Das wiederum finde ich sehr schön ausgedrückt! Und ich empfinde es ähnlich.Zitat von Inaktiver User
Und das hier:
Ob "Gott" dafür verantwortlich ist? Vielleicht sind wir es selbst, die unser "Schicksal" gestalten? Und uns das "nehmen", was wir brauchen - wofür auch immer? Ich müsste meine Lebensgeschichte erzählen, um zu erklären, was ich meine. Aber das würde hier zu weit führen.Meine Lebenserfahrung ist einfach eine andere. Da muß man nur die Zeitung aufschlagen. Aber mehr berührt einen doch das persönliche. Ein mir sehr nahe stehender Mensch ist unter großen Schmerzen an Krebs gestorben. Er war selber gläubig, und ich kann mich auch gut erinnern, dass der Glaube ihm ein Trost war! Aber alle Gebete, die für ihn gesprochen wurden, konnten ihm nicht die Schmerzen lindern - nicht so, wie es die regelmäßige Morphiumspritze konnte (oder half ihm Gott durch die Spritze????). Ich bin damals an diesem Gott verzweifelt, ich fühlte mich alleine und verlassen. Selbst wenn es da irgendein "göttliches Wesen" gäbe - ich wollte nichts mit ihm zu tun haben. Und wenn ich dann allein dafür in die Hölle käme, obwohl ich sonst ein normales Leben führe? Was für eine Welt, was für ein Himmel, was für eine Hölle....!?
Ich zumindest habe für mich das Gefühl, mein "Leiden" selbst gewählt zu haben. Nicht bewusst natürlich - denn wenn man mich fragen würde, hätte ich mir das gerne erspart. Aber es hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.
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Thema: Gott und die Welt
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16.05.2008, 20:45
AW: Gott und die Welt
Geändert von Alinaluna (16.05.2008 um 20:54 Uhr) Grund: ergänzt
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Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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16.05.2008, 20:54Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Mir ist schon klar, dass das Gottesbild, von dem ich mich dann später abgewandt habe, aus einem sehr kindlichen Glauben entsprungen ist. Ich war ein glückliches Kind, und ich habe eine starke Verbundenheit zu Gott gespürt - wie halt Kinder so sind. Steht doch auch irgendwo in der Bibel: "Lasset die Kinder zu mir kommen... (Bergpredigt?)"
Aber so ein Glaube kann nur existieren, wenn er von der Realität abgeschirmt wird. Nichts anderes unternehmen ja auch Sekten, die ihre Mitglieder fern halten von "der bösen Welt".
Es war der schlimmste Moment in meinem Leben, diese Einsamkeit, diese Gottverlassenheit. So etwas will ich nicht mehr erleben, und ich werde es auch nicht: denn ich habe keine Erwartungen mehr an ein göttliches Wesen. Das ist dann schon fast egal, ob es existiert oder nicht.
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16.05.2008, 21:09
AW: Gott und die Welt
Ich hatte auch so einen "kindlichen" Glauben - in meiner Kindheit. Und ich denke heute noch gerne zurück an diese Zeit. Wenn wir im Advent abends Weihnachtslieder gesungen haben und nur die Kerze(n) auf dem Adventskranz brannten - dann hatte ich tatsächlich das Gefühl, ein Engel sei in diesem Moment zugegen.
Ja, dieses Gefühl der Einsamkeit, der Gottesverlassenheit - sie kommt einem kleinen Tod nahe, so habe ich es empfunden.
Und doch: vielleicht ist das auch notwendig für unsere Entwicklung (und die der Menschheit), damit wir "das Göttliche" in uns selbst finden?
Ich weiß es nicht. Aber das ist so einer der Gedanken, die mich beschäftigen, an den ich gerne "glauben" möchte.************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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16.05.2008, 21:29
AW: Gott und die Welt
Ich verstehe jetzt, worauf Du hinaus willst.
Zitat von Inaktiver User
Trotzdem, ich sehe es so: Dieses Nacheinander von "gut zu besser" (würde es allerdings etwas vorsichtiger einfach als irgendwie "zweckbestimmtes" Nacheinander bezeichnen), welches Du in der linearen Abstammungslinie siehst und an deren Ende der Mensch als „Krone der Schöpfung“ steht, könnte man ebenso mit der Verästelungs-Theorie vereinbaren.
Nur diesmal nach dem bekannten Grundsatz: Viele Wege führen nach Rom. Was ja auch stimmt.
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16.05.2008, 21:38
AW: Gott und die Welt
Wieso sollte der Mensch die Krone der Schöpfung sein?
Als Schöpfung verstehe ich nicht die Erde, sondern das Universum.
Nur weiß der Mensch (noch) nichts von außerirdischem Leben, dieses ist aber überaus wahrscheinlich.
Zweitens hätten sich ja auch die Dinosaurier als Krone der Schöpfung bezeichnen können. Aber die Evolution schreitet fort.
Die Erde hat immer noch Millionen von Jahren vor sich. Wir wissen nicht, was nach uns Menschen kommen wird, wir müssen uns aber eingestehen, dass wir irgendwann einmal die "Krone" weiterreichen müssen.
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16.05.2008, 21:50
AW: Gott und die Welt
Du meinst ein "Super-Alien" mit Schuppen, grünen Augen und in die Hände integierte Space-Laser-Waffen?
Zitat von Zimtstange
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16.05.2008, 21:57
AW: Gott und die Welt
Wieso sie gleich so hochstilisieren?
Zitat von tessie_10
Es werden eben intelligente Lebewesen sein.
Mit Sicherheit wird es im Universum von Leben nur so wimmeln.
Und wir Menschen sind ja noch nicht wirklich auf einer hohen Entwicklungsstufe angelangt, wenn geniale Erfindungen immer wieder zur Entwicklung von Waffensystemen führen, anderseits aber Nahrung für Menschen fehlt.
Über Hautbeschaffenheit und Sinnesorgane kann man lediglich spekulieren.
Ich will damit einfach sagen, dass die Erde nur ein Planet ist, der intelligentes Leben beherbergt, von vermutlich Abermilliarden, wenn man sich mal die Tiefe des Universums vergegenwärtigt.
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16.05.2008, 22:27
AW: Gott und die Welt
Warum nicht? Wer weiß schon, was für geniale Mutanten aus einer weltweiten atomaren Katastrophe so hervorgehen?
Zitat von Zimtstange
Dem Darwinschen Evolutionsgesetz ist das egal, nur die Species mit den besten Waffensystemen haben ein Überlebenschance.
Zitat von Zimtstange
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16.05.2008, 22:49
AW: Gott und die Welt
Zu viel Perry Rhodan gelesen?
Zitat von tessie_10
Eine weltweite atomare Katastrophe würde die Krebsrate enorm ansteigen lassen und die Menschheit ruck zuck dezimieren.
Wo kommen denn Waffensysteme in Darwins Evolutionsgesetz vor?
Zitat von tessie_10
Hast Du mir da eine Quellenangabe?
Der Garant für ein langes Dasein einer intelligenten Spezies ist zum einen deren Anpassungsfähigkeit und zum anderen deren Fähigkeit möglichst im Einklang mit der Natur zu leben.
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16.05.2008, 23:05Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Das Gesetz Darwins hinkt.
Zitat von tessie_10
Denn sehr viele Lebewesen, die anscheinend, laut Darvin, in einer niedrigeren Entwicklungsstufe leben, erfreuen sich bester Gesundheit.
Und das schon seid Jahrtausenden....


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