Nein, ich denke absolut nicht, dass man wegen all des Leids auf dieser Welt nun selbst Trübsal blasen muss oder sollte.Zitat von Inaktiver User
Ich meinte auch nicht, dass mehr Geld mehr Glück bedeutet. Der blühende Löwenzahn war ein schönes Beispiel. Aber ich meine, dass wir aus unserer doch recht beschaulichen Sicht auf 'unsere' Welt, in der Menschen nicht verhungern müssen, in denen kein Krieg und keine Verfolgung (mehr) herrscht, nicht selbstgerecht über die Möglichkeiten diskutieren sollten, dass und wie andere Menschen (der von mir vorab genannten Gruppen z.B.) die Chancen auf ihr Glück selbst bestimmen können.
Mit derartigen Gedanken wird der Satz, man könne Gott hinter allem spüren schnell zum reinen Zynismus (was von Dir absolut nicht beabsichtigt und von mir bewusst einbezogen worden war!).
Ich redete von Menschen, deren Schicksal so unermesslich quälend ist (und davon gibt es eben leider sehr sehr viele), dass sie keinen Blick mehr für den Löwenzahn haben, weil sie blicklos und leer eher vegetieren als leben - was Deinem blinden Kollegen trotz seiner Behinderung erspart ist...
Gruß
Bw
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Thema: Gott und die Welt
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29.04.2008, 13:59
AW: Gott und die Welt
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29.04.2008, 14:03
AW: Gott und die Welt
Was Gott kann ist für mich nicht die Frage.
Wichtig ist für mich: was Gott ist.
Und hier würde ich sagen:
Die Melodie in der Musik.
Die Liebe der Verliebten.
Die Harmonie in der Beziehung.
Der Mut im Erkunder.
Die Zuversicht im Menschen.
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29.04.2008, 14:11
AW: Gott und die Welt
Das klingt hübsch, Zimtstange...
All das kann man aber auch ohne Gott erspüren, erleben, erfahren... und es ist eine recht einseitige Sicht auf Leben in dieser Welt. Da bleibt die zweite (und dritte) Seite der Medaille geflissentlich unbeachtet...
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29.04.2008, 14:37
AW: Gott und die Welt
Und in Anlehnung an Deinen Text, Zimtstange
Auch dies sollte dann wohl Gott sein
Der Schrei einer gequälten Seele
Der Hass von Menschen
Die Kriege im Namen einer Religion
Die Angst der Verfolgten
Die Hoffnungslosigkeit in den Augen eines Kindes
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29.04.2008, 15:48
AW: Gott und die Welt
"Z.B. beim Irakkrieg. Wie hättest Du Dir ein Eingreifen Gottes vorgestellt? Die UN, einige Staaten, darunter Deuschland haben NEIN gesagt, es war doch gar nicht so schwer."
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Konkret: Gäbe es Gott, so hätte weder dieser noch ein anderer Krieg stattgefunden.
Der Wille dazu wäre erst gar nicht in den Köpfen entstanden.
Gibt es einen Gott, so ist der der größte Zyniker.
"Natürlich soll er das können, was wir Menschen nicht können, z.B. auf Erden und im Himmel Ordnung halten, aber das kann er auch nicht. Der nichts könnende Gott taugt zu nichts"
...
Absolute Zustimmung. Kann er nichts ist er zwecklos. Kann er nichts, warum sollte ich dann zu ihm aufsehen? Welchen Zweck hätte das?
Kann er nichts, wurde die Erde nicht von ihm erschaffen.
Kann er nichts, gibt es ihn nicht.
Kann er nichts, braucht ihn niemand.,
Wozu also ist Gott gut? Wenn er doch nichts kann..
"Deine Vorstellung von einem "Roborterdasein mit Glücksgen" schreckt mich ganz schön."
...
Habe ich das irgendwo so gesagt? Wohl kaum. Kommt wohl von einer Fehlinterpretation Deinerseits.
Mich schreckt die Vorstellung von Gläubigen an einen Gott, welcher Art auch immer.
An einen Gott, der - ja wozu ist er überhaupt gut?
Ich stelle die Allmacht, die Macht, das Können, die Daseinsberechtigung eines Gottes in Frage. Der nachweislich nichts Gutes, sondern nur Schlechtes erzeugt hat.
Auch von Peperonikuss wieder: Nur Worthülsen. Ausgeschmückt, weichgespült.
Keine Antwort auf die Frage wozu ist Gott nütze, existiert Gott überhaupt.
Gibt es ein Jenseits? Was ist das Jenseits? Wer verwaltet es? Ein Gott der nichts kann wäre ein denkbar schlechter Schlüsselverwalter.
Wenn Gott nichts kann, wozu hat er dann diese Welt erschaffen? Wer hat ihm dabei geholfen? Was trieb ihn um?
Es gibt von Euch keine definitiven und schlüssigen Antworten. Nur Herumgeeiere.
Vielleicht sollten wir lieber die Existenz Satans diskutieren.
Für dessen Existenz liegen Eurer Denkweise nach doch wesentlich mehr Beweise vor.
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29.04.2008, 17:16
AW: Gott und die Welt
Hallo corvus,
"Herumgeeiere" ist es für dich, was ich da geschrieben habe. Damit kann ich leben.
Wir reden auf verschiedenen Ebenen. Du sieht auf die Welt der Fakten, Beweise und Zwecke. Wenn Gott auf dieser Ebene nichts "kann" ist das Thema für dich erledigt.
Beweisen kannst du weder die Existenz noch die Nichtexistenz Gottes.
Warum "schreckt" dich die Vorstellung von Gläubigen? Was genau "schreckt" dich da? Alles, oder nur bestimmte Teile des Glaubens? Oder das ungalubwürdige Verhalten der Anhänger eines Gottes?
Und warum schließt du vom Verhalten der Gläubigen auf Gott? Das ist Sippenhaft. Warum soll Gott verantwortlich sein, wenn Menschen Krieg führen?
Vielleicht "kann" Gott ja doch was? Mal angenommen, er "könnte" Liebe.
Hast du Liebende erlebt, die allmächtig sind? Ich nicht.
Du stellst die Daseinsberichtigung Gottes in Frage? Ok, aber warum kannst du ihn nicht leben lassen, auch dann, wenn er in deinen Augen nichts kann. Es gibt auch in unserer Gesellschaft Mitglieder, die nichts oder nur sehr wenig können und keine "Zwecke" erfüllen. Dürfen die nicht existieren?
Es gibt einen Atheismus, der ist sehr missionarisch und sehr gläubig. Gläubiger als die Gläubigen. Dieser Atheismus meint, Gott bekämpfen zu müssen. "Nachweislich" habe Gott nichts Gutes bewirkt, nur Schlechtes, schreibst du. Womit willst du das "nachweisen"?
Umgekehrt werde ich dir auch nicht nachweisen können (und schon gar nicht wollen), dass Gott nur Gutes bewirkt hat. Das kann ich ebenso wenig wie du nachweisen kann, dass er Schlechtes bewirkt hat.
Dein Atheismus beruht auf einem Denkfehler. Du machst Aussagen über Gott, die du nicht nachweisen kannst. Dennoch meinst du, du könntest sie nachweisen.
Gruß
peperonikussGeändert von peperonikuss (29.04.2008 um 17:19 Uhr)
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29.04.2008, 18:18Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Zitat von peperonikuss
(Das hätte ich mal sagen sollen.
)
Aber auch ein Gläubiger macht mal Aussagen, die er nicht beweisen kann...
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29.04.2008, 18:54Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Zisska,
nur, dummerweise, müssen ja die gottgläubigen gar nix beweisen, weil es geht ja nicht um Fakten!
Hier wurden schon einige Punkte angebracht, von anderen und auch von mir, die einen Menschen an der Idee Gottes zweifeln lassen. Ein gewisses Maß an Vernunft sollte auch im Glauben walten dürfen, sonst können wir auch den Mond anheulen oder Harry Potter als eine Reinkarnation von Jesus feiern - wenn es nur um Glauben geht, hätte das genauso seine Berechtigung, denn gauben kann man alles - das menschliche Gehirn ist ja sehr elastisch....!
Wirklich Frieden hat wohl nur der Agnostiker. Aber um den Preis jeglicher Hoffnung.... Jeder Atheist würde sich doch freuen, wenn er Unrecht hätte!
Ich kann mir einen Gott in der Schönheit der Welt denken (muss ich aber nicht), aber wenn Gott schon nicht allmächtig ist, dann müsste er als Erschaffer doch wenigstens allumfassend sein? Dann wäre Gott alles: Tag und Nacht, weiß und schwarz, Gut und böse = Gott. Das böse ist das gegenteil von Gott, aber doch als Gegenteil von ihm mit ihm verbunden. Das ist eine Idee, die ich noch am ehesten nachvollziehen könnte, aber das ist kein persönlicher Gott, eher eine "Weltseele".
Was mich hier etwas stört ist, dass nicht wirklich konsequent diskutiert wird. Man springt von einem Aspekt zum anderen ... Gott ist dann immer gerade das andere, aber erklärt wird nix.
@peperonikuss: dein Gottesbild finde ich seltsam. Du sprichst von Gott wie von einem Menschen, schlimmer: wie von einem Blatt im Wind. Wie kann dir ein solches Gottesbild Kraft geben? Oder erwartest du das auch nicht? hast du überhaupt Erwartungen an Gott? Er hat ja schliesslich einige an uns......
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29.04.2008, 19:24Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Nein, ich glaube nicht, dass Gott uns mit dem Willen zum Krieg ausgestattet hat. Überlebenswille, Gier, Machtstreben, das ja, aber
Zitat von corvus
Theoretisch wären wir doch in der Lage, Konflikte anders zu lösen, glaube ich zumindest. Einfach einen nichtexistierenden oder existierenden Gott dafür verantwortlich machen, wenn wir Mist bauen ist aber auch zu einfach.
Zitat von Inaktiver User
Corvus, wir müssen nicht glauben, wir können Gott suchen, aber das müssen wir auch nicht, so wenig wie wir Kriege führen müssen.Natürlich soll er das können, was wir Menschen nicht können, z.B. auf Erden und im Himmel Ordnung halten, aber das kann er auch nicht. Der nichts könnende Gott taugt zu nichts"
Wozu also ist Gott gut? Wenn er doch nichts kann..
Gruß dingsda
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29.04.2008, 19:33
AW: Gott und die Welt
""Nachweislich" habe Gott nichts Gutes bewirkt, nur Schlechtes, schreibst du. Womit willst du das "nachweisen"?"
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Mit der Welt wie sie war, mit der Welt wie sie ist.
"Oder das ungalubwürdige Verhalten der Anhänger eines Gottes?"
...
Zum Beispiel.
"Ok, aber warum kannst du ihn nicht leben lassen, auch dann, wenn er in deinen Augen nichts kann. Es gibt auch in unserer Gesellschaft Mitglieder, die nichts oder nur sehr wenig können und keine "Zwecke" erfüllen. Dürfen die nicht existieren?"
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Falscher Vergleich. Gerade Anhänger von Religionen sind versessen darauf, ihre Religion zu verbreiten und haben in der Vergangenheit alles getan, in ihren Augen Minderwertige zu vernichten.
Gott kann leben und wirken. Aber dazu braucht er keine Protagonisten.
"Dein Atheismus beruht auf einem Denkfehler. Du machst Aussagen über Gott, die du nicht nachweisen kannst. Dennoch meinst du, du könntest sie nachweisen."
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So gesehen eignet sich dieses Dein Argument hervorragend, Deinen Glauben als einen Denkfehler zu bezeichnen.
"Dein Atheismus"
...
Das ist Dein größter Denkfehler.


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