Nein. Worum ging es da?Gestern ferngesehen? "Constantine" ???
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Thema: Gibt es einen Teufel?
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03.01.2008, 09:04
AW: Gibt es einen Teufel?
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03.01.2008, 10:43
AW: Gibt es einen Teufel?
Mit der Ausage wäre ich sehr vorsichtig. Dafür gibt es zu viele Menschen, die psychatrisch behandelt werden, bei denen diese Phänomene auftreten. Mit den heute vorhandenen Medikamenten und Behandlungsmethoden sind Erfolge zu erzielen, aber nicht immer ( siehe die psychisch kranke Mutter in Schleswig-Holstein, die ihre Kinder deshalb umbrachte - das wird hier in einem anderen Strang diskutiert). Du hast sicher Recht, Exorzismus ist eine mittelalterliche, völlig untaugliche Methode.
Zitat von 3146
Es hilft aber niemanden, das mit Aberglauben abzutun.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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03.01.2008, 11:05Inaktiver User
AW: Gibt es einen Teufel?
Diese psychiatrischen Phänomene können aber doch nicht als Beweis für die Existenz von Dämonen, Geistern etc. angeführt werden ! Paranoia, Schizophrenie u.ä. Krankheiten äußern sich in sehr vielen verschiedenen Bildern, die dennoch häufig keinen realen Hintergrund haben.
Zitat von Opelius
Der alte Aberglaube gehört wirklich ins Museum der Schrecken verbannt und die, die immer noch mit dem Teufel u. ä. die Menschen ängstigen, muss man vielleicht einmal pro Tag kräftig und herzhaft auslachen !
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03.01.2008, 11:10
AW: Gibt es einen Teufel?
Ich habe diesen Einwand gebracht, nicht um die Existenz eines teufels nachzuweisen. Ich glaube nicht an seine Existenz!
Zitat von Inaktiver User
Aber, wenn Menschen Stimmen hören und eine andere Welt sehen als ihre Umwelt, so sind das sehr persönliche Wahrnehmungen und ihre sehr persönliche Wahrheit. Es mit Aberglauben abzutun, ist für Betroffene überhaupt keine Hilfe.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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03.01.2008, 11:46Inaktiver User
AW: Gibt es einen Teufel?
Ich stimme zu. Es steht uns nicht zu, Wahrnehmungen und Glaube von anderen als "Aberglaube" zu titulieren.Aber, wenn Menschen Stimmen hören und eine andere Welt sehen als ihre Umwelt, so sind das sehr persönliche Wahrnehmungen und ihre sehr persönliche Wahrheit. Es mit Aberglauben abzutun, ist für Betroffene überhaupt keine Hilfe.
Ich stimme allerdings auch denen zu, die die Betonung der Realexistenz einer Figur nahmens "Teufel" für gefährlich halten.
Dazu eine persönliche Geschichte, die mir immer noch nahe geht.
Eine gute Freundin von mir war von dem betroffen, was Opelius "psychiatrische Phänomene" nannte und was die katholische Kirche vermutlich unter "besessen" einordnen würde.
Sie hatte stabile, gute Phasen, aber zwischendurch sah sie bedrohliche Gestalten um sich herum, die ausser ihr niemand sah. Anfangs waren die noch verschieden, aber das änderte sich, als sie sich - auch "unterstützt" durch eine christlichen "Seelsorger", den ich heute noch dafür ohrfeigen könnte - mit den Phänomenen "Teufel" und "Hölle" näher beschäftigte.
Über zwei Jahre hinweg vereinigten sich ihre verschiedenen Wahrnehmungen zu einer einzigen bzw. fokussierten auf ein einziges Bild: den Teufel. Sie erzählte, sie sehe den Teufel reell vor sich oder in einem anderen Menschen. Im letzteren Fall führte das auch schon mal so weit, dass sie physisch auf diese Menschen los ging, auch auf mich.
Diese Zwischenfälle wurden immer häufiger und bedrohlicher - ich bin überzeugt, auch deshalb, weil sie sich immer intensiver mit den Teufels- und Höllenvorstellungen und den apokalyptischen Bildern beschäftigte, teilweise gedrängt von diesem "Seelsorger.
Diese "besessenen Momente" müssen für sie ganz furchtbar gewesen sein, mit existenziellen Höllenängsten im wahrsten Sinne des Wortes. Psychiatrische Behandlung half nichts.
Das Ende der Geschichte war, dass die Mutter das Ganze nicht mehr mitansehen konnte und zuerst die Tochter umbrachte (um sie von ihren Bildern und Ängsten zu schützen, wie sie in ihrem Abschiedsbrief schrieb) und anschliessend sich selbst.
Ich habe das ziemlich hautnah miterlebt. Und nach allem, was ich gesehen habe, hat dieses Gerede über die Realexistenz des Teufels, diese Beschäftigung mit Teufel, Höllenvorstellungen und Apokalypse den ganzen Prozess, der bei ihr abgelaufen ist, verstärkt und schlussendlich in die Katastrophe geführt. So dass ich in diesem Fall sage: nicht der Teufel ist das Problem. Sondern der Glaube der Menschen an den Teufel. Ich habe miterlebt, welche unbeschreiblichen existenziellen Höllenängste so was auslösen kann.
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07.01.2008, 10:36Inaktiver User
AW: Gibt es einen Teufel?
Horus,
das ist eine schlimme Geschichte.
Vermutlich hätte ein guter Psychiater bei dieser Frau Schizophrenie diagnostiziert.
Eine Bekannte von mir hatte auch solche Wahnvorstellungen, sie ist schizophren und nimmt seit einigen Jahren Medikamente. Seitdem sind die Wahnvorstellungen weg, sie kann ein ganz normales Leben führen, hat zwei gesunde Kinder.
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07.01.2008, 10:53Inaktiver User
AW: Gibt es einen Teufel?
Med.
Die Diagnose wurde tatsächlich gestellt. Medikamente bekam sie auch. Aber zu spät. Die "Teufelsbiler" waren offenbar stärker. Und eben, jener "Seelsorger", der sich da einmischte. Das war auch einer von denen, die dauernd vom Teufel, der Hölle und von Exorzismus redeten.
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07.01.2008, 11:58Inaktiver User
AW: Gibt es einen Teufel?
Nicht durch Exorzismus kann ein Mensch vom Einfluß Satans befreit werden.
In Epheser 6:11-18 steht:
"Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt; 12*denn unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die*Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern.
13*Darum nehmt die vollständige Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alle Dinge gründlich getan habt, standhalten könnt.
14*Steht daher fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit
15*und eure Füße beschuht mit der Ausrüstung der guten Botschaft des Friedens.
16*Vor allem nehmt den großen Schild des Glaubens, mit dem ihr alle brennenden Geschosse dessen, der böse ist, auslöschen könnt.
17*Auch nehmt den Helm der Rettung und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort, entgegen,
18*während ihr fortfahrt, mit jeder Art von Gebet und Flehen bei jeder Gelegenheit im Geist zu beten. Und hierzu bleibt wach mit aller Beharrlichkeit und mit Flehen für alle Heiligen,"
Außerdem sagte Jakobus in Jak. 4:7*"Unterwerft euch daher Gott; doch widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen."
Satan beeinflußt die Menschen unter anderem durch Spiritismus, Kartenlegen, Handlesen also Wahrsagerei.
Auch Aberglaube, Astrologie, Traumdeuterei, Okkultismus allgemein gehört dazu.
Man könnte sich überlegen, ob es wirklich notwendig ist sich mit solchen Dingen zu befassen...Geändert von Inaktiver User (07.01.2008 um 21:17 Uhr)
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07.01.2008, 12:00Inaktiver User
AW: Gibt es einen Teufel?
Mit solchen Dingen und mit einem absurden Satansglauben an sich.
Zitat von Inaktiver User
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07.01.2008, 15:02Inaktiver User
AW: Gibt es einen Teufel?
Ich muss mich gerade ziemlich fest beherrschen, um nicht wütend zu werden.
Genau solche unreflektierte Aneinander-Reiherei von Bibelzitaten mit Aussagen zu Teufel, kommende "böse Tage", Kampf gegen Finsternis war einer der Hauptgründe, weshalb die junge Frau, von der ich berichtete, den Teufel zu sehen begann und nicht mehr aus ihren Visionen und Ängsten heraus kam.
Man bombardierte sie mit solchen Zitaten. Und sie hats selber ebenfalls gemacht. Hat die entsprechenden Texte immer wieder gelesen und wörtlich genommen. Und genau dadurch verstrickte sie sich in ihren Ängsten und Bildern.
Ich nenne einen solchen Umgang mit den Texten, gelinde gesagt, verantwortungslos.


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