Was mir beim Lesen der Beiträge aufgefallen ist:
Manche reden von den "Heiden". Für mich ist das eine Abwertung. Ähnlich, wie früher im Katechismus-Unterricht: Die Heiden-Kinder, die in die Hölle kommen, und die getauften katholischen Kinder, die in den Himmel kommen.
-> Es gibt wohl unterschiedliche Religionen, aber die Trennung Christen-Heiden finde ich unerträglich falsch, denn sie trägt bereits den Keim des Fremdenfeinlichen, der Intoleranz.
Die Bibel wurde von Menschen geschrieben, zudem vor einigen 1000 Jahren. Für mich bedeutet das, dass es, ähnlich wie bei Homer, wenig Wissenschaft gibt, sondern Geschichten. Die würde ich wie andere Literatur angehen.
Ja, manche ehemalige Christen interessieren sich z.B. für die eine oder andere asiatische Religion. Warum nicht. Wenn eine christliche Religion nicht befriedigende Antworten liefert, warum nicht mal um die Ecke schauen?
Ich denke, auch Buddhistische Texte wurden schon ins Deutsche übersetzt. Die Bibel wurde ja auch erst vor etwa 500 Jahren ins Deutsche übersetzt. Daher finde ich das nicht sonderbar, sich z.B. mit buddhistischen Texten zu befassen, vielleicht sogar zu identifizieren
Ich glaube nicht an Gott. An Jesus schon. Der war aber ein stinknormaler Mensch (ganz bestimmt kein Gott), der besonderes geleistet hat.
Die 3 zusammengehörigen Religionen Judentum, Christentum und Islam haben der Menschheit wahrscheinlich bedeutend mehr Unglück gebracht, als Glück.
Viele Grüße
Wolfgang
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01.01.2008, 23:29
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
Ich bin, also denke ich
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02.01.2008, 00:12
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
Ich benutze "Heide" als Synonym für Nichtjude, und (ab-)wertend ist das definitiv nicht gemeint, schließlich bin ich selber ein Goi.
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02.01.2008, 00:16
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
Wer ihn persönlich erfährt, weiss, dass es der Sohn Gottes ist, auch wenn das für andere Menschen schwer nachvollziehbar ist.
Zitat von Wolfgang60
leonieAuch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
nur verachten würde man ihn.
Das Hohelied
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02.01.2008, 00:28Inaktiver User
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
Zitat von glaux
das ist aber etwas weit gefasst, oder?
jude ist, wer eine jüdische mutter hat. oder konvertiert ist. heiden sind, dachte ich immer,
- im Christentum die Nicht-Christen
- im Islam trifft der Begriff Heide die Angehörigen von Nicht-Buchreligionen. also jeweils die 'anderen', andersgläubigen. wohingegen die atheisten eben nicht glauben. oder führe ich die diskussion da jetzt in eine ganz andere, falsche richtung??
ja, leonie, schwer nachvollziehbar ist das schon. für mich ist er ein rabbi und einer, der die menschen geliebt hat, aber 'sohn gottes'? da sträubt es sich mir. er war sicher ein kluger, beeindruckender mensch, aber 'gottes sohn'?? nein, da geh ich nicht mit.
Zitat von leonie
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02.01.2008, 00:29
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
in Ordnung, glaux.
Zitat von glaux
Lustig ist ja: Nichtjuden sind Heiden (aus jüdischer Sicht) und Nichtchristen sind Heiden ( aus christlicher Sicht).
Überall sind Heiden, die Sichtweise machts.
WolfgangIch bin, also denke ich
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02.01.2008, 08:54Inaktiver User
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
Hallo Wolfgang,Ja, manche ehemalige Christen interessieren sich z.B. für die eine oder andere asiatische Religion. Warum nicht. Wenn eine christliche Religion nicht befriedigende Antworten liefert, warum nicht mal um die Ecke schauen?
Ich denke, auch Buddhistische Texte wurden schon ins Deutsche übersetzt. Die Bibel wurde ja auch erst vor etwa 500 Jahren ins Deutsche übersetzt. Daher finde ich das nicht sonderbar, sich z.B. mit buddhistischen Texten zu befassen, vielleicht sogar zu identifizieren
ich habe mich bewusst aus dem Thread herausgehalten, aber an der Stelle mal ein Danke für Deine Worte!
Ergänzend will ich noch hinzufügen, dass Konvertieren nicht zwangsläufig etwas mit Unzufriedenheit mit der Religion hat, in der man traditionell aufgewachsen ist, es ist auch durchaus möglich, dass man die christliche Kirche in Frieden und respektvoll verlässt, weil man sich von einem anderen Glauben schlichtweg "umarmt" gefühlt hat (bevor ich konvertiert bin, habe ich mich 17 Jahre damit beschäftigt - vorher nochmal intensiv mit dem christlichen Glauben befasst, überlegt und dann den endgültigen Schnitt und Schritt gemacht).
Und ich denke, das steht auch jedem Menschen zu. Dafür bewertet oder beurteilt zu werden, finde ich bestürzend.
Ich käme nie auf die Idee, asiatische Mitmenschen und deren Motivation zu beurteilen oder gar zu bewerten, die zum Christentum konvertiert sind.
Schwer nachvollziehbar für mich, warum man dies tun (bewerten und beurteilen) muss...?
Ich komme mit meinem Leben und meiner "Kultur" (sicherlich Definitionssache) klar, habe ein stabiles soziales Umfeld und Aufgaben, denen ich gerne und mit Freude nachkomme - es kommt auch viel zurück.
Selbstverständlich finde auch ich -wie Gläubige anderer Religionen- Halt und auch Trost in meinem Glauben.
Mein Glaube ist stark auf Eigenverantwortlichkeit ausgerichtet - demzufolge habe ich dadurch die Chance, den Halt in mir selbst zu finden, sollte ich mal das Gefühl haben, ihn zu verlieren.
Genauso kann ich mich auch auf mich verlassen, den Trost in mir zu finden.
Andererseits denke ich mir, es ist sicher sinnvoll es mit Gelassenheit zu sehen, wenn andere Mitmenschen der Ansicht sind, es bewerten und beurteilen zu können/müssen, was in Menschen vorgeht, die konvertiert sind.
Sie werden wohl ihre persönlichen Gründe dafür haben.
Nur weil ich Fränkin bin, muss ich ja nicht zwangläufig ein Bratwurst-Gen in mir tragen, ich esse auch sehr gerne Lachs ;-).
Weiter will ich das Thema jedoch nicht vertiefen.Geändert von Inaktiver User (02.01.2008 um 09:24 Uhr)
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02.01.2008, 11:41
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
So ist es.Überall sind Heiden, die Sichtweise machts.
Wolfgang
Und sie sind nicht besser oder schlechter als Nicht-Heiden.
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02.01.2008, 11:48Inaktiver User
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
Lieber ein fröhlicher, ehrlicher "Heide", als ein mißmutiger "Gläubiger"

Gott liebt beide, aber wem hat er wohl mehr Freude und Wohlgefallen?

Nicht, dass sich jetzt hier jemand persönlich angesprochen fühlt!
Das war nur allgemein so dahingesagt
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02.01.2008, 13:47
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
@Wolfgang
Und umgekehrt genauso, gelle?Ja, manche ehemalige Christen interessieren sich z.B. für die eine oder andere asiatische Religion. Warum nicht. Wenn eine christliche Religion nicht befriedigende Antworten liefert, warum nicht mal um die Ecke schauen?
Stars und Sternchen, die auf der Buddhismus-Welle mitschwimmen haben wir doch genug, denke ich. Ich hoffe nur, die reagieren nicht alle so aggressiv wie du. Lehrt der Buddhismus nicht Gelassenheit und keinen Hass auf Angehörige anderer Religionen, oder irre ich mich da? Ich empfange jedenfalls sehr negative Energien aus deinem Text."Ich würde auch gerne eine Rede in Deutschland halten. Aber ich würde das viel lieber als Präsident der Vereinigten Staaten tun als nur als Präsidentschaftskandidat.“
(John McCain )
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02.01.2008, 13:50
AW: An die Gläubigen, egal welcher Religion
@Claudia
Dann lass es dir schmecken, ich hoffe, nur es handelt sich nicht um irgendwelche Billigware.Nur weil ich Fränkin bin, muss ich ja nicht zwangläufig ein Bratwurst-Gen in mir tragen, ich esse auch sehr gerne Lachs ;-).
Die Sache dabei ist nur, dass der Schwan ein wunderschönes, elegantes Tier ist, wenn er in seinem Element, dem Wasser schwimmt, nur wenn er an Land geht, ähnelt er stark einem anderen, großen weißen Vogel.
"Ich würde auch gerne eine Rede in Deutschland halten. Aber ich würde das viel lieber als Präsident der Vereinigten Staaten tun als nur als Präsidentschaftskandidat.“
(John McCain )


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