Auch Borderliner hören oft stimmen.Zitat von tessie_10
Sie haben fast alle Selbstzerstörungstendenzen.
Es können durchaus die Stimmen sein, die sie dazu anleiten.
Der gesunde Menschenverstand reicht da aus.Zitat von tessie_10
Und etwas Verständnis von Psychologie ist von Vorteil.
Nein, es ist eben nicht egal!Zitat von tessie_10
Egal ob Schizophren oder Borderliner diesen Menschen fehlt es an Erdung.
In der Therapie würde ich so einen Menschen z.B. nicht mit Seidenmalerei und Feucht-in-Feucht-Techniken wie Farbspiele konfrontieren.
Das in einander laufen der Farben hat etwas Surreales.
Ebenso die Aussage, das käme von einem Teufel, Dämon etc.
Wenn sie verstehen, dass es eine hirnorganische Ursache hat, dann haben sie die beste Chance, die Störung adäquat zu bearbeiten.
Glaube mir, ich weiß wovon ich spreche, ich arbeite seit 7 Jahren in diesem Bereich.
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Ergebnis 21 bis 30 von 81
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21.05.2008, 06:31
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
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21.05.2008, 07:29
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
Tut mir leid, aber Du kannst mir wirklich nicht weiß machen, dass schwere psychiatrische Erkrankungen, von denen hier die Rede ist (also bitte keine „Stimmen-Phänomene“!), mit der heute gängigen Psychiatrie überhaupt auch nur annäherungsweise geheilt werden. Schon gar nicht mit "Farbtherapien" usw. oder, indem man den Leuten einfach mal so erklärt, ihre "Störung" hätte hirnorganische Ursachen. Das kannst Du von mir aus Deinen Kindern erzählen aber bitte nicht mir.
Zitat von Zimtstange
Das einzige, was in der Psychiatrie wirklich einen nachweislichen Effekt bringt ist bekanntlich die Pharmakeule und auf die sind die "Geheilten (welcher Zynismus!!!)" in der Regel ihr ganzes Leben angewiesen. Die starken Nebenwirkungen dieser Mittel, welche die organische Gesundheit der Patienten langsam aber nachhaltig zerstört, werden natürlich weitgehend verschwiegen. Hauptsache die Patienten sind „ruhiggestellt“ und das Geschäft mit der Krankheit läuft!
Übrigens rede ich ebenfalls aus Erfahrung. Ich habe selbst eine Bekannte, welche unter Schizophrenie leidet und seit Jahren mit Psychopharmaka „behandelt“ wird.
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21.05.2008, 08:19Inaktiver User
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
Kurz zur Erinnerung:
LG KeelaWenn die Gutachter keine psychische Störung feststellen könnten, gebe der Erzbischof die sogenannte Liturgie der Befreiung in Auftrag.
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21.05.2008, 09:26
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
Weiß denn niemand, ob die im Eingangsposting erwähnten Prozeduren erfolgreich waren, ob die betroffenen Menschen "geheilt" sind?
Denn das ist doch das Interessante: Wenn die Exorzismen geholfen haben, ist das eine Bestätigung dafür, dass sie berechtigt waren."Freedom 's just another word for nothing left to loose."
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21.05.2008, 09:37Inaktiver User
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
Gibt es denn wirklich keine andere Möglichkeit, um vom Einfluß Satans frei zu werden, als diese "Austreibungen"?
Ich halte da nämlich herzlich wenig von...
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21.05.2008, 11:20
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
Nein, über die "Erfolge" des Exorzismus schweigt sich der Erzbischof aus.
Zitat von Herbstanfang
Exorzismus setzt voraus, dass der/die Erkrankte und das Umfeld an Dämonen und einen Leibhaftigen glauben. Also, dass das Böse von außen kommt. Ich denke, es ist ein Erfolg der jetzt etwa 100 Jahre modernen Psychatrie, dass man die Ursache für solche seelischen Erkrankungen in einem Menschen sieht. Denn dann ist es behandelbar, ansonsten müsste immer mit Exorzismus behandelt werden - wenn es von außen kommt.Und welche Beweise kennst Du, dass Exorzismen definitiv nichts helfen?
Angeblich hat die deutsche kath. Kirche das letzte Mal einen Exorzismus in dem bekannten Fall der Anneliese Michel (* 21. September 1952 in Leiblfing; † 1. Juli 1976 in Klingenberg am Main) betrieben. Sie war eine deutsche Katholikin, die an den Folgen extremer Unterernährung starb. Große Aufmerksamkeit erregte der Todesfall, weil in den Monaten vor ihrem Tod zwei katholische Priester mehrfach den Großen Exorzismus an ihr vollzogen.
Die wirkliche Gefahr des Exorzismus ist der Wahn der Exorzisten, dass sie mit ihren Extremmethoden wirklich Dämonen und einen Teufel in dem/der zu Behandelten sehen. Eine Reflexion ( z.B. Supervision ) ihres Handelns erfolgt nicht, was aber m.E. bei einer psychiatrischen Behandlung üblich ist. Sie verfallen selbst in einen Teufelbekämpfungswahn, der Warnzeichen wie die extreme Unterernährung der Patientin nicht wahrnimmt.
Die neuerliche Exorzismusausbildung des Vatikans dient - soweit ich das verstehe - der Bekämpfung des Okkultismus in Lateinamerika. Ich halte das für das Austreiben des Teufels durch den Belzebub.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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21.05.2008, 15:50
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
Es gibt einen kath. Priester in Italien, der laufend und täglich Exorzismen durchführt.
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21.05.2008, 15:58
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
Manche (aber nicht alle) Geisteskrankheiten sind chronisch und müssen daher dauernd mit Medikamenten behandelt werden, um den Kranken ein normales Leben zu ermöglichen.Das einzige, was in der Psychiatrie wirklich einen nachweislichen Effekt bringt ist bekanntlich die Pharmakeule und auf die sind die "Geheilten (welcher Zynismus!!!)" in der Regel ihr ganzes Leben angewiesen.
Jedes Medikament, das wirkt, hat auch Nebenwirkungen. Es ist die Aufgabe des Facharztes, dies genau abzuwägen.
Was ist für dich die Alternative zur "Pharmakeule"? Gummizelle? Teufelsaustreibungen???
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21.05.2008, 20:22
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
Gute Frage, 3146. An "Teufelsaustreibungen" in diesem Sinne glaube ich persönlich eher nicht, aber ich kann zu dem Thema anderseits auch nicht viel sagen, da ich mich damit zu wenig auskenne.
Zitat von 3146
Ich bin einerseits überzeugt davon, dass Jesus solche Krankheiten, welche damals als Besessenheit von "bösen" Geistern bezeichnet wurden, wie übrigens auch jegliche anderen Krankheiten, heilen konnte.
Ob die KK mit ihren "Teufelsaustreibungen" zu ähnlichen Leistungen im Stande ist, wage ich zu bezweifeln. Aber ich würde mir auch nicht anmaßen, darüber negativ oder gar abfällig zu urteilen, solange ich über die Heilungserfolge keine genauen und zuverlässigen Informationen habe und solange ich als Alternative nichts weiter zu bieten habe wie die "Pharmakeule" der "modernen" Psychiatrie.Geändert von tessie_10 (21.05.2008 um 20:31 Uhr)
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21.05.2008, 20:43
AW: Drei Fälle von Exorzismus im Erzistum Paderborn
Es ist keineswegs eine sichere "Erkenntnis" der modernen Psychiatrie, seelische Erkrankungen generell im Menschen selbst zu sehen, höchstens eine mehr oder weniger brauchbare Arbeitshypothese.
Zitat von Opelius
Und mit Psychopharmaka behandelbar wären diese Erkrankungen alle male genausogut unter der Annahme des Einflusses "äußerer geistiger Einflüsse".


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