Mit solchen Pauschal-Verurteilungen hilfst Du niemandem weiter. Deine Erfahrungen sind Deine Erfahrungen, mehr nicht. Ich habe ganz andere, und würde mich nie unter Druck setzen lassen oder Menschen unter Druck setzen. Ich habe auch nicht die Dienerin meines Mannes zu sein...so ein Quatsch! Uhren zurück? Bitte???? Spießer aller Richtungen sind in dieser Freien evangelischen Gemeinde vertreten. Aber auch nur im normalen Rahmen, es gibt genauso viele bunte Vögel usw....Zitat von Inaktiver User
Ich kann jedem nur empfehlen, sich sein eigenes Bild zu machen.
Es ist schade, wenn Menschen so manipuliert werden "Alle Freikirchen sind Mist!". Das trifft es einfach nicht. Ebensowenig sind alle Männer doof und alle Frauen nicht und so weiter...Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern eine Menge mehr.
Selbstredend finde ich Gemeinden, wie Du sie oben beschrieben hast, furchtbar und ablehnungswürdig.
LG Karla
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Ergebnis 21 bis 29 von 29
Thema: Freikirchen ?
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21.04.2008, 20:56
AW: Freikirchen ?
The original Karla
est. 2006











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22.04.2008, 14:07Inaktiver User
AW: Freikirchen ?
@ Karla48,
Ich habe von meinen Efahrungen erzählt, sowie denen einiger Freunde, die z.B. das "Wüstenstrom-Programm" durchliefen.Mit solchen Pauschal-Verurteilungen hilfst Du niemandem weiter. Deine Erfahrungen sind Deine Erfahrungen, mehr nicht. Ich habe ganz andere, und würde mich nie unter Druck setzen lassen oder Menschen unter Druck setzen.
Es mag Gemeinden geben, die bis zu einer gewissen Grenze tolerant sind, aber ich habe bisher in KEINER freikirchlichen Gemeinde, die ich in den unterschiedlichsten Orten bis heute besuchte, die Homosexualität akzeptierte, oder das Frauen in der Kirche Hosen tragen. auch nicht im Winter! Eine Blasenentzündung ist ihnen anscheinend nicht so wichtig wie eine Frau mit "weiblicher" Kleidung!
Und manche der Freikirchen erlauben auch inoffiziell das "Lügen im Namen Gottes". So besuchte ich in Berlin, wo ich momentan wohne, die englischsprachige Gemeinde einer Freikirche. Der Pastor aus North Carolina (gehört zum Bibelgürtel, und hätte mich misstrauisch werden lassen), sagte mir, dass es kein Problem wäre, dass ich lesbisch bin. Ich ging also hin, und nach drei wochen wurde ich bearbeitet. ich sollte aufhören, lesbisch zu leben, und mit Männern ausgehen. Als ich ihm sagte, dass ich erst dann mit einem Mann ausgehen werde, wenn außer mir alle Frauen tot, und die Männer sich umoperieren würden, wurden die wütend, und erteilte mir Hausverbot.
Zuerst gelogen, um mich einzufangen, und dann das wahre Gesicht gezeigt.
Die sich vermutlich wie Patrizia verstecken müssen! Patrizia kommt aus einer Frekirche, war transsexuell, weswegen sie rausgeworfen wurde aus der Kirche. In Berlin gründete sie die gruppe "Queer Christ", wo ich sie kennen lernte. Und sie erzählte davon, wie sehr sie sich verstecken mußte, dafür schämte, und doch heimlich als Frau für einige Stunden lebte, bis sie entdeckt und rausgeworfen wurde. Und sie sagte mir, dass dieses in sehr vielen Freikirchen geschehen würde.Aber auch nur im normalen Rahmen, es gibt genauso viele bunte Vögel usw....
Also, "bunte Paradiesvögel" sind dort wohl nicht überall willkommen!
Eben, aber anscheinend sehen viele Gemeinden nur schwarz-weiß, weil bei bunt ihre Augen erblinden würden!Es ist schade, wenn Menschen so manipuliert werden "Alle Freikirchen sind Mist!". Das trifft es einfach nicht. Ebensowenig sind alle Männer doof und alle Frauen nicht und so weiter...Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern eine Menge mehr.
Ich brauch keinen Segen eines Männergottes, denn ich habe die Göttin! Aber einen guten Frisör brauch ich allemal!Was man unbedingt braucht,
ist Gottes Segen.
Und einen guten Frisör.
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22.04.2008, 17:47
AW: Freikirchen ?
den letzten Satz unterschreibe ich sofort mit
Zitat von Inaktiver User
und die obigen Erfahrungen kann ich mir gut vorstellen, bin ja selbst auch ein "bunter Vogel" samt meinen Freunden beiderlei Geschlechts, egal wie die sexuelle Orientierung nun auch ist, die meisten (NICHT ALLE) Freikirchen haben mit Individualisten ein enormes Problem.
Aber wie schon erwähnt NICHT ALlE, meine Freundin ist in einer die sehr liberal ist und das finde ich schön.
Grüssle
ChaoshexeDer Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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22.04.2008, 19:45
AW: Freikirchen ?
Für mich ist Gott sowieso ein(e) Er/Sie.
Oder besser noch: das Göttliche.
Klar, die patriarchischen Glaubenssysteme tun sich damit schwer.
Aber zu sagen "Gott sei der Vater", damit werden der Totalität Eigenschaften aberkannt.
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23.04.2008, 08:11Inaktiver User
AW: Freikirchen ?
Und warum nicht "Göttin"?
Zitat von Zimtstange
Vielleicht, weil jahrtausendealte Domestizierung von Frauen für männliche Bedürfnisse und Normen es vielen Frauen unmöglich macht, ihre Kräfte und ihr Erbe zu sehen? Das sie lernten, sich selbst durch die Augen von Männern zu sehen?
Woher kam dieses "Gott der Vater"-Bild?
Zitat von Zimtstange
Hierzu aus meinem Artikel "Gab es einen Männergott":
Selbst der allmächtige Jahwe, der Gott Moses und der späteren Hebräer, war ursprünglich eine Göttin, Iahu-'Anat, deren Name sogar von der sumerischen Göttin gestohlen worden war. Theodor Reik fragt, was eigentlich mit der ursprünglichen Göttin der Juden geschah, Dann gibt er selbst die Antwort:
" Die Torah bildet die Grundlage, auf der das Judentum ruht. Sie wird für älter als die Welt gehalten und ihr wird EINE KOSMISCHE ROLLE (BEI DER SCHÖPFUNG) ZUGESCHRIEBEN. Selbst in dieser verwässerten Form erkennen wir noch die zuerst weibliche Göttin" (Theodor Reik, "Pagan Rites in Judaism", S. 76).
Und Robert Aron macht sich Gedanken über die vormosaischen Juden. Er fragt, wen sie vor Jehova verehrten. Und er kommt zu dem Schluss, von Reik: Torah, die älter als Gott ist (Robert Aron, "The God of the Beginnings", S. 10-11).
Raphael Patai weist auf vierzig Stellen im Alten Testament hin, in denen die Göttinnenverehrung unter den Hebräern erwähnt ist (Raphael Patai, " The Hebrew Goddess"), selbst nach all den späteren patriarchalen Ausgaben. In der Zeit des Jeroboam teilte die Göttin den Tempel mit Jehova. Und der Grund, warum Jezebel solch einen schlechten Ruf unter Christen und Juden hat, ist der, dass sie für die Göttin und gegen Jehova war und König Ahab zu ihrem Glauben an die Göttin bekehrt hatte.
So tief war der Göttinnenkult in Palästina verwurzelt", schreibt E.O. James, "dass alle drastischen Reformversuche von Seiten der Jahweisten bis zum Ende der Königherrschaft überdauerte" (E.O. James; The Ancient Gods", S. 91-92)."
Hier wird deutlich, wie aus dem Kult der großen Mutter durch Lug und Trug, durch Verschweigen und Verdrängen, Die Göttin "abgeschoben" wurde, und durch einen patriarchalischem Gott ersetzt wurde.
Überrascht?
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23.04.2008, 12:21
AW: Freikirchen ?
Das Göttliche ist weder männlich noch weiblich - oder auch beides.
Zitat von Inaktiver User
Klar kann man Gott ebenso Göttin nennen.
Die Vorstellung, dass das Göttliche das Weibliche Geschlecht hat ist ebenso berechtigt, als dass das Göttliche das männliche Geschlecht hat.
Wenn dann aber das Göttliche Explizit nur das weibliche Geschlecht haben soll, dann wird lediglich ein Fehler durcheinen anderen ersetzt.
Wieso überrascht?
Zitat von Inaktiver User
Ich hatte mehrere Gottesvisionen. (Ob man mir das nun glaubt oder nicht spielt für mich keine Rolle).
In meiner ersten Vision erlebte ich das Göttliche Weiblich.
Mal auch männlich.
Mal als einen Punkt, von dem unendlich Helles Licht ausging, welches zugleich aber unendlich subtil war, so dass es bereits wieder unsichtbar war. Ist schlecht zu erklären.
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23.04.2008, 12:55
AW: Freikirchen ?
Zitat von Zimtstange
Das kann ich so sofort unterschreiben, sehe es genauso, bzw. sogar eher so das
Das Göttliche überall zu finden und zu sehen ist, egal ob in einer Pflanze, in einem Menschen oder einem schönen Augenblick in der Natur.
Fühle mich der göttlichen Energie am ehesten nahe wenn ich entweder in der Natur bin oder wenn ich tanze
ChaoshexeDer Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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23.04.2008, 22:17
AW: Freikirchen ?
Ich habe ein Mantra, (welches wird aber nicht verraten) das mich mit dem Göttlichen verbindet.
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23.04.2008, 23:18
AW: Freikirchen ?
Letzten Endes kann man jedenfalls "die Kirchen" genauso wenig gleichsetzen, wie "die Männer", "die Frauen" oder die "Chefs". Davon rücke ich nicht ab. Würde ich unterdrückt oder so, wäre ich sicherlich die erste, die wutentbrannt von dannen zischt.
Wüstenstrom-Leute, die von ihrer eigenen Sippe moralisch gezwungen wurden (also den Eltern), ja, die soll es geben. Aber beknackte Eltern, die gab es auch schon immer und in jeder Kirche. Traurig sowas. Wüstenstrom ist eine Sache, die man freiwillig mitmacht. Unfreiwillig kann man nämlich sowieso nichts und niemanden "therapieren", auch wenn das ein äußerst weit her geholtes Vokabular ist für solche Veranstaltungen. Wer einen Psychologen sucht, sollte sich einen Fachmann nehmen, nix anderes.
Wer in einer Gemeinde bedrängt wird, muß sich auf den Weg machen und suchen, wo er sich wohl fühlt. Jeder muß wissen, wie wichtig ihm das Thema ist. Und schon im Vorfeld bzw. beim ersten, zweiten Besuch, erkennt man: Paßt das? Oder nicht?
Dieses Röcketragen-müssen (oder Kopftücher beim Beten) zum Beispiel, so eine Gemeinde gibt es hier auch. Die werden aber nicht von der Kirche gezwungen, die Frauen, sondern von ihren eigenen Vätern und Männern dominiert, daß es kracht, sind meistens von Kind an so getrimmt. Das ist merkwürdig und für die Leute auch traurig (wobei sie das selbst oft gar nicht traurig finden), aber kein religiöses Phänomen, wenn man ehrlich ist, oder?
Daß mehrere Politiker lügen (um nochmal ein Beispiel zu nehmen), heißt ja auch nicht, daß ALLE lügen.
Mein Standpunkt ist: Wenn überhaupt Kirche, dann sicherlich Freikirche. Alles andere geht für mich am Thema ziemlich vorbei. Aber das darf ja nun jeder machen, wie er möchte. Bei uns kann man schwul und Lesbe sein, oder eben hetero. Das ist völlig wurscht. Und gezwungen wird man zu gar nichts. Nichtmal zum "Kirchensteuer" bezahlen oder sowas.
Ich habe dort (neben einem genialen Pastor) eine angenehme Art von Gemeinschaftsleben kennen gelernt, was ich nicht missen möchte. Verbindlichkeit und Freundschaft, Hilfe in der Not und Interesse am Mitmenschen. Natürlich gibt´s auch mal Zoff - ist ja normal, in jeder Gruppe krachts auch mal. Eine Familie wie jede andere auch :-)) - manche mag man, manche nicht so sehr...
Kritikpunkte gibt es immer und überall. Die gibt es auch an meiner Person. Also - ich kann eine Gemeinde nicht ablehnen, weil sie mir in einigen Punkten nicht gefällt. Ich schau, ob das Wesentliche paßt. Der Rest ist Illusion. Vorgeschriebene Gleichschaltung gibt es Gott sei Dank nicht in meiner Gemeinde. Abstruser Gedanke.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006













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