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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    Erstens dürfen auch Männer keine Ungläubigen heiraten. Sie müssen Schriftbesitzer heiraten, d.h. im Allgemeinen Christinnen und Jüdinnen. Außerdem sollen Frauen wie Männer bei der Partnerwahl zuerst auf den Glauben der Person schauen. Nix also mit Ungläubigen.
    Zweitens habe ich mich das durchaus schon gefragt und auch die Antwort darauf gefunden: Es lag an der patriachalischen Gesellschaft, dass es diese Sunna gibt. Ist doch logisch, wenn die Frau in die Familie des Mannes integriert wird, kann sie ihre Religion nur schlecht oder gar nicht ausleben.
    Drittens ist es wie gesagt nur Sunna oder besser gesagt ein Hadith, im Koran findest du nur, dass bei Geschlechter nur Schriftbesitzer heiraten sollen. Die Gesellschaft ist nicht mehr die aus dem siebten Jahrhundert. Diese beiden Faktoren ergeben für mich, dass auch Frauen Christen und Juden heiraten dürfen.

    Damit hast du absolut recht, Ungläubige waren zu Zeiten Mohammeds die Anhänger der damals noch verbreitet vorkommenden Naturreligionen, alle, die damals auch schon monoteistisch glaubten, waren keine Ungläubigen.

    Das Problem ist, dass das die wenigsten Moslems heute wissen und entsprechend von den Anstiftern gesagt bekommen, dass alle Ungläubige seien.

    Wenn man den Koran gelesen hat, @ itam, dann sollte man solche Feinheiten auch kennen.

    Es steht z.B. auch im Koran, dass alle Menschen sich bedecken sollen, dies gilt also auch für Männer, wie es praktiziert iwrd, ist wieder etwas anderen.

    Den Koran heranzuziehen und durch ihn per se alle zu verurteilen kann auch nach hinten los gehen, denn vieles, was praktiziert wird ist eigentlich nicht Korankonform.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
    Cuba oder Kuba

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von hominis Beitrag anzeigen
    (...)Drittens ist es wie gesagt nur Sunna oder besser gesagt ein Hadith, im Koran findest du nur, dass bei Geschlechter nur Schriftbesitzer heiraten sollen. Die Gesellschaft ist nicht mehr die aus dem siebten Jahrhundert. Diese beiden Faktoren ergeben für mich, dass auch Frauen Christen und Juden heiraten dürfen.
    Wenn das so ist, dann wäre es schön wenn Du genau das denen hier...

    Zitat Zitat von meta1 Beitrag anzeigen
    Damit hast du absolut recht, Ungläubige waren zu Zeiten Mohammeds die Anhänger der damals noch verbreitet vorkommenden Naturreligionen, alle, die damals auch schon monoteistisch glaubten, waren keine Ungläubigen.

    Das Problem ist, dass das die wenigsten Moslems...
    und - ganz wichtig - denen hier...
    .... heute wissen und entsprechend von den Anstiftern gesagt bekommen, dass alle Ungläubige seien.
    einmal erklären würdest?

    Wenn alle, die den Islam und den Koran richtig verstehen (so wie Du und meta1 ihr das für euch in Anspruch nehmt), sich mit denen auseinandersetzen (und das nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten, sprich, mit gutem Beispiel voranzugehen und die eigene Tochter z.B, einen Juden oder Christen heiraten zu lassen, um bei diesem Beispiel zu bleiben) würden, die ihn nicht richtig verstehen , vielleicht könnte sich dann das Wahre, Schöne und Gute am Islam durchsetzen, sodass dieser nicht von Fundamentalisten vereinnahmt wird?

    Das meine ich sehr ernst!


    PS:
    Wenn es "die wenigsten Muslime" sind - lt. meta1 - die anscheinend über die wahre Natur des Korans tatsächlich im Bilde sind, dann ist sehr viel Aufklärungs_Arbeit durch Muslime und unter Muslimen angesagt.
    Geändert von bruennette_2 (10.08.2012 um 10:30 Uhr)

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    Wenn das so ist, dann wäre es schön wenn Du genau das denen hier...



    und - ganz wichtig - denen hier...


    einmal erklären würdest?

    Wenn alle, die den Islam und den Koran richtig verstehen (so wie Du und meta1 ihr das für euch in Anspruch nehmt), sich mit denen auseinandersetzen (und das nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten, sprich, mit gutem Beispiel voranzugehen und die eigene Tochter z.B, einen Juden oder Christen heiraten zu lassen, um bei diesem Beispiel zu bleiben) würden, die ihn nicht richtig verstehen , vielleicht könnte sich dann das Wahre, Schöne und Gute am Islam durchsetzen, sodass dieser nicht von Fundamentalisten vereinnahmt wird?

    Das meine ich sehr ernst!


    PS:
    Wenn es "die wenigsten Muslime" sind - lt. meta1 - die anscheinend über die wahre Natur des Korans tatsächlich im Bilde sind, dann ist sehr viel Aufklärungs_Arbeit durch Muslime und unter Muslimen angesagt.


    ich nehme für mich keineswegs in Anspruch den Islam un dden Koran richtig zu verstehen.

    ich schrieb, dass wer den Koran gelesen hat...

    Ich bin keineswegs zum Islam konvertiert, meine Töchter können heiraten wen sie wollen, auch wenn sie einen islamischen Vater haben.

    und wennn ich schreibe: die "wenigsten Moslems", dann muss man das auch so lesen.
    ich habe leider nicht die zeit und das Geld, um in arme Länder zu fahren und dort den Kindern lesen und schreiben bei zu bringen, leider.
    Wer sich selbst bilden kann, der kann sich auch selbst eine Meinung bilden, leider ist dies in ganz vielen moslemisch geprägften Ländern nicht so, viele Menschen, die weder lesen noch schrieben können, die einfach naplappern, was ihren irgend jemand vorplappert, der es vielleicht auch nicht besser gelernt hat.
    und das hat wenig mit der "wahren Natur" zu tun, eine wahre Natur gibt es weder im Koran, noch in der Bibel, noch in der Thora, es sind Bücher, die gelesen werden und die ausgelegt werden. Und wie bei allen Dingen im Leben sind dann auch immer Machtspielchen noch einbegriffen.
    Geändert von meta1 (10.08.2012 um 10:44 Uhr)
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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    @meta1
    "Ich bin keineswegs zum Islam konvertiert, meine Töchter können heiraten wen sie wollen, auch wenn sie einen islamischen Vater haben."

    Dürfte ich dann zur Hochzeit kommen, wenn auch nur eine deiner Töchter der freien Wahl nach einen Ungläubigen heiratet?
    Entschuldige, aber du weißt selbst gut genug, dass das nicht stimmt. Dein muslimischer Ehemann wird das niemals zulassen, und du wie deine Töchter werdet euch dem beugen müssen. Des Weiteren bezweifle ich, dass du keine Muslima bist. 1. verheiratet mit einem Moslem und 2. Kinder aus dieser Ehe = du bist gezwungenermaßen Muslima geworden. Und du kannst das hier noch so sehr abstreiten, jeder Islamkundige kennt wie Wahrheit. Die Missionierung ist die höchste Aufgabe eines jeden Muslim, darum wird auch nur gutes über den Islam verkündet.
    Diese Art der Heuchelei ist sogar offiziell niedergeschrieben: Taqiyya
    Und dieser Taqiyya bedienen sich die in der westlichen Welt ansässigen Muslime, um den Islam als freundliche und vor allem friedliche Religion darzustellen (Da'wa). Das erleichtert ihnen die Überzeugungsarbeit, da wir Abendländer uns seit langer Zeit nicht mehr durch Gruselgeschichten wie der Hölle und dergleichen einschüchtern lassen.

    "Vielleicht weil diese Frauen die Moderne nicht so erstrebenswert finden, vielleicht, weil sie nach anderen Werten suchen, vielleicht, weil sie sich in ihrer Umgebung nie wirklich glücklich und verstanden gefühlt haben, vielleicht, weil ihnen andere sachen wichtig sind, als z.B. dir."
    Also lassen diese sich lieber in ihrer Freiheit einschränken und wie Sklavinnen halten? Ich weiß, dass es einige masochistische Veranlagungen gibt, die genau dieser Störung der Persönlichkeit gleicht (also gedemütigt werden zu müssen um sich gut zu fühlen). Aber da geht man doch lieber in ein S&M-Studio als sich völlig dem Willen anderer ausliefern zu lassen...
    Welche Dinge könnten denn für eine moderne Frau wichtiger sein als eben eine freie Lebensart mit Persönlichkeitsrechten? Du hast eher den emotionalen Aspekt der Liebe dargebracht, also dass sie es aus der Liebe zu dem Mann macht. Aber die konvertierten Muslima behaupten aber, dass sie es für sich selbst gemacht haben. Wie geht das?

    @hominis
    "Diese beiden Faktoren ergeben für mich, dass auch Frauen Christen und Juden heiraten dürfen."
    Und danke für deinen aufschlussreichen Post!
    Und warum dürfen sie es dann doch nicht? Es ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass muslimische Frauen das nicht dürfen und bei Bedarf bei einem Verstoß "ehrengemordet" werden. Oder ist das jetzt auch Taqiyya?

  5. Moderation

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    @itam: Ebenso wie im Christentum gibt es auch im Islam unterschiedliche Glaubensrichtungen, gibt es theologische Schulen, die den Koran unterschiedlich interpretieren, sowie mehr oder weniger strenggläubige Anhänger. Es gibt mir Sicherheit auch nicht wenige Menschen, die formal Muslime sind, dennoch mit ihrer Religion nichts am Hut haben, genauso wie dies im Christentum auch der Fall ist.

    Über unterschiedliche Glaubensvorstellungen kann hier gerne diskutiert werden, es darf selbstverständlich auch Kritik geübt werden an den Dogmen einzelner Religionsgemeinschaften und auch an dem, was andere User vertreten. Was mir allerdings gar nicht gefällt, ist, wenn andere User als unglaubwürdig hingestellt werden. Ich gehe mal stark davon aus, dass meta1 ihren Ehemann besser kennen wird als du.

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von itam Beitrag anzeigen
    "Diese beiden Faktoren ergeben für mich, dass auch Frauen Christen und Juden heiraten dürfen."
    Und danke für deinen aufschlussreichen Post!
    Und warum dürfen sie es dann doch nicht? Es ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass muslimische Frauen das nicht dürfen und bei Bedarf bei einem Verstoß "ehrengemordet" werden. Oder ist das jetzt auch Taqiyya?
    selbstverständlich ist es von der hand zu weisen.
    du scheinst dich hauptsächlich in fundamentalistenkreisen aufzuhalten.

    unterhalt dich doch bitte mal regelmäßig mit normaaaaaaaaaalen muslimen, kollegen oder sowas. könnte natürlich sein, dass du sie als solche nicht erkennst, weil sie so normaaaaaaaaaal sind. vielleicht sind die männer einen winzigen tacken höflicher zu frauen, als das in unserem alltag sonst üblich ist. für die frauen fällt mir irgendwie kein besonderes suchkriterium ein.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

  7. gesperrt

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von meta1 Beitrag anzeigen
    Ungläubige waren zu Zeiten Mohammeds die Anhänger der damals noch verbreitet vorkommenden Naturreligionen, alle, die damals auch schon monoteistisch glaubten, waren keine Ungläubigen.
    sicher? und was bedeutet dann das?: "Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie doch irregeleitet!" Sure 9,Vers 30

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    Zitat Zitat von meta1 Beitrag anzeigen
    (...) und wenn ich schreibe: die "wenigsten Moslems", dann muss man das auch so lesen.
    ich habe leider nicht die zeit und das Geld, um in arme Länder zu fahren und dort den Kindern lesen und schreiben bei zu bringen, leider. (...)
    Wenn es die "wenigsten Moslems" sind, die im Grunde über den Koran und den islamischen Glauben richtig informiert sind (Du brachtest das Beispiel mit den Ungläubigen, also, wer tatsächlich von Muslims als Ungläubige angesehen werden sollte, und wer nicht), dann ist doch der Umkehrschluss richtig, dass "viele Muslime" das alles nicht richtig verstehen? Oder sehe ich das falsch?

    Übrigens muss man gar nicht in arme Länder fahren, um sich mit Angehörigen muslimischen Glaubens auseinanderzusetzen. Um Letzteres ging es mir, als ich schrieb, dass man die "richtige" Version des Islam doch mit den betreffenden Personen diskutieren sollte, (und nicht darum, den Kindern Lesen und Schreiben beizubringen. Dazu müsste man ja auch erst mal klären, von welcher Sprache das geschehen sollte. Mal eben schnell eine (fremde) Landessprache lernen, um diese dann weitergeben zu können, ist nochmal ein ganz anderes Unterfangen. Das geht übrigens hier in Deutschland ebenso gut, wenn man sich denn auf diesem Feld der Sprachdidaktik austoben möchte. Gibt etliche, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, was jetzt nur eine Feststellung ist, keine Wertung! Aber das nur mal am Rande..)

    Es würde also reichen, hier in Deutschland in eine muslimische Gemeinde zu gehen und das Gespräch zu suchen. Manchmal gibt es einen "Tag der offenen Tür". Kann sehr interessant sein, dann da mal hinzugehen und vor Ort mal mit den Leuten über die "richtige" Sicht des Korans zu sprechen. Gerade die Frage, wer denn nun wen heiraten darf, wäre es doch mal wert, erörtert zu werden, finde ich. Aber es gibt sicher noch viele weitere interessante Aspekte, die man diskutieren könnte. Wieso fällt mir nun das Stichwort "Podiumsdiskussion" ein? :-) Das wär' doch mal was: Eine Podiumsdiskussion, wo Vertreter der verschiedenen muslimischen Strömungen miteinander über ihren Glauben diskutieren würden.... Wäre da gerne (als Zuhörerin, denn ich bin ja keine Muslima) mit dabei.-

    Ich wurde übrigens mal von einem guten (muslimischen) Kumpel eingeladen, zu so einem "Tag der offenen Tür" in der Moschee. Interessante & empfehlenswerte Erfahrung!

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    @meta1: Ich denke schon, dass die Variante Muslim+Schriftbesitzerin allgemein akzeptiert ist. Andersherum ist eben nicht umbedingt Tradition und wird daher von vielen traditionell eingestellten verweigert.

    @bruenette: Ich nehme nicht in Anspruch, den Koran richtig zu verstehen. Und ich tue, was ich kann, diskutiere mit anderen, usw. und könnte mir auch vorstellen, einen Christen zu heiraten. Nur: Mit jemanden aus einer anderen Religion zusammenzuleben, erfordert besondere Rücksichtnahme und Kompromisse. Ich kann verstehen, dass viele diesen Konflikten aus dem Weg gehen. Es gibt übrigens Gemeinschaften, die sich sehr stark gegen extremistische Strömungen zur Wehr setzen, z.B. die Sufis (Sufismus).

    @itam: Dich würde ich zwar ganz sicher nicht zur Hochzeit einladen, aber natürlich dürften Gäste kommen, wenn sie Schriftbesitzer heiraten würden.
    Du scheinst Islam irgendwie als Quälerei anzusehen, der nur darauf aus ist, die Frauen zu unterjochen. Aber so ist es nunmal nicht. Ich war schon öfter in muslimischen Familien zu Gast und wurde immer bestens behandelt, orientalische Männer sind meist seeeehr höflich gegenüber Frauen.
    Zu Taqiyya: Wie in dem Artikel, den du selbst verlinkt hast, zu lesen ist, bezieht sich das auf die Situation, dass man gezwungen wird, etwas islamisch verbotenes zu tun. Das hat nichts mit Täuschung zu tun, sondern mit Selbstschutz. Gott will nicht, dass sich jemand für nichts und wieder nichts abschlachten lässt.
    Ehrenmorde haben nichts mit der Religion zu tun, der Islam verbietet die Selbstjustiz. Nennt man sonst wohl Familiendrama. Warum sie es nicht dürfen: Siehe oben.
    @kai: Der Islam richtet sich strikt gegen Vielgötterei und ist sehr monotheistisch. Alle Propheten sind gleich. Deshalb werden vor allem die Christen angeklagt. Viel interessanter finde ich 31: Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen außer Allah, sowie al-Masīḥ ibna Maryam, wo ihnen doch nur befohlen worden ist, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) beigesellen. Diese Obrigkeitshörigkeit ist höchst aktuell und auch auf die Muslime anwendbar.
    @bruenette:
    Wenn es die "wenigsten Moslems" sind, die im Grunde über den Koran und den islamischen Glauben richtig informiert sind (Du brachtest das Beispiel mit den Ungläubigen, also, wer tatsächlich von Muslims als Ungläubige angesehen werden sollte, und wer nicht), dann ist doch der Umkehrschluss richtig, dass "viele Muslime" das alles nicht richtig verstehen? Oder sehe ich das falsch?
    Nein, sie sind nicht richtig informiert, denken nicht über den Inhalt nach und lassen lieber für sich denken. Es wird viel Wert auf korrekte Rezitation gelegt, aber zu wenig Wert auf den Inhalt. Es gibt übrigens schon Podiumsdiskussionen ;) und ich habe gerade gestern eine sehr interessante Diskussion darüber gehabt, ob die Feuerbestattung im Islam verboten ist und warum. Sie endete damit, dass keinem ein Argument einfiel, warum es verboten sein könnte. Nicht erwünscht, vielleicht, aber uns ist nichts eingefallen, warum die Verbrennung verboten sein könnte. Steter Tropfen hölt den Stein .

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    AW: zum islam konvertiert - eure erfahrungen?

    @hominis
    Danke für Deine ausführlichen Zeilen! Mir gefällt der "aufgeklärte Islam", den Du (so interpretiere ich das) vertrittst, sehr gut.

    Jedoch möchte ich anmerken, dass diese Deine Haltung ja - Du sagst es selbst - leider noch nicht die breite Masse der Muslime erreicht hat, so scheint es. Es gibt halt viele ,die noch ganz in ihren (patriarchalisch) geprägten Traditionen stecken, und zusätzlich dazu eben, im Gegensatz zu (uns) Nord-Westeuropäern, insbesondere einen Werteschwerpunkt auf Familie und Gemeinschaft setzen und leben. Was ja zunächst etwas Positives ist, weil damit das Individuum nicht alleine gelassen ist und vereinsamt, so wie es in der westlichen Welt, die den Schwerpunkt auf die Rechte und Bedürfnissen des Individuums legt, oft der Fall ist. (Ich möchte hier nicht "Familie" gegen "Individuum" ausspielen. Beide Seiten sind wichtig, aber das Schwierige an der Sache ist - mal wieder - ein stimmiges Verhältnis zwischen beiden Polen zu finden).

    Diesen Werteschwerpunkt auf Gemeinschaft (und Familie im weitesten Sinne) bringt es jedenfalls mit sich, dass das Individuum nicht einfach mal so aus dem gemeinsamen Wertekanon und einer lang er_lebten Tradition ausbrechen kann, bzw. es umso schwieriger ist, neue Wege zu gehen oder Altes in neuem Lichte zu sehen und zu bewerten. Ich finde das sehr verständlich und wüsste nicht, wie ich selbst z. B. handeln würde oder könnte, wäre ich als Mädchen und Frau in einer traditionell muslimischen Familie groß geworden. Und wenn ich bei dem Beispiel mit der Erlaubnis, wen man denn nun heiraten darf und wen nicht, bleibe: Ich habe es selbst erlebt, dass einer meiner besten Freundinnen (eine wunderbare Frau, gescheit und sanft; eine Muslima, die allerdings eher die säkulare Form des Islam lebt), die einen Nicht-Muslim heiraten wollte, von der Familie erklärt bekam, dass es besser sei, ihr Zukünftiger trete - wenigstens formell - zum Islam über "wegen der Verwandtschaft". Was er dann auch getan hat. Tja, was soll man da sagen?

    Deshalb möchte ich hier auch eine Lanze für itam brechen. Ich vermute, sie hat selbst schlechte Erfahrungen gemacht und möchte nun einfach vor der "dunklen Seite" des Islam warnen. Diese existiert eben AUCH und es wird nicht besser, wenn man erklärt, dass das ja "eigentlich" nur falsch verstandenes Verständnis des Islam ist. Denn, es gibt eben AUCH die Seite der Ehrenmorde, der Zwangsverheiratungen, der Unterdrückung des (egal ob männlichen oder weiblichen) Individuums (mitsamt seinen kritischen Fragen). Jede Frau, die Opfer einer solchen Tat wird, ist eine zuviel. Es gibt ja auch gewichtige Stimmen wie z.B. die von Necla Kelek oder Seyran Ates, die ebenfalls auf Missstände hinweisen (und deshalb nicht gerne gehört werden, gerade von Seiten der "Traditionellen", oder von Seiten blauäugiger "Multi-Kulturellen").

    So, das war mein - hoffentlich nicht zu langer - OT zum Thema. Und damit lasse ich es auch mal gut sein!
    Geändert von bruennette_2 (12.08.2012 um 11:49 Uhr)

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