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    AW: (katholische) christen bessere menschen?

    Jede andere Religion kann ebenfalls aus der Gottesbeziehung die Würde des Menschen erschließen.

    ist aber keine christliche Theologie mehr, sondern eine (falsche) Sachaussage. Seit wann gibt es in jeder Religion einen Gott?

    Frau Rinn-Maurer weist zu Recht darauf hin, daß es sehr problematisch ist, die Menschenwürde als Basis ethischer Regeln aus den Eigenschaften des Menschen ableiten zu wollen. Nur taugt ihr Ansatz mit der Gottebenbildlichkeit ebensowenig als Grundlage für die Menschenwürde, schlimmer noch: sie macht ihre Religion damit unnötig zur Zielscheibe. Es ist albern, mit Rechtsphilosophen oder Naturwissenschaftlern konkurrieren zu wollen, indem man theologische Grundsätze vorbringt, das führt nur zu faulen Argumenten und peinlichen Niederlagen, 400 Jahre nach Galilei sollte man das eingesehen haben.

    Ebenso albern ist es natürlich, wenn sich jemand als Neurobiologe über Fragen nach Sinn und Bedeutung verbreitet, das ist ein Terrain für die Religionen im weiteren Sinn, allerdings kann es da nur um Angebote gehen, nicht um allgemein Verbindliches, sonst betreibt man ebenfalls Pseudowissenschaft.

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    AW: (katholische) christen bessere menschen?

    Hm... beim Buddhismus wirds zumindest etwas heikel; aber ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum Du die Herleitung der Menschenwürde durch das christliche Konzept der Gottebenbildlichkeit in einem Text monierst, der eben genau das ankündigt?
    Die Autorin sagt nicht, dass sie eine allgemein gültige Herleitung vornimmt, sondern eben die aus christlicher Sicht. Sie will nicht mit anderen Deutungen konkurrieren, sondern genau die christliche vorstellen.
    (Hatte ich aber doch auch bereits mehrfach geschrieben)?
    Life's just a game I believe - the longer you play it, the harder it gets.
    (Skyclad, Building a Ruin)

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    AW: (katholische) christen bessere menschen?

    Was Frau Rinn-Maurer ankündigt, und was sie dann schreibt, ist zweierlei. Dieser Text enthält eben nicht nur christliche Theologie, sondern auch höchst weltliche Kritik an den Sichtweisen, die ohne einen Gott auskommen. So schmalspurig kann ihr Studium kaum gewesen sein, also müßte sie wissen, daß aus Religion noch lange kein Schöpfergott folgt, und daß religiöse und nichtreligiöse Agnostiker nicht darauf angewiesen sind, die Menschenwürde aus menschlichen Eigenschaften abzuleiten. Also ist das

    Wenn dies für Atheisten nicht möglich ist, müssen sie erläutern, wie sie, trotz der genannten Schwierigkeiten aus dem Menschsein an sich, für alle Menschen eine Würde ableiten können.

    entweder ein Zeichen von Desinteresse, oder Rhetorik, mit dem Ziel, den eigenen Ansatz besser aussehen zu lassen. Und das einäugige Argument mit der Sklaverei kann man getrost als Versuch einstufen, mit fragwürdigen Mitteln das Beste für sich herauszuholen, das paßt nicht zum eigenen Wahrhaftigkeitsanspruch.

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