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  1. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von 3146
    Kein -ismus dieser Welt wird das Paradies auf Erden schaffen, auch der Feminismus nicht.

    Trotzdem sollten sich die Menschen, Männer und Frauen, bemühen, die Welt in Richtung Frieden und Gerechtigkeit zu verändern. Wenigstens ein bisschen.
    Sehr schön hast du das gesagt, auch wenn ich bezüglich des "ismus" noch eine Ausnahme machen würde. Aber das ist eine andere Diskussion. Beim gemeinsamen Verbessern in Richtung Frieden und Gerechtigkeit bin ich jedenfalls dabei!

  2. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zum Thema Indianer:

    Viele der damaligen Konflikte und Brutalitäten geschahen erst, nachdem weiße Männer (Spanier, Franzosen,Engländer vor allem), amerikanischen Boden betraten, und bestehende Konflikte anheizten, um für SICH daraus Vorteile zu ziehen. Im Unabhängigkeitskrieg Nordamerikas buhlten Engländer,Franzosen und Amerikaner um die Untzerstützung ihrer indianischer Verbündeten, die daraufhin auf Befehl ihrer neuen "Herren", andere Indianer töteten. bevor der weiße Mann kam, gab es dieses Abschlachten nicht, da gingen Kämpfe schlicht ums Überleben des Stammes!
    Indianer praktizierten das skalpieren aus religiösen Gründen, die Weißen machten daraus "big buissiness".

    Zu den Skythen:

    Eines im ZDF gesendeten Berichts zufolge vermischten sich Amazonen nach ihrer Flucht mit den Skythen, einem kriegerischem Volk. Kämpfende Frauen waren in der Antike nichts Ungewöhnliches, aber anscheinend widerspricht es dem patriarchalischem Frauenbild.
    Auch diese Kämpfe drehten sich ums eigene Überleben.

  3. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was lerne ich nun als Frau des 21. Jahrhunderts daraus?
    Dass es egal ist, wer die Macht hat!
    Ob es nun die vielgepriesene Frau ist oder der verhasste Mann...
    Dem Menschen ist es einfach nicht möglich wirklich friedlich über seine Mitmenschen zu regieren.
    Würde ich so nicht sagen. Es gab immer lange Zeiten in Gesellschaften (matriarchalisch geprägt meist), wo lange Zeit Frieden und Eintracht herrschte. Dann kam ein Ereignis (Hungersnot, Naturkatastrophe, Überfall, Streitereien), und mit der Eintracht war es vorbei. Veränderungen kamen, nicht immer zum Besseren (wie das z.b. in China die Mosou erleben dürfen). Jedes System hat ihre Vor-und Nachteile! Aber ich lebe lieber unter einer Demokratie als einer Diktatur! Aber noch lieber würde ich in einem Matriarchat leben, nach Vorbild der Navajo! auch,wenn diese unter dem starken Einfluß patriarchalisch-religiös-fundamentalistischer Amerikaner vieles veränderten.

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    mal ganz naiv gefragt: welche relevanz hat es für mich als frau heute eigentlich, ob es jemals ein matriarchat gab oder nicht?

    zur frage krieg kann man übrigens ganz klar festhalten, dass frauen nicht nur leidtragende von kriegen sind, sondern immer auch akteurinnen und anstifterinnen waren. letztes beispiel hierzulande ww2.

    insofern ist mir nicht ganz klar, wie und wieso manche frauen eine besondere friedfertigkeit ihres geschlechts konstruieren wollen.

    das ist immer eine frage von sozialisation, rollen und möglichkeiten gewesen. nur weil den männern das militärische in den meisten gesellschaften lange exklusiv vorbehalten war, heißt das im umkehrschluss keineswegs, dass frauen friedenstauben sind.

    mir gefallen übrigens die geschichten über die sowjetischen scharfschützinnen in stalingrad und die heldinnen des spanischen bürgerkrieges gut - und ich würde sie mir ungern durch theorien von zum kriege unfähigen frauen madig machen lassen.

    und bevor jemand igitt schreit: nein, das soll keine verherrlichung des krieges sein!!!!!
    Geändert von Ariela (29.06.2008 um 11:00 Uhr)
    "That life exists/
    And identity/
    That the powerful play goes on/
    And you may contribute a verse."
    Walt Whitman

    “Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
    Benjamin Franklin

  5. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Diese Gedanken habe ich auch hin und wieder.

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von arouet58
    Die Bestätigung meiner Überzeugung, daß der Feminismus weniger ein wissens- denn ein glaubensbasiertes System ist, eine politische Ideologie eben, vergleichbar dem Marxismus-Leninismus.
    Ideologie als Ideenlehre könnte vielleicht stimmen, eben eine Philosophie. Glaubensbasiertes System verneine ich, eine politische Ideologie ebenfalls. Obwohl politische Schlußfolgerungen und politische Forderungen sich daraus kristalisiert haben.

    In der Philosophie vereinigen sich in den einzelnen
    Was dort der Klassenkampf und das Proletariat waren, sind hier der Geschlechterkampf und die Frauen.
    Dies verneine ich ebenfalls. Es dreht sich nicht um einen Geschlechterkampf, der entsteht erst aus der Ablehnung des Feminismus und die darauf folgende Diffamierung und vielen Mißverständnissen.

    Natürlich steht das zur Debatte. Strukturen sind ja nicht zufällig-willkürlich entstanden, sondern Antworten auf Notwendigkeiten.
    Notwendigkeit ist vielleicht ein Argument, aber nicht nur. Auch vorhandene oder sich ergebende Möglichkeiten und die daraus neu entstandenen Machtverhältnisse, also ganz ohne Not. So sind es auch heutzutage die neuen Möglichkeiten die die Strukturen wieder ändern.

    In einer wenig arbeitsteiligen Gesellschaft kann ein hohes Maß an Egalität existieren, weil die ausgeübten Tätigkeiten so wenig differenziert sind, daß sie von fast allen mehr oder weniger gleich gut ausgeübt werden können. Der Preis dieser Egalität ist geringe Produktivität, also Armut. Der Egoismus des Individuums kann gering bleiben. Es gibt eh nicht viel zu holen, also kann ich es auch gleich lassen.
    Natürlich ist Habgier auch eine Motivation.
    Ich hab mal gelesen, dass die ersten Klassensysteme und damit verbundenen Abwertung von Mitglieder der Gemeinschaft, mit der künstlichen Bewässerung zu tun hat, da nicht alle Felder im System die gleichen Vorraussetzungen vorfanden und somit Reichtum um Armut erst entstanden ist.

    Will ich die Produktivität erhöhen, muß ich arbeitsteilig vorgehen. Es bildet sich Spezialistentum heraus. Diese Wenigen, die viel können, haben einen hohen Anreiz, auch viel zu fordern und sie werden auch viel bekommen, weil sie mehr schaffen an Werten als Andere. So entsteht Ungleichheit, aber auch mehr Wohlstand für alle.
    Dies war vielleicht mal der Fall, aber heutzutage bestimmt nicht mehr. Flexibilität ist wesentlich effektiver geworden.

    Denn in einer arbeitsteiligen Gesellschaft ist der Ärmste zwar sehr viel ärmer als der Reichste, aber noch immer sehr viel reicher als der Reichste unter den armen Jägern und Sammlern, das heißt, der Wohlstand der Gesellschaft ist sehr viel ungleicher verteilt, aber insgesamt auch sehr viel größer, so daß auch der Arme gewinnt.
    Es ist aber wesentlich unbefriedigender ärmer als alle zu sein als arm auf einem Niveau. Das eine führt zu Depressionen und Krankheiten und das andere zu Zufriedenheit, da ja nichts vermisst wird, dies haben neuerliche Untersuchungen in der Neuroökonomie ergeben:

    "Auch Sonja und Carolin wussten nicht, weshalb sie in der Röhre lagen. Gleichwohl hat es ihnen Spaß gemacht, an dem Experiment teilzunehmen. Das Ergebnis: Wenn beide denselben Lohn erhalten, macht es kaum einen Unterschied, ob dieser 30 oder 60 Euro beträgt. Gleichheit ist beiden offenbar wichtiger als die absolute Höhe der Belohnung. Diese ist erst dann entscheidend, wenn eine der beiden doppelt oder halb so viel Geld bekommt wie die andere. Die menschliche Natur ist eben voller Überraschungen."
    Ich kann aber diese hochdifferenzierte Arbeitsteilung...
    Welche ich heutzutage nicht mehr effizient betrachte...

    auf lange Sicht nur aufrechterhalten, wenn ich die damit verbundene Ungleichheit bis zu einem gewissen Maße akzeptiere.
    Also auf Kosten der Anderen.

    Tue ich das nicht und versuche, um der Gleichheit willen, zu stark zu nivellieren, passiert das, was den Wirtschaftssystemen des Ostblocks passierte. Sie brachen zusammen, weil zu wenig produktiv, weil Leistung sich zu wenig lohnte.
    Das ist die Frage, ob dies wirklich stimmt.
    Ich meine man muss den Kommunismus als gescheitert sehe, aber ob deine angegebenen Gründe dafür verantwortlich sind, lasse ich noch dahin gestellt.

    Doch bleiben wir doch bei unseren System, einer sozialen Marktwirtschaft. Es macht keinen Sinn die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frau zu sehen, statt zwischen Talenten, da dies eine effizientere Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen ist.

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Ariela
    mal ganz naiv gefragt: welche relevanz hat es für mich als frau heute eigentlich, ob es jemals ein matriarchat gab oder nicht?
    Mal ganz naiv geantwortet: es sollte Frau zeigen, dass Patriarchat nicht gottgegeben und der natürliche Zustand der Menschheit ist.

    Mal davon abgesehen, dass Frauen in der Geschichte sonst nicht vorkommen, und somit Einblick verschaffen in einer Welt, wo vielleicht andere Prioritäten gesetzt werden, die die Realitäten von Frauen gerecht werden.

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Ariela
    mal ganz naiv gefragt: welche relevanz hat es für mich als frau heute eigentlich, ob es jemals ein matriarchat gab oder nicht?
    Du kannst Dich dann als ehemaliges Göttinnengeschlecht fühlen, Dir einen Venus Vibrance kaufen und - wie es die Werbung verspricht - damit die Göttin in Dir wiedererwecken

    zur frage krieg kann man übrigens ganz klar festhalten, dass frauen nicht nur leidtragende von kriegen sind, sondern immer auch akteurinnen und anstifterinnen waren. letztes beispiel hierzulande ww2.
    Aber nicht doch.. die wollten das doch gar nicht!
    Das waren nur die zu der Zeit herschenden patriarchischen Strukturen, die Frauen in Anstifter verwandelt haben!

    (Neinnein.. ich gebe Dir vollkommen Recht :)
    insofern ist mir nicht ganz klar, wie und wieso manche frauen eine besondere friedfertigkeit ihres geschlechts konstruieren wollen.

  9. Inaktiver User

    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Joerd
    Mal ganz naiv geantwortet: es sollte Frau zeigen, dass Patriarchat nicht gottgegeben und der natürliche Zustand der Menschheit ist.
    Okay.

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    AW: Feminismus = Philosophie?

    Zitat Zitat von Joerd
    Mal ganz naiv geantwortet: es sollte Frau zeigen, dass Patriarchat nicht gottgegeben und der natürliche Zustand der Menschheit ist.

    Mal davon abgesehen, dass Frauen in der Geschichte sonst nicht vorkommen, und somit Einblick verschaffen in einer Welt, wo vielleicht andere Prioritäten gesetzt werden, die die Realitäten von Frauen gerecht werden.
    zum ersten: das ist ein wichtiger punkt, keine frage.

    zum zweiten. es stimmt tatsächlich, dass in dem, was die amerikanischen historikerinnen irgendwann HIStory tauften, Frauen weniger vorkommen; etwa Olympe de Gouges etc.
    Das mit den Prioritäten und Realitäten finde ich so wie du es schreibst allerdings sehr streitbar, weil diese sich auch verändern und es nicht "die" Realitäten von Frauen gibt.
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    Walt Whitman

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