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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zu viel körperliche Zärtlichkeit, ist aber nicht selten eine Form des Missbrauchs - der genauso von Frauen ausgeht wie von Männern. Wer schützt die Kinder davor?
    Eine berechtigte Frage, Satyr.
    Dieses schöne Gemälde der impressionistischen Malerin Mary Cassatt stammt von der verlinkten Matriarchatsseite.
    Man stelle sich vor, ein Mann porträtierte so Vater und Tochter/Sohn.
    Der Vorwurf, hier läge sexueller Mißbrauch vor, wäre wohl unausweichlich.
    Geändert von arouet58 (27.06.2008 um 22:47 Uhr)
    Cum grano salis

  2. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von arouet58
    Eine berechtigte Frage, Satyr.
    Dieses schöne Gemälde der impressionistischen Malerin Mary Cassatt stammt von der verlinkten Matriarchatsseite.
    Man stelle sich vor, ein Mann porträtierte so Vater und Tochter/Sohn.
    Der Vorwurf, hier läge sexueller Mißbrauch vor, wäre wohl unausweichlich.
    Das ist auch nichts anderes als "Maria mit Kind" (Raffael)

    Ziehvater und Sohn (Guido Reni) um 1635

    Was wir bei Mary Cassatt sehen ist eine private Darstellung eines völlig anerkannten Themas.

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ist auch nichts anderes als "Maria mit Kind" (Raffael)

    Ziehvater und Sohn (Guido Reni) um 1635

    Was wir bei Mary Cassatt sehen ist eine private Darstellung eines völlig anerkannten Themas.
    Da täuschst Du Dich, Eusebia.
    Gerade die von Dir verlinkten Gemälde machen die Unterschiede deutlich.
    Das Bild der Mary Cassatt ist sehr viel sinnlicher, die Beziehung Mutter-Sohn sehr viel intimer dargestellt, der Knabe kein Säugling mehr, die Frau, zumal für 1905, sehr nachlässig gekleidet, der Gesichtsausdruck, die Wangenröte, die Handhaltung in der Nähe des Genitals.
    Ich habe übigens weder gegen das Bild noch gegen das Thema etwas einzuwenden, es ist in meinen Augen ein sehr schönes Gemälde, fragte mich nur, wie Frauen reagierten, malte so etwas ein Mann mit einem Vater anstelle der Mutter, insbesondere vor dem Hintergrund, daß der Vorwurf Sexueller Mißbrauch zu einer gerne genutzten Waffe bei Sorgerechtsauseinandersetzungen geworden ist, eine vor allem von Frauen genutzte Waffe, deren Einsatz, auch bei erwiesener Falschbeschuldigung, für die Bezichtigende in der Regel folgenlos bleibt. Der Artikel ist von 1992, die Situation heute, ich habe keine neuen Zahlen parat, noch schlimmer und der Anteil der Falschbezichtigungen liegt, glaube ich, mittlerweile bei 90 %.
    Geändert von arouet58 (28.06.2008 um 01:44 Uhr)
    Cum grano salis

  4. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von arouet58
    Da täuschst Du Dich, Eusebia.
    Das Bild ist sehr viel sinnlicher, der Knabe kein Säugling mehr, die Frau, zumal für 1905, sehr nachlässig gekleidet, der Gesichtsausdruck, die Wangenröte, die Handhaltung in der Nähe des Genitals.
    Ich habe übigens weder gegen das Bild noch gegen das Thema etwas einzuwenden, fragte mich nur, wie Frauen reagierten, malte so etwas ein Mann mit einem Vater anstelle der Mutter,
    Du redst von einer Stilart, somit ist es eh nicht vergleichbar, das Thema schon. Männer und Kinder gibt es so gut wie gar nicht allenfalls Darstellung aus der Antike und der Religion.

    Es schien und scheint keinem Künstler wichtig, als Thema.

  5. gesperrt

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Joerd
    Hallo

    Allgemein üblich wird Feminismus als eine politische Bewegung gesehen, mit dem Ziel der Gleichberechtigung von Mann und Frau.

    Doch eigentlich ist Feminismus viel mehr als nur eine politische Bewegung, sondern die größte Philosophierichtung des letzten Jahrhunderts. Feminismus ist ein komplettes Gedankengebäude welches sich aus Politik, Religion, Geschichte, Sexualität, Wissenschaft und Bildung zusammensetzt.
    Der Feminismus bietet den Gegenpart der androzentristischen Weltbildes, welche heute am Aufweichen sind.

    Sehr viele Frauen betonen, "das sie keine Feministinnen sind, aber..."

    Für mich ist Feminismus die Suche nach der verlorenen Identität.

    Ergibt das für den ein oder anderene einen Sinn?

    Gruß
    Jörd
    Feminismus ist ein Menschenrecht, von Männern unterdrückt.

  6. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von arouet58
    ...Sorgerechtsauseinandersetzungen ...
    Als Exkurs ist das in Ordnung, aber ich dulde keine Ersatzdiskussion für andere Foren.

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Als Exkurs ist das in Ordnung, aber ich dulde keine Ersatzdiskussion für andere Foren.
    Ay, Ay,

    Captain!
    Geändert von arouet58 (28.06.2008 um 01:58 Uhr)
    Cum grano salis

  8. User Info Menu

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von proper-gander
    weil die wo solche lüge verbreiten glauben Frauen sint engel. Und bessere menschen von natur aus. Und Kinder kann mann ins wasser schmeißen. Darauf hat Emma auch nicht geantwortet. So sieht es nämlich aus.
    Aber ich habe dir geantwortet, und ich habe behauptet das es in einen solchen System keine Prostition geben kann. Und ich habe dir geantwortet, das ich keineswegs der Meinung bin, dass Frauen Engel sind. Und jetzt sag mir bitte warum die Aussage eine Lüge ist, wenn das denn so aussieht!

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Hallo Horus

    Diese Hypothesen würde ich gerne in einen Thread diskutieren 'Göttinnen', wo ich schon mal nach einer sachlichen Auseinandersetzung gefragt habe, und leider keiner drauf eingegangen ist, da dies zu diesen Thema OT ist, ich die Diskussion aber gerne weiterführen würde. Wäre dies OK?

    Dagegen finde ich die folgende Aussage voll zum Thema passend:

    Ausserdem halte ich die Frage nach der angeblich "ursprünglichen" Matrilinearität für die Ziele des "klassischen" Feminismus für unerheblich. Feminismus versucht, eine Zukunft zu gestalten, in denen die Rechte und Bedürfnisse der Frauen gleichberechtigt geachtet, befriedigt und Ernst genommen werden. Eine Zukunft, in der das androzentrische Weltbild mit all seinen Ausprägungsformen und Tiefen überwunden ist.
    Der Feminismus hat also ein Ziel? Ich meine, der Feminismus ist keine Partei, ist nicht nur eine politische Frauenbewegung. Feminismus ist für mich außerdem eine Analyse der bisherigen Strukturen, wie sie entstanden sind und was es für Alternativen mal gegeben hat und dem Entgegenstellen von weiblichen Positionen. Für die Zukunft heißt es dann die männlichen und weiblichen Positionen zusammen zu bringen. Und warum sollte man da etwas ausklammern?
    Wissenschaft und Geschichtsschreibung ist männlich, und zwar androzentrisch, dass heißt ausschließlich vom Standpunkt des Mannes geschrieben. Feministen vermissen den neutralen Bick den du der Wissenschaft unterstellst, und stellen ihre Sicht der Dinge da.
    Erst beide Position zusammen stellen einen neutralere Position dar.
    Deswegen gibt es eben feministische Geschichtsforschung.

    Ich gebe mal ein Beispiel aus der Verhaltungsforschung, da so wunderbar eindeutig:
    Gorillas halten sich einen Harem.
    Man kommt darauf, weil die "Gesellschaftsstruktur" aus vielen Femininen und wenigen Maskulinen, wobei der Silberrücken das Oberhaupt bildet.
    Erst die Tage auf 3Sat hab ich eine Reportage "Mensch - Gorilla" gesehen. Der Film dokumentiert 30 Jahre Verhaltensforschung des Zoologen Jörg Hess am Basler Zoo. Herr Hess betonte, dass die sexuelle Aufforderung fast ausschließlich von Seiten der Femininen erfolgt und nicht von Seiten des Silberrückens. Statt also zu sagen, der Silberrücken leistet sich einen Harem, sollte man vielleicht eher sagen, die Femininen leisten sich einen Gigolo?
    Die Antwort liegt wahrscheinlich in der Mitte.

    Genauso ist es in der Geschichtsforschung, die bis vor Kurzum fast ausschließlich aus Schlachten und Herrschaftshäusern bestand, als hätte dort das eigentliche Leben stattgefunden.
    Für jemanden wie mich, deren Steckenpferd Geschichte ist, ist es wichtig den weiblichen Part der Geschichte herauszu finden, und die Theorie einer vorpatriarchalischen Gesellschaft ist sehr interessant. Dies ist für mich auch Feminismus.

    Und, die Zukunft baut doch immer auf die Vergangenheit auf.

    Dafür brauche ich keinen Rückgriff auf eine - sowieso nie zu rekonstruierende - Vergangenheit. Keinen Rückgriff auf einen "natürlichen Urzustand". Dies ist für mich biologistisch. Aber ich halte den Menschen für fähig, sich davon zu emanzipieren und seine Zukunft frei zu gestalten.
    Objektiv gesehen, hat die persönliche Einstellung zum Feminismus keine Definitionsmacht, doch kann man in einer Definition keine der einzelnen persönlichen Einstellungen ausschließen, weder deine noch meine. Oder ist das falsch?
    So sehe ich den Feminismus als philosophisches Gedankengebäude, an welchen jederzeit angebaut werden kann, denn Feminismus hat eigentlich kein Ziel außer das Projekt 'Frau', Feminismus ist keine Partei welche Ziele durchsetzen will. Was nicht ausschließt, das sich aus den Feminismus heraus politische Ziele herauskristalisieren, oder dies für die meisten das Ausschlaggebende ist.

    Was das Biologistische betrifft, wobei ich eine Wertigkeit gar nicht diskutieren möchte, beruhen die verschiedenen Systeme nicht auf der Biologie, nämlich das durch Schwangerschaft und Geburt Frauen eine andere Realität leben als Männer? Ist dies nicht der Kern des Feminismus?

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von arouet58
    @ Emma-Peel
    Männer waren also unerwünscht, weil sie die Solidarisierung heterosexueller Frauen mit lesbischen Frauen hätten stören können?
    Ich erwarte von einer Frau, die mich liebt, daß sie sich dafür interessiert, wie es mir ergeht, daß sie also all das betrifft, was mich betrifft und umgekehrt, interessiere ich mich dafür, daß es der Frau, die ich liebe, möglichst gut geht und alles, was ihr Wohlergehen betrifft, interessiert mich auch.
    Ich finde dies ist eine berechtigte Forderung. Doch warum unter den Deckmantel des Feminismus?

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