Gleiche Rechte, gleiche Pflichten.Zitat von sfumato
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Thema: Göttinnen
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08.06.2008, 21:07Inaktiver User
AW: Göttinnen
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08.06.2008, 21:20
AW: Göttinnen
Ich versteh halt einfach nicht, warum man solche Dinge als Anlaß für Gender-Grabenkämpfe nimmt.
Im Mahayana-Buddhismus wird z.B. das höchste Prinzip (die Vollendung der Weisheit) als weiblich gesehen und dargestellt, was durchaus seine Gründe hat. Aber muß ich als Mann daraus ein Politikum machen oder mich deswegen benachteiligt fühlen?
Wenn eine Christin so dollen Anstoß an den Bezeichnungen "Gott-Vater" oder "Sohn" nimmt, dann sollte sie sich m.E. entweder überlegen ob das Problem nicht eher bei ihr liegt, oder aber die Religion wechseln. Angebote gibts genug...
LG
sfumatoNone of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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08.06.2008, 21:55Inaktiver User
AW: Göttinnen
Oh, so viele Fragen.
Zitat von sfumato
Es ist die Vorderung auf die weibliche Hälfte des Himmels und wie bei Vorderungen üblich, vordert man erstmal das Ganze.
Was buddisthische Männer angeht, kenne ich mir gar nicht aus, ich denke sie haben "ihre" eigenen männlichen Prinzipien.
Warum muß ich die Religion wechseln, wenn (wie hier im Forum) behauptet wird Gott sei weder männlich noch weiblich, bzw. beides? Das macht doch keinen Sinn, Sinn würde eben machen, wenn man nicht mehr Vater sagt, das Jesus ein Mann war hat nur bedingt mit Gott zu tun, denn Jesus alleine ist nicht Gott, wenn er überhaupt! der Sohn ist.
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08.06.2008, 22:11
AW: Göttinnen
Problematisch werden solche Bezeichnungen m.E. erst dann, wenn man anfängt, sie zu wörtlich zu nehmen, sich auf die Semantik zu stark festbeißt und daraus Autoritäts- und Machtansprüche ableiten will.
Zitat von Inaktiver User
Aufgeklärtere Geister gehen mit den Bezeichnungen meistens etwas lockerer und spielerischer um- so führt Meister Eckhart z.B. in einer seiner Predigten aus, daß der Vater den Sohn "gebiert" (die traditionelle Redewendung wäre gewesen: "zeugt").
LG
sfumatoNone of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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08.06.2008, 22:48Inaktiver User
AW: Göttinnen
Ja. Deshalb sollten sie gestrichen bzw. ersetzt werden.
Zitat von sfumato
Von diesen Auslegern gibt es nämlich, nach meinem Geschmack, zuviele und wie schon die Jahrhunderte davor, wird die Bibel zum Machterhalt/erlangung missbraucht. Wenn ich nur bedenke mit welchen Bibelstellen z.B. den Frauen das Wort in Kirche verboten wurde etc.. Es steht immer noch drinnen.
Oder brauchen manche diese Zeilen für spätere Zeiten?
Zeus, mal mit Sohn?
Zitat von sfumato
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08.06.2008, 23:23
AW: Göttinnen
Daß es nur einmal gesagt sei: Ich finde Schriftstellen wie etwa 1 Timotheus 2,9-15 aus dem Neuen Testament oder An-Nisa 4:34 aus dem Koran moralisch abscheulich.
Zitat von Inaktiver User
Aber noch sehr viel abscheulicher fände ich es, sie zu tilgen.
LG
sfumatoGeändert von sfumato (08.06.2008 um 23:27 Uhr)
None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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09.06.2008, 00:33Inaktiver User
AW: Göttinnen
Ich schrieb ja, man kann auch ersetzen, ergänzen,
Zitat von sfumato
Texte erklären usw. Wenn Gott nicht männlich ist...
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09.06.2008, 01:06
AW: Göttinnen
Man muss sich vielleicht auch manchmal von der wörtlichen Bedeutung einer Textstelle kritisch distanzieren, bzw. auf allegorische Umdeutungen und verborgene esoterische Bedeutungen ausweichen, um die Stelle wieder ins Reine zu bringen.
Zitat von Inaktiver User
LG
sfumatoNone of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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09.06.2008, 06:47Inaktiver User
AW: Göttinnen
Wenn in einer alten Kultur eine göttliche Person weiblich verstanden wurde, warum soll sie später "umgedeutet", oder "neu interpretiert" werden?
Zitat von sfumato
Unsere Ahninnen verstanden das Göttliche weiblich, warum sollen wir "etwas anderes" darin sehen?
Und nun verabschiede ich mich aus diesem Thema für immer, egal, zu welchen Meinungen Ihr auch immer kommen sollt. Mir reichts nämlich langsam!!!!
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09.06.2008, 12:18
AW: Göttinnen
Es war in diesem Zusammenhang eigentlich nur von Textstellen die Rede, die ein patriarchalisch geprägtes Rollenverständnis zur gottgewollten Norm erheben. Diese gilt es meiner Ansicht nach zwar nicht zu streichen oder zu tilgen (denn das würde auf eine Orwell'sche Kontrolle der Vergangenheit hinauslaufen), sehr wohl aber kritisch zu hinterfragen und ggf. umzudeuten- siehe Beitrag #36.
Zitat von Inaktiver User
Du hast dich doch schon verabschiedet- sonst hättest du ja verstanden, was ich gemeint habe.
Zitat von Inaktiver User
LG
sfumatoNone of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.


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