+ Antworten
Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 80
  1. Inaktiver User

    Christen im dritten Reich

    Hallo!

    Da das ja nun ein ganz eigenes Thema ist, habe ich die Antwort von Zukunftsmusik einmal hier reingestellt.
    Ich hoffe es ist euch recht.
    Ansonsten kann es ja wieder gelöscht werden....



    Zitat:
    Zitat von Leonie
    . ich möchte nur nicht stehen lassen, dass alle gläubigen mit dem nazi-regime konform gingen. das war so nicht der fall.


    Mit Sicherheit gab es viele Hitler-Gegner unter den Gläubigen. Die Katholische Kirche jedoch hat ihre Mitglieder im Stich gelassen, in dem Sie mit Hitler das Konkordat abgeschlossen hat und als Belohnung die Zustimmung des Zentrums zu den Ermächtigungsgesetzen gegeben hat.


    Aus Wikipedia:

    Als Reichskonkordat wird das 1933 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich geschlossene Konkordat bezeichnet. In ihm wurde das Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und der Katholischen Kirche geregelt. Es ist auch heute noch für die Bundesrepublik Deutschland gültig.

    Durch den Konkordatsabschluss mit dem Heiligen Stuhl war es den Nationalsozialisten gelungen, viele ihrer Kritiker aus dem politischen Katholizismus vorläufig ruhigzustellen und das verbreitete Misstrauen von Teilen der katholischen Bevölkerung gegen den von ihnen als unchristlich und kirchenfeindlich angesehenen Nationalsozialismus abzuschwächen. Kirchenkritische Historiker und Vereinigungen wie bspw. der IBKA werfen der Katholischen Kirche vor, durch den Abschluss des Konkordats Hitler international erst hoffähig gemacht und im Innern das NS-Regime stabilisiert zu haben.

    Insgesamt wird allerdings das Konkordat nicht nur innenpolitisch, sondern auch international zumeist als ein nicht zu unterschätzender Prestigegewinn für Hitler beurteilt. ... das Konkordat stellte aber dennoch den bis dahin größten – auch als Form der moralischen Anerkennung hoch anzusiedelnden – Erfolg des nationalsozialistischen Außenpolitik dar.


    Zitat:
    Zitat von Leonie
    fakt ist, dass es in allen gruppierungen, ob kirche, machthaber oder einfach die bürger, mitläufer gab.
    die meisten menschen hatten angst in diesem regime und haben sich lieber unterworfen, als gegen unrecht aufzustehen..



    Man sollte aber daran erinnern , dass nicht alle Mitläufer waren und besonders unter den Arbeiterparteien viele Menschen Hitlergegner waren. Immerhin war es die SPD die als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hat. Die Abgeordneten der KPD waren bereits verhaftet, ermordet oder geflohen.

  2. Inaktiver User

    AW: Christen im dritten Reich

    Wie der langjährige Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, Hanns Lilje, im Jahre 1947 befand, können die Zeugen Jehovas "für sich in Anspruch nehmen, die einzigen Kriegsdienstverweigerer großen Stils zu sein, die es im Dritten Reich gegeben hat, und zwar offen und um des Gewissens willen" 4.
    In der Tat war die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas die einzige Gruppe, welche während der NS-Zeit die Kriegsdienstverweigerung propagierte und praktizierte.

    Der Gruppenverbund hatte eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Denn jene Männer, die als Zeugen Jehovas den Kriegsdienst verweigerten, konnten immerhin sicher sein, dass ihre Religionsgemeinschaft voll hinter ihnen stand und sie in jeder Phase ihres schweren Weges moralisch unterstützte.

    Verweigerer aus den Reihen der beiden Großkirchen dagegen mussten auf eine solche Rückendeckung verzichten.

    So erklärt es sich, dass es in der NS-Zeit generell nur ganz wenige evangelische und katholische Kriegsdienstverweigerer gegeben hat.

    Bekannt sind lediglich 12 katholische und 4 evangelische Verweigerer.
    Der katholische Bauer Franz Jägerstätter 5 aus St. Radegund in der Nähe von Braunau am Inn, der sich Hitlers Krieg aus religiösen und politischen Motiven verweigerte, starb unter der Guillotine, ohne dass die kirchliche Obrigkeit sich in irgendeiner Weise schützend vor ihn gestellt hätte.

    Der evangelische Pazifist Dr. Hermann Stöhr 6, der vor 1933 hauptamtlicher Sekretär des Internationalen Versöhnungsbundes gewesen war, wurde von der protestantischen Kirchenführern ebenso wenig geschützt, als er aus Gründen des christlichen Glaubens den Kriegsdienst verweigerte.

    Das Reichskriegsgericht verurteilte ihn schon im Frühjahr 1940 zum Tode und ließ das Urteil alsbald vollstrecken.

    Auch in der Erinnerung nach 1945 wurden die katholischen und protestantischen Verweigerer von ihren Kirchen nicht etwa nachträglich rehabilitiert, sondern sie blieben isoliert.

    Ebenso handelte die Justiz der Nachkriegszeit. Es dauerte beispielsweise bis zum Jahre 1997, bis das Todesurteil gegen Franz Jägerstätter juristisch aufgehoben wurde.

    Wie die Deserteure der Wehrmacht, so stießen auch die Zeugen Jehovas in den Nachkriegsjahrzehnten trotz ihrer hohen Blutopfer nur selten auf Verständnis und Respekt.

    Denn in der Zeit des Kalten Krieges gerieten sie erneut mit dem Staat in Konflikt, da sie neben dem Kriegsdienst auch den Ersatzdienst verweigerten, was in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1958 und 1969 alleine 1500 Strafverfahren gegen Angehörige dieser Glaubensgemeinschaft wegen Fahnenflucht oder Zivildienstflucht zur Folge hatte.

    Mit Recht ist gesagt worden: "Ausgerechnet diese religiösen Totalverweigerer, die bereits von den Nationalsozialisten als ‘Wehrkraftzersetzer’ grausam verfolgt worden waren..., fanden sich entgegen den Intentionen der Verfassungsväter und -mütter auch in der Bundesrepublik im Gefängnis wieder."

    In der DDR soll es ihnen sogar noch schlechter ergangen sein.

    Quelle


    http://www.standhaft.org/


  3. Registriert seit
    30.05.2003
    Beiträge
    3.015

    AW: Christen im dritten Reich

    Vor der Haltung der ZJ im Dritten Reich kann man nur den Hut ziehen.

    Auch in Ruanda waren sie die einzige religiöse Gruppierung, die nicht beim Morden mitgemacht hat.

  4. Moderation Avatar von Islabonita
    Registriert seit
    30.09.2005
    Beiträge
    9.946

    AW: Christen im dritten Reich

    Interessanter Beitrag, Zisska. Das war mir so nicht bekannt.
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

    Werde die, die du bist
    Hedwig Dohm

  5. Avatar von Opelius
    Registriert seit
    24.04.2004
    Beiträge
    16.075

    AW: Christen im dritten Reich

    Unvollständige Liste inhaftierter Geistlicher im KZ Dachau. Evangelische Geistliche [
    Ernst Berendt, Pfarrer in Baden-Baden, seit 21. Mai 1941
    Alexander Falzmann („Aleksander“ Falzmann), polnischer Geistlicher, † 4. Mai 1942 im KZ Dachau
    Edmund Friszke („Frischke“), polnischer Pastor aus Radom, seit dem 14. Dezember 1940 bis zur Befreiung
    Walter Gabriel, Pfarrer von St. Laurentius in Halle/Saale, seit 7. Februar 1941
    Ernst Gallin, Pfarrer aus Buchow-Karpzow und Falkenrehde, seit 21. November 1941
    Heinrich Grüber, Pfarrer aus Berlin-Kaulsdorf, seit 21. Dezember 1940
    Fritz Hoffmann, Pfarrer aus Wegenstedt, seit 12. September 1941, entlassen am 12. März 1942
    Pfarrer Husar, aus einem Ort bei Chemnitz
    Walter Kaiser, Pfarrer aus Dresden, seit 30. Mai 1941

    Martin Niemöller war „persönlicher Gefangener Hitlers“Martin Niemöller, seit 1941, 4. Mai 1945 befreit
    Christian Reyer, Pfarrer aus Stieglitz/Netzekreis, seit 1. Juli 1941
    Paul Richter, Pfarrer aus Wilsdruff in Sachsen, seit März 1942, † 13. August 1942 im KZ Dachau
    Erich Schiefelbein, Pfarrer aus Troisdorf bei Köln, seit 30. Mai 1941
    Heinrich Schmitz (* 23. Juli 1890 in Duisburg, † 30. September 1968 in Wesel), Pfarrer in Bergneustadt, seit 1. Juli 1944 im Wartestand, 8. Dezember 1944 nach Dachau, Häftlingsnummer 135009; am 26. April 1945 Todesmarsch Richtung „Alpenfestung“; am 27. April 1945 mit 54 anderen Geistlichen durch die Jesuitenpater Otto Pries und Franz Kreis befreit; 1949–1960 Pfarrer in Wesel
    Werner Sylten, Pfarrer aus Berlin-Köpenick, seit 30. Mai 1941, † wahrscheinlich am 26. August 1942 in der NS-Tötungsanstalt Hartheim bei Linz
    Bruno Theek, Pfarrer aus Ludwigslust, seit 2. Januar 1942
    Horst Thurmann, Hilfsprediger in Euskirchen/Eifel, seit 2. Juni 1941
    Johannes Wagner, Pfarrer aus Chemnitz, seit 12. September 1941
    Klaas Wildfang, Pfarrer aus Rysum bei Norden, seit 7. Februar 1941, überstellt nach Hannover im April 1941, von dort entlassen wegen Haftunfähigkeit infolge eines Schlaganfalls
    Friedrich Zippel, Pfarrer aus Großgrabe bei Mühlhausen, seit Juni 1941

    Katholische Geistliche
    Korbinian Aigner, Priester aus dem Erzbistum München und Freising, Häftlgs.-Nr. 27.788, ab 23. Juni 1941 bis zur Verlegung ins KZ Sachsenhausen am 12. September 1941 und ab 3. Oktober 1941 nach seiner Rückverlegung nach Dachau, Flucht auf dem Evakuierungsmarsch am 28. April 1945
    Alois Andritzki, Priester aus dem Bistum Meißen, Häftlgs.-Nummer 27.829, seit Oktober 1941, † 3. Februar 1943 in Dachau
    Pater Theodor Averberg, Mitglied der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare, Häftlgs.-Nr. 50.046, seit 30. Juli 1943, befreit durch ehem. Mithäftlinge auf dem Evakuierungsmarsch April 1945, † 31. Juli 1973 in Everswinkel/Westfalen
    Pater Josef Averesch, Mitglied der Ordensgemeinschaft der Redemptoristen, Häftlgs-Nr. 27.651, seit 19. September 1941, 28. März 1945 entlassen, † 20. Juli 1949 in Hörstel/Westfalen
    Pater Werner Barkholt, Jesuit, Häftlgs.-Nr. 26.890, seit 8. August 1941, † 18. Juli 1942 in Dachau
    Pater August Benninghaus, Jesuit, Häftlgs.-Nr. 29.373, verhaftet 27. Juni 1941 in Münster, KZ Sachsenhausen seit Sommer 1941 (Schutzhäftl.-Nr. 39.790), KZ Dachau seit 11. März 1942, † 20. Juli 1942 in Dachau
    Josef Beran, späterer Erzbischof von Prag
    Hubert Berger, Priester aus dem Bistum Aachen, Pfarrer in Otzenrath, seit 26. Februar 1942
    Jean Bernard, Pfarrer aus Luxemburg, inhaftiert Mai 1941 bis August 1942, entlassen
    Anton Bornefeld, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 63.120, seit 6. Februar 1944, befreit 29. Mai 1945 † 14. März 1980 in Liesborn/Westfalen
    Pater Titus Brandsma, Karmeliter, † 26. Juli 1942 nach medizinischen Experimenten an ihm
    Theo Brasse, Priester aus dem Bistum Aachen, Kaplan in Lank bis zur Ausweisung aus dem Rheinland, seit 16. August 1941, entlassen 16. September 1943, † 26. März 1987 in Nettetal-Hinsbeck [1]
    Wilhelm Braun, Priester aus Frankfurt/Oder, Häftlgs.-Nr. 15.332, 11. Dezember 1935 bis (?), 2. Inhaftierung 16. August 1940; 1941 Transport ins KZ Buchenwald, weiteres Schicksal unbekannt
    Franz Clément, Priester aus Luxemburg
    Pater Franz Dabeck, Mitglied der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare, Häftlgs.-Nr. 37.036, seit 25. September 1942, entlassen 27. März 1945
    Alfons Duschak, Priester aus dem Bistum Meißen
    Gottfried Engels, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 22.638, seit 14. Dezember 1940, überstellt im Mai 1942 an das Sondergericht Oldenburg zur Verurteilung und zweijährigen Haft im Zuchthaus Hamburg-Fuhlsbüttel, † 28. Mai 1961 in Kapellen/Rheinland
    Johannes Flintrop, Priester aus des Erzbistum Köln, ab 1. Mai 1942, † 26. Juli 1942 im KZ Dachau
    Anton Fränznick, seit 1942, † 27. Januar 1944 im KZ Dachau
    Reinhold Friedrichs, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 27.182, seit 12. September 1941, entlassen 5. April 1945, † 28. Juli 1964 in Münster
    Pater Alkuin Hubert Gassmann, Franziskaner, Häftlgs.-Nr. 38.595, seit 6. November 1942, entlassen 5. April 1945,
    Suitbert Gilz, Priester aus dem Bistum Aachen, Kaplan in Mönchengladbach, seit 16. Juni 1941
    Alois Paul Grafenberger, Pfarrer von Rembrücken und Hainhausen / Hessen, Häftlgs.-Nr. 37.243, KZ Dachau seit Oktober 1942 bis zum 5. April 1945, † 8. Januar 1966 in Frankfurt/Main
    Georg Häfner, Priester aus dem Bistum Würzburg, christlicher Märtyrer, seit November 1941, † 20. August 1942 im KZ Dachau
    Bernhard Heinzmann, Priester aus dem Bistum Augsburg, Pfarrvikar in Kronburg-Illerbeuren, seit November 1941, † 10. August 1942 in der NS-Tötungsanstalt Hartheim bei Linz
    Josef Helmus, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 41.408, seit Dezember 1942, entlassen 5. April 1945, † 11. November 1966
    Heinrich Hennen, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 29.133, seit 30. Januar 1942, entlassen 5. April 1945, † 2. November 1967
    Gerhard Hirschfelder, Kaplan und Jugendseelsorger in der ehemaligen Grafschaft Glatz, Erzbistum Prag, Häftlings-Nr. 28972, † 1. August 1942
    Bernhard Hürfeld, Priester aus dem Bistum Münster und Gründer des „Paedagogium Canisianum“ in Lüdinghausen, Häftlgs.-Nr. 63.117, seit (?) 1945, † 12. Oktober 1966
    Nikolaus Jansen, Priester aus dem Bistum Aachen, Domkapitular in Aachen, seit 26. Dezember 1941
    Konrad Just, † 1964, Pfarrer aus der nördlichen Umgebung von Linz, 7 Jahre Haft (siehe Literatur Justus Just)
    Friedrich Karas, Priester aus der Erzdiözese Wien, seit August 1941, † 28. März 1942 im KZ Dachau
    Fritz Keller, Priester aus dem Bistum Aachen, Pfarrer in Stolberg, seit 15. Dezember 1941

    Pater Josef Kentenich - Häftling in DachauJosef Kentenich, Gründer der internationalen Schönstatt-Bewegung, seit 13. März 1942, entlassen 6. April 1945
    Johannes Klumpe, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 28.961, seit 25. Dezember 1941, entlassen 6. April 1945, † 13. Mai 1970
    Josef Knichel, Pfarrer von Stadtkyll im Bistum Trier bzw. Pfarradministrator von Ligneuville (Ardennen / Belgien) im Bistum Lüttich, Hftlgs.-Nr. 69.815, seit Juni 1944, befreit 1945, † 14. Oktober 1955 in Wallhausen
    Heinrich Kötter, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 28.828, seit 20. November 1941, entlassen 6. April 1945, † 15. Juni 1973 in Borghorst/Westfalen
    Michał Kozal († 26. Januar 1943 im KZ Dachau), polnischer Bischof, selig gesprochen
    Adam Kozłowiecki, polnischer Priester und Jesuit, 1939 zunächst im KZ Auschwitz, sechs Monate später in das KZ Dachau deportiert, dort bis zur Befreiung 1945
    Pater Anton Krähenheide, Mitglied der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare in Münster-Hiltrup (Hiltruper Missionare), Häftlgs.-Nr. 35.599, seit 2. September 1942, entlassen 6. April 1945, † 21. Mai 1974 in Hiltrup bei Münster/Westfalen
    Karl Leisner, Diakon aus dem Bistum Münster, 17. Dezember 1944 im KZ heimlich zum Priester geweiht, Häftlgs.-Nr. 22.356, seit 14. Dezember 1941, 4. Mai 1945 befreit, † 12. August 1945 in Planegg bei München an den Folgen der im KZ zugezogenen schweren Krankheiten
    Josef Lodde, Pfarrdechant in Coesfeld, Häftlgs.-Nr. 41.551, seit 31. Dezember 1942, † 28. Februar 1943 in Dachau
    Karl Maierhofer, Priester aus Wien, Häftlgs.-Nr. 34.950, 26. August 1939 bis (?), (?) Transport ins KZ Buchenwald, weiteres Schicksal unbekannt
    Pater Petrus Karl Mangold, Franziskaner, kommissarischer Provinzial im Sudentengau, Kloster Mährisch-Trübau, seit 6. Juni 1941, † 18. Juli 1942 in Dachau
    Pater Dr. Albert Maring, Jesuit, Häftlgs-Nr. 30.516, KZ Sachsenhausen seit Sommer 1941, KZ Dachau seit 19. Juni 1942, † 8. April 1943 in Dachau
    Pater Elpidius Markötter, Franziskaner aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 27.720, KZ Sachsenhausen seit Januar 1941, KZ Dachau seit 26. September 1941, † 28. Juni 1942 in Dachau
    Max Mayer, Priester aus dem Bistum Augsburg, Pfarrer in Schiltberg, seit 18. Dezember 1940
    Matthias Mertens, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 29.753, seit 17. April 1942, entlassen 9. April 1945, † 1. Februar 1970 in Kassel [2]
    Josef Meyer, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 30.219, seit Pfingsten 1942, entlassen Gründonnerstag 1945, † 24. Juli 1974 in Goch/Niederrhein
    Wilhelm Meyer, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 26.204, seit 6. Juni 1941, entlassen 29. März 1945, † (?)
    Emil Muhler, Priester aus München
    Pater Maurus Münch, Benediktiner aus Trier, von Oktober 1941 bis (?) 1942
    Otto Neururer, Priester in Götzens(Tirol), vorübergehend in Dachau inhaftiert, +30.5.1940, im KZ Buchenwald zu Tode gequält
    Wilhelm Oberhaus, Priester aus dem Erzbistum Paderborn, Häftlgs.-Nr. 27.826, seit 10. Oktober 1941, verstorben 20. September 1942 im KZ Dachau
    Heinrich Oenning, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 26.985, seit 22. August 1941, entlassen 13. Januar 1942, † 12. November 1977
    Franz Ohnmacht, Priester aus dem Bistum Linz, Generaldirektor der Katholischen Aktion, inhaftiert in Dachau 17. Juni 1938 bis 26. September 1939 und 7. Dezember 1940 bis 16. März 1943, erster „Lagerdekan“, † 11. April 1954 in Linz an den gesundheitlichen Folgen der medizinischen Experimente der KZ-Ärzte in Dachau
    Pater Anastazy Pankiewicz, polnischer Franziskaner, † 1942 im KZ Dachau, selig gesprochen
    Pater Otto Pies, Jesuit, seit 1941, entlassen März 1945, Leiter von Befreiungsaktionen für frühere Mithäftlinge auf dem Evakuierungsmarsch Ende April 1945
    Bischof Gabriel Piguet, Erzbischof von Clermont/Frankreich, seit ?
    Bernhard Poether, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 24.479, KZ Sachsenhausen seit Dezember 1941, KZ Dachau seit April 1941, † 13. Januar 1942 in Dachau
    Pater Robert Regout, niederländischer Jesuit, Professor an der Katholischen Universität Nimwegen, † 28. Dezember 1942
    Pater Engelbert Rehling, Mitglied der Ordensgemeinschaft der Oblaten, Häftlgs-Nr. 28963, seit 26. Dezember 1941, geflohen auf dem Evakuierungsmarsch 27. April 1945, † 25. November 1976 in Aachen
    Fritz Remy, Priester aus dem Bistum Meißen, Häftlgs.-Nr. 22.704, seit 14. April 1942, entlassen 29. Januar 1944, † 22. September 1967 in Beuel/Rheinland
    Josef Reukes, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 27.833, KZ Sachsenhausen seit 9. Juni 1942, seit 10. Oktober 1941, befreit durch ehem. Mithäftlinge auf dem Evakuierungsmarsch April 1945, † 31. Dezember 1961
    Pater Franz Riepe, (* 26. Juli 1885 in Schwagstorf/Ostercappeln bei Osnabrück, † 13. August 1942 im KZ Dachau), Steyler Missionar, Rektor des Missionshauses St. Xaver in Bad Driburg, ab 9. Mai 1941 im KZ Dachau, Häftlgs.-Nr. 25.338
    Hans Rindermann, Priester aus dem Bistum Aachen, Kaplan und Rektor in Aachen-Forst, seit 7. Januar 1941
    Johannes Rothe, Priester aus dem Bistum Meißen
    Heinrich Rupieper, Priester aus Marl, † 1964 in Marl
    Georg Schelling, Priester und katholischer Journalist aus Buch, Mai 1938 bis März 1945, ab 17. März 1943 „Lagerkaplan“, ab Oktober 1944 „Lagerdekan“
    Hermann Scheipers, Priester aus dem Bistum Meißen, Häftlgs.-Nr. 24.255, 28. März 1941 bis 27. April 1945, geflohen auf dem Evakuierungsmarsch, Autor des Buches Gratwanderungen – Priester unter zwei Diktaturen, lebt seit August 1983 im Ruhestand im Bistum Münster, wohnt jetzt in Ochtrup/Westfalen
    Laurenz Schmedding, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 58.284, KZ Dachau seit 19. November 1943, entlassen 10. April 1945, † 21. März 1972 in Westfalen
    Richard Schneider, seit 22. November 1940, 29. März 1945 entlassen
    Aloys Scholze, seit Mai 1941, † 1. September 1942 (evtl. Leutersdorf)
    Benno Scholze, Priester aus dem Bistum Meißen, (evtl. Pirna)
    Pater Augustin Franz Karl Schulze Hessing, Benediktiner aus der Abtei Gerleve bei Coesfeld/Westfalen, Häftlgs.-Nr. 27.835, seit 10. Oktober 1941, entlassen 27. März 1945, † 29. Juli 1975
    Pater Emil Schumann, Angehöriger der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare, Häftlgs.-Nr. 28.808, KZ Dachau seit 5. Dezember 1941, befreit Mai 1945, † 2. Juni 1982 in Mülheim an der Ruhr
    Pater Gregor Schwake, Benediktiner aus der Abtei Gerleve bei Coesfeld/Westfalen, Kirchenmusiker, Häftlgs.-Nr. 60.931, seit 2. Januar 1944, entlassen 10. April 1945, † 13. Juni 1967
    Erich Selzle, Priester aus dem Bistum Augsburg, Kaplan in Lechbruck, Häftlgs.-Nr. 21.997 (nach der 2. Inhaftierung in Dachau), 27. September 1939 bis 1940, von dort Überstellung in das KZ Mauthausen; Rücküberstellung ins KZ Dachau 6. März 1941 bis zur Befreiung 1945
    Johannes Sonnenschein, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 30.224, seit 1942, entlassen 1945, † 31. August 2003
    Hermann Stammschröer, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 27.837, seit 10. Oktober 1941, entlassen 10. April 1945, † 7. Oktober 1957
    Johann Steinbock, Priester in der Steyr-Vorstadtpfarre, 1941 Gestapo-Haft, anschließend von Januar 1942 bis zur Befreiung am 29. April 1945 im KZ Dachau, danach im Lager Dachau unter Aufsicht der US-Armee in Fleckfieberquarantäne bis zum 25. Mai 1945 [3]
    Pater Joseph Benedikt Stoffels, luxemburgischer Priester, Angehöriger der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester, am 7. März 1941 verhaftet, zunächst Häftling im KZ Buchenwald, am 22. November 1940 nach Dachau überstellt, Häftlings-Nr. 27.179, † 25. Mai 1942 in der NS-Tötungsanstalt Hartheim bei Linz
    Gerhard Storm, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 32.281, seit 23. Juli 1942, † 28. August 1942 in Dachau
    Heinrich Sumereder, Priester aus dem Erzbistum Salzburg, Kooperator in der Stiftsgemeinde Mattsee, inhaftiert seit 14. Dezember 1940, † 1943 im KZ Dachau
    Emil Thoma, Pfarrer aus Eppingen, seit 10. September 1941, bis ?
    Pater Engelmar Unzeitig, Mitglied der Ordensgemeinschaft der Marianhiller Missionsgesellschaft, seit 8. Juni 1941, Pfleger in der Flecktyphusbaracke, † 2. März 1945 in Dachau
    Pater Albrecht Friedrich Wagner, Priester aus dem Bistum Augsburg, Benediktiner aus dem Kloster St. Ottilien, seit 23. Dezember 1941
    Pater Nicolas Antonius Wampach, luxemburgischer Priester, Angehöriger der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester, am 7. März 1941 verhaftet, zunächst Häftling im KZ Buchenwald, am 22. November 1940 nach Dachau überstellt, Häftlings-Nr. 27.178, † 12. August 1942 in der NS-Tötungsanstalt Hartheim bei Linz
    Karl Weiß, (* 1913 in Eger, † 1998), Priester des Erzbistums Prag, nach dem Krieg im Bistum Passau tätig gewesen
    Wilhelm Weber, Priester aus dem Bistum Münster, Häftlgs.-Nr. 64.053, KZ Dachau seit 19. Februar 1944, entlassen 10. April 1945, † 2. Februar 1963
    Dr. Bernhard Wensch, Jugendseelsorger aus dem Bistum Meißen, zunächst im KZ Oranienburg, seit dem 7. November 1941 im KZ Dachau, † 15. August 1942 in Dachau
    August Wessing, Pfarrer und Dechant von Hoetmar/Westfalen, Häftlgs.-Nr. 37.138, KZ Dachau seit 2. Oktober 1942, † 4. März 1944 in Dachau
    Jakob Anton Ziegler, Priester aus dem Bistum Trier, Häftlings-Nr. 28.875, verhaftet am 8. August 1941, seit dem 12. Dezember 1941 in Dachau, dort am 12. Mai 1944 verstorben
    Johannes Zietsch, Priester aus dem Bistum Meißen, seit ?
    Johannes Zimmermann, Priester aus dem Bistum Meißen, Kaplan in Freital, seit 27. Mai 1941 im KZ Mauthausen, danach in Dachau, entlassen am 29. März 1945, † 25. Juli 1945
    ______________________________________________
    Der ev. Reibi (Reichsbischof) Ludwig Müller, Miglied der NSDAP seit 1931, wurde 1933 Reichsbischof und Nachfolger von Friedrich von Bodelschwingh. Er bekämpfte insbesondere die Barmer Theologische Erklärung: " Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen."

    Obwohl ev. (wie auch kath.) Geistliche nicht zum Kriegsdienst eingezogen werden durften, stellte Reibi Müller insbesondere Pfarrer aus den annektierten Gebieten und dem Generalgouvernement zum Kriegsdienst frei. Grundlage war fast immer, dass diese Pfarrer sein Verbot von Gottesdiensten an Christi Himmelfahrt (war ab 1941 kriegswichtiger Werktag) mißachteten. Hunderte von ihnen wurden von der Wehrmacht eingezogen und versahen normalen Dienst mit der Waffe.
    Im Reichsgebiet ließ er unbotmäßige Geistliche durch die Gestapo verhaften und begrüßte ihre Verurteilung.
    Er starb vermutlich im Juni 1945 durch Selbstmord.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (10.12.2007 um 19:20 Uhr)

  6. Avatar von Leonie
    Registriert seit
    04.01.2005
    Beiträge
    4.975

    AW: Christen im dritten Reich

    danke ophelius!
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied


  7. gesperrt Avatar von maxima8
    Registriert seit
    15.03.2003
    Beiträge
    1.806

    AW: Christen im dritten Reich

    Zitat Zitat von 3146
    Vor der Haltung der ZJ im Dritten Reich kann man nur den Hut ziehen.

    Auch in Ruanda waren sie die einzige religiöse Gruppierung, die nicht beim Morden mitgemacht hat.
    Dabei sollte man allerdings nicht übersehen, dass auch die Zeugen Jehovas nichts gegen die Vernichtung der Juden hatten.
    Auf Seite 224 Ihres Pamphletes "Gott bleibt wahrhaftig" konnte man 1946 über die Juden nachlesen:
    "Viele ihrer Leiden haben sie sich durch ihre Geschäftemacherei und ihr rebellisches Handeln zugezogen."

    Ohne Frage, war jeder Widerstand gegen die Nazis bewundernswert. Allerdings muss man auch sehen, dass vieles ausschließlich im Hinblick auf die eigene Haut geschah.
    Hätte Hitler nur die Juden umgebracht hätte es nur die wenigsten Menschen wirklich interessiert.

    Niemöller hat es am Treffendsten beschrieben.
    “Als sie kamen, um die Juden zu holen, schwieg ich, weil ich kein Jude war. Als sie kamen, um die Kommunisten zu holen, schwieg ich, weil ich kein Kommunist war. Als sie kamen, um die Gewerkschafter zu holen, schwieg ich, weil ich kein Gewerkschafter war. Dann, als sie kamen, um mich zu holen, gab es keinen mehr, der für mich seine Stimme hätte erheben können.”

  8. gesperrt Avatar von tessie_10
    Registriert seit
    23.11.2006
    Beiträge
    4.564

    AW: Christen im dritten Reich

    Zitat Zitat von maxima8
    Ohne Frage, war jeder Widerstand gegen die Nazis bewundernswert. Allerdings muss man auch sehen, dass vieles ausschließlich im Hinblick auf die eigene Haut geschah.
    Hätte Hitler nur die Juden umgebracht hätte es nur die wenigsten Menschen wirklich interessiert.
    Damit unterstellst Du also allen, die aktiv Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben, erst mal pauschal, sie hätten es womöglich nur "im Hinblick auf die eigene Haut" getan. Der unglaubliche Zynismus, der aus diesen Deinen Worten spricht, ist wirklich bemerkenswert.

  9. Inaktiver User

    AW: Christen im dritten Reich

    Zitat Zitat von maxima8
    Auf Seite 224 Ihres Pamphletes "Gott bleibt wahrhaftig" konnte man 1946 über die Juden nachlesen:
    "Viele ihrer Leiden haben sie sich durch ihre Geschäftemacherei und ihr rebellisches Handeln zugezogen."
    Hallo!

    Ich habe dieses sehr alte Buch vor mir liegen...

    Die ganze Seite 224 handelt davon, dass "Jehova die Kinder Israels zu einer besonderen, heiligen, auserwählten Nation organisierte." (1.u.2. Zeile)

    " Dieses Volk, dass zu einer Nation organisiert wurde, deren Gott und souveräner herrscher Jehova war, hatte eine vorbildliche theokratische Regierung. Es wurde deshalb dazu gebraucht prophetische Vorbilder und Schatten größerer, künftiger Dinge zu schaffen." (7.-11. Zeile)

    So! Jetzt habe ich das ganze 18. Kapitel " Rückkehr des natürlichen Israel nach Palästina" gelesen.
    Deinen Satz gibt es auch nicht annähernd....

  10. gesperrt Avatar von maxima8
    Registriert seit
    15.03.2003
    Beiträge
    1.806

    AW: Christen im dritten Reich

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo!

    Ich habe dieses sehr alte Buch vor mir liegen...

    Die ganze Seite 224 handelt davon, dass "Jehova die Kinder Israels zu einer besonderen, heiligen, auserwählten Nation organisierte." (1.u.2. Zeile)

    " Dieses Volk, dass zu einer Nation organisiert wurde, deren Gott und souveräner herrscher Jehova war, hatte eine vorbildliche theokratische Regierung. Es wurde deshalb dazu gebraucht prophetische Vorbilder und Schatten größerer, künftiger Dinge zu schaffen." (7.-11. Zeile)

    So! Jetzt habe ich das ganze 18. Kapitel " Rückkehr des natürlichen Israel nach Palästina" gelesen.
    Deinen Satz gibt es auch nicht annähernd....
    Schon mal was von "Auflage" gehört?

+ Antworten
Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •