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    AW: Feminismus = Philosophie?

    @ Emma-Peel
    das Frauen untereinander sich erst einmal positionieren sollten. Darum waren Männer unerwünscht, aber Themen, die lesbische und heterosexuelle Frauen interessierten, zentrale Punkte.
    Männer waren also unerwünscht, weil sie die Solidarisierung heterosexueller Frauen mit lesbischen Frauen hätten stören können?
    Ich erwarte von einer Frau, die mich liebt, daß sie sich dafür interessiert, wie es mir ergeht, daß sie also all das betrifft, was mich betrifft und umgekehrt, interessiere ich mich dafür, daß es der Frau, die ich liebe, möglichst gut geht und alles, was ihr Wohlergehen betrifft, interessiert mich auch.
    Welche Interessen sind das also überhaupt, die heterosexuelle Frauen interessieren, ihre Männer aber nicht betreffen?
    Cum grano salis

  2. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von arouet58
    @ Emma-Peel
    Männer waren also unerwünscht, weil sie die Solidarisierung heterosexueller Frauen mit lesbischen Frauen hätten stören können?
    Ich erwarte von einer Frau, die mich liebt, daß sie sich dafür interessiert, wie es mir ergeht, daß sie also all das betrifft, was mich betrifft und umgekehrt, interessiere ich mich dafür, daß es der Frau, die ich liebe, möglichst gut geht und alles, was ihr Wohlergehen betrifft, interessiert mich auch.
    Welche Interessen sind das also überhaupt, die heterosexuelle Frauen interessieren, ihre Männer aber nicht betreffen?
    So wurde das von den Radikalfeministinnen nicht gesehen. Sie waren der Meinung, das heterosexuelle und lesbische Frauen sich IHRER Ziele und Lebenspläne bewußt und sicher sein sollten, und sie dann der Öffentlichkeit gemeinsam präsentieren. In dieser Phase waren auch Männer willkommen, aber zuerst wollten die Frauen unter sich sein.
    Bei den Seperatistinnen war es hingegen anders, da waren und sind Männer (oft zu Recht) so unerwünscht wie eine Warze am Arsch!
    Ich selber stehe den Radikalfeministinnen nahe, da ich jede Form von Abgrenzung/Ausgrenzung ablehne.

  3. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Kann mir unbedarfter unphilosopischer Userin einer erklären, wieso es in einer matriarchalen Gesellschaft keine Prostitution und vor allen Dingen keinen Kindesmissbrauch mehr geben kann?

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kann mir unbedarfter unphilosopischer Userin einer erklären, wieso es in einer matriarchalen Gesellschaft keine Prostitution und vor allen Dingen keinen Kindesmissbrauch mehr geben kann?
    weil die wo solche lüge verbreiten glauben Frauen sint engel. Und bessere menschen von natur aus. Und Kinder kann mann ins wasser schmeißen. Darauf hat Emma auch nicht geantwortet. So sieht es nämlich aus.
    As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets

  5. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von arouet58
    Welche Interessen sind das also überhaupt, die heterosexuelle Frauen interessieren, ihre Männer aber nicht betreffen?
    Damals waren das vor allem:

    Legaler Schwangerschaftsabbruch.
    Frauen durften damals nicht legal abtreiben, und Männer bestimmten, ob sie das durften. Das Leben der Mutter oder eine durch eine Vergewaltigung entstandene Schwangerschaft war den Männern egal. Die Frau hatte das Kind zu bekommen. Basta!!!

    Sexuelles und soziales Selbstbestimmungsrecht
    Vergewaltigung in der Ehe war bis 1995 nicht strafbar. Männer hatten Verfügungsgewalt über den Körper ihrer Frau und ihrer Töchter (Kinder im Allgemeinen). Frauen mußten körperliche Gewalt ihres Mannes ertragen, und galten als schuldig, wenn das Essen nicht rechtzeitig auf dem Tisch stand.
    Das Geld, das sie verdiente, konnte ihr Mann einbehalten und verprassen, oder bestimmen, das die Frau nicht arbeitete, und die Frau konnte als "Sklavin" des Mannes nichts dagegen tun!

    Schwangerschaftsverhütung
    Durch gesetzlichen, religiösen und sozialem Druck wurde von Männern verlangt, daß sie viele SEINER Kinder bekommt. Präservative waren verboten, und die Frau immer schuld, wenn etwas Unerwünschtes unterwegs war.


    Und das waren nur einige der damaligen Dinge, die mir spontan einfielen.

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    So wurde das von den Radikalfeministinnen nicht gesehen. Sie waren der Meinung, das heterosexuelle und lesbische Frauen sich IHRER Ziele und Lebenspläne bewußt und sicher sein sollten, und sie dann der Öffentlichkeit gemeinsam präsentieren.
    Und ich frage noch einmal: Welche Lebenspläne sollten denn lesbische und heterosexuelle Frauen gemeinsam haben, wenn für die einen Männer eine entscheidende Rolle spielen, für die anderen aber nicht.
    Ich wüßte umgekehrt nicht zu sagen, was mich veranlassen könnte, mich mit einem schwulen Mann mehr zu solidarisieren als mit der Frau, die ich liebe.
    Was sollte mich dazu veranlassen?
    Nur weil er ein Mann ist und ich auch?
    Cum grano salis

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Damals waren das vor allem:

    Legaler Schwangerschaftsabbruch.
    Frauen durften damals nicht legal abtreiben, und Männer bestimmten, ob sie das durften. Das Leben der Mutter oder eine durch eine Vergewaltigung entstandene Schwangerschaft war den Männern egal. Die Frau hatte das Kind zu bekommen. Basta!!!

    Sexuelles und soziales Selbstbestimmungsrecht
    Vergewaltigung in der Ehe war bis 1995 nicht strafbar. Männer hatten Verfügungsgewalt über den Körper ihrer Frau und ihrer Töchter (Kinder im Allgemeinen). Frauen mußten körperliche Gewalt ihres Mannes ertragen, und galten als schuldig, wenn das Essen nicht rechtzeitig auf dem Tisch stand.
    Das Geld, das sie verdiente, konnte ihr Mann einbehalten und verprassen, oder bestimmen, das die Frau nicht arbeitete, und die Frau konnte als "Sklavin" des Mannes nichts dagegen tun!

    Schwangerschaftsverhütung
    Durch gesetzlichen, religiösen und sozialem Druck wurde von Männern verlangt, daß sie viele SEINER Kinder bekommt. Präservative waren verboten, und die Frau immer schuld, wenn etwas Unerwünschtes unterwegs war.


    Und das waren nur einige der damaligen Dinge, die mir spontan einfielen.
    Abgesehen davon, daß Deine Darstellung einer Karikatur des Zusammenlebens der Geschlechter gleichkommt, wäre kein einziger dieser Punkte zu ändern gewesen ohne Männer, denn auch eine Mehrheit der Frauen verteidigte lange Zeit diese gesellschaftlichen Zustände, die Du hier anprangerst.
    Schließlich wählte die Mehrheit der Frauen fast immer konservativ seit Einführung des Frauenwahlrechtes.
    Der Graben, den Du hier aufweist, verläuft nicht zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen Konservativen und Reformern, mit Männern und Frauen auf beiden Seiten.
    Cum grano salis

  8. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kann mir unbedarfter unphilosopischer Userin einer erklären, wieso es in einer matriarchalen Gesellschaft keine Prostitution und vor allen Dingen keinen Kindesmissbrauch mehr geben kann?
    Weil dort ein ganz anderes Verständnis von Sexualität und Körper gab. Kinder gehören niemand, sondern sind ein Geschenk, das vom ganzen Clan aufgezogen wird. Eines der Tabus in matriarchalischen Kulturen der Antike, und auch in manchen heutigen matrifokalen oder matriliniaren Völkern zu sehen ist, war, das immer mehrere Personen unterschiedlichen Geschlechts in einem Raum waren.

    Hier eine Meinung dazu:

    http://www.emma.de/forum.html?&view=..._uid=64&page=4

    Lebten wir in einem Matriarchat sähe die Sachlage in Bezug auf Prostitution, Gewalt, Missbrauch ganz anders aus!!! Und darum geht es hier doch, oder? Und nicht um gesundes Verliebtsein und aufrichtige Gefuehle.
    Ich wünschte, ich lebte in einem Matriarchat. Ich wünschte ich lebte an diesem geschützten Ort wo Kinder und Frauen angstfrei leben (ist eigentlich falsch formuliert, da Matriarchat eine Lebens- und Gesellschaftsform und keine Lokalitaet ist). Wo es keine gewaltbereite, machtberauschte und finanziell (mehr als) ausgesorgte Männer gibt braucht man auch keine Männer zum Schutz von Frauen und Kindern.

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von arouet58
    Ich wüßte umgekehrt nicht zu sagen, was mich veranlassen könnte, mich mit einem schwulen Mann mehr zu solidarisieren als mit der Frau, die ich liebe.
    Was sollte mich dazu veranlassen?
    Nur weil er ein Mann ist und ich auch?
    Du hast es sehr gut fomuliert!
    As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets

  10. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von arouet58
    Abgesehen davon, daß Deine Darstellung einer Karikatur des Zusammenlebens der Geschlechter gleichkommt, wäre kein einziger dieser Punkte zu ändern gewesen ohne Männer, denn auch eine Mehrheit der Frauen verteidigte lange Zeit diese gesellschaftlichen Zustände, die Du hier anprangerst.
    Schließlich wählte die Mehrheit der Frauen fast immer konservativ seit Einführung des Frauenwahlrechtes.
    Der Graben, den Du hier aufweist, verläuft nicht zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen Konservativen und Reformern, mit Männern und Frauen auf beiden Seiten.
    Meine Beschreibung war eine Beschreibung der damaligen Zeit und damaligen Positionen, ohne das ich dabei eine Wertung innerhalb der einzelnen Punkte abgab.
    Inzwischen hat sich, Göttin sei dank, einiges verbessert, auch, wenn wir noch lange nicht am Ziel sind.
    Diese Punkte wären auch ohne Männer durchsetzbar gewesen, hätte aber als Preis viel Leid und Gewalt ausgelöst.
    Nun gibt es aber glücklicherweise Männer, die aufgewacht sind, und sowohl die Unterdrückung der Frau als auch ihre eigene Unterdrückung sehen, und die Gesellschaft verändern wollen. Nicht alle sind Feministen, aber es werden immer mehr, und dafür bin ich sehr dankbar!!!

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