Es hat mit meiner Meinung überhaupt nichts zu tun. Ich habe mit dem Antisemitismus der ZJ nichts zu tun.Zitat von Inaktiver User
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 80
Thema: Christen im dritten Reich
-
10.12.2007, 23:09
AW: Christen im dritten Reich
-
10.12.2007, 23:11
AW: Christen im dritten Reich
Doch scheinst den zynischen abwertenden Unterton in Deinen Ausführungen noch nicht mal mehr zu bemerken. Zwecklos, noch weiter darüber zu reden.
Zitat von maxima8
-
10.12.2007, 23:12Inaktiver User
AW: Christen im dritten Reich
Wer sich einmal genauer informieren möchte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeugen_...nalsozialismus
Die Verfolgung der Zeugen Jehovas im Dritten Reich hat Historiker schon zu unterschiedlichsten Schlussfolgerungen angeregt, da die Umstände und Art der Verfolgung sehr ungewöhnlich waren.
Einige Historiker sahen sich veranlasst, die harte Verfolgung der Zeugen Jehovas mit der der Juden zu vergleichen, während ihnen andere eine weitgehende Kollaboration mit den Nazis unterstellen.
Die Eigenarten der Zeugen Jehovas und ihrer Verfolgung, die sie von anderen Verfolgten-Gruppen unterscheidet, ließen sogar vereinzelt Uneinigkeit darüber aufkommen, ob das Bestreben seine Religionsfreiheit gegen alle Hindernisse zu bewahren, tatsächlich dem (aktiven) Widerstand zuzuordnen sei.
Schließlich wurden Jehovas Zeugen nicht vorrangig für das verfolgt, was sie taten, sondern für das, was sie ablehnten.
Auch die Zeugen Jehovas betrachten ihre Opfer des Nationalsozialismus vorrangig als Märtyrer, denn „ein Opfer leidet [...] zumeist unfreiwillig, ein Märtyrer hingegen freiwillig.“
Nach Detlef Garbe eignen sich die Zeugen Jehovas nur bedingt für das übliche Verständnis von Widerstand im Dritten Reich:
„Die couragierte Haltung der Zeugen Jehovas [...] eignet sich als Leitbild in einer demokratisch verfassten Gesellschaft nur bedingt. Ihr Handlungsmotiv war die Loyalität zur Theokratie, nicht die Wiedererlangung von Freiheit und Demokratie.“ [9]
Weitgehend unbestritten sind jedoch folgende Besonderheiten bei der Verfolgung dieser sehr kleinen Gruppe durch die Nationalsozialisten:
Zeugen Jehovas wurden, obwohl sie sich als unpolitisch verstanden, als erste Religionsgemeinschaft durch die Nationalsozialisten verboten und verfolgt.
-Sie leisteten unbeugsamen Widerstand und erlitten hohe Verluste.
-Ihnen wurde ein eigenes Abzeichen in den Konzentrationslagern (1 von 6) zugeteilt, während selbst Priester im Allgemeinen den politischen Häftlingen zugeordnet wurden.
-Das NS-Regime verfolgte sie unnachgiebig, obwohl die Zeugen Jehovas nicht mehr beanspruchten, als ihren Glauben ausleben zu dürfen.
-Nach 1942 verbesserte sich die Überlebenschance für Zeugen Jehovas in den Konzentrationslagern deutlich.
-Zeugen Jehovas waren die einzigen Insassen der KZ die sich durch eine Willenserklärung, in der sie Ihren Glauben abschworen, hätten freikaufen können und so die KZ hätten verlassen dürfen.
-
10.12.2007, 23:15Inaktiver User
AW: Christen im dritten Reich
20.Juli war Widerstand gegen Hitler. Auch diese Menschen haben ihr Leben auf Spiel gesetzt.
Zitat von tessie_10
-
10.12.2007, 23:19
AW: Christen im dritten Reich
Ich sagte auch nur, dass es hier um mehr ging als *nur* um den 20. Juli.
Zitat von Inaktiver User
-
10.12.2007, 23:20
AW: Christen im dritten Reich
[............]
Zitat von Inaktiver User
Geändert von Inaktiver User (10.12.2007 um 23:32 Uhr) Grund: persönliche, nicht sachliche Mutmaßung
-
10.12.2007, 23:25
AW: Christen im dritten Reich
Ich halte es für wesentlich zynischer, dass über fünf Millionen Menschen ohne sonderlichen Widerstand ermordet werden konnten. So hat eben jeder seine Prioritäten.
Zitat von tessie_10
-
11.12.2007, 07:21
AW: Christen im dritten Reich
Was mich betrifft, ich halte beides für zynisch, das damalige Schweigen der überwiegenden Mehrheit der Weltbevölkerung zum Massenmord der Nazis an den Juden, ebenso die heutige nachträgliche Verhöhnung der Wenigen, welche die Courage aufbrachten, aktiv gegen die Machenschaften des NS-Regimes Stellung zu beziehen.
Zitat von maxima8
Der Unterschied ist allerdings, das erste war ein Phänomen der Vergangenheit, letzteres ist Gegenwart. Traurig, traurig...
-
11.12.2007, 14:32
AW: Christen im dritten Reich
ja-die zeitzeugen, die noch leben, kommen sich verhöhnt vor.
zu recht.
eine gute info-quelle ist die topographie des terrors in berlin mit ausstellungen und publikationen-man kann sich auf der website erste eindrücke verschaffen.Geändert von Leonie (11.12.2007 um 14:37 Uhr)
Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
nur verachten würde man ihn.
Das Hohelied
-
11.12.2007, 16:22
AW: Christen im dritten Reich
Kann ich mir schon vorstellen, dass sich da manche verhöhnt vorkommen.
Ich weiß es ist out of topic was ich schon immer mal wissen wollte und was ich beim letzten Wienbesuch auch nicht so richtig herausbekommen konnte. Wieso wurde denn "Hitler" in Wien im Gefängnis unterstützt und hat "mein Kampf" geschrieben? Wer hat ihn unterstützt und wieso kann ein "Krimineller" dann in Deutschland die Macht ergreifen?
<<Die guten Bücher sind in einer Art Fremdsprache geschrieben.>>
Marcel Proust



Zitieren