Du schreibst solche Sätze und verstehst den Feminismus immer noch nicht? Er ist die Antwort auf die männliche "Notwendigkeit" eine auf Krieg angelegte Gesellschaft zu verwalten, zu erhalten, biologisch und moralisch.Zitat von arouet58
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Thema: Feminismus = Philosophie?
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28.06.2008, 21:38Inaktiver User
AW: Feminismus = Philosophie?
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28.06.2008, 22:13
AW: Feminismus = Philosophie?
Inwiefern ist denn diese Gesellschaft auf Krieg angelegt?
Zitat von Inaktiver User
Inwiefern wäre sie denn als Matriarchat oder feministisch umgeprägte Gesellschaft friedfertiger?
Das Beispiel der Irokesen, das mir schon angeboten wurde, stimmt ja nicht gerade fröhlich.
Als hätten Frauen ihre Männer je am Kriegführen gehindert, als wären Kriegshelden nicht immer auch erotische Ikonen der meisten Frauen gewesen, als wären pazifistische Männer nicht auch von den meisten Frauen als Memmen verachtet worden.
In allen großen Kriegen feuerten Frauen ihre Männer an, erwarteten von ihren Söhnen, daß diese tapfere Soldaten sind, teilten die gleichen Feindbilder, machten durch ihre Einbindung in die Kriegswirtschaft die Kriegführung erst möglich usw.
Nur sehr wenige Frauen wandten sich gegen den Krieg, genauso, wie das auch nur sehr wenige Männer taten.Cum grano salis
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28.06.2008, 22:37Inaktiver User
AW: Feminismus = Philosophie?
Wie alt ist der Feminismus, die Frauenemanzipation?
Zitat von arouet58
Es ist DIE Antwort.
Schwierig. Es gibt unterschiedliche Gründe dafür. Einmal ist, bei einem Volk was angegriffen wurde, die Unterstüzung ALLER notwendig damit das Volk oder die Gemeinschaft als solches überhaupt überlebt. Sieht man recht deutlich an belagerten Städten, die boten ALLES an Männern auf was vorhanden war und ein Schwert oder einen Lanze tragen konnte.
Zitat von arouet58
Angriffskriege, auch dort geht es mitunter um "Verteidigung", denn jeder Angriffskrieg kann zu einem Verteidigungskrieg werden, wenn der Angriff nicht gelingt, das bedeutet für die Anstifter dieser Kriege sie MÜSSEN die GANZE Bevölkerung hinter sich haben, das geht nur durch Feindbilder, Propaganda!
Kriege von Staaten mit Berufssoldaten, das ist eben der Beruf, der das Einkommen der Familie sichert.Geändert von Inaktiver User (28.06.2008 um 22:49 Uhr)
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28.06.2008, 22:49Inaktiver User
AW: Feminismus = Philosophie?
Weil die Unterdrückung der Frau mit dem Krieg beginnt.
Zitat von arouet58
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28.06.2008, 22:57Inaktiver User
AW: Feminismus = Philosophie?
Gehälter der Top Manager:
Zitat von arouet58
Rang 8: Peter Löscher
Siemens
Gesamtbezüge 2007:
10.813.000 Euro
Nachricht des Tages:
Siemens-Chef Peter Löscher macht ernst: Mehr als 17.000 Stellen will er streichen
Wohlstand für alle?
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28.06.2008, 23:24Inaktiver User
AW: Feminismus = Philosophie?
Über die Ordnung im Matriarchat, und wie Irokesen lebten:
Zitat von arouet58
Matriarchat:
Quelle: wickipedia
Merkmale eines Matriarchats [Bearbeiten]Zu der Frage, was ein Matriarchat definiert, gibt es unterschiedliche Sichtweisen und Ansatzpunkte. Heide Göttner-Abendroth hat folgende Kriterien definiert:
Soziale Merkmale: Die Sippen sind matrilinear strukturiert (Abstammung von der Mutterlinie) und werden durch Matrilokalität und Uxorilokalität zusammengehalten (Wohnsitz bei der Mutterlinie). Ein Matri-Clan lebt im großen Clanhaus zusammen. Biologische Vaterschaft ist neben der sozialen Vaterschaft zweitrangig.
Politische Merkmale: Das politische System basiert auf Konsensdemokratie auf verschiedenen Ebenen (Sippenhaus, Dorf, Regional). Delegierte agieren als Kommunikationsträger zwischen den verschiedenen Ebenen. Es handelt sich um so genannte segmentäre Gesellschaften, die sich durch das Fehlen einer Zentralinstanz auszeichnen (regulierte Anarchie).
Ökonomische Merkmale: Es handelt sich meistens um Garten- oder Ackerbaugesellschaften. Es wird Subsistenzwirtschaft betrieben. Land und Haus sind im Besitz der Sippe und kein Privateigentum. Die Frauen haben die Kontrolle über die wesentlichen Lebensgüter. Das Ideal ist Verteilung und Ausgleich und nicht Akkumulation. Dieser Ausgleich wird durch gemeinschaftliche Feste erreicht. Es handelt sich um so genannte Ausgleichsgesellschaften.
Weltanschauliche Merkmale: Der Glaube, in der eigenen Sippe wiedergeboren zu werden, und der Ahnenkult bilden die Grundlage der religiösen Vorstellungen. Die Welt gilt als heilig. Die Erde als die Große Mutter garantiert die Wiedergeburt und Ernährung allen Lebens. Sie ist die eine Urgöttin, die andere Urgöttin ist die kosmische Göttin als Schöpferin des Universums. Es handelt sich um sakrale Gesellschaften.
Damit hat Göttner-Abendroth einen sehr umfassenden Kriterienkatalog erstellt. Kein Konsens herrscht in der Frage, ob es bei strenger Anwendung aller Kriterien derzeit Matriarchate gibt (bei Konversionen zu Islam oder Christentum, Aufgeben der Clanhäuser und somit Abkehr von der Matrilokalität, Abkehr von Subsistenzwirtschaft etc.). Weniger Zweifel dürfte es hingegen bei selektiver Anwendung einzelner Kriterien geben.
Irokesen:
Quelle: Wickipedia
Kultur und Bedeutung der Irokesen
Ihre freiheitliche Verfassung soll derjenigen der Vereinigten Staaten Pate gestanden haben. Auch auf das europäische Denken der Aufklärung hatte sie Einfluss (Johann Gottfried Herder, „Die große Friedensfrau der Irokesen“) und auch bei Friedrich Engels nimmt sie in dessen Schrift „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ eine wichtige Stellung ein (beeinflusst wiederum von Bachofens „Mutterrecht“) .
Traditionell besteht jede Nation aus mehreren Klans, denen jeweils eine gewählte Klanmutter vorsteht. Jeder Klan konnte bis zu drei Abgeordnete in die Ratsversammlung der Irokesen schicken. Die Gesellschaft war demokratisch organisiert, das Individuum genoss erstaunliche Freiheiten. Das Verwandtschaftssystem ist matrilinear, die Lebensweise matrilokal.Die Irokesen haben eine starke, für Einzelpersonen kaum durchbrechbare geschlechtliche Arbeitsteilung. So sind die Frauen für die Häuser und die Landwirtschaft zuständig, während die Männer der Jagd und anderen Aufgaben nachgehen, die ein Verlassen des Klanlandes erforderlich machen.
Die Irokesen lebten hauptsächlich von Mais. Sie kannten Dutzende verschiedener Maisarten. Dies machte sie unabhängig vom Jagdglück und erlaubte eine relativ sesshafte Lebensweise. Es war aber auch eine ständige Gefahr, denn gelang es den Feinden, die Maisfelder zu zerstören, brach das Wirtschaftssystem der Haudenosaunee zusammen. Neben dem Mais verpflegten sie sich mit Squash-Kürbis, Bohnen und Wildfrüchten, die sie oft zusammen anpflanzten. Der Sinn dahinter war die "Ergänzung" der einzelnen Pflanzensorten: "Der Mais wächst schnell nach oben, die Blätter des Kürbis bewahren den Boden vor dem Austrocknen, die Bohne kann an der Maisstaude emporranken." Die Jagd vervollständigte die Speisekarte mit Fleisch.
Die Irokesen lebten in mit Palisadenzäunen befestigten Dörfern, die aus bis zu hundert Langhäusern bestanden. Nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren, wenn der Boden und der Wald nicht mehr die gewünschten Ernte- und Jagderträge brachten, zogen die Bewohner zu einem neuen Gelände.
Ein besonderes kulturelles Merkmal der Haudenosaunee sind die Medizinbünde.
Siehe auch:
http://www.welt-der-indianer.de/alltag/frauen.html
Frauen als Drahtzieher der Macht
Übten die Männer scheinbar die Macht nach außen aus, indem sie die Hauptentscheidungen des Sechs-Nationen-Bundes trafen, so war doch den Frauen die wirkliche "innere" Führung der Irokesen-Koalition vorbehalten. Sie kontrollierten die Wahl des Sachems und konnten ihn absetzen, falls er seinen Pflichten nicht genügte.
Den Frauen gehörten die Langhäuser, die Felder und die Werkzeuge. Trennten sie sich von ihren Gatten, blieben die Kinder bei ihnen.
Somit war die irokesische Gesellschaftsform, in der die Frauen den Ton angaben, ein richtiges Matriarchat. Innerhalb jeder Nation des Bundes gab es ein Dutzend Clans, denen jeweils eine "Clanmutter" oder »Matrone« vorstand. Der Einfluss der »Clanmütter« überwog bei weitem das Prestige der von ihnen gewählten Sachems, denen sie lediglich ihre politischen Befugnisse zeitweilig übertrugen. Bei keinem anderen Indianervolk Nordamerikas war die Autorität der Frauen so unbestritten anerkannt wie bei den Irokesen.
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28.06.2008, 23:49
AW: Feminismus = Philosophie?
Hö?
Zitat von Inaktiver User
In den meisten Kriegen sind millionen von Männern auf grausamste Weise ermordet worden. WEIT mehr als Frauen. Und die wenigsten Männer hatten eine Wahl.
Und DAMIT beginnt die Unterdrückung der FRAU?
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28.06.2008, 23:50
AW: Feminismus = Philosophie?
@Emma-Peel
Ich wüsste noch immer gerne, wer die Kinder vor missbräuchlichen Übergriffen durch Frauen schützt, wenn sie vor Männer niemand mehr schützen muss?
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29.06.2008, 00:14
AW: Feminismus = Philosophie?
Wie wir ja von Emma-Peel erfuhren, waren die Irokesenfrauen ungewöhnlich einflußreich, keineswegs unterdrückt, wie Du das nennst, aber gerade die Irokesen waren auch ungewöhnlich kriegerisch.
Zitat von Inaktiver User
Und gerade auch für Irokesenfrauen gilt folgendes, was Emma-Peel wohl zu zitieren vergessen hat:aus ihrer QuelleBei vielen Indianernationen wurde den Frauen Gewalt über Leben und Tod der Gefangenen zugesprochen. Die Indianerinnen waren dafür berüchtigt, noch viel grausamer als die Männer zu martern und sich die unsäglichsten Torturen einfallen zu lassen.
Und als Beispiel für die sagenhafte Friedfertigkeit der "frauengeführten" Irokesen dies:
QuelleSeit etwa 1630 führten die Irokesen, besonders die Mohawks, Krieg gegen die franzosenfreundlichen Huronen. Das nutzten holländische Händler aus und belieferten sie ab etwa 1640 skrupellos mit Feuerwaffen. Im Sommer 1648 begannen die Irokesen ihren Vernichtungsfeldzug und töteten bis zum März 1649 etwa 10000 Huronen. Überlebende Huronen flüchteten, verbündeten sich mit den Algonkin des Mittellandes und nahmen den Namen Wyandot an.
Einige überlebende der Irokesenmassaker flohen in den frühen 1650'er Jahren zu den Erie. Die Irokesen forderten die Auslieferung dieser Huronen. Die Erie weigerten sich. Es kam zu zwei Jahre dauernden Verhandlungen, die endeten, als die Irokesen alle 30 Delegierten der Erie auf einer Friedenskonferenz abschlachteten. Der folgende Krieg zwischen Erie und den Irokesen dauerte von 1654-1656. Er endete mit der fast vollständigen Ausrottung auch der Erie.
Donnerwetter, soviel Friedfertigkeit durch Frauen in der Politik. Kann man mal sehen, wie leicht es doch ist, die Welt zu verbessern.
Woher also die Hoffnung, dieser Planet würde durch Matriarchate friedlicher?Geändert von arouet58 (29.06.2008 um 00:31 Uhr)
Cum grano salis
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29.06.2008, 00:32Inaktiver User
AW: Feminismus = Philosophie?
Zur ersten Quelle:
Zitat von arouet58
"Ansprechpartnerin:
Regina Kaute
48249 Dülmen
eMail: info@welt-der-indianer.de
Als Privatperson betreibe ich diese Seiten einzig und allein aus meinem Hobby heraus. Nebenher gehöre ich zur berufstägigen Bevölkerung und bin glücklich eine Familie zu haben. "
Dein Zitat daraus bleibt aber sehr allgemein und belegt insbesondere nicht die Behauptung, dass auch die Irokenesenfrauen besonders grausam gewesen sind.
Die zweite Quelle:
"Das katholische Informationsportal kath-info
dient der theologischen Aufklärung und bietet Ihnen Beiträge zu Themen der katholischen Welt."
Na, ich weiss ja nicht.Geändert von Inaktiver User (29.06.2008 um 00:37 Uhr)


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