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    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Zitat Zitat von Karla48

    Es muß sich niemand rechtfertigen, warum der dieses und jenes nun mal so-und-so findet. Wer z.B. Gott nicht humorvoll findet - bittesehr, das ist für jede/n anders.

    LG Karla

    Sicherlich musst du dich nicht rechtfertigen. Ich hätte nur gerne eine Erklärung ghabt, warum du meinst, Gott wäre fröhlich und humorvoll.

    In einem Nebenstrang wurde gerade ein Zitat gebracht, dass der "Herr" es nicht leiden kann, wenn gefeiert wird anstatt wehzuklagen...

  2. Inaktiver User

    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Zitat Zitat von 3146
    Sicherlich musst du dich nicht rechtfertigen. Ich hätte nur gerne eine Erklärung ghabt, warum du meinst, Gott wäre fröhlich und humorvoll.

    In einem Nebenstrang wurde gerade ein Zitat gebracht, dass der "Herr" es nicht leiden kann, wenn gefeiert wird anstatt wehzuklagen...

    Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. (Gen 1,20-28).

    Ein fröhlicher Mensch wird Gott viel Humor zusprechen,
    ein anderer Mensch bevorzugt Strenge oder klare Regeln.

    Jeder wie er mag. Ich bevorzuge die humorvolle Variante

    dingsda

  3. gesperrt

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    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. (Gen 1,20-28).

    Ein fröhlicher Mensch wird Gott viel Humor zusprechen,
    ein anderer Mensch bevorzugt Strenge oder klare Regeln.

    Jeder wie er mag. Ich bevorzuge die humorvolle Variante

    dingsda
    Das ist kausal genau richtig.
    Die Menschen haben Gott nach ihrem Abbild geschaffen. Und deswegen gibt es auch eine Unzahl von Gottesbildern. Je nach Charakter stehen die einen mehr auf den Mörder, der für sie ihre Allmachts- und Strafphantasien auslebt oder für den knuffeligen Gott, der so gar keine Ansprüche stellt.
    Hätte ein Charakter alle anderen nach seinem Abbild erschaffen, dann gäbe es auf der Welt nur eifersüchtige Choleriker.

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    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Zitat Zitat von tessie_10
    Das ist doch aber genau das, was Christentum in seinem Wesen ausmacht. Oder besser gesagt ausmachen sollte! Ohne dieses wesenseigene Detail, also den Glauben an die Auferstehung des Gottessohnes, ist der ganze christliche Glauben praktisch leer und sinnlos.
    Oder wie sonst sollte jemand an die Gegenwärtigkeit von Christus in seinem persönlichen Leben glauben, wenn er doch nur gestorben, also tot ist?
    tessie,

    dieser gedankengang setzt voraus, dass der glaube an den auferstandenen (und "verklärten") jesus christus sozusagen verpflichtend ist.

    das ist er nicht. ich glaube nicht an ihn, weil dieses konzept mit meinem naturwissenschaftlich ausgerichteten denken nicht übereingeht. ich kann mehr mit physik anfangen.

    ich schleße nicht aus, dass es so etwas wie einen verbindenen geist gibt, etwas spirituelles. aber das ist in jedem menschen, so wie er ist: aus fleisch und blut und abermilliarden von neuronen und gehirnzellen etc. . das passt schon.

    gläubige christen und atheisten können ganz prima nebeneinander existieren.


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    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Zitat Zitat von Lizzie64
    tessie,

    dieser gedankengang setzt voraus, dass der glaube an den auferstandenen (und "verklärten") jesus christus sozusagen verpflichtend ist.
    Ist er natürlich nicht. Glaube kann gar nicht verpflichtend sein, das würde dem Wesen von Glauben direkt widersprechen. Ich schließe auch gar nicht aus, dass – zumindest zu einem Teil - selbst Christen nicht an diesen auferstandenen Christus glauben. Inwieweit dieser Glaube dann noch mit „christlich“ zu tun hat, kann man sich streiten und sei jetzt mal dahingestellt. Aber eines kann ich allenfalls gut nachvollziehen: Wenn jemand nicht an die Auferstehung glaubt, muß das Kreuz für ihn zwangsläufig etwas Trauriges/Abschreckendes symbolisieren.
    Für mich ist es aber wiegesagt ein Symbol der Freude, nur glaube ich eben an den auferstandenen Christus.

    Zitat Zitat von Lizzie64
    ich glaube nicht an ihn, weil dieses konzept mit meinem naturwissenschaftlich ausgerichteten denken nicht übereingeht. ich kann mehr mit physik anfangen.
    Mit meinem naturwissenschaftlichen Denken geht dieses Konzept problemlos überein. Allerdings bin ich weit von der Auffassung entfernt, mit Naturwissenschaft und Physik alles erklären zu wollen/zu können. Naturwissenschaft und Physik spiegeln für mich nur einen Ausschnitt der viel komplexeren Wirklichkeit wieder. Dieser Ausschnitt hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte zweifellos vergrößert, aber ich halte es für einen großen Irrtum, er würde bereits die ganze Wirklichkeit erklären.

  6. gesperrt

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    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Zitat Zitat von glaux
    Die Auferstehung gehört zu beiden Szenarien, aber die Deutungen der Kreuzigung unterscheiden sich dramatisch. Nach der zweiten Deutung wollte Jesus gerade nicht das Lamm Gottes sein, das die Sünden anderer trägt. Er zitiert Hosea: "Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.", er könnte sich also in einer Tradition gesehen haben, die darauf aufmerksam machen wollte, daß Tier- oder gar Menschenopfer für Jahwe vielleicht mal das kleinere Übel waren, daß sie die Gewalt aber nicht bekämpfen, sondern bestenfalls verlagern.
    Du übersiehst, die beiden Erklärungen müssen sich nicht widersprechen, sie können genausogut auch parallel laufen. So kann der Kreuzestod von Jesus ohne weiteres gleichzeitig mehrere Bedeutungen/Sinngebungen in sich vereinen. Das wäre nicht das erste mal, dass eine wesentliche Aussage der Bibel gleichzeitig mehrere Bedeutungen hat.

    Zitat Zitat von glaux
    Und der Glaube an die Gegenwärtigkeit Jesu ist auch bei vielen praktizierenden Christen nicht vorhanden oder hat keine Auswirkungen.
    Das ist gut möglich. Möglich auch, dass es viele bekennende Christen gibt, welche die ganze Geschichte mit Jesus als nicht wirklich real ansehen, als eine Erfindung des menschlichen Geistes.

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    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Mit Logik und Begriffen kann man die Welt zwar nicht vollständig erfassen, aber ein konsequent mystischer Standpunkt wird erfahrungsgemäß nicht lange durchgehalten. Jesus argumentiert, hat sich also auf Logik und Unterscheidung, also Kritik, eingelassen, folglich darf man diese Grundlagen voraussetzen, und dann ist es nun mal ein Widerspruch, den Opferkult aus Prinzip zu bekämpfen und gleichzeitig einem noch extremeren Opferkult das Wort zu reden.

    Ob man jemanden, der Jesus für ahistorisch hält, noch als Christen bezeichnen kann, kann man mit Fug und Recht bezweifeln, das liefe auf ein Placebo-Christentum hinaus. Mir ging es aber um den Glaubenssatz, daß man mit Jesus reden kann, also auch Antworten bekommt, die als solche erkennbar sind, und der gehört aus gutem Grund nicht zum Glaubensbekenntnis.

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    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Wenn jemand nicht an die Auferstehung glaubt, muß das Kreuz für ihn zwangsläufig etwas Trauriges/Abschreckendes symbolisieren.
    Auch wenn Jesus hinterher auferstanden sein soll - er wurde doch am Kreuz zu Tode gequält.
    Für mich kann ein Folterinstrument nie ein Symbol der Freude sein.
    Schon die Idee finde ich pervers.

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    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Zitat Zitat von 3146
    Auch wenn Jesus hinterher auferstanden sein soll - er wurde doch am Kreuz zu Tode gequält.
    Für mich kann ein Folterinstrument nie ein Symbol der Freude sein.
    Schon die Idee finde ich pervers.
    Wenn Du in dem Kreuz das Foltersymbol siehst, kannst Du darin auch keinen Grund zur Freude sehen. Andernfalls wäre das pervers, da hast du recht.
    Ich sehe in dem Kreuz jedoch das Symbol für den auferstandenen Christus. Darum ist das Kreuz auch leer (jedenfalls bei mir...).

  10. gesperrt

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    AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion

    Zitat Zitat von glaux
    Mit Logik und Begriffen kann man die Welt zwar nicht vollständig erfassen, aber ein konsequent mystischer Standpunkt wird erfahrungsgemäß nicht lange durchgehalten. Jesus argumentiert, hat sich also auf Logik und Unterscheidung, also Kritik, eingelassen, folglich darf man diese Grundlagen voraussetzen, und dann ist es nun mal ein Widerspruch, den Opferkult aus Prinzip zu bekämpfen und gleichzeitig einem noch extremeren Opferkult das Wort zu reden.
    Man sollte vor allem nicht vergessen, der Kult mit Tier- und Menschenopfern entstammt ursprünglich dem Heidentum mit seinen unzähligen Göttern, welche alle diese Opfer zu ihrer "Besänftigung" forderten. Es handelte sich um blutige okkulte Bräuche, welche sich hartnäckig gehalten haben und auf falschen Göttervorstellungen beruhten. Auch die Israeliten glaubten lange Zeit ihren Gott mit Opfergaben wohlwollend stimmen zu können. Wie aus Deinen Ausführungen sowie aus denen von Zisska im Nachbarstrang gerade hervorging, hatte dieser Gott jedoch nicht nur den Opferkult zugunsten der heidnischen Götter verabscheut, er verabscheute auch die an ihn selbst gerichteten Opfer der Israeliten. Es liegt damit der Schluß nahe, dass der Gott Israels auch keinen Gefallen hatte am Tod seines eigenen Sohnes. Wir werden das Geheimnis des Todes von Jesus am Kreuz nicht ganz erfassen können, fest steht aber: Er schaffte es irgendwie, den unsinnigen Opferkult zu beseitigen, wie auch immer.

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