Mir gefällt diese Vorstellung, sogar sehr.Zitat von sfumato
![]()
Antworten
Ergebnis 421 bis 430 von 668
Thema: Gott und die Welt
-
12.05.2008, 00:02
AW: Gott und die Welt
-
12.05.2008, 01:42
AW: Gott und die Welt
Ein Allmächtiger Schöpfergott hätte die Natur bestimmt nicht so eingerichtet, dass ein Tier von andern gefressen wird. So etwas ist nicht ausdruck von Liebe, sondern zeigt die Tendenzen der Evolution: eine möglichst hohe Vermehrungsrate zu erzielen.
-
12.05.2008, 07:06
AW: Gott und die Welt
Eine etwas leichfertige und nicht beweisbare Schlußfolgerung... Tatsache ist, dass wir über diese Zusammenhänge herzlich wenig wissen.
Zitat von Zimtstange
Erstens können wir nicht wissen, ob diese Welt überhaupt existieren könnte, ohne dem derzeitigen Fressen und Gefressen werden in der Natur. Immerhin befindet sich die Natur in einem außergewöhnlichen Gleichgewicht, welches ein praktisch zeitlich unbegrenztes Leben der Tier- und Pflanzenwelt auf der Erde überhaupt erst möglich macht. Diese Gleichgewicht wird nur durch die Existenz der Menschen nachhaltig gestört und bedroht dieses vorher praktisch unbegrenzte Leben der gesamten Tier- und Pflanzenwelt.
Zweitens können wir nicht wirklich wissen, was bei den Tieren auf der psychischen Ebene abläuft, wenn Tiere von anderen Tieren getötet und gefressen werden. Der zuweilen äüßere Anschein von Grausamkeit kann trügen, ohnehin handelt es sich dabei zumeist um sehr kurzzeitige Vorgänge.
Und drittens ist die Schöpfung anfänglich von vornherein auf Sterblichkeit/Vergänglichkeit ausgelegt. Daran würde sich generell auch nichts ändern, wenn die Tiere beispielsweise alle Vegetarier würden (was übrigens laut Jesaja für die Zukunft prophezeit ist).
Der Tod und das Sterben betrifft Tiere wie Menschen gleichermaßen und dieses Sterben bedeutet immer einen dem Willen der Tiere und Menschen entgegengerichteten Prozeß. Kein Mensch und kein Tier will von sich aus alt und gebrechlich werden und schließlich sterben. Aber wie bereits gesagt, die ganze Schöpfung ist auf zukünftige Unvergänglichkeit hin ausgerichtet, die anfängliche Sterblichkeit ist eine notwendige („von Gott verfügte...“) aber vorübergehende Erscheinung.
Wie Apostel Paulus sagte, liegt die gesamte Schöpfung noch in den Geburtswehen. Der Mensch ist davon also keineswegs ausgenommen, selbst wenn er als „Anzahlung auf das neue Leben“ von Gott bereits den heiligen Geist empfangen hat, so Paulus.
-
12.05.2008, 08:05
AW: Gott und die Welt
Wenn es die Evolution erschafft, lautet die Antwort: nein.
Zitat von tessie_10
Hätte es ein allmächtiger und liebender Gott erschaffen, so würde es wohl anders aussehen.
Womöglich ist es für eine Robbe überaus beglückend, von einem Eisbären gefressen zu werden.(!)
Zitat von tessie_10
Völlig falsch: die ersten Lebewesen waren die Bakterien und Bakterien sind unsterblich, denn sie kennen keinen natürlichen Tod, lediglich den Unfalltod durch Überhitzung oder gefressen werden oder anderes. Manche von ihnen können sogar einfrieren oder austrocknen, ohne ihre Lebensfähigkeit zu verlieren. Erst mit den Mehrzellern wurde der Alters-Tod erfunden.Und drittens ist die Schöpfung anfänglich von vornherein auf Sterblichkeit/Vergänglichkeit ausgelegt.
Mit Sicherheit haben Pflanzen kein Bewusstsein, da sie kein Hirn haben. Zweitens vermehren sich Pflanzen häufig dadurch, dass sie sich als Nahrung anbieten.Daran würde sich generell auch nichts ändern, wenn die Tiere beispielsweise alle Vegetarier würden (was übrigens laut Jesaja für die Zukunft prophezeit ist).
Drittens steht nichts biologisch dagegen, dass auch Tiere Photo- oder Thermosysthese betreiben könnten, so ließe sich das Thema komplett umgehen.
Trifft auf mich aber nicht zu! Ich sehe den Tod als etwas schönes an, zumal ich schon mal kurz davor war.Der Tod und das Sterben betrifft Tiere wie Menschen gleichermaßen und dieses Sterben bedeutet immer einen dem Willen der Tiere und Menschen entgegengerichteten Prozeß.
Viele Menschen wollen das sicherlich. Zweitens kannst Du das nicht über Tiere sagen, oder weißt Du worüber sich Wale in ihren Gesängen unterhalten?Kein Mensch und kein Tier will von sich aus alt und gebrechlich werden und schließlich sterben.
Das finde ich einen Unsinn, denn alle Energie im Universum reicht dazu nicht aus.Aber wie bereits gesagt, die ganze Schöpfung ist auf zukünftige Unvergänglichkeit hin ausgerichtet, die anfängliche Sterblichkeit ist eine notwendige („von Gott verfügte...“) aber vorübergehende Erscheinung.
Wieso glaubst Du ausgerechnet einem, der Jesus höchstwahrscheinlich niemals sah und sich nur auf sein eigenes Phantasiebild von Jesus berief?Wie Apostel Paulus sagte, liegt die gesamte Schöpfung noch in den Geburtswehen. Der Mensch ist davon also keineswegs ausgenommen, selbst wenn er als „Anzahlung auf das neue Leben“ von Gott bereits den heiligen Geist empfangen hat, so Paulus.Geändert von Zimtstange (12.05.2008 um 08:10 Uhr)
-
12.05.2008, 08:33
AW: Gott und die Welt
Deine Überheblichkeit und Alleswisserei ist immer wieder beeindruckend, Zimtstange.
Zitat von Zimtstange
Das Sterben ist immer mit Einschränkungen der Lebensqualität verbunden, angefangen bei der Fortbewegungsfähigkeit bis hin zu den Sinneswahrnehmungen. Kein Tier kann das wollen, und ich behaupte mal auch kein Mensch.
Zitat von Zimtstange
Du scheinst da eine der ganz wenigen Ausnahmen zu sein.
-
12.05.2008, 08:59Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Ja, wenn die "Gottesmenschen" das an der Stelle auch sagen könnten, dann fände ich das auch in Ordnung. Können/wollen sie aber nicht: hier beginnt der Glaube. Für mich hat der Abschied von einem persönlichen Schöpfergott bedeutet: die Leerstelle aushalten lernen.zitat von sfumato: Daß an manchen Punkten die Argumente ausgehen finde ich gar nicht schlimm- das kann mir genauso passieren, daß ich sagen muß: "Uff, darauf weiss ich keine schnelle Antwort, darüber muß ich noch mal gründlich nachdenken."
Das klingt interessant. Man muss wohl über diesen religiös fundierten Glauben hinaus gehen, dass "alles zu irgendwas gut " ist, um damit das Gutsein Gottes zu rechtfertigen, weil man sonst sehr schnell bei einem zynischen Gott landet: warum lässt er uns unser Leid nicht wenigstens verstehen? Was bedeutet Erlösung? Etwas, was ich mir im nachhinein zurechterklären kann oder Hilfe in akuter Notlage?Eine andere interessante (aber sehr gewagte) Strategie, dem Theodizeeproblem zu begegnen wäre die folgende:
Alles Böse und Leidvolle ist letztlich gut, wenn auch auf eine Art und Weise, die für das menschliche Herz und den menschlichen Verstand unerfindlich bleiben muss.
Diesen Standpunkt zu begründen halte ich nicht für unmöglich, aber doch für sehr schwierig- auf jeden Fall schwieriger als die Allmächtigkeit preiszugeben.
Es macht nur Sinn, wenn man das Gottesprinzip total entpersonalisiert. Ich kann sehr wohl vor der Komplexität der "Schöpfung" staunen und auch Respekt und Ehrfurcht empfinden, dazu brauche ich keinen Schöpfergott, auf den ich meine Empfindung ausrichten kann.
-
12.05.2008, 11:20
AW: Gott und die Welt
Es hat durchaus Vorteile, seine Empfindung auf etwas Personales ausrichten zu können. Zu einer Gottesgestalt, die in der Mitte des menschlich Fühlbaren und Erlebbaren steht, kann man in eine Beziehung intimer Nähe treten. Diese Art der Ich-Du-Beziehung ist mit einem transzendenten, "ganz Anderen" Gott, der alles Menschliche übersteigt und dazu inkommensurabel ist, nicht möglich- die einzige menschliche Haltung die dem gerecht würde ist die der völligen Ergebenheit und Hingabe. Diese Art der Gottesbeziehung hat auch Vorteile, ist aber einfach anders als die personal-intime Gottesbeziehung.
Zitat von Inaktiver User
Ich habe, wenn man so will, keinen auf das Personale beschränkten Gottesbegriff- vielmehr glaube ich, daß der personale und der apersonale Bezug Annäherungen an eine Gottheit sind, die letztlich weder personal noch apersonal ist.
LG
sfumatoGeändert von sfumato (12.05.2008 um 11:33 Uhr)
None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
-
12.05.2008, 13:20Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
vielen Dank für das Einsicht nehmen dürfen in dein großes Erlebnis, das dich erweckt hat
Zitat von Zimtstange
Geändert von Inaktiver User (12.05.2008 um 13:43 Uhr) Grund: Beitrag wg. Überlänge d. Links geändert
-
12.05.2008, 13:39
AW: Gott und die Welt
Gerne geschehen, Lavendelmond!
Zitat von Inaktiver User
-
12.05.2008, 13:47
AW: Gott und die Welt
Nur weil ich sage, dass ein liebender Gott wohl nicht eine Natur erschaffen würde, in der ein Tier ein anderes auffrisst?
Zitat von tessie_10
Dein Vorwurf trifft mich nicht.
Er zeigt nur dass Dir hier die Argumente ausgehen und Du deswegen auf Angriff übergehst.
Wieso sollte uns das Sterben beschränken?
Zitat von tessie_10
Das Altern beschränkt uns, nicht das Sterben.
Das Sterben, so würde ich sagen, erweitert uns.
Im Altern werden die Sinne und die Kraft schwächer und wir können uns langsam darauf vorbereiten, dass wir den Körper hinter uns lassen werden.
Je weniger wir uns über unseren Körper noch ausdrücken können, desto geringer ist der Verlust, ihn hinter uns zu lassen.
Nein, ich bin da nicht eine Ausnahme, ich gehe auf die 40 zu und da ist das völlig normal.
Die halbe Lebenszeit habe ich nun wohl hinter mir.
Und frage jeden, der schon mal nahe am Sterben war, er/sie wird darüber höchstwahrscheinlichst ähnlich denken, wie ich es tue.


Zitieren