Eine berechtigte Frage, Satyr.Zu viel körperliche Zärtlichkeit, ist aber nicht selten eine Form des Missbrauchs - der genauso von Frauen ausgeht wie von Männern. Wer schützt die Kinder davor?
Dieses schöne Gemälde der impressionistischen Malerin Mary Cassatt stammt von der verlinkten Matriarchatsseite.
Man stelle sich vor, ein Mann porträtierte so Vater und Tochter/Sohn.
Der Vorwurf, hier läge sexueller Mißbrauch vor, wäre wohl unausweichlich.
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Thema: Feminismus = Philosophie?
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27.06.2008, 22:28
AW: Feminismus = Philosophie?
Geändert von arouet58 (27.06.2008 um 22:47 Uhr)
Cum grano salis
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28.06.2008, 00:29Inaktiver User
AW: Feminismus = Philosophie?
Das ist auch nichts anderes als "Maria mit Kind" (Raffael)
Zitat von arouet58
Ziehvater und Sohn (Guido Reni) um 1635
Was wir bei Mary Cassatt sehen ist eine private Darstellung eines völlig anerkannten Themas.
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28.06.2008, 00:39
AW: Feminismus = Philosophie?
Da täuschst Du Dich, Eusebia.
Zitat von Inaktiver User
Gerade die von Dir verlinkten Gemälde machen die Unterschiede deutlich.
Das Bild der Mary Cassatt ist sehr viel sinnlicher, die Beziehung Mutter-Sohn sehr viel intimer dargestellt, der Knabe kein Säugling mehr, die Frau, zumal für 1905, sehr nachlässig gekleidet, der Gesichtsausdruck, die Wangenröte, die Handhaltung in der Nähe des Genitals.
Ich habe übigens weder gegen das Bild noch gegen das Thema etwas einzuwenden, es ist in meinen Augen ein sehr schönes Gemälde, fragte mich nur, wie Frauen reagierten, malte so etwas ein Mann mit einem Vater anstelle der Mutter, insbesondere vor dem Hintergrund, daß der Vorwurf Sexueller Mißbrauch zu einer gerne genutzten Waffe bei Sorgerechtsauseinandersetzungen geworden ist, eine vor allem von Frauen genutzte Waffe, deren Einsatz, auch bei erwiesener Falschbeschuldigung, für die Bezichtigende in der Regel folgenlos bleibt. Der Artikel ist von 1992, die Situation heute, ich habe keine neuen Zahlen parat, noch schlimmer und der Anteil der Falschbezichtigungen liegt, glaube ich, mittlerweile bei 90 %.Geändert von arouet58 (28.06.2008 um 01:44 Uhr)
Cum grano salis
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28.06.2008, 01:16Inaktiver User
AW: Feminismus = Philosophie?
Du redst von einer Stilart, somit ist es eh nicht vergleichbar, das Thema schon. Männer und Kinder gibt es so gut wie gar nicht allenfalls Darstellung aus der Antike und der Religion.
Zitat von arouet58
Es schien und scheint keinem Künstler wichtig, als Thema.
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28.06.2008, 01:18
AW: Feminismus = Philosophie?
Feminismus ist ein Menschenrecht, von Männern unterdrückt.
Zitat von Joerd
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28.06.2008, 01:19Inaktiver User
AW: Feminismus = Philosophie?
Als Exkurs ist das in Ordnung, aber ich dulde keine Ersatzdiskussion für andere Foren.
Zitat von arouet58
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28.06.2008, 01:48
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28.06.2008, 06:14
AW: Feminismus = Philosophie?
Aber ich habe dir geantwortet, und ich habe behauptet das es in einen solchen System keine Prostition geben kann. Und ich habe dir geantwortet, das ich keineswegs der Meinung bin, dass Frauen Engel sind. Und jetzt sag mir bitte warum die Aussage eine Lüge ist, wenn das denn so aussieht!
Zitat von proper-gander
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28.06.2008, 07:12
AW: Feminismus = Philosophie?
Hallo Horus
Diese Hypothesen würde ich gerne in einen Thread diskutieren 'Göttinnen', wo ich schon mal nach einer sachlichen Auseinandersetzung gefragt habe, und leider keiner drauf eingegangen ist, da dies zu diesen Thema OT ist, ich die Diskussion aber gerne weiterführen würde. Wäre dies OK?
Dagegen finde ich die folgende Aussage voll zum Thema passend:
Der Feminismus hat also ein Ziel? Ich meine, der Feminismus ist keine Partei, ist nicht nur eine politische Frauenbewegung. Feminismus ist für mich außerdem eine Analyse der bisherigen Strukturen, wie sie entstanden sind und was es für Alternativen mal gegeben hat und dem Entgegenstellen von weiblichen Positionen. Für die Zukunft heißt es dann die männlichen und weiblichen Positionen zusammen zu bringen. Und warum sollte man da etwas ausklammern?Ausserdem halte ich die Frage nach der angeblich "ursprünglichen" Matrilinearität für die Ziele des "klassischen" Feminismus für unerheblich. Feminismus versucht, eine Zukunft zu gestalten, in denen die Rechte und Bedürfnisse der Frauen gleichberechtigt geachtet, befriedigt und Ernst genommen werden. Eine Zukunft, in der das androzentrische Weltbild mit all seinen Ausprägungsformen und Tiefen überwunden ist.
Wissenschaft und Geschichtsschreibung ist männlich, und zwar androzentrisch, dass heißt ausschließlich vom Standpunkt des Mannes geschrieben. Feministen vermissen den neutralen Bick den du der Wissenschaft unterstellst, und stellen ihre Sicht der Dinge da.
Erst beide Position zusammen stellen einen neutralere Position dar.
Deswegen gibt es eben feministische Geschichtsforschung.
Ich gebe mal ein Beispiel aus der Verhaltungsforschung, da so wunderbar eindeutig:
Gorillas halten sich einen Harem.
Man kommt darauf, weil die "Gesellschaftsstruktur" aus vielen Femininen und wenigen Maskulinen, wobei der Silberrücken das Oberhaupt bildet.
Erst die Tage auf 3Sat hab ich eine Reportage "Mensch - Gorilla" gesehen. Der Film dokumentiert 30 Jahre Verhaltensforschung des Zoologen Jörg Hess am Basler Zoo. Herr Hess betonte, dass die sexuelle Aufforderung fast ausschließlich von Seiten der Femininen erfolgt und nicht von Seiten des Silberrückens. Statt also zu sagen, der Silberrücken leistet sich einen Harem, sollte man vielleicht eher sagen, die Femininen leisten sich einen Gigolo?
Die Antwort liegt wahrscheinlich in der Mitte.
Genauso ist es in der Geschichtsforschung, die bis vor Kurzum fast ausschließlich aus Schlachten und Herrschaftshäusern bestand, als hätte dort das eigentliche Leben stattgefunden.
Für jemanden wie mich, deren Steckenpferd Geschichte ist, ist es wichtig den weiblichen Part der Geschichte herauszu finden, und die Theorie einer vorpatriarchalischen Gesellschaft ist sehr interessant. Dies ist für mich auch Feminismus.
Und, die Zukunft baut doch immer auf die Vergangenheit auf.
Objektiv gesehen, hat die persönliche Einstellung zum Feminismus keine Definitionsmacht, doch kann man in einer Definition keine der einzelnen persönlichen Einstellungen ausschließen, weder deine noch meine. Oder ist das falsch?Dafür brauche ich keinen Rückgriff auf eine - sowieso nie zu rekonstruierende - Vergangenheit. Keinen Rückgriff auf einen "natürlichen Urzustand". Dies ist für mich biologistisch. Aber ich halte den Menschen für fähig, sich davon zu emanzipieren und seine Zukunft frei zu gestalten.
So sehe ich den Feminismus als philosophisches Gedankengebäude, an welchen jederzeit angebaut werden kann, denn Feminismus hat eigentlich kein Ziel außer das Projekt 'Frau', Feminismus ist keine Partei welche Ziele durchsetzen will. Was nicht ausschließt, das sich aus den Feminismus heraus politische Ziele herauskristalisieren, oder dies für die meisten das Ausschlaggebende ist.
Was das Biologistische betrifft, wobei ich eine Wertigkeit gar nicht diskutieren möchte, beruhen die verschiedenen Systeme nicht auf der Biologie, nämlich das durch Schwangerschaft und Geburt Frauen eine andere Realität leben als Männer? Ist dies nicht der Kern des Feminismus?
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28.06.2008, 07:15
AW: Feminismus = Philosophie?
Ich finde dies ist eine berechtigte Forderung. Doch warum unter den Deckmantel des Feminismus?
Zitat von arouet58


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