@ amely
ich denke, den Werdegang hier zu beschrieben ist wahrlich OFF TOPIC.
http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler
ER saß -soweit ich weiß - nicht in Wien, sondern in Landsberg ein. In dem Wiki-Bericht ist das Wohlwollen der Richter gut beschrieben. Obwohl er zu mindestens 5 Jahren Festungshaft verurteilt worden war, saß er nicht einmal ein Jahr.
Festungshaft war der Justizvollzug für bevorzugte Inhaftierte, z.B. Adlige, die man nie ins Zuchthaus oder Gefängnis brachte.
Ab 1925 war Hitler staatenlos, weil er die österreichische Staatsbürgerschaft aufgegeben hatte. Erst die Anstellung als Regierungsrat beim Landeskultur- und Vermessungsamt des Freistaates Braunschweig mit sofortiger Abordnung an die Braunschweigische Gesandtschaft beim Reichsrat in Berlin Ende Februar 1932 machte ihn zum deutschen Staatsangehörigen, und damit erfüllte er eine formale Voraussetzung zur Kandidatur bei der Reichspräsidentenwahl im selben Jahr.
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 80
Thema: Christen im dritten Reich
-
11.12.2007, 16:35
AW: Christen im dritten Reich
Geändert von Opelius (11.12.2007 um 17:26 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
-
11.12.2007, 19:24Inaktiver User
AW: Christen im dritten Reich
Pfarrerblock (KZ Dachau)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Pfarrerblock meinte die Gefangenenbaracken, in denen Geistliche verschiedener Konfessionen in einem Konzentrationslager der Nazi-Zeit gemeinsam eingesperrt und von den SS-Wächtern gequält wurden.
Pfarrerblocks - verächtlich auch „Pfaffenblocks“ genannt – wurden im Dezember 1940 von der SS in den zusammenliegenden Häftlingsbaracken, Block 26, 28 und 30, des Konzentrationslagers Dachau eingerichtet.
Wie bei allen anderen der 30 Häftlingsblocks in diesem Konzentrationslager handelte es sich um Baracken mit der Grundfläche 100 x 10 Meter mit vier Räumen (genannt Stube), die wiederum jeweils in einen Schlaf- und einen Tagesraum aufgeteilt waren.
Jeweils für zwei Stuben standen ein Wasch- und ein Toilettenraum zur Verfügung. Jede Stube war für 52 Häftlinge eingerichtet. Ab Januar 1941 wurde die Stube 4 des Blocks 26 als Kapelle des Pfarrerblocks genutzt.
Insgesamt waren 2.720 Geistliche inhaftiert: (2.579 katholisch, 109 evangelisch, 22 griechisch-orthodox, 8 altkatholisch, 2 muslimisch).
Den größten Anteil nach Herkunftsland stellten die 1.780 polnischen Priester.
Von ihnen überlebten 868 die Haft nicht.
Weitere Nationalitäten (Tote in Klammern): Deutsche 447 (94); Franzosen 156 (10); Tschechoslowaken 109 (24); Holländer 63 (17); Belgier 46 (9); Italiener 28 (1); Luxemburger 16 (6). Insgesamt starben 1.034 Geistliche im KZ Dachau.
-
11.12.2007, 23:40
AW: Christen im dritten Reich
Mit Sicherheit kommen sie sich verhöhnt vor, von solch einem Unsinn wie "Während der Nazizeit gab es nur Atheisten".
Zitat von Leonie
-
11.12.2007, 23:44
AW: Christen im dritten Reich
Du kannst ja erst einmal erklären, wo es eine Verhöhnung des Widerstandes gibt, bevor Du Dich als deren moralische Vertretung ausgibst.
Zitat von tessie_10
-
11.12.2007, 23:49
AW: Christen im dritten Reich
tessie, das entnimmt man auch den aussagen der zeitzeugen, die in den zdf-geschichtsreportagen zu wort kamen. von guido knopp gab es eine reihe, die sich mit den auswirkungen des widerstandes bis heute beschäftigte.
leonieAuch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
nur verachten würde man ihn.
Das Hohelied
-
12.12.2007, 00:31Inaktiver User
AW: Christen im dritten Reich
In der Tat!
Zitat von Leonie
http://www.zeit.de/2003/40/A-DBE?page=all
Das ist der blanke HOHN!Von deutschem Ruhm
Das Beispiel der populären "Deutschen Biographischen Enzyklopädie" zeigt, wie die NS-Karrieren etlicher Wissenschaftler auch heute noch vertuscht und verschwiegen werden. Eine Stichprobe von Ernst Klee
(...)
Ähnliche Retuschen finden sich bei dem Juristen Johannes Heckel, 1889 in Kammerstein bei Schwabach geboren und 1963 in Tübingen gestorben. Er wurde, heißt es über ihn, „1928 o. [ordentlicher] Prof. des öffentlichen Rechts, insbesondere Kirchenrechts in Bonn und erhielt 1934 den gleichen Lehrstuhl an der Univ. München, wo er bis zu seiner Emeritierung 1957 wirkte.“ Nicht erwähnt: Heckel war Ende 1933 Rechtsberater des Reichsbischofs Ludwig Müller geworden, eines glühenden Nazis, der die evangelische Kirche „gleichschalten“ sollte. Heckel saß zudem im Beirat der Forschungsabteilung Judenfrage im Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschland in Berlin. Dies war eines der widerlichsten antisemitischen Hetz-Institute des „Dritten Reiches“ (Institutsleiter Walter Frank, laut Rudolf Heß der „bahnbrechende Historiker unserer Bewegung“, endete im Mai 1945 durch Suizid). Heckel, selbstredend Mitglied der NSDAP und des NS-Dozentenbunds, wurde 1951 Präsident des Verfassungs- und Verwaltungsgerichts der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland.
Der Bischof, der Dietrich Bonhoeffer denunzierte
In dem Artikel wird auch sein Bruder Theodor erwähnt. Der Theologe war 1934 von Bischof Müller zum Leiter des Kirchliches Amtes für auswärtige Angelegenheiten ernannt worden und trug seither den Titel Bischof. Er denunzierte bereits 1936 den später hingerichteten Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer als „Staatsfeind“. Nach Kriegsende organisierte Theodor Heckel Hilfssendungen an deutsche Kriegsgefangene in der UdSSR und war Stadtdekan in München. Den Titel Bischof behielt er bis zu seinem Tod 1967 bei.
-
12.12.2007, 02:59Inaktiver User
AW: Christen im dritten Reich
Geändert von Inaktiver User (12.12.2007 um 03:08 Uhr)
-
12.12.2007, 07:29
AW: Christen im dritten Reich
Wieviel mal soll ich es Dir noch erklären?
Zitat von maxima8
Allzuweit ausholen brauche ich jedenfalls nicht und nur mal Deine zum Ausdruck gebrachte und an Scheinheiligkeit kaum noch zu überbietende „Bewunderung“ von jeglichen Widerstand gegen die Nazis nochmals wiederholen:
Selbst wenn es stimmen sollte, was Du hier von Deinem hohen Roß aus herabläßt, solltest Du Dich solcher unverschämten Unterstellungen hinsichtlich der wenigen Leute, die ihre Stimme gegen das NS-Regime erhoben haben, tunlichst enthalten. Es sei denn, Du kannst irgendwelche Beweise für Deine Thesen vorbringen.
Zitat von maxima8
-
12.12.2007, 14:05
AW: Christen im dritten Reich
Vielleicht liest Du mal nach, was Scheinheiligkeit bedeutet, bevor Du hier schon wieder mit Unterstellungen und Empörung hantierst.
Zitat von tessie_10
Deine Bildungslücken solltest Du selbst füllen bevor Du Dich immer wieder aufplusterst.
Zitat von tessie_10
Bereits 1933 hatten die Verfolgung begonnen und die Kirchen haben sich nicht geregt. Erst als die Nazis in die Verwaltungsstrukturen eingegriffen hat, haben sich die Bekennenden Christen abgespalten. Und auch da nicht vorrangig wegen der inhumanen Handlungen der Nazis sondern weil sie sich gegängelt fühlten. Innerhalb der bekennenden Kirche gab es ausreichend Beführworter der Kriegshetze Hitlers.
Unter den Millitärs gab es einige, die lediglich ihre Pfründe wegschwimmen sahen und deswegen plötzlich bei den Alliierten das Fähnlein des Aufrechten schwenkten.
Nach dem zweiten Weltkrieg bestand Deutschland mit einem Schlag fast ausschließlich nur noch aus Widerständlern. Plötzlich wollten alle angeblich ihre Stimme erhoben haben gegen das Unrechtssystem.
Wenn schon von Verhöhnung gesprochen wird, dann davon, was es für eine Zumutung ist, wenn sich einige zu Helden hochstilisieren lassen, wo andere die wirkliche Drecksarbeit gemacht haben.
Es waren nicht die christlichen Vereinigungen, die den Widerstand ausgemacht hatten. Es waren immer einzelne Menschen, die die Angst überwunden hatten, um das Bessere zu tun. Und darunter waren selbst Parteimitglieder. Die überwiegende Mehrzahl derjenigen, die unter Lebensgefahr und ohne jeglichen Eigennutz Juden das Leben gerettet haben findet man nicht in Wikipedia und unter dem Dach irgend eines Vereins.
Du wirst mir – auch mit noch so viel künstlicher Empörung – nicht nachweisen können, dass ich den Widerstand im Dritten Reich nicht wert schätze.
-
12.12.2007, 14:09
AW: Christen im dritten Reich
Zitat von maxima8
Sind wir hier eigentlich zum Diskutieren oder zum "Nachweisen"?


Zitieren