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    Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    Guten Abend Zusammen,

    seit langer Zeit beschäftige ich mich mit dem russisch-orthodoxen Glauben und lebe auch mein Leben danach.

    Getauft und erzogen wurde ich allerdings nach dem Christlichen Glauben. Allerdings habe ich vor einigen Jahren bei unserem Pastor um Rat gefragt als 3 Familienmitglieder durch einen Unfall tödlich verunglückt sind. Unser Pastor konnte mir keine Antwort geben und meinte ich solle doch in der Bibel suchen.

    Naja ich habe mich dann mit einem Pastor aus der russich-orthodoxen Gemeinde unterhalten, den ich durch Zufall kennenglernt habe. Er und der Glaube haben mir in den nachfolgenden Jahren aus einer sehr schwierigen Zeit geholfen, dass was das Christentum nicht geschafft hat.

    Nun ja kurz gesagt ich möchte von dem christlichen zum russisch-orthodoxen Glauben konvertieren.

    Könnt ihr mir Ratschläge und Tipps geben wie ich dabei vorgehen soll?

    Vielen Dank und liebe Grüße

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    AW: Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    Die orthodoxen Kirchen stellen eine der drei großen Gruppen christlicher Kirchen dar. Du musst daher nicht konvertieren, um zur russ.-orth. Kirche zu gehören, sondern einfach übertreten. D.h. aus Deiner Kirche austreten und in die andere eintreten. Wie das geht, müsste Dir der russ.-orth. Priester eigentlich sagen können.

    batim

    P.S.: Das sagt Wikipedia dazu:
    Orthodoxe Kirchen:http://de.wikipedia.org/wiki/Orthodo...odoxen_Kirchen

    Russ.-Orth. Kirche: http://de.wikipedia.org/wiki/Russisch-Orthodoxe_Kirche

  3. Inaktiver User

    AW: Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    Ich kann verstehen, dass jemand bei einer einschneidenden Enttäuschung, die ihm innerhalb seines "Ursprungsglaubens" widerfahren ist, den Wunsch verspürt, diesen Glauben zu verlassen. Und ich kann auch verstehen, dass man dann zu dem Glauben oder der Konfession übertreten möchte, die einem in dieser Situation geholfen hat.

    Dennoch stehe ich solchen Konversionen skeptisch gegenüber. Umso mehr, wenn ich sehe, dass die Person, die konvertieren oder übertreten möchte, weder von ihrem Ursprungsglauben / von ihrer Ursprungskonfession noch von ihrem neu gewünschten Glauben / ihrer neu gewünschten Konfession eine grosse Ahnung hat.

    Die orthodoxe Kirche steht nicht ausserhalb des Christenums sondern ist ein Teil davon.
    Die Aussage, jemand wolle vom "christlichen zum orthodoxen Glauben" wechseln, steht deshalb vollkommen schräg in der Landschaft und erweckt in mir den Verdacht, dass diese Person weder vom einen noch vom anderen eine grosse Ahnung hat.

    Konversieren oder übertreten sollte man jedoch nur, wenn man sowohl den alten als auch den neuen Glauben richtig gut kennt. Denn sonst ist es absehbar, dass man nach der ersten Euphorie auch im neuen Glauben / in der neuen Konfession so wenig glücklich wird wie in der alten.

    Man sollte wirklich wissen, worauf man sich einlässt. In diesem speziellen Fall auf eine Kirche, die tiefe mystische, wunderschöne Elemente hat und sehr tröstlich sein kann, die aber ähnlich frauendiskriminierend ist wie die katholische und die einen stark nationalistischen Unterton hat.

    Ich zweifle überhaupt nicht daran, dass dieser Pope (so werden die christlich-orthodoxen Priester genannt), dir sehr viel gegeben und sehr viel geholfen hat. Und ich finde die Antwort, die dir dieser Pastor zuvor gegeben hat, auch völlig unsensibel und daneben. Nur - sich einzig aufgrund des Verhaltens zweier Einzelpersonen gegen die eine und für die andere Konfession zu entscheiden, halte ich für ein ... naja, nicht sehr stabiles Motiv.

    Man kann eine Konfession, Kirche oder Religion nicht anhand des Verhaltens eines einzelnen ihres Vertreters messen.
    Was, wenn der Pope, zu dem du jetzt so guten Kontakt hat, durch einen anderen ersetzt wird, der ein vergleichbar unsensibler Mensch ist wie dein Pastor?

    Man sollte den Glauben nicht an einzelnen Menschen messen udn beurteilen. Und man sollte seinen Glauben nicht an einzelne Menschen hängen.

    Deshalb mein Ratschlag: informiere dich.Und zwar über beide Konfessionen. Theologisch, kirchengeschichtlich, dogmatisch, mystisch.
    Ist ein Aufwand, ich weiss. Aber nur so wird die grosse Gefahr, dass eine Konversion längerfristig in einer riesigen Enttäuschung mündet, verringert.

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    AW: Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    Horus,
    dem ist nichts hinzuzufügen.

    anastasia_22,
    du schreibst, dass der Pastor aus der russisch-orthodoxen Gemeinde dir so geholfen hat, warum sprichst du denn nicht mit ihm?
    "Ich würde auch gerne eine Rede in Deutschland halten. Aber ich würde das viel lieber als Präsident der Vereinigten Staaten tun als nur als Präsidentschaftskandidat.“
    (John McCain )

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    AW: Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    Zitat Zitat von anastasia_22
    Unser Pastor konnte mir keine Antwort geben und meinte ich solle doch in der Bibel suchen.
    Anastasia,

    ich kann deine Entscheidung verstehen. Die Reaktion des Pastors auf deine Probleme ist so was von unsensibel, dass man darüber aus der Haut fahren könnte.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Man kann eine Konfession, Kirche oder Religion nicht anhand des Verhaltens eines einzelnen ihres Vertreters messen.
    Doch, Horus, das kann gerade in einer Situation wie Anastasia sie erlebt hat, der berühmte Tropfen sein, der das Fass zu überlaufen bringt.
    Ich habe übrigens mal einen Bericht über eine griechisch-orthodoxe Kirche in München gesehen und ich kann nur sagen, diese Leute sind von einer Herzlichkeit da kann sich mancher unserer Seelsorger ein paar Scheiben von abschneiden.

    Warum soll Anastasias Entscheidung also falsch sein, auch wenn sie noch nicht so viel Ahnung von ihrem neuen Glauben hat.

    Ich wünsche dir viel Glück, Anastasia

    LG
    Lucky

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    AW: Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    hallo anastasia,

    hast du dich denn in deiner gemeinde wohl gefühlt oder warst du in keiner gemeinde?

    leonie
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied


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    AW: Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    Liebe Anastasia,

    Vor 14 Jahren bin ich selbst zur orthodoxen Kirche konvertiert. Rein technisch ist zunächst der Nachweis erforderlich, dass Du aus Deiner bisherigen Kirche ausgetreten bist.
    Dann erfolgt nach einer Zeit des Katechumenats, also der Vorbereitung durch Unterricht (meistens durch den Pfarrer) und regelmäßigen Gottesdienstbesuch, die Aufnahme in die orthodoxe Kirche durch die Myronsalbung.

    Am besten besprichst Du Deinen Wunsch mit dem russischen Priester, zu dem Du schon Kontakt hast.
    Du kannst mir außerdem gern eine PN schreiben, wenn Du mehr über meine persönlichen Erfahrungen wissen willst.

    Hier noch eine kurze Information für Horus: die Bezeichnung "Pope" für einen orthodoxen Priester ist ungefähr so korrekt wie die Bezeichnung "Neger" für einen Menschen schwarzer Hautfarbe. Und wenn Du Anastasia den guten Rat gibst sich zu informieren, empfehle ich Dir, das ebenfalls zu tun.

    Information ist sicher unerläßlich, aber orthodox wird man nicht mit dem Kopf sondern mit dem Herzen.
    Auch nach 14 Jahren sage ich immer noch, dass die Entscheidung orthodox zu werden, eine der besten Entscheidungen meines Lebens war, obwohl ich zum Zeitpunkt meines Übertritts nicht die Hälfte von dem wusste, was ich heute über die Orthodoxie weiß.

    Beste Grüße, Ifigenia

  8. User Info Menu

    AW: Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    Zitat Zitat von lucky716
    Ich habe übrigens mal einen Bericht über eine griechisch-orthodoxe Kirche in München gesehen und ich kann nur sagen, diese Leute sind von einer Herzlichkeit da kann sich mancher unserer Seelsorger ein paar Scheiben von abschneiden.



    LG
    Lucky
    Aha, und wenn sie übermorgen einen herzlichen Rabbi trifft, konvertiert sie zum Judentum? Ich glaube, die werden sich bedanken.

    Wie ernst es Anastasia mit ihrem Wechsel ist, zeigt sich an ihrer Reaktion auf die Antworten hier....
    "Ich würde auch gerne eine Rede in Deutschland halten. Aber ich würde das viel lieber als Präsident der Vereinigten Staaten tun als nur als Präsidentschaftskandidat.“
    (John McCain )

  9. Inaktiver User

    AW: Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    Hallo Anastasia,

    ich bin konvertiert - wenn man das so nennen möchte. Allerdings nicht innerhalb der christlichen Kirche, sondern zu einer anderen Weltreligion, mit der ich mich 18 Jahre beschäftigt und auseinandergesetzt habe.

    Der Weg des Konvertierens dürfte aber meiner Ansicht nach immer ein ähnlicher sein...?

    Ich habe mir erst einige Jahre Bedenkzeit gegeben, bin dann aus der christlichen Kirche getreten (aus Glaubensgründen, nicht weil ich etwas "gegen" das Christentum hätte - ich respektiere das Christentum), habe wieder einige Jahre gewartet und mir dann eine Glaubensgemeinschaft meiner Weltanschauung gesucht ---- und gefunden.

    Dort habe ich ein Jahr aktiv teilgenommen, bis ich dann endgültig "konvertiert" habe.
    Ich habe sehr lange in mich hineingespürt, meine Motivation überprüft und auch meine Gemeinschaft....

    aber ich bin froh, dass ich den Weg gegangen bin.

    Alles Gute Dir!

  10. Inaktiver User

    AW: Konversion vom christlichen zum orthodoxen Glauben

    Darf ich fragen welcher Weltreligion du dich angeschlossen hast?

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