Es kann ja grundsätzlich jeder an das glauben was er/sie möchte. Ob ein Glaube allerdings vermag, auf wirklich schwierige Fragen eine Antwort zu geben, das steht auf einem anderen Blatt.Zitat von tessie_10
Warum ließ Gott Auschwitz zu? Oder noch allgemeiner: wie kann ein guter Gott Böses geschehen lassen? Offensichtlich hat er nicht die Macht, Böses zu verhindern- sonst würde er es tun.
LG
sfumato
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Thema: Gott und die Welt
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11.05.2008, 18:23
AW: Gott und die Welt
None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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11.05.2008, 18:23Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
sfumato,
schön formuliert.... so weit war ich auch schon mal. Und man könnte diesen guten, leidenden Gott eigentlich auch in Jesus erkennen. Aber kaum bist du mal so weit, kommt wieder jemand daher und winkt mit der alttestamentarischen Keule.... kann/darf man an einen christlichen Gott glauben, und die Bibel trotzdem für eine qualitativ hochwertige Märchensammlung halten?
Ich hab mich lange gequält damit, dass ich einen persönlichen, liebevollen Gott in dieser Welt nicht erkennen konnte und war sehr traurig deswegen. Heute denke ich: ein Gott, den ich nicht erkennen kann - der will vielleicht nicht von mir erkannt werden? Vielleicht ist das ein exklusiver Club, der eher noch einem reumütigen wiedergeborenen Christen wie George W. Bush offensteht als einem verlorenen Skeptiker wie mir?
Dann soll es wohl so sein.
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11.05.2008, 18:27Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Das Problem bei solchen Themen ist: wer mit dem Glauben unterwegs ist, fühlt sich den Gesetzen der Logik nicht verpflichtet. Man kommt ganz schnell an den Punkt (wie beim von sfumato angesprochenen Problem der Theodizee), wo die Argumente der "Gottesmenschen" ausgehen. Man glaubt dann halt, was man glauben möchte und macht es irgendwie passend.
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11.05.2008, 18:33
AW: Gott und die Welt
Ich habe doch gesagt, wir machen uns von "Allmächtigkeit" falsche Vorstellungen. Die Welt, die wir jetzt haben, ist nun mal nicht "fertig". Das existierende Leben ist leicht verletzbar und ohnehin noch sterblich. Außerdem gibt es widergöttliche Mächte (Satan).
Zitat von sfumato
Ganz abwegig war deine Überlegung schon nicht mit den beiden Göttern. Nur glaube ich, dass der Schöpfer der Welt zugleich der "Erlösergott" ist.
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11.05.2008, 19:38Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Zitat von Zimtstange
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11.05.2008, 19:53Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Zitat von tessie_10
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Geburt/Tod nichts anderes ist, als ob man in ein Haus geht, sich für die Zeit des Besuches dort aufhält, das Haus dann wieder verläßt, nach "draußen" geht, wieder einen Ruf erhört, ins Haus geht usw.
Es muss etwas sehr wichtiges sein, als Seele mit dem Körper verbunden die physische Realität zu erleben.
Warum sollte man sonst freiwillig dieses paradiesische Leben im Himmel unterbrechen?
Es gibt sicher einen guten Grund dafür.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, "dass Gott uns diesem Prozeß ausliefert"
Ich kann mir viel mehr vorstellen, dass wir es freiwillig tun.
Vielleicht haben wir jetzt schon mehr Anteil an der Herrlichkeit und Unvergänglichkeit Gottes, als uns bewusst ist.
(?)
Je mehr ich über alles erfahre, lerne, nachdenke usw. um so mehr komme ich zu dem Schluß, dass ich eigentlich gar nicht viel wissen muss, dass ich (dass der Mensch an sich) einfach nur sein Leben leben "muss" , mit aller Kraft und Freude und Kreativität, ich aufbringen kann, und dass "der Rest" von allein geschieht, dass Gott schon für alles gesorgt hat.
Was auch immer das beinhaltet.
Diese schlichten Weisheiten und Regeln, die Jesus (und andere Meister) uns ins Bewusstsein brachten... die sind wohl der Schlüssel zum irdischen Leben.
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11.05.2008, 20:04Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Ich pick das hier mal raus:
Glaub ich nicht, Tessie.
Zitat von tessie_10
Was könnte mächtig sein, außer der Göttlichkeit?
"Satan" scheint mir eine menschliche Erfindung zu sein.
Eine Art Sündenbock.
Richtig ist aber, dass es konstruktive und destruktive Kräfte im Universum gibt.
Beides betrachte ich als "Werkzeuge der Schöpfung".
Erschreckend empfinde ich, dass, wenn man Gott ganzheitlich betrachtet, Gott selbst auch "das Böse in die Welt brachte" (ganz dicke Anführungsstriche!)
Also, es MUSS in dieser dualen, physikalischen Welt Gut und Böse geben, Licht und Dunkelheit geben, damit das eine vom anderen bewusst unterschieden werden kann.
Woher soll ich wissen, was weich ist, wenn es nicht auch etwas hartes zum Vergleichen gibt?
Der Mensch hat immer die Wahl, ob er "das Gute" oder "das Böse" zur Anwendung bringt.
Da ist kein Satan, der uns einflüstert, ein Auschwitz zu errichten.
Da sind nur "wir", die schwach, seelisch pervers und böse sein können.
Verantwortung für das eigene Tun und Lassen ist hier das Stichwort,
nicht der alte Gehörnte Schwefelstinker
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11.05.2008, 20:24
AW: Gott und die Welt
Und wenn ich lieber ein Kind wäre, als ein Erwachsener?
Zitat von tessie_10
Und wenn ich lieber eine Frau wäre, als ein Mann?
Und wenn ich lieber ein Sirianer, oder ein Pleyadener wäre als ein Erdenbürger?
Und wenn ich lieber transzendental wäre, als verkörpert?
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11.05.2008, 20:26
AW: Gott und die Welt
Satan sind die Aspekte des Göttlichen, die wir nicht verstehen wollen.
Zitat von tessie_10
Das Göttliche ist Allmacht, wo ist da noch Platz für eine Gegenmacht?
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11.05.2008, 20:39
AW: Gott und die Welt
Lavendelmond das würde hier zu weit führen.
Zitat von Inaktiver User
Ich verweise auf diese Seite (ich bin dort Martin H.)
http://www.forumromanum.de/member/fo...363&threadid=2
das ist der Beitrag vom 03 Okt. 2007 um 22:59 Uhr


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Ich wollte es aber mal erwähnt haben
Dennoch bleibt uns hier im Forum nur der Versuch der verbalen Verständigung über etwas, was über Worte hinausgeht.

