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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Ich habe schon einige Arbeitsverträge gelesen und auch Regelwerke bezüglich der Humanpolitik kenne ich, ebenso Beschreibungen der verschiedenen Arbeitkreise von Angestellten, in denen auch die Verantwortlichkeit geregelt ist und auch darauf eingegangen wird, wie man sich am Arbeitsplatz zu verhalten hat, aber dass es ein Vergehen wegen Ungehorsam geben sollte, ist mir nicht bekannt.

    Der Weg ist einfach:
    Legt ein Angestellter unflätiges Verhalten an den Tag - vollkommen gleichgültig, ob dem Kollegen oder Chef gegenüber - gibt es zuerst eine mündliche Verwarnung, der folgt bei Wiederholung eine schriftliche Verwarnung und danach ein Verweis. Erst wenn der Betreffende danach sein Verhalten immer noch nicht gebessert hat, kann eine Kündigung ausgesprochen werden.
    In allen anderen Fällen kann sich der Betreffende an das Arbeitsgericht wenden, um die Kündigung rückgängig machen zu lassen.
    Eine politische Staatsaffäre wird daraus ganz sicher nicht.
    Allerdings nehmen die meisten das Gerichtsverfahren nicht auf sich, denn es ist zeitraubend und teuer.


    Ich möchte noch anfügen, dass religiöse (auch politische) Streitigkeiten auf gar keinen Fall am Arbeitsplatz ausgetragen werden dürfen. Das heißt also, dass auch ein religiöser Fanatiker verwarnt werden muss!!!
    Geändert von n_onyx (21.10.2007 um 06:32 Uhr)
    Danke, mir geht es gut

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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Meine Aussagen bezogen sich nicht ausschließlich auf Betriebe, sondern auf Systeme beliebiger Art.
    Was Du schreibst n_onyx ist sicher korrekt, doch dürfte die Anwendung in veränderter wirtschaftlicher Lage durchaus relativ individuell gehandhabt werden.

    Einen Eiferer erkennt man unter anderem daran, dass das Thema,für welches er/sie eifert in keinem Lebensbereich ausgeklammert bleibt: Ist Eiferer für Fußball begeistert, dann beendet er seine Gebete mit : "Für meinen FC Amen", ist er aber für eine Religion begeistert, dann feuert er seinen FC an: "Schiesst die Tore für unseren Gott."
    Beides mag zur Abwechslung lustig sein, als dauernder Mitmensch, Mitarbeiter, Partner oder Nachbar hat man es aber schwer mit solchen Nervensägen.

    Da geht es den bekennenden Friedenshetzern gar nicht sonderlich anders: Wenn sie sich in jeder Diskussion für den Frieden stark machen und den Vergleich zwischen kontrahierenden Lösungen nicht zulassen wollen, kommt man NIE zu einem Resultat.

    Fanatiker aller Bereiche sind aber auch ein spezieller Menschentyp. Es wird nicht jeder Charakter fanatisch, manche sind überhaupt nicht in der Lage, ihre Sicht dermaßen einschränken zu lassen, dass ein Fanatismus heraus kommt.

    Aber es ist einfacher und bequemer, in einer Herde mit zu laufen, als selbst zu überlegen, welcher Philosophie man anhängen will.
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    Ich habe mit Verändern schlechte Erfahrungen gemacht.
    Darum höre ich lieber auf mit dem Vergleichen.

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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Ich glaube kaum, dass man bestimmte Vorschriften umgehen und Willkür walten lassen kann. Etwas anderes ist es, wenn es sich der Betroffene aus Angst vor eventuellen Folgen nichts unternimmt oder eben, weil ein Gerichtsprozess einfach zu lange dauert und von irgendetwas muss man schließlich leben.

    Stimmt, es bezieht sich eigentlich auf alle Leute, die mit ihrem Fanatismus andere nerven und es genau deshalb zum Streit kommt.
    Aber wie ich schon schrieb, einzugreifen und zu schlichten, eventuell Maßnahmen zu ergreifen ist immer Sache des Leiters.

    Du hast auch recht damit, wenn du schreibst, dass wegen der miserablen Arbeitskraftlage viele einfach lieber den Mund halten. Das ist verständlich, aber eben keine Lösung, denn man wird weiter von Fanatikern genervt.
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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Eben da, beim genervt Werden, kann man selbst die Immunität stärken und das Gelaber der Fanatiker kommentarlos verebben lassen, denn ein Widerspruch reizt den Fan bloß, seine Ansicht doppelt so lang und eindringlich zu wiederholen.

    Statt widersprechen empfiehlt es sich, die eigene Lebensweisheit demonstrativ vor zu leben und konsequent einzuhalten.

    Einen Fanatiker erkennt man in den ersten Stunden, es sind Leute, welche etwas Attraktives haben, denn sie sind begeisterungsfähig und begeistern auch andere, haben oft etwas Mitreißendes an sich, was allein noch nicht ausreicht, Fanatismus zu erkennen, dazu bedarf es schon erster kleiner Machtkämpfe.
    Kommt jemand stur immer wieder auf seinen Fanatismus zu sprechen, ist der Fall klar, ist so jemand aber mit Geduld ausgestattet und kommt nur gelegentlich darauf zu sprechen, nervt der/die ja auch nicht und kann insofern als passabel angenommen werden.

    Fanatiker der geduldigen und ruhigen Art haben sogar viel Angenehmes an sich, sie bringen Zuverlässigkeit und strömen Sicherheit aus und vor allem gelten sie dank ihres ruhigen gelassenen Wesens nicht als Fanatiker, selbst wenn sie es von der Ideentreue her sind.
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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Ich kann dir im meisten zustimmen, doch Fanatiker der "ruhigen Art" sind mir unbekannt.
    Was zeichnet denn Fanatiker aus? Sie halten eine Idee, Ideologie oder auch Gruppierungen für unbedingt war und lassen sich nicht davon abbringen, im Gegenteil, sie sind anderen Meinungen gegenüber meistens vollkommenen Intoleranz aus, verfechtet jemand diese Meinung, dann werden sie angriffslustig.
    Insofern ist es wirklich am besten, man lässt diese Fanatiker in Ruhe und ignoriert das, was sie sagen. Das ist der Grund, weshalb Fanatiker oft sehr einsam sind.

    Was den Sport (oder auch den Musikbereich) angeht, so ist der Begriff Fan zwar vom Fanatismus abgeleitet, es ist aber eher eine emotionalere Haltung einigen Sportlern gegenüber (in der Musik kommt diese Haltung bei kreischenden, weinenden Teenagern zur Erscheinung), aber das alles verklingt nach einigen Jahren wieder.
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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Fanatiker der ruhigeren Art befinden sich im Kader der organisierten Fans und sind meiner Ansicht nach die gefährlichsten Menschen die es geben kann:

    Denen ist gar nichts heilig. Die sind besessen von Gier nach Macht, ein ins Extrem stilisierter solcher Mensch wäre der Doktor Mabuse, den ich aus dem Horrorklassiker (Testament) kenne. "RUHIGE FANATIKER" AGIEREN AUS DEM HINTERGRUND, SIE LASSEN SOWOHL DIE IDOLE ALS AUCH DIE FANS FÜR SICH UND IHRE IDEE ODER IHREN WAHN ARBEITEN

    uups Capslock, aber das muss eine höhere Macht gewesen sein, denn der Einfall wäre mir nicht gekommen, passt aber ganz gut hier.

    Die ruhigen Fanatiker sind in meinen Augen die wahren Monster, gegen die ist echt kein Kraut gewachsen.
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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Dass die ruhigen Fanatiker die echten Monster sind und im Hintergrund handeln, ist klar, obwohl ich zu diesem Begriff nichts gefunden habe.
    Was Fanatismus im religiösen Bereich anrichten kann, hat man besonders im Mittelalter gesehen, ich meine die Inquisition und die Hetzjagd auf anders denkende oder handelnde Menschen, von der nicht nur die gesamte Bevölkerung betroffen war, sondern auch mitgemacht hat. Wie fanatisch haben sie gejubelt, wenn man Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt hat....... bis es sie selbst getroffen hat, denn sicher war niemand.

    Genauso gefährlich war der Fanatismus - diesmal der politische (obwohl bei der Inquisition auch politische Ziele der Kirche verfolgt wurden) im 20. Jhd., als Leute wie Hitler, Göbbels und Göring ein Kulturvolk, wie es Deutschland war, in einen Abgrund stürzte, der sicher nicht sogleich in Vergessenheit geraten wird. Ein ebenso trauriges Kapitel ist der Fanatismus Stalins und dort ist die "ruhige" Figur im Hintergrund deutlich erkennbar. Stalin, der bei der Bevölkerung als geliebter Vater der Sowjetunion galt, war der Drahtzieher und das Blut von Millionen Menschen, die ihm blind vertrauten, klebte an seinen und den Händen seiner Mitläufer.

    Ich glaube Stalin ist ein Paradebeispiel eines "ruhigen Fanatikers".
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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Ich weiß nicht wie die Hinrichtungen aufgenommen wurden, als Volksbelustigung waren sie zwar schon zuvor, also vor der Inquisition der Brauch und lange nicht alle Folter war der Inquisition zuzuschreiben, sondern gemeinhin für die Verhöre ein gebräuchliches Mittel die "Wahrheit" zu erpressen, welche gehört werden sollte.

    Die Macht war ja auch anders verteilt und sie wurde anders angesehen, für manche Herrscher waren die Untergebenen, die Bevölkerung Leibeigene und an manchen Orten hatte der Landvogt noch das Recht, die Jungfrauen des Landes zu entjungfern, wofür die Damen bei Resistenz zur Burg gebracht wurden von den Schergen.

    Aber ich weiche ab.

    Fanatismus ist eine Spezialform des Idealismus und eigentlich ein besonderer Geisteszustand der oft an Formen des Rauschs erinnert.

    Fanatiker haben nie in Zweifel gezogen, dass ihre Idee die Wahrheit wäre und jeder, der so etwas wagt ist sofort ein Feind und zu bekämpfen, mit allen Mitteln welche nicht durch die eigene heilige Idee ausgeschlossen werden.

    Aber sogar Fanatiker für den Weltfrieden können sich für repressive Methoden, die gar ncht friedlich anmuten, gegenüber Kriegsbefürwortern aussprechen, denn der Zweck heiligt die Mittel.

    Die einzige Art, sich selbst vor Fanatismus zu schützen, besteht darin alles anzuzweifeln, was man selbst für richtig hält, soweit das die Bestreitung der alltäglichen Aktivitäten nicht verunmöglicht.
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    Darum höre ich lieber auf mit dem Vergleichen.

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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Erstaunlich eigentlich, dass du - feelerlos@ theoretisch ganz -gut Bescheid weißt, richtige Fanatiker aber trotzdem nicht erkennst.
    Aber Theorie ist eben doch nicht alles......
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    AW: Umgang mit religiösen Fanatikern

    Zitat Zitat von n_onyx
    Erstaunlich eigentlich, dass du - feelerlos@ theoretisch ganz -gut Bescheid weißt, richtige Fanatiker aber trotzdem nicht erkennst.
    Aber Theorie ist eben doch nicht alles......
    Du kannst mir auch privat (PN) erklären, woher Du das so genau wissen willst, und sagen woran Du das gemerkt haben willst, dass ich "richtige Fanatiker" nicht erkenne.
    Aber Erklärungsbedarf besteht hier ganz unbestreitbar.
    Ein Beispiel, wann so etwas vorgekommen wäre hätte ich dann auch noch ganz fürchterlich gern.
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    Darum höre ich lieber auf mit dem Vergleichen.

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