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  1. Inaktiver User

    AW: Gott und die Welt

    Tja, das ist die alte Frage: will er nicht helfen? Kann er nicht helfen? Müssen die Kinder in Afrika leiden, weil wirr was falsch gemacht haben? Was für ein Gedanke, was für eine Gottesbild....Mir ging es heut durch den Kopf: wie oft muss diese arme gefangene Frau, die von ihrem eigenen Vater im Keller versteckt und missbraucht wurde, zu Gott gerufen haben.... und wie konnte es 24 Jahre dauern..... heißt es dann wieder: Gottes Wege sind unergründlich? Ich finde das zynisch, aber ich hab auch nicht wirklich eine sinnvolle Erklärung. Ausser: dass es eben keinen Gott gibt.

  2. Inaktiver User

    AW: Gott und die Welt

    Wär auch irgendwie ein Allmachtswahn zu meinen, es gäbe da oben irgendeinen Steuermann, der alles im Griff hat. Das ist nicht so, das glauben wir auch nicht.
    Ach. Was ist Gott, wenn er nicht allmächtig ist? Ich dachte immer, es heisst: "Gott, der allmächtige..."

  3. gesperrt

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    AW: Gott und die Welt

    Die Allmacht Gottes heisst nicht, dass Gott mit dem Finger schnippst und dann ist die Welt auf einmal anders.
    Es gibt Prozesse. Gott entwickelt sich, "er" lernt dazu, "er" hat auch nicht immer alles "richtig" gemacht. Ein Gott mit Fehlern sozusagen. Nur weil wir Menschen uns oft ohnmächtig fühlen, brauchen wir Gott noch lange nicht zum Allmächtigen erklären, wenn wir damit meinen, dass Gott alles können soll, was wir Menschen nicht können.
    Diesen Gott hat die Aufklärung mit Recht überwunden.

    Gruß
    peperonikuss

  4. gesperrt

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    AW: Gott und die Welt

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Deshalb gibt es ja "die Vertreibung aus dem Paradies" Geschichte.
    Ehrlich, würde sich etwas ändern wenn es keinen Gott gäbe?
    Klar, es würde sich was ändern. Es gäbe keine Menschen mehr, keine Tiere und keine Pflanzen. Alles würde sterben.

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    AW: Gott und die Welt

    Nun hierüber ein Gespräch mit dem Advaita-Lehrer Om C Parkin, das ich sehr treffend finde. Sorry, dass es etwas länger ist. (Falls die Farben auch bei Euch nicht richtig funktionieren, muss das Brigitte Tram mal danach schauen)

    Fragender: Ich sehne mich nach Frieden, nach meinem inneren Frieden. Und ich habe immer wieder Gedanken und Gefühle des Grolls, der Verbitterung über das Unrecht, und zwar im konkreten über meine gescheiterte Ehe. Ich wünsche mir nichts sehnlicher als meinen inneren Frieden .

    OM: Gut. Willst du die Wahrheit wirklich wissen?

    F: Ich antworte so: Ich wünsche mir den Mut dazu.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Nein, ich meine jetzt. [/COLOR]

    F: Ja.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Auch wenn es unangenehm ist? [/COLOR]

    F: Auch wenn es unangenehm ist.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ich stelle dir eine einfache Frage: Glaubst du, daß dir Unrecht geschehen ist oder daß irgendjemand dir Unrecht getan hat ? [/COLOR]

    F: Ja.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja. Dann möchte ich jetzt mit dieser Frage noch etwas tiefer gehen. Sei einfach hier. Antworte aus diesem Moment heraus. Ohne Zensur. Nächste Frage: Glaubst du, daß Gott dir Unrecht tut? [/COLOR]

    F: Das glaub ich nicht.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Bist du sicher? [/COLOR]

    F: Ich denke, ich bin sicher. Ich...Gott tut mir nicht Unrecht, denn er kann es gar nicht.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Also wenn Gott dir kein Unrecht tut, so gibt es dennoch Unrecht in dieser Welt. Stimmt das? [/COLOR]

    F: Ja, das stimmt.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Gut. Woher kommt dieses Unrecht? [/COLOR]

    F: Wenn das Unrecht in meiner Welt ist, dann kommt es aus mir.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Das ist eine Antwort, die nicht aus diesem Moment stammt. Das ist eine Antwort, die du dir zurechtgelegt hast, eine intellektuelle Antwort, eine Antwort, die du nicht fühlst. Und diese Antworten sind wertlos, sinnlos, fruchtlos. Solche Antworten beenden jeden Dialog sofort. [/COLOR]

    F: Ich bitte dich, mir die Frage noch einmal zu stellen.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ich stelle dir die Frage in diesem Moment, und auch die Antwort ist in diesem Moment: Woher glaubst du, in der Tiefe deines Geistes, stammt dieses Unrecht, das deine innere Welt ausfüllt? [/COLOR]

    F: Ich glaube, es kommt von außen her. Von zum Beispiel meiner Ex-Frau und von anderen Personen.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja. Es kommt von außen her; es ist in dieser Welt, das Unrecht. So, und jetzt bitte ich, deine Scheuklappen einmal abzunehmen, und ich frage dich noch einmal: Glaubst du, in der Tiefe deines Geistes - wenn es Unrecht in dieser Welt gibt, daß Gott Unrecht tut? Frag mal den Groll, der weiß das. [/COLOR]

    F: Der Groll sagt: Ja, er tut dir Unrecht. Gott tut dir Unrecht.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja. Und wenn ich mir vorstelle, daß es einen bösen Gott gibt, dann ist die Welt böse, und dann kämpfe ich einen einsamen Kampf auf verlorenem Posten. Und diesen Kampf nenne ich: Mein Leben. Stimmt's? [/COLOR]

    F: Ja, das kenne ich.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Und je länger ich kämpfe, desto mehr Groll und Bitterkeit stauen sich in mir an; und desto mehr Groll und Bitterkeit sich in mir anstauen, desto mehr kämpfe ich meinen verbissenen Kampf gegen das Unrecht dieser Welt. Das ist deine Welt. [/COLOR]

    F: Das ist meine Welt, richtig.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja. Aber ist das die Wahrheit? Wo wäre ich, wenn ich jede Welt eines jeden Menschen - und wie kommt es überhaupt, daß jeder Mensch eine andere Welt hat - wo wäre ich, wenn ich jede dieser Welten als die Wahrheit annehmen würde? Aber siehst du, wie diese Welt in dir wirkt? Spürst du, welche Macht sie hat? [/COLOR]

    F: Ja.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja, es ist die Macht der Realität. Sie hat Realität in dir. Es ist die Realität. Es ist die Wahrheit. Ein Unrecht schaffender, Unrecht sprechender Gott, der straft, der die Menschen ins Unrecht setzt, das ist dein Gott. Geschaffen in deinem Geist, von deinem Geist, in deiner Welt. In deiner Illusion von Realität. Diese Illusion wird aufrechterhalten, solange wir nicht in die Tiefe dessen vorstoßen, wo das trübe Wasser ist, in diesem inneren Sumpf. Wo keiner mehr ganz genau wissen will, was da überhaupt ist. Und in diesem trüben Sumpf lebt die Realität. Darin lebst du! In diesem Moment, in dieser Begegnung mit dir selbst: Wo ist dieser Unrecht treibende Gott? Schau genau hin. [/COLOR]

    F: Er ist immer dann da, wenn ich dran denke, wenn ich sozusagen den Groll mobilisiere, wenn ich durch meine Gedanken den Groll herhole.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: (lacht) Ich verstehe. Er ist also immer dann da, wenn du ihn mobilisierst. Er ist immer dann da, wenn du an ihn denkst. Und wo ist er, wenn du nicht an ihn denkst? [/COLOR]

    F: Ich hab so das Gefühl, er läßt mich dann in Ruhe.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Nein, stop. Das ist jetzt eine Interpretation. Wo ist er, wenn du nicht an ihn denkst? [/COLOR]

    F: Ja, er ist für mich nicht da.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja. Das ist eine einfache Antwort. Wenn du an ihn denkst, ist er da, und wenn du nicht an ihn denkst, ist er nicht da. Daraus könnte man den Schluß ziehen, daß dieser Gott, der dich ins Unrecht setzt, nicht jemand ist, an den du denken kannst oder nicht denken kannst, sondern daß dieser Gott der Gedanke selbst ist...Hörst du das? [/COLOR]

    F: Ich höre es.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Was genau hörst du? [/COLOR]

    F: Ich höre, daß ich mir mit meinen Gedanken meinen Gott erschaffe.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ich sage nicht, daß es deine Gedanken sind. Ich sage nur, daß es Gedanken sind; ob es deine sind oder wessen es sind, darüber haben wir noch nicht gesprochen. Es ist einfach nur ein Gedanke. Ist der Unrecht schaffende Gott ein Gedanke? [/COLOR]

    F: Ja, der Unrecht schaffende Gott ist ein Gedanke in mir, ich spür ihn in mir.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja, in dir. Und solange du daran glaubst, daß dieser Gedanke wahr ist, hat er Macht. Aber was ist ein Gott, der nur ein Gedanke ist? [/COLOR]

    F: Es ist kein Gott.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Es ist kein Gott. Es ist gar kein Gott. du hast es Gott genannt. du hast ihm eine göttliche Macht gegeben. durch deinen Glauben, durch deine Ungenauigkeit, deine Unklarheit, deine Nichtbereitschaft, genau hinzuschauen. Aber jetzt siehst du sehr klar. Ein Gott, der ein Gedanke ist, kann kein Gott sein. Es kann nicht Gott selbst sein. Denn das, was Gott ist, kann nur das sein, was immer ist. Was immer war und was immer sein wird. Wenn also dieser Gott, der kein Gott ist, dieser Gedanke des Unrecht schaffenden Gottes, nicht mobilisiert wird, wie du sagst, wenn er von dir einfach nur gesehen, aufsteigend gesehen wird, und wenn deine Aufmerksamkeit einfach da bleibt, wo sie immer ist: Still, in sich selbst. Dann ist dieser Gedanke lächerlich. Er verfällt in nichts. Und was bleibt? Was bleibt, wenn dieser Gedanke in nichts zurückgefallen ist ? [/COLOR]

    F: Es bleibt nichts.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja. In dieses Nichts, was auch immer es ist: Laß dich hineinfallen. Du kannst nicht sagen, daß du nicht bist in diesem Nichts. Du bist, stimmt's? [/COLOR]

    F: Ja.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Auch wenn du dich immer wieder abkehren solltest, kehre dorthin zurück. Viel mehr, als daß du bist, kann über dich in Wahrheit nicht ausgesagt werden. Und viel mehr, als daß sie ist, kann über die Wahrheit nicht ausgesagt werden. Welche Erleichterung, wenn sich dieses Mißverständnis eines Unrecht schaffenden Gottes auflöst, der gar kein Gott war. Wir glauben alle an Götter. Wir glauben, wir hätten den Aberglauben überwunden, aber wir täuschen uns. Wir alle beten Götzen an, die wir für Götter halten. Und der letzte Gott, an den wir glauben, ist der Verstand selbst. Und diese Götter haben die Macht, uns in diesem Leiden, in dem wir uns aufhalten, zu belassen. Aber ein Gott, der kein Gott ist... Was willst du noch von einem Gott, der kein Gott ist? Was willst du dich beschäftigen mit Göttern, die keine sind? Dich aufhalten mit Göttern, die keine sind? Dich vergnügen mit Göttern, die keine sind? Dich herumschlagen, quälen, grollen mit Göttern, die keine sind? Was für eine Verschwendung von Zeit und Kraft und Freude das ist. [/COLOR]

    F: Was Hier ist, ist. Doch merke ich: Der Abschied fällt schwer. Es macht mich traurig.

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja. Jetzt spielt der Geist seine Macht aus. Das ist die Kraft, die keine Veränderung will. Du brauchst dich hier nur umschauen, du siehst sie überall. Ja, es ist gut, wenn du den Schmerz darüber spürst, was es heißt, etwas aufzugeben. Das ist der Tod. Es ist das Sterben. Es hat auch einen schmerzlichen Aspekt, Abschied zu nehmen. Ist es nicht absurd, daß es schmerzlich ist, vom Leiden Abschied zu nehmen? Schmerzlich, von falschen Göttern Abschied zu nehmen, die mir geworden sind wie Freunde, die mich solange begleitet haben? Ja, es ist komisch und es ist schmerzlich zugleich. Jedes wirklich zugelassene Sterben ist auch schmerzlich. Es fällt schwer, etwas aufzugeben, daß dir zur Gewohnheit, zur inneren Wohnung geworden ist. Es fällt schwer, etwas aufzugeben, was du in diesem Moment erkennen mußt als deine falsche Wohnung, dein falsches Zuhause. Menschen leben in einem falschen Zuhause. Sie haben es angenommen als ihre innere Wohnung; sie leben darin. Sie haben sich eingerichtet, sie fühlen sich wohl. Aber nicht wirklich. Nicht wirklich. Und irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, wo sie sich ernst genug nehmen, um sich die Wahrheit darüber zu sagen, daß sie eigentlich in einem Sumpf wohnen, einem trüben Wasserloch, in dem der Blick auf den Urgrund verlorengegangen ist, und die Klarheit, auf diesen Grund zu sehen. Für einen Menschen, der sehr lange trübsichtig war, kann es einen ersten Moment von Schock geben; als wenn er plötzlich eine Brille aufsetzt und alles in seiner Schärfe sieht. Es ist eine Art Nacktheit, Nicht-mehr-vorbeisehen-Können, Nicht-mehr-die-Konturen-verschwimmen-lassen-Können, Alles-so-sehen-Müssen, wie es ist. In der Klarheit der Konturen dieser inneren Welt, die nicht Gott ist. Wir glauben an den falschen Gott. (Stille) Wie geht es dir jetzt ? [/COLOR]

    F: Danke. Ich bin im Moment innerlich ganz froh. Ich weiß nicht, worüber ich mich freue, aber ich...

    [COLOR=„DarkGreen“] OM: Ja. Es ist gut, das jetzt nicht zu wissen. Ich bin jedenfalls leichter. Viel, viel leichter. Weißt du, es ist nicht notwendig, einen Grund zu haben, sich zu freuen. Es ist einfach ein Moment, in dem die innere Welt versinkt, und du erkennst, daß da nur DAS ist, und sonst nichts. [/COLOR]
    Geändert von Zimtstange (28.04.2008 um 23:15 Uhr)

  6. gesperrt

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    AW: Gott und die Welt

    Zitat Zitat von peperonikuss
    Die Allmacht Gottes heisst nicht, dass Gott mit dem Finger schnippst und dann ist die Welt auf einmal anders.
    Es gibt Prozesse.
    Genau. Er hat auch nicht mit dem Finger geschnipst, und plötzlich war das Universum da. Dafür hat er immerhin ein paar Milliarden Jahre benötigt. Heißt das jetzt, nur weil er so lange dafür gebraucht hat, ist er nicht allmächtig? Etwas vermessen, so was zu behaupten, oder?

  7. Inaktiver User

    AW: Gott und die Welt

    Zitat Zitat von tessie_10
    Klar, es würde sich was ändern. Es gäbe keine Menschen mehr, keine Tiere und keine Pflanzen. Alles würde sterben.
    Sagst du.

  8. gesperrt

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    AW: Gott und die Welt

    Was kann er überhaupt peperonikuss?

    Wenn es ihm schon nicht gelingt, hier auf der Erde für Ordnung zu sorgen - wofür er immerhin lange genug Zeit hatte - wie will er dann im Himmel für Ordnung sorgen?

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    AW: Gott und die Welt

    Solange man an einen Gott als Person glaubt, würde sich nichts ändern.
    Gott als die Totalität ist alles was ist, also wäre ohne Gott nichts, denn die Totätität würde nicht bestehen.

  10. gesperrt

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    AW: Gott und die Welt

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Sagst du.
    Und die Bibel.

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