Ist aber so...Zitat von 3146
Bereits vor Sokrates und Platon glaubten nämlich die Griechen, die Seele überlebe beim Tod.
Pythagoras, der berühmte griechische Mathematiker des 6.Jahrhunderts v.u.Z., war der Ansicht, die Seele sei unsterblich und der Seelenwanderung unterworfen.
Vor ihm hatte bereits Thales von Milet, der als frühester bekannter griechischer Philosoph gilt, die Meinung vertreten, nicht nur Menschen, Tiere und Pflanzen hätten eine unsterbliche Seele, sondern auch Gegenstände wie Magnete, da sie ja Eisen bewegen können.
Die alten Griechen behaupteten, die Seelen der Toten würden nach der Fahrt über den Fluß Styx in einen weitläufigen Bereich unter der Erde gelangen, der als Unterwelt bezeichnet wurde. Dort würden Richter das Urteil über die Seelen fällen, ob sie in einem von hohen Mauern umgebenen Gefängnis gequält werden oder in die Seligkeit des Elysiums eingehen sollten.
Im 7.Jahrhundert v.u.Z. trat weiter östlich, im Iran (oder Persien), ein Prophet namens Zoroaster auf. Er führte eine Anbetungsform ein, die als Zoroastrismus bekannt wurde. Es war die Religion des persischen Großreiches, das die Szene der Welt beherrschte, bevor Griechenland Großmachtstellung erlangte.
Die zoroastrischen Schriften enthalten folgende Aussage: „In Unsterblichkeit soll die Seele des Gerechten ewig in Freude sein, aber in Qual soll die Seele des Lügners gewiß sein. Und diese Gesetze hat Ahura Masda [Bedeutung: „der weise Herr“] bestimmt durch seine souveräne Autorität.“
Die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele war bereits ein Bestandteil der präzoroastrischen iranischen Religion gewesen. Die altiranischen Stämme sorgten zum Beispiel für die Seelen der Verstorbenen, indem sie diesen Nahrung und Kleidung opferten, die ihnen in der Unterwelt von Nutzen sein sollten.
Der Glaube an ein Leben nach dem Tod stand im Mittelpunkt der ägyptischen Religion.
Nach Ansicht der Ägypter wurde die Seele des Toten von Osiris, dem Hauptgott der Unterwelt, beurteilt.
In einem Papyrusdokument, das aus dem 14. Jahrhundert v.u.Z. stammen soll, wird gezeigt, wie Anubis, der Totengott, die Seele des Schreibers Hunefer vor Osiris führt.
Um die neue chritliche Religion für "Heiden" atraktiv zu machen, wurden von den abtrünnigen Kirchenvätern auf verschiedenen Konzilien im Laufe der Jahrhunderte die Lehre von Unsterblichkeit der Seele übernommen.
Obwohl sie der Bibel vollkommen widerspricht.
Gruß Zisska![]()
Antworten
Ergebnis 281 bis 290 von 299
-
29.01.2008, 09:47Inaktiver User
AW: Philosophische Anregung für heute
-
29.01.2008, 12:56
AW: Philosophische Anregung für heute
Neben den beiden schon genannten Stellen (Schächer am Kreuz und Mt 10,28) gibt es noch die Geschichte vom armen Lazarus in Lk 16, in der vom Hades die Rede ist, aber die Geschichte ist ein Gleichnis und es ist auch hier nicht von einem körperlosen Bewußtsein die Rede. Fragen nach einem Leben nach dem Tod (bis zur Auferstehung), haben die Autoren des NT offengelassen bzw. mit Gleichnissen elegant umschifft, betont wurde die leibliche Auferstehung am jüngsten Tag: 1. Thess 4,15
Zitat von 3146
Viele Leute lieben aber ausgefeilte Theorien, also hat man hat eben z.B. den Limbus erfunden, der aber bekanntlich seit letztem Jahr nicht mehr benutzt wird.
Die verbreitete Idee vom Leib als Grab und Gefängnis der unsterblichen Seele ist platonisch, man hätte sie besser vom Christentum ferngehalten.
-
29.01.2008, 13:22Inaktiver User
AW: Philosophische Anregung für heute
An diesen Limbus habe ich auch fest geglaubt.
Zitat von glaux
Darum hatte ich damals meinem Baby, als es im Krankenhaus im Sterben lag (komplizierter Herzfehler) eine Nottaufe geben lassen...
-
29.01.2008, 17:02
AW: Philosophische Anregung für heute
Also nochmal: wenn ich von unsterblicher Seele rede, meine ich, dass sie den physischen Tod überlebt, sonst nichts. Sie ist damit durch Menschenhand nicht zerstörbar. Dass hingegen Gott die Macht dazu hat, würde ich nie zu bezweifeln.
Zitat von Inaktiver User
Sämtliche von Dir aufgezählten Bibelverse beweisen leider überhaupt nichts. Sie beweisen nur, dass der Körper - im AT auch als Seele bezeichnet - nach dem Tode unwiederruflich zum Staub zurückkehrt, aus dem er gemacht wurde.
Zitat von Inaktiver User
-
29.01.2008, 17:21
AW: Philosophische Anregung für heute
Und was soll das nun an der Tatsache ändern, dass es sich um grundverschiedene Dinge handelt?
Zitat von glaux
Wie ich bereits sagte, handelt es sich bei der Auferstehung um etwas ganz anderes wie um die beim Tod freiwerdende unsterbliche Seele. Und dass Jesus auferstanden ist, das pfeifen doch bereits die Spatzen von den Dächern, da erzählst Du wirklich nichts neues.
Zitat von glaux
Wenn Jesus ganz normal gestoben wäre und nach seinem Tod in einen körperlosen Zustand übergegangen wäre, würde heute sicher niemand wissen, dass er überhaupt gelebt hat. Gestorben wird alle Tage und überall, aber auferstanden ist - außer Jesus - noch niemand. Jedenfalls nicht dass ich davon wüßte.
Du stellst vielleicht Fragen. Was glaubst du denn, wo sich all die Engel und Gott verstecken? Hinter den Wolken?
Zitat von glaux
-
29.01.2008, 17:23Inaktiver User
AW: Philosophische Anregung für heute
Zitat von tessie_10
Nicht nur das AT sondern auch das NT...
Die New Catholic Encyclopedia gibt zu: „Das N[eue] T[estament] bleibt dem Todesverständnis des A[lten] T[estaments] treu.“
Auch das „Neue Testament“ lehrt also, daß die Seele stirbt.
Jesus Christus zeigte, daß er nicht an eine unsterbliche Seele glaubte.
Er fragte: „Ist es erlaubt, am Sabbat eine gute Tat oder eine schlechte Tat zu vollbringen, eine Seele zu retten oder zu töten?“ (Markus 3:4).
Der christliche Apostel Paulus bestätigte das, was das „Alte Testament“ über die Seele lehrt, ebenfalls, indem er 1.Mose 2:7 zitierte: „So steht auch geschrieben: ‚Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele‘ “ (1.Korinther 15:45).
Er wurde eine lebende Seele! Und nicht, er bekam eine Seele....
Heute glauben fast alle Religionsorganisationen der Christenheit an die Unsterblichkeit der Seele.
Miguel de Unamuno, ein bekannter spanischer Gelehrter des 20.Jahrhunderts, schrieb über Jesus:
„Er glaubte vielleicht wie die Juden an eine Wiederauferstehung des Fleisches [wie sich dies im Fall des Lazarus zeigt (siehe Seite 248—251)] und nicht wie [der Grieche] Plato an die Unsterblichkeit der Seele. ... Beweise dafür könnte man in jedem beliebigen exegetischen Werk aufrichtigen und ehrlichen Charakters finden.“
Der Schriftsteller fährt fort: „Die Unsterblichkeit der Seele ... ist ein Dogma der heidnischen Philosophie“ (Die Agonie des Christentums).
Dieses „Dogma der heidnischen Philosophie“ durchsetzte die Lehre der Christenheit, obwohl Christus eine solche Auffassung niemals vertreten hatte (Matthäus 10:28; Johannes 5:28, 29; 11:23,24).
Na, ja... ich könnte dir noch viele weitere Beweise zeigen.
Aber letztendlich mußt du für dich entscheiden, was du für dich richtig hälst...
Wir lassen am besten dieses spezielle Thema ruhen, Ok?
Lieben Gruß von der ZisskaGeändert von Inaktiver User (29.01.2008 um 17:27 Uhr)
-
29.01.2008, 17:32
AW: Philosophische Anregung für heute
Wirklich gute Idee Zisska. Ich denke ohnehin, der Grund, dass in der Bibel nicht ausdrücklich die unsterbliche Seele gelehrt wird liegt darin, weil es nur Verwirrung stiftet. Welche Verwirrung, konnte ich gerade beobachten.
Zitat von Inaktiver User
Also lassen wir das Thema.
-
29.01.2008, 17:39Inaktiver User
AW: Philosophische Anregung für heute
Ich möchte dazu doch noch was sagen:
Zitat von tessie_10
Außer Jesus, der durch die Kraft Gottes auferweckt wurde, sind auch noch Lazarus, der Sohn der Witwe aus Nain und die Tochter des Jairus vom Tode auferstanden. Jesus hat sie durch die Kraft Gottes auferweckt.
Mit dem einzigen Unterschied, dass sie widerum sterben mußten.
Auch im AT werden von Auferweckungen einiger Menschen berichtet. Mag sein, das du das überlesen hast.
Mir fällt aber auf, dass diese Personen nichts von einem Leben als unsterbliche Seele irgendwie oder irgendwo berichtet haben.
Auch wäre es doch gemein von Jesus, diese Menschen wieder in ein Leben als Mensch zurückzuführen, wenn sie doch schon im Himmel gewesen sein sollen. Was besseres hätte ihnen nicht passieren können.
Wenns denn so wäre....
Gruß Zisska
-
29.01.2008, 17:41Inaktiver User
AW: Philosophische Anregung für heute
Sorry für meine zu flinken Finger....
-
29.01.2008, 17:58
AW: Philosophische Anregung für heute
Wie Du siehst, auch der Begriff Auferstehung wird in der Bibel in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet, nicht nur der Begriff Seele. Die Auferstehung, welche Paulus meinte, ist offenbar etwas ganz anderes wie die Auferstehung des Lazarus oder die anderen Beispiele aus dem AT.
Zitat von Inaktiver User
Woher willst du wissen, dass ihnen nichts besseres hätte passieren können?
Zitat von Inaktiver User


Zitieren