Damit kann ich leben.Aber obwohl diese Ansicht sich gut begründen lässt, steht man doch damit immer noch irgendwie unfein da, so als seien Nächstenliebe und Toleranz Fremdwörter für einen und als sei man moralisch völlig verrottet.
Und auch mit dem vorausschauenden Mitleid meiner frommen Verwandten, die mich schon in der Hölle braten sehen.
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Ergebnis 11 bis 20 von 20
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24.06.2008, 18:14
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
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24.06.2008, 18:19Inaktiver User
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
DIE FREIHEIT ist ja ein groooßes Thema
Freiheit KANN auch sein, mal fünf Minuten die Ohren zusammenzukneifen, weil die Partnerin ihr Lieblingslied laut wie Donnerhall hören möchte. In diesem Fall wäre es die Freiheit, das eigene Ego mit dem anderen Musikgeschmack kurz hintenan zu stellen. Das kann eine große innere Freiheit mit sich bringen.
Freiheit kann auch sein, nicht auf seinem "Recht" zu beharren und die Lautstärke runterzudrehen. Freiheit kann AUCH bedeuten, aufzudrehen und voller Leidenschaft mitzusingen, wenn es in diesem Moment für mich stimmig ist - egal, ob es dem Beifahrer gefällt. Es geht ja nicht um Dezibele, die Trommelfelle platzen lassen oder um Dauer-Trommelfellterrorismus.
Unter Freiheit verstehe ich innere Freiheit- und die lässt viel Handlungs-Spielraum für den jeweiligen Augenblick
LG NugatGeändert von Inaktiver User (24.06.2008 um 18:35 Uhr)
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24.06.2008, 20:53Inaktiver User
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
Aber natürlich wird zumindest hier Nichtglauben/Nichtgläubige auch geschützt!
Zitat von Inaktiver User
Gefühle haben alle Menschen und ein Recht auf Unversehrtheit ebenso.
Und deshalb ist das Recht auch auf "Nichtapfelessen" ein Recht und unterliegt nicht anderen "die einen nicht zwingen".
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24.06.2008, 21:03Inaktiver User
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
dann hab ich mch unklar ausgedrückt *seufz* es liegt an mir...
Zitat von Inaktiver User
es ging ja um die frage, warum atheistische gefühlenicht geschützt werden müssen.
also: wenn ich an gott glaube und jemand anders sagt mir, gott sei doof, dann verletzt das meine gefühle und meinen glauben.
wenn ich aber NICHT an gott glaube und jemand sagt mir, gott ist doof, werde ich die schultern zucken und sagen, dass das sein könne. sagt jemand anders mir, gott sei NICHT doof, werde ich ebenso die schultern zucken.
ich bin unverletzbar in der frage. ebenso in der frage, ob der gott der muslime, einer der der hinduisten oder die große mutter der kelten der wahre gott ist. mir vollkommen egal, ich glaube ja nicht.
'glauben' übrigens gehört zu den wenigen dingen, die nicht erzwungen werden kann. ich kann (in einem totalitären staat, zum beispiel) so tun als glaubte ich. ich kann aber nicht und unter keinen umständen zum glauben gezwungen werden. höchstens zum vorspielen.
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25.06.2008, 08:20
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
Moin,
Zitat von Inaktiver User
Glaube kann aber indoktriniert sein.
Erst wenn man die Freiheit erlebt hast, an das zu glauben was man will, kann man sich mit der Wahl des Glaubens auseinandersetzen.
Es liegt in der Natur des Menschen, den Eltern oder anderen Vorbildern nachzueifern, und Zweifel bedarf eines Ereignisses.
Wenn man dazu erzogen wurde an etwas zu glauben, und ich denke dies sind die meisten Gläubigen, weniger die die auf der Suche sind, kommt ihnen der Zwang nur nicht mehr als Zwang vor.
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25.06.2008, 08:27Inaktiver User
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
ich werte das auch nicht als zwang - und in kaum einem anderen bereich würde es als zwang gewertet. wir sind ja auch ein wenig hyperempfindlich in sämtlichen glaubensfragen.
Zitat von Joerd
ich meine: in beinahe sämtlichen bereichen unseres lebens orientieren wir uns an vorbildern und schauen uns selbstverständlich nur das an, was unseren weg kreuzt.
und zweifeln(auch am glauben!!) - ich weiß nicht, ob es dazu eines auslösenden ereignisses bedarf.oder sagen wir:so wie du es schreibsthört es sich an, als wäre das etwas wahnsinnig seltenes. und das widerspricht meiner erfahrung. ich zumindest bin automatisch dazu erzoge worden, dinge zu hinterfragen. AUCH das, was in meiner familie der glaube war.
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25.06.2008, 08:50
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
Solange einem keine Alternative geboten wird, und der der Inhalt des Glaubens als unumstößliches Fakt suggeriert wird, ist es erstmal ein Zwang. "Wenn du nicht glaubst, dann bist du verloren!".
Zitat von Inaktiver User
Sagen wir es mal so, es bedarf erstmal einer liberalen gesellschaftlichen und elterlichen Einstellung, um Zweifel zulassen zu können. Was deiner Erfahrung normal erscheinen mag, aber ich gehe mal natürlicher Weise davon aus, das deine Erfahrung etwas begrenzt ist. In einem Islamischen Staat kämst du vielleicht nicht auf den Gedanken.und zweifeln(auch am glauben!!) - ich weiß nicht, ob es dazu eines auslösenden ereignisses bedarf.oder sagen wir:so wie du es schreibsthört es sich an, als wäre das etwas wahnsinnig seltenes. und das widerspricht meiner erfahrung.
Zur Zeit der Hexenverbrennung war man tatsächlich der Meinung, das man den Hexen (es gab da wenig Zweifel von Seiten der Bevölkerung) mit der Verbrennung etwas Gutes tat, damit die Seele zu Gott aufsteigen konnte. Sonst hätten gar nicht so viele Menschen als Hexen verbrannt werden können.
Vielleicht nur hier in unseren Breitengraden eine Selbstverständlichkeit?ich zumindest bin automatisch dazu erzoge worden, dinge zu hinterfragen. AUCH das, was in meiner familie der glaube war.
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25.06.2008, 08:57Inaktiver User
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
Hallo!
Zitat von Inaktiver User
Auch ich wurde so erzogen. Meine Eltern sind evangelisch, ich hatte katholische Freundinnen/Freunde. Wir hatten Kontakt zu Neuapostolischen, und mein Vater gab mir das Buch Mormon.
Meine Oma bekam regelmäßig Literatur von den Zeugen Jehovas, was mein evangelischer Opa immer wieder zu verhindern suchte...
Aber alles wurde von meinen Eltern hinterfragt.
Sie waren offen für alles und ich natürlich auch.
Was Politik angeht wurde ich auch dazu angehalten zu hinterfragen. Wahrscheinlich kam es daher, weil meine Eltern als Kinder geflüchtet sind.
Und mein Opa und mein Großonkel im Krieg und später in Gefangenschaft waren.
Wenn ich heute etwas höre, sei es von Freunden, Verwandten, Nachbarn, von Politikern oder anderen.
Ich zweifel es erst einmal an.
Auch wenn es in noch so schönen Worten erklärt wird.
Bei mir schrillen vor allem die Alarmglocken, wenn so hinter der Hand geredet wird.
So nach dem Motto: "Hast du schon gehört?
Jetzt machen die sogar das und das!
Und die dürfen jetzt nicht mehr dies und das!"
Seien es Politiker, Kirchenvertreter oder Freunde, Bekannte und Verwandte.
Gruß ZisskaGeändert von Inaktiver User (25.06.2008 um 09:05 Uhr)
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25.06.2008, 09:17Inaktiver User
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
so allerdings wird es selten verkauft.
Zitat von Joerd
ich weiß nicht, warum es natürlich sein soll, bei anderen erst mal beschränkung zu sehen. und ich muss dich leider enttäuschen: ich habe einige jahre in islamischen staaten verbracht. meine erfahrungen sind da keineswegs 'beschränkt'.Sagen wir es mal so, es bedarf erstmal einer liberalen gesellschaftlichen und elterlichen Einstellung, um Zweifel zulassen zu können. Was deiner Erfahrung normal erscheinen mag, aber ich gehe mal natürlicher Weise davon aus, das deine Erfahrung etwas begrenzt ist. In einem Islamischen Staat kämst du vielleicht nicht auf den Gedanken.
religion wird dort nur anders gewertet, sie gehört selbstverständlich dazu und ist eine gesellschaftliche frage. übrigens eine die recht frei gehandhabt wird. im iran zum beispiel gibt es eine jüdische gemeinde. ebenfalls zu bedenken gebe ich, dass der islam nicht missioniert-das taten nur das christentum - und die nicht-gläubigen, die marx-anhänger 'religion ist opium für das volk!' tun das. hier bei uns wird 'religion' - von denen, die keine haben - gern als 'zwang' gesehen und die, die glauben, als opfer einer manipulation, indoktrinierung oder sonstigem. es ist schon seltsam!
es erinnert mich immer ein wenig daran, dass auch 'familie' in den sechziger jahren als etwas angesehen wurde, von dem man sich um jeden preis befreien musste - und die, die familienstrukturen für sich befürworteten hatten wahlweise angst, hatten eine gehirnwäsche hinter sich oder waren insgesamt nicht so ganz ernst zu nehmen.
'freiheit' bedeutet aber letztlich auch, jemand anderem die freiheit des glaubens zu lassen und nicht ein urteil zu fällen, nur weil er oder sie glaubt.
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25.06.2008, 10:00
AW: Philosophische Frage beim Autofahren (es geht ums Musikhören)
So vielleicht nicht, aber ähnlich häufig, und so ähnlich habe ich es selbst hier im Forum sehr wohl behauptet gelesen. Aber wir sind keine Kinder mehr, insofern ist dies wohl nicht so tragisch.
Zitat von Inaktiver User
Weil jeder nur eine beschränkte Erfahrung vorweisen kann. Dies lieg in der Natur der Sache. Insofern kannst du mich auch nicht enttäuschen.ich weiß nicht, warum es natürlich sein soll, bei anderen erst mal beschränkung zu sehen. und ich muss dich leider enttäuschen: ich habe einige jahre in islamischen staaten verbracht. meine erfahrungen sind da keineswegs 'beschränkt'.
Ich rede hier von religiöser Erziehung. Warum sollen Juden nicht indoktrinieren? Die Christen tun dies doch auch.religion wird dort nur anders gewertet, sie gehört selbstverständlich dazu und ist eine gesellschaftliche frage. übrigens eine die recht frei gehandhabt wird. im iran zum beispiel gibt es eine jüdische gemeinde.
Das mag durchaus sein, und habe ich auch nicht anders behauptet.ebenfalls zu bedenken gebe ich, dass der islam nicht missioniert-das taten nur das christentum -
Seltsam aber wahr. Liegt wohl auch in der menschlichen Natur.und die nicht-gläubigen, die marx-anhänger 'religion ist opium für das volk!' tun das. hier bei uns wird 'religion' - von denen, die keine haben - gern als 'zwang' gesehen und die, die glauben, als opfer einer manipulation, indoktrinierung oder sonstigem. es ist schon seltsam!
Auch dies ist nicht bestreitbar.es erinnert mich immer ein wenig daran, dass auch 'familie' in den sechziger jahren als etwas angesehen wurde, von dem man sich um jeden preis befreien musste - und die, die familienstrukturen für sich befürworteten hatten wahlweise angst, hatten eine gehirnwäsche hinter sich oder waren insgesamt nicht so ganz ernst zu nehmen.
Wie schön das zu lesen.'freiheit' bedeutet aber letztlich auch, jemand anderem die freiheit des glaubens zu lassen und nicht ein urteil zu fällen, nur weil er oder sie glaubt.


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