen. Aber bitte...

    Und nochwas: Ich habe nicht gesagt, dass jeder Mensch, der nicht an Gott glaubt, automatisch von einem Dämon befallen sein muss.
    Geändert von Streuner (12.07.2008 um 07:45 Uhr)

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    AW: Was sind "Dämonen"?

    Ich finde:
    Dämonen sind Fantasieprodukte, denen wir eine Scheinbare Wirklichkeit geben in dem wir an sie glauben und sie somit ein einer Feinstofflichen ebene Manifestieren.

    Das ist nichts anderes als ein Elemental, eine Gedankenform.

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    AW: Was sind "Dämonen"?

    Hm. Ich bin zwar keine Atheistin, aber ich finde, was Du beschreibst klingt so, als hätte der Mensch kaum eine Chance - was ist mit der Entscheidungsfreiheit zwischen gut und böse?

    Wenn man das Böse im Menschen Kräften zuschreibt, die dieser nicht beeinflussen kann, entlässt man ihn dann nicht aus seiner Verantwortung?
    Life's just a game I believe - the longer you play it, the harder it gets.
    (Skyclad, Building a Ruin)

  6. gesperrt

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    AW: Was sind "Dämonen"?

    Zitat Zitat von Amphib
    Hm. Ich bin zwar keine Atheistin, aber ich finde, was Du beschreibst klingt so, als hätte der Mensch kaum eine Chance - was ist mit der Entscheidungsfreiheit zwischen gut und böse?

    Wenn man das Böse im Menschen Kräften zuschreibt, die dieser nicht beeinflussen kann, entlässt man ihn dann nicht aus seiner Verantwortung?
    Wenn man erkennt, dass man Böses in sich hat, kann man entscheiden, es abzulegen.

  7. gesperrt

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    AW: Was sind "Dämonen"?

    Zitat Zitat von Zimtstange
    Ich finde:
    Dämonen sind Fantasieprodukte, denen wir eine Scheinbare Wirklichkeit geben in dem wir an sie glauben und sie somit ein einer Feinstofflichen ebene Manifestieren.

    Das ist nichts anderes als ein Elemental, eine Gedankenform.
    Um Böses erkennen zu können, braucht man Mitgefühl. Wer Mitgefühl in der Kindheit nicht gelehrt bekommt, tut sich schwer, es später zu können, und zu erkennen, wann er einem Anderen böses tut.

    Allerdings tut nicht jeder, der nicht mitfühlen kann, automatisch böses.

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    AW: Was sind "Dämonen"?

    Jahrhundertelang konnten sich in der christlichen Welt die Menschen das Böse in der Welt nur damit erklären, dass Satanas und Dämonen Menschen befallen und sie auf die böse Seite locken. Soweit ich mich erinnere, wurde das durch die Darstellungen in der Apokalypse bestätigt. Auch in anderen Religionen soll es diese Vorstellungen von bösen Dämonen geben.

    Das führte vor allem in Zeiten der Inquisition dazu, dass man beim Foltern der "befallenen" Person eigentlich nicht dieser Mensch, sondern die ihm innewohnenden Dämonen und Teufel, treffen wollte. Die Qualen und den Tod musste man daher als eine "Befreiung" ansehen.
    Das ist eine Vorstellung, die uns heute als wahrlich verrückt erscheinen muss.
    Wir haben mit der Psychologie und der Psychatrie Erkenntnisse gewonnen, was einen Menschen schier in den Wahnsinn treibt.

    Wer einmal mit Bewohnern von psychiatrischen Einrichtungen zu tun hatte, lernt das blanke Entsetzen kennen, welche unvorstellbaren Dinge auf diese Menschen eindringen und vernünftiges Verhalten mindestens erschweren. Sie hören Stimmen, sie sehen Dämonen, sie meinen, dass ihre Gedanken abgesaugt und von anderen Menschen mißbraucht werden. Es bedarf wirklich gekonnter ärztlicher Hilfe, solchen Menschen das Leben wieder erträglich zu machen.

    Es gibt viele Erklärungsmuster, wie es zu solchen Störungen im seelischen Bereich kommen kann. Gene, Sozialisation, Demütigungen, traumatische Erlebnisse. Ob sie jeweils schlüssig sind, liegt meiner Meinung nach eher in der eigenen Einstellung des Therapeuten als an empirisch nachgewiesenen Fakten.

    Ich glaube, dass die Vorstellung, es gäbe eine Dämonenwelt, damit zu tun hat, dass man denkt, der Mensch an sich ist gut, und wenn er dazu noch getauft ist, ein Kind Gottes und damit unschuldig. Wenn er strauchelt, so haben das "andere", nämlich Dämonen gemacht.
    Akzeptiert man aber, dass gut und böse in jedem Menschen vorhanden ist, wird alles nur kompliziert. Ich für mich kann sagen, dass ich mich zu jedem Verbrechen der Welt fähig halte, ich muss mich nur in einer verzweifelten und auswegslosen Situation befinden. Und wenn es dann passieren würde, hätte die Welt mit ihren schnellen Medien wieder ein Beispiel, dass ein Monster ein unfassbares Verbrechen begangen hat.

    Wenn wir uns selbst wohlfühlen wollen, müssen wir uns von solchen Taten distanzieren, das erfordert schon unser Selbstbewußtsein. Sollte irgendwer dann nach Erklrärungen suchen, warum es zu solch einer Tat kam, so kann er gewiß sein, dass ihm - auch hier in der Bricom - nicht nur Solidarität mit dem Verbrecher unterstellt wird, sondern er selbst zu dem Gesindel gehört.

    Ob es nun Dämonen gibt oder das Böse uns sowieso innewohnt, ist in meinen Augen ein Aspekt unserer eigenen Gewissensbildung.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Was sind "Dämonen"?

    Zitat Zitat von Opelius
    Ob es nun Dämonen gibt oder das Böse uns sowieso innewohnt, ist in meinen Augen ein Aspekt unserer eigenen Gewissensbildung.
    (Ich habe dieses kurze Zitat als Ergebnis des vorhergehenden Gedankengangs verstanden und gehe daher auch auf diesen ein).


    Ich denke, es gibt beides - dem Menschen wohnt "Böses" (z.B. die früher zur Verteidigung lebensnotwendige Aggression, oder auch die Neigung zu starker bzw. übermäßiger Konzentration auf das eigene Wohl auch auf Kosten anderer) inne, aber es gibt auch "Dämonen" so wie ich glaube, dass Opelius sie versteht - psychische "Defekte", die Menschen in den Wahnsinn und evtl. zu bösen Taten treiben.
    (Dies war wohl auch in den beschriebenen biblischen Fällen von Dämonenaustreibung der Fall, kranke Menschen, deren Krankheit man sich nicht erklären konnte, seien es körperliche oder geistige Symptome, wurden durch Austreibung ihrer Dämonen geheilt. Wie das in Wirklichkeit aussah, ob es eine frühe Form psychiatrischer Behandlung gab, kann man meines Wissens heute nicht mehr feststellen).

    Liegt eine psychische Erkrankung vor, wird im Falle einer Straftat nach dem Gesetz nicht so gehandelt wie bei voller Schuldfähigkeit.
    Und das mit Recht, wie ich meine.

    Dennoch ist die Feststellung einer psychisch bedingten Schuldunfähigkeit m.E. wirklich schwierig; ob die viel zitierte "schwere Kindheit" da wirklich immer (! oft genug schon !) drunterfällt, kann ich nicht beurteilen, ich bin keine Psychologin.

    Ich glaube aber, Streuner sprach von Dämonen im "physischen" Sinn, also außermenschlichen bösen Kräften, oder?
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    (Skyclad, Building a Ruin)

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    AW: Was sind "Dämonen"?

    Zwischeneinwurf zur "schweren Kindheit":

    In anderen Strängen, wie z.B. über die U-Bahnschläger, wird dieses Wort "schwere Kindheit" gerne abschätzig gebraucht, um sein Unverständnis für angebliche Milde auszudrücken. Dabei möchte man ja nach "gesundem Volksempfinden", dass die Härte des Gesetzes solche Menschen träfe.
    Ich denke Emma-Peel beschreibt ihre wirklich schwere Kindheit. Solche Mißbräuche, Demütigungen und Verschleierung der Tatsachen sind nach meinem Dafürhalten immer zu berücksichtigen, um Taten zu beurteilen. Das hat nichts mit "Wattebäuschen werfen" zu tun. Und ein guter Kriminologe, ein guter Staatsanwalt und ein guter Richter wird sich immer die Frage stellen, warum es zu solch einer Tat kam. Sonst versteht er nichts, wie soll er dann be- und verurteilen?
    Das ist selbstverständlich nichts für BILD-Zeitungleser, da muss der Hammer her.

    Selbst die drakonischsten Strafen, die früher und heute für Straftaten verhängt werden und wurden, habe das "Böse" nicht aus der Welt geschafft. Es ist ein Teil des menschlichen Bewußtsein und des Lebens. Es wird das immer geben!
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