tessie, du hast es halt leider auch nicht verstanden.
Es geht nicht darum, dass der Mensch vom Tier abstammt, wie z.B. bei einer Ahnenreihe. Es ist ein weit verzeigter Ast - Mensch und Tier haben einen gemeinsamen Ursprung. Mit etwas Fantasie kann man die Evolution auch durchaus mit einem biblischen Schöpfungsakt abbilden!
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Thema: Gott und die Welt
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16.05.2008, 19:22Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
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16.05.2008, 19:29
AW: Gott und die Welt
Ich glaube, Du hast mich nicht verstanden. Es ist egal, von welchen Vorfahren genau und welchen Verästelungen der Mensch abstammt. Das entscheidende an der EvolutionsTheorie ist, das der Mensch vom Tier abstammt.
Zitat von Inaktiver User
Was ist denn schon besonderes an der "Verästelung". Ich sehe nichts.
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16.05.2008, 19:35Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Für mich ist es ein struktureller Unterschied, ob ich sage: A stammt von B ab oder ob ich sage: A und b haben gemeinsame Vorfahren. Aber eigentlich war dir das ja egal, stimmts?
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16.05.2008, 19:39Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Das hast du schön formuliert, und das ist auch für mich das Schöne am Glauben - es funktioniert bei mir eben nur (leider) nicht. Manche Menschen haben eben eine beneidenswert starke Vorstellungskraft, die die Wissenslücke füllen kann!zitat von alinaluna: So lange ich nichts weiß, kann ich nur "glauben". Glauben aber hängt bei mir stark mit Gefühl, mit Vorstellung zusammen (ich MÖCHTE, dass etwas so IST, weil mir das angenehm wäre). Davon kann ich mich nicht frei machen.
Ich nehme an (bzw. "glaube") übrigens, dass es in längst vergangenen Zeiten eine Art "hellseherisches" Wissen gegeben haben könnte, das mit der Zeit abgenommen hat. Heute sind wir darauf angewiesen, diese Dinge zu erforschen, wissenschaftliche Beweise zu suchen und zu finden. Das werden wir aber nur, wenn wir nicht nur naturwissenschaftlich, sondern auch geistewissenschaftlich forschen. Dabei kann oder muss die eine die andere Wissenschaft ja durchaus ergänzen.
Die Geisteswissenschaften finde ich übrigens auch stark unterbewertet heutzutage.
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16.05.2008, 19:49
AW: Gott und die Welt
Warum "funktioniert" das mit dem Glauben bei dir nicht?
Zitat von Inaktiver User
Ich finde, das ist eine sehr interessante Aussage.
Bei mir ist das so: ich möchte manches gerne "glauben", aber irgendwie habe ich auch immer im Bewusstsein, dass alles auch ganz sein könnte. Manchmal stelle ich mir vor, dass ich, wenn ich sterbe, mit einem Schlag meine diesbezüglichen Irrtümer erkenne - oder dass ich in manchem richtig "geglaubt" habe.
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Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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16.05.2008, 20:11
AW: Gott und die Welt
Genau.
Zitat von Inaktiver User
Und wie ist es bei Dir? Abgesehen von dem "strukturellen Unterschied" zwischen den beiden Theorien, gibt es da noch irgend etwas, was Du daraus ableitest und was da von Bedeutung für Dich wäre?
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16.05.2008, 20:18Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Gute Frage, Alinaluna!
Weißt du, ich weiß auch, dass es anders sein könnte - nur glaube ich es eben nicht!
Meine Lebenserfahrung ist einfach eine andere. Da muß man nur die Zeitung aufschlagen. Aber mehr berührt einen doch das persönliche. Ein mir sehr nahe stehender Mensch ist unter großen Schmerzen an Krebs gestorben. Er war selber gläubig, und ich kann mich auch gut erinnern, dass der Glaube ihm ein Trost war! Aber alle Gebete, die für ihn gesprochen wurden, konnten ihm nicht die Schmerzen lindern - nicht so, wie es die regelmäßige Morphiumspritze konnte (oder half ihm Gott durch die Spritze????). Ich bin damals an diesem Gott verzweifelt, ich fühlte mich alleine und verlassen. Selbst wenn es da irgendein "göttliches Wesen" gäbe - ich wollte nichts mit ihm zu tun haben. Und wenn ich dann allein dafür in die Hölle käme, obwohl ich sonst ein normales Leben führe? Was für eine Welt, was für ein Himmel, was für eine Hölle....!?
Inzwischen könnte ich mir aber eher noch eine unpersönliche "Weltseele" vorstellen, von der auch ich ein kleiner Anteil bin. Falls ich an schwachen Tagen etwas brauche, was Sinn stiftet....
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16.05.2008, 20:22Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
tessie, ich geb gern zu, dass ich da manchmal etwas pingelig bin - wollte das nur klarstellen!
Ja, für mich macht es einen Unterschied - weil es viele beobachtbare Phänomene erklärt. Guck dir mal die Entwicklungsstadien eines Embryos an - von Vogel, Säugetier und Mensch - nur ein Blinder würde die Ähnlichkeit verleugnen. Mich fasziniert das, und darum leg ich halt auch Wert auf diesen Unterschied.
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16.05.2008, 20:30
AW: Gott und die Welt
Macht ja nichts.
Zitat von Inaktiver User
Das leuchtet mir ein. Aber trotzdem verstehe ich nicht, was das mit der "Verästelungs-Theorie" zu tun haben soll. Die Entwicklungsstadien des Embryos könnte man doch genausogut auch aus einer einfachen Abstammunslinie ableiten, oder übersehe ich da was?
Zitat von Inaktiver User
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16.05.2008, 20:43Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Also, ich versuch es mal von einer anderen Seite: eine Abstammungslinie stellt ein Nacheinander dar: erst die Amöben, dann die Fische, .... dann irgendwann der Mensch. Bei einer Abstammungslinie würde nach meinem Verständnis das Bessere das Gute ablösen, also eine Entwicklungsstufe auf die andere folgen, und der Mensch ist dann die "Krone der Schöpfung".
Es herrscht aber tatsächlich eine bunte Vielfalt in der Welt, auch wenn viele Arten wieder aussterben. Das tatsächliche Geschehen wird durch ein Verästelungsmodell nach meiner Ansicht einfach besser dargestellt.


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