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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    @sternchen

    Ich habe mindestens 20 Jahre meines Lebens kein geschaechtetes
    Fleisch gegessen,und sicher auch noch so manche andere Sachen
    die nicht helal hergestellt wurden.
    Ich kann damit leben.
    Diese Religion bedeutet viel mehr als Form.
    Aber interessanterweise achten die meisten extrem auf die Form.

    Es gibt übrigens eine nette Ausrede wenn andere einem etwas
    aufdraengen wollen..."ich bin dagegen allergisch".
    Ich denke auch,dass man nicht jedem seine Ansicht ins Auge
    drücken muss.Wenn zu erwarten ist dass kein Verstaendniss
    vorhanden ist kann man darauf getrost verzichten denke ich.

    LG

    Seven
    Ich bin ein Capulcu

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Hallo,

    ich bin vor ca. einem jahr zum islam konvertiert. wie die meissten frauen hier kam ich über meinen muslimischen mann zu der religion.

    ich habe mich auch eine weile davor mit der religion beschäftigt ehe ich konvertierte, und ich hatte das gefühl, diese religion würde mich noch näher an gott bringen, oder besser gesagt, ich hatte schon immer eine grosse dankbarkeit gott gegenüber empfunden. ich wollte ihm was zurückgeben und wusste aber nicht, wie ich das in meiner religion tun konnte ( ich war katholikin), oder die wege die es in dieser religion gab, reichten mir nicht.

    ich hatte einfach ein gutes gefühl, und konnte mich besonders mit dem esoterischen teil ( der sich nicht gross von den restlichen religionen differenziert) der religion identifizieren.
    grosse probleme hatte ich jedoch mit der exoterik, z.B. mit der polygamie oder verschiedenen aspekten der sharia.

    doch mir wurde immer versichert, dass dies die religion nicht wirklich ausmache, und solange ich die 5 säulen des islam beachte, würde das reichen.

    also konvertierte ich, allerdings nicht nur aus reiner überzeugung, sondern auch aus liebe zu meinem mann.
    ich glaube, keine konvertierte frau kann abstreiten, dass sie nicht mindestsens aus einem kleinen teil heraus ihrem mann zuliebe konvertiert ist, da die religion einen haupteil des lebens des mannes ausmacht, und somit immer wie ein stück "restwand" zwischen einem liegen würde.

    nun bin ich ca. ein jahr muslima und fühle mich total verloren. in mir sträubt sich alles, ich bete nur wenn mein mann da ist und ich fühl mich so entfernt von gott wie noch nie in meinem leben.
    ich habe so viele fragen und die antworten meiner glaubensbrüder/schwestern befriedigen mich nicht.

    ich habe das gefühl, diese religion niemals korrekt ausführen zu können und weiss einfach nicht mehr weiter.

    grüsse jana

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Hallo Jana,

    welche Fragen beschaeftigen Dich am meisten?

    >>ich habe das gefühl, diese religion niemals korrekt ausführen zu können und weiss einfach nicht mehr weiter.<<

    Du musst nicht alles korrekt machen.So gut Du es kannst.
    Deine gute Absicht ist sehr wichtig.Nicht die Perfektion.
    Wer ist schon perfekt.

    LG

    Seven
    Ich bin ein Capulcu

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Liebe Jana,

    Es tut mir leid, dass du dich nach der Konversion zum Islam total verloren fühlst.

    Es ist sicher schwierig, eine Religion zu verstehen, die in einem ganz anderen Kulturkreis entstanden ist. Meiner Meinung nach ist es leichter, sich in der Religion "zu Hause" zu fühlen, in der man aufgewachsen ist. Ganz einfach, weil alles vertrauter ist.

    Jede Religion bietet einen Weg zu Gott. Fast alle behaupten, ihr Weg sei der einzige. Das halte ich für falsch.

    Du musst entscheiden, welcher Weg für dich der richtige ist.
    Manche finden einen Weg zu Gott auch ohne Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion.
    Ich selbst brauche keinen Gott, um zufrieden zu sein.
    Das muss jeder selbst entscheiden.

    Wie seven schon sagte, niemand ist perfekt, und das verlangt auch niemand von dir.
    Auch innerhalb des Islam gibt es verschiedene Ansichten, was nun wirklich "korrekt" ist.

    Dein Mann will bestimmt, dass du dich wohl fühlst - egal mit welcher Religion.

    Alles Liebe!

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Für mich gehen hier in diesem Thread die Begriffe (oder sagen wir besser, meine Definitionen) von Religion und Kultur und Lebensweise durcheinander. Religion ist für mich zum einen ein Bekenntnis zu Gott, zum anderen aber auch zu meiner Kultur, zu meinen Wurzeln. Ich kann mich als Rheinländerin nur zum Gott der Katholiken bekenn, das ist der Gott meiner Wurzeln, meine Kultur. Wenn ich in Delhi geboren wäre, wäre ich sicher heute Hindu und in einem arabischen Land wäre ich sicher Muslima.
    Ich habe mich auch ein paar Jahre komplett von Gott abgewandt, bin auch ausgetreten (und später wieder eingetreten).

    Aber ich tue mich unheimlich schwer mit der Vorstellung, mich von dem Gott der Katholiken abzuwenden und mich einem anderen (?) Gott zuzuwenden. Das, was ihr schreibt, hat für mich mehr mit Kultur und Lebensweise zu tun.
    Aber ich kann doch auch als Katholikin auf Alkohol und Schweinefleisch verzichten und ich kann auch eine strengere Ordnung in mein Leben bringen, wenn ich das Bedürfnis dazu verspüre. Dazu brauche ich keinen Gott, der mir das aufträgt.

    Ich habe weniger mit Leuten zu tun, die zum Islam konvertiert sind, aber ich kenne etliche, die zum Buddhismus übergetreten sind - da stellt sich mir diese Frage auch, ich habe immer das Gefühl, die wollen sich eine Spiritualität quasi mit der Eintrittskarte zur neuen Religion erwerben, dabei kann es "echte" Spiritualität nur in der Auseinandersetzung mit sich und seinen Wurzeln und dem Leben als Ganzen geben, ein Wechsel der Religion erscheint mir da ein wenig wie eine "Abkürzung", die vielleicht doch nicht zum Ziel führt (?)
    Ich will mit diesen Worten keinem zu nahe treten!!! Das sind nur meine Gedanken, wenn ich euren Austausch hier so lese.
    Mir fehlt da die Abgrenzung zwischen "Glaubensbekenntnis" einerseits und "Lebensstil" andererseits.

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
    Kottan: "Doch, i liag manchmal"
    ______________________________________

    Profilbild © Analuisa

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von Kappuziner Beitrag anzeigen
    , dabei kann es "echte" Spiritualität nur in der Auseinandersetzung mit sich und seinen Wurzeln und dem Leben als Ganzen geben, ein Wechsel der Religion erscheint mir da ein wenig wie eine "Abkürzung", die vielleicht doch nicht zum Ziel führt (?)
    Das finde ich so wunderschön und treffend.
    Für mich ist dieser Satz der Schlüssel überhaupt zum Leben.
    Gruß dingsda

    Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
    Der bedeutendste Mensch ist immer der, der Dir gegenübersteht.

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von Kappuziner Beitrag anzeigen
    Für mich gehen hier in diesem Thread die Begriffe (oder sagen wir besser, meine Definitionen) von Religion und Kultur und Lebensweise durcheinander. Religion ist für mich zum einen ein Bekenntnis zu Gott, zum anderen aber auch zu meiner Kultur, zu meinen Wurzeln. Ich kann mich als Rheinländerin nur zum Gott der Katholiken bekenn, das ist der Gott meiner Wurzeln, meine Kultur. Wenn ich in Delhi geboren wäre, wäre ich sicher heute Hindu und in einem arabischen Land wäre ich sicher Muslima.
    Ich habe mich auch ein paar Jahre komplett von Gott abgewandt, bin auch ausgetreten (und später wieder eingetreten).

    Aber ich tue mich unheimlich schwer mit der Vorstellung, mich von dem Gott der Katholiken abzuwenden und mich einem anderen (?) Gott zuzuwenden. Das, was ihr schreibt, hat für mich mehr mit Kultur und Lebensweise zu tun.
    Aber ich kann doch auch als Katholikin auf Alkohol und Schweinefleisch verzichten und ich kann auch eine strengere Ordnung in mein Leben bringen, wenn ich das Bedürfnis dazu verspüre. Dazu brauche ich keinen Gott, der mir das aufträgt.

    Ich habe weniger mit Leuten zu tun, die zum Islam konvertiert sind, aber ich kenne etliche, die zum Buddhismus übergetreten sind - da stellt sich mir diese Frage auch, ich habe immer das Gefühl, die wollen sich eine Spiritualität quasi mit der Eintrittskarte zur neuen Religion erwerben, dabei kann es "echte" Spiritualität nur in der Auseinandersetzung mit sich und seinen Wurzeln und dem Leben als Ganzen geben, ein Wechsel der Religion erscheint mir da ein wenig wie eine "Abkürzung", die vielleicht doch nicht zum Ziel führt (?)
    Ich will mit diesen Worten keinem zu nahe treten!!! Das sind nur meine Gedanken, wenn ich euren Austausch hier so lese.
    Mir fehlt da die Abgrenzung zwischen "Glaubensbekenntnis" einerseits und "Lebensstil" andererseits.
    Ich persönlich bin in D aufgewachesen,umgeben von sehr vielen
    Katholiken und Protestanten.
    Noch dazu musste ich eine zeit lang am Reli-Unterricht teilnehmen.
    Als Moslem.
    Trotzdem fühle ich mich seit jeher zum Islam hingezogen.Zuhause
    war es bei uns a-religiös.
    Also deswegen stimmt diese Kultur-Sache vermutlich wenn dann
    nur bedingt.

    Seven
    Ich bin ein Capulcu

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Hallo Seven,

    fühlst Du Dich als jemand, der "abstrakt" in einer christlichen Umgebung "anders" gefühlt hat, und der deswegen Moslem wurde? Oder bist Du in einer moslemischen Umgebung in D aufgewachsen? Unabhängig von den Eltern (?) Das würde mich wirklich interessieren.
    Viele Grüße
    Kappuziner

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wobei wir da genauer definieren sollten, was beten ist.

    Muß ich zum Beten hinknien, die Hände falten etc.?

    Ich weiß nicht ob es Gott gibt, ob es überhaupt eine über uns stehende "Macht" gibt, keine Ahnung. Aber es kommt vor, dass ich im Gedanken so eine Art Zwiegespräch halte mit dem was ich unter Gott verstehe. Einfach nur so, weil ich traurig bin, weil ich glücklich bin, egal aus welchem Grund. Dazu muß ich mich nicht hinknien, nicht in die Kirche gehen, nicht die Hände falten.

    Fasten ist ja auch bei den Katholiken Brauch - erst jetzt wieder kurz vor Ostern. Ich persönlich finde das Fasten zu Ramadan eher gefährlich, weil den ganzen Tag nichts zu trinken einfach für unseren Körper nicht gut ist. Aber natürlich würde ich das nie schlecht reden, wenn jemand das machen möchte, ist er erwachsen genug, dass für sich abzuschätzen.

    Sich damit identifizieren - DAS ist glaube ich der Punkt. Deswegen fällt es vielen sicher so schwer sich überhaupt einer Religion zuzuordnen.

    Mit was identifiziere ich mich denn als Christ? Mit Geboten und Vorschriften aus einem Buch, dass zu einer Zeit geschrieben wurde, als Menschen noch glaubten die Erde ist eine Scheibe. Alte Ansichten - nicht anders im Koran, obwohl diese Religion viel jünger ist als das Christentum.

    Eine Frage habe ich aber noch: Viele Moslems - wohl auch eher die Islamisten, behaupten von uns (den Christen) wir wären Ungläubige. Obwohl wir den gleichen Gott anbeten. Wie siehst du das?

    Dharma
    Selbstverständlich braucht man nicht in eine Kirche zu gehen, wenn man mit Gott reden will. Er umgibt uns und sieht uns. Wir sind vor ihm wie ein aufgeschlagenes Buch.

    Der Gott der Bibel ist ein Gott der Liebe. Er hat seinen Sohn Jesus für uns gegeben, damit alle, die an den Sohn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben .

    Das ist seine Liebe.
    Nun gilt, daß alle, die an den Sohn Gottes, Jesus, glauben, und ihn in ihr Leben aufnehmen, Gottes Kinder werden.
    In Jesus ist das Leben, so daß wer sein Eigentum ist, das Leben hat. Wer Jesus nicht hat, der hat das Leben nicht.

    So einfach ist das.
    Doch statt Jesus in ihr Leben aufzunehmen, befolgen die Menschen lieber viele Gebote und Riten, die sie doch alle nicht retten können.

    Der einzige, der uns Menschen helfen kann aus unserer Sündennot, das ist der Heiland Jesus Christus, der unsere Sünden auf sich nahm und an unserer Stelle am Kreuz gestorben ist, der auch auferstanden ist von den Toten und nun zur Rechten Gottes, des Vaters sitzt.
    Bald wird er wiederkommen zum Gericht.

    Alle, die Jesus nicht als ihren Herrn und Heiland angenommen haben, unterliegen dem Zorn Gottes und werden ihr Urteil empfangen.

    Und wie sieht das mit dem islamistischen Terror aus? Wie sieht das mit den Hasstiraden der ach so friedlichen Moslems aus, wenn es mal wieder irgendwelche Karikaturen des Propheten gibt?

    Wo wird denn von den Moslems gegen die Terroraktionen demonstriert, wo wird von den Moslems gegen die islamistischen Terroristen gekämpft?

    Suche Jesus und sein Licht; alles andere hilft dir nicht.

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von Kappuziner Beitrag anzeigen
    Hallo Seven,

    fühlst Du Dich als jemand, der "abstrakt" in einer christlichen Umgebung "anders" gefühlt hat, und der deswegen Moslem wurde? Oder bist Du in einer moslemischen Umgebung in D aufgewachsen? Unabhängig von den Eltern (?) Das würde mich wirklich interessieren.
    Viele Grüße
    Kappuziner

    Hallo Kappuziner,

    weder noch.

    Kulturell war ich in dieser "christlichen"Umgebung integriert.Die Tatsache dass ich Moslem war spielte in meinem Leben eigentlich
    keine Rolle.Wie gesagt,stamme ich aus einem a-religiösem Elteren-
    haus.Meine Umgebung waren in erster Linie Deutsche.
    Die Türken damals in meiner Umgebung waren bei weitem nicht
    auf dem religiösen Tripp wie sie es jetzt seit einigen Jahren sind.
    War es überhaupt eine recht a-religiöse Zeit damals.?

    Gr

    Seven
    Ich bin ein Capulcu

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