Könntest Du dieses Sterben bitte mal biochemisch erläutern?Zitat von tessie_10
Wo genau hakt es, wenn die Göttliche Untersützung fehlt?
Welche Stoffwechselprozesse sind dann nicht mehr möglich?
Und wieso sollte sich das Fehlen Gottes denn überwiegend auf sogenannte belebte Materie auswirken?
Ist Gott denn für die Zellteilung zuständig?
Das wäre meine Frage.
Ich habe eine Antwort, die meinem Glauben bzw meiner Erfahrung entspricht.
Du bist Gott, ich bin Gott und alle Anderen ebenfalls.
Alle Tiere und Pflanzen ist Gott. Sonne, Erde und alles Gestirn ist Gott. Zusammen sind wir nicht Götter sondern Gott.
Gott alleine existiert. Und hinter all dieser Vielfalt steckt diese Einheit. Gott ist Vereinigung und Vereinigung ist das Höchste, das wissen alle Liebespaare. Und die höchste Vereinigung das ist die Transzendenz, welche man auch Sex mit Gott nennen könnte. Dieser Zustand ist dermaßen berauschend, dass er ein Leben lange anhält, hast Du ihn wenigstens einmal erfahren. Eine Expansion in die Unendlichkeit und Dich selbst als die Liebe zu erfahren, die die Grundlage dieses Universums bildet.
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Thema: Gott und die Welt
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29.04.2008, 06:46
AW: Gott und die Welt
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29.04.2008, 07:29
AW: Gott und die Welt
...
Zitat von Zimtstange
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29.04.2008, 08:08
AW: Gott und die Welt
"Wo genau hakt es, wenn die Göttliche Untersützung fehlt?
Am Geist."
...
Tritt hier besonders deutlich zu Tage.
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29.04.2008, 08:14
AW: Gott und die Welt
Ein Gott, der etwas "kann", wäre einer, den wir Menschen uns zurechtbasteln. Natürlich soll er das können, was wir Menschen nicht können, z.B. auf Erden und im Himmel Ordnung halten, aber das kann er auch nicht. Der nichts könnende Gott taugt zu nichts, hat keine Funktion in dieser Welt. Und nur, was einen Zweck erfüllt, ist in unseren Augen wichtig. Zweckloses Dasein, Poesie, Musik, Ästhetik - ist im Grunde entbehrlich für eine Welt, in der alles funktionieren soll/muss.
Zitat von corvus
Das Problem dabei ist, dass wir Menschen Gott genau die "Lücke" zuweisen, die wir freilassen, weil wir mit unserem Latein am Ende sind. Überall da, wo wir Menschen etwas "können", machen wir es auch, und scheren uns einen Deubel um Gott. Diesen Gott lassen wir nur an den Rändern des Lebens zu, der ist was für Kinder und alte Leute und nichts fürs pralle Leben.
Gruß
peperonikuss
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29.04.2008, 08:22
AW: Gott und die Welt
Hallo blickwinkel,
Zitat von Blickwinkel
genau so ist die Bibel entstanden. Blumige Sprache und Effekthascherei gibt es allerdings in der Bibel eher weniger. Da sind andere literarische Werke aus dieser Zeit sehr viel blumiger.
In der Kirche wird zwar immer wieder gesagt, die Bibel sei Gottes Wort. Aber das ist sehr missverständlich. Ich würde vorsichtiger sagen, die Bibel kann Gottes Wort enthalten und zwar dann, wenn dieses "äußere" Wort mit meinem "inneren" Wort zusammenschwingt. Gott redet bestimmt nicht nur durch ein altes Schrift gewordenes Wort, "er" redet auch durch den Geist, durch lebendige Menschen. Es muss einiges zusammenkommen bis ein Wort für mich zum Wort Gottes wird.
Und obendrein gibt es auch Kommunikation "ohne Worte".
Gruß
peperonikuss
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29.04.2008, 09:57
AW: Gott und die Welt
"Blumige" Sprache allein würde das Werk "Bibel" ja auch noch nicht un- oder glaubwürdiger erscheinen lassen...
Zitat von peperonikuss
Effekthascherei sehe ich dagegen in vielen Passagen - beginnend bei der Sintflut im AT bis hin zu den Wundern des NT.
Oh ja, die Kirche äußert sich zuweilen gern (und meinem Empfinden nach ganz bewusst) missverständlich. Deine Interpretation zum Wort Gottes lasse ich widerspruchslos... das kann ich respektieren.
Was mich dagegen immer wieder zu Widerspruch reizt ist z.B. der (verkündete) Allmachtsanspruch Gottes - und genau dieser Anspruch fördert doch dieses (mein) Denken ... Gott lässt zu, dass Kinder verhungern, Kriege (sogar in seinem Namen) geführt werden/wurden, Kirchen sich als politisches Machtinstrument verstehen. Ich hörte noch von keiner Kanzel herunter: Gott kann den Hunger der Welt nicht stoppen, Gott kann die Grausamkeit Einzelner (oder auch nur die der Kirchenväter) nicht stoppen.
Statt dessen krönt die Kirche das Ganze mit der Liebe Gottes, die höher ist als jede Vernunft...
und setzt Furcht vor Hölle und Verdammnis als Druckmittel oben drauf
Statt dessen (und obwohl die meisten Religionen einen Gott als gemeinsamen Nenner haben) erheben viele Religionen Anspruch auf den einzig wahren Glauben - selbst dann, wenn diese Religion einen gemeinsamen Ursprung hat und lediglich Propheten ihre Interpretation durchsetzen konnten und eine Schar von Anhängern sammelten ... und Menschen morden und sterben für diese Religion.
Selbst wenn ich glauben können wollte, ich wüsste nicht, woran ...
Glaube als Krückstock ist vielleicht eine feine Sache ... auf was aber stütze ich diesen Krückstock?
Gruß
Bw
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29.04.2008, 10:16
AW: Gott und die Welt
@peperonikuss
Die Frage von Corvus "was kann Gott überhaupt" hast Du auf das Können können verlegt... (geschieht Corvus ganz recht)
Was könnte uns Ungläubige nachdenklich stimmen, was würde mein Leben mit "Glaube" verändern? (bitte wirf mir nicht meine Kaufmannsseele vor ... die ethischen Grundlagen des Christentums habe ich dank Erziehung und Umwelteinflüssen verinnerlicht... Teile der 10 Gebote beherzige ich ebenfalls)
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29.04.2008, 12:19Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Hallo Corvus,
Zitat von corvus
diese Argumentation habe ich schon öfter von Dir gehört.
Dann stelle ich mir immer einen Gott in Gestalt eines würdigen alten Herrn vor, der ständig überall auftaucht, um Unglück zu verhindern. Der sich dem Nachbarn in den Weg stellt, weil der sich über Zweige in seinem Grundstück ärgert und Tacheles reden will. Der Sonntag Morgen bei Langschläfern auftaucht, um sie in die Kirche zu schicken. Der verhindert, dass z.B. Autos entwickelt werden, weil sie Unfälle verursachen können usw..
Dass wir keinen Schritt und Gedanken selbständig zu Ende bringen können, ständig stoßen wir auf diesen gütigen Gott. Ist das Deine Vorstellung von einem erfüllten Leben?
Nur mal so in Blaue gedacht:
Z.B. beim Irakkrieg. Wie hättest Du Dir ein Eingreifen Gottes vorgestellt? Die UN, einige Staaten, darunter Deuschland haben NEIN gesagt, es war doch gar nicht so schwer.
Inzwischen haben wir, das Volk, die Bundeskanzlerin gewählt und verteidigen Deutschland am Hindukusch. Hätte Gott die Stimmzettel fälschen sollen? Andererseits sind die Mehrheit der Deutschen davon überzeugt, dass der Einsatz in Afghanistan richtig ist.
Irgendwie meistern wir doch alle unser Leben irgendwie. Für unser Glück sind wir auch selber zuständig. Und wenn man möchte, kann man Gott hinter allem spüren.
Deine Vorstellung von einem "Roborterdasein mit Glücksgen" schreckt mich ganz schön.
Das mußte ich mal loswerden.
Gruß dingsda
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29.04.2008, 12:54
AW: Gott und die Welt
Welche Chance auf Glück haben denn die hungernden Kinder, die Verfolgten, die Ärmsten der Armen, die, die nie Krieg wollten aber machtlos sind und die Folgen zu ertragen haben?
Zitat von Inaktiver User
'Und wenn man möchte, kann man Gott hinter allem spüren....'
Der Satz "für unser Glück sind wir auch selber zuständig" klingt dann nach Hohn, klingt nach sattem, selbstzufriedenem Wohlstandsdenken - fern jeder christlichen Denkungsart.
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29.04.2008, 13:38Inaktiver User
AW: Gott und die Welt
Die Chance, dass z.B. Du vorbeikommst und dem hungernden Kind Brot gibst, den Verfolgten beschützt, den Kranken besuchst.
Zitat von Blickwinkel
Das kann für Dich und den Beschenkten Glück bedeuten. Oder Du sagst, da sind andere dafür zuständig, ich habe meine eigene Baustelle, das ist Freiheit.
Glaubst, es würde besser rüberkommen, wenn ich mein ganzes Leben Trübsal blasen würde und mir jede Freude und jedes Glücklichsein verbieten würde. Wenn ich ein schlechtes Gewissen haben müsste, weil ich mich eben über einen Löwenzahn, der auf meiner Terasse blüht, freue.
Zitat von Blickwinkel
Dein Satz läßt durchklingen, dass man mit Geld und Wohlstand glücklich wird. Das glaube ich nicht. Ganz und gar nicht. Allerdings habe ich nicht sooo viel Geld, dass ich das ausprobieren könnte. Es ist aber auch nicht mein Lebensziel.
Es war für mich immer eine erschreckende Vorstellung blind zu sein, bis ein blinder Kollege in unser Team kam. Durch seine Fröhlichkeit, Gelassenheit und Freude am Leben gab er uns Normalsehenden ohne es zu wissen viel davon ab.
So, muss nun weg, bis später
dingsda


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