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    AW: Ist Gott allmächtig!

    [QUOTE"Deborah]Mir wurde von den Ärzten im Krankenhaus und auch anderen Ärzten gesagt,daß es medizinisch nicht zu erklären ist,daß meine Leber selbsttätig wieder ihre Funktion aufgenommen hat.[/QUOTE]

    Es gibt sogenannte Spontanheilungen - plötzlich, unerwartet und medizinisch nicht erklärbar wird ein Mensch wieder gesund. Sie sind sehr selten, bei manchen Krebsarten z.B. einmal in 100.000 Fällen.

    In meiner Jugend wurde großes Trara um Wunderheilungen in Lourdes gemacht. Wenn Tausende dorthin pilgern, dann ist es statistisch gesehen sicher, dass es zu solchen Heilungen kommt.

    Es werden aber auch Leute gesund, die zum heiligen XYZ beten, täglich den Saft von roten Rüben trinken, eine Wallfahrt nach Mekka unternehmen - oder nichts dergleichen tun.

    Du hast einfach Glück gehabt.

    Naturkatastrophen haben statistisch gesehen nicht zugenommen. Und dass an allen Naturkatastrophen die Menschen schuld sind, ist auch nicht wahr. Wer lässt wohl Vulkane ausbrechen? Was verursacht Erdbeben?

    Und immer wieder das Gerede von der Endzeit, nervig ist das. Schon Paulus reiste hektisch in der Weltgeschichte herum, weil das Ende der Welt vor der Tür stünde. Er brachte ähnliche Argumente wie du - vor 2.000 Jahren.

    Auch die ZJ schwafeln schon seit fast 100 Jahren davon. Und es passiert einfach nicht. Schon ärgerlich.
    Geändert von 3146 (04.11.2007 um 19:04 Uhr)

  2. gesperrt

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    AW: Ist Gott allmächtig!

    Zitat Zitat von deborah41
    Hallo,maxima.

    Zu dem Thema Hitler möchte ich mich in diesem Strang nicht äußern. Diesem Menschen wurde in diesem und anderen Strängen schon viel zu viel Raum gegeben.
    Aber ich bitte Dich. Hitler hat nur einen Bruchteil der Anzahl Menschen umgebracht, die Gott umgebracht hat.

    Mich würde mal interessieren, warum es für Dich in Ordnung ist, dass Gott morden darf.

    Zitat Zitat von deborah41
    Wenn Menschen behaupten,die alleinige Wahrheit zu kennen muß dies jedenfalls stets sehr genau geprüft werden.
    In meinen Augen ist nur Gott das Wesen,dass die alleinige Wahrheit kennt.
    Lass es doch bitte einfach so stehen,dass es Menschen gibt,zu denen ich auch gehöre,die glauben,dass Jesus Christus "der Weg,die Wahrheit und das Leben" ist und die glauben,daß die Bibel das von Gott inspirierte Wort ist.
    Niemand zwingt Dich das zu glauben.
    Warum sollte ich das einfach so stehen lassen. Gläubige sind Anhänger einer Diktatur. Ich finde nicht, dass es da irgend einen Grund gibt pietätisch zu sein. Genügend Gläubige mit genügend Macht haben schon oft bewiesen, wie "liebevoll" sie mit Andersdenkenden umgehen.
    Gerade die Christen waren nur dann freundlich so lange sie keine Macht hatten.

    Zitat Zitat von deborah41
    Wenn ich Deine Postings lese,dann ist Deine Bitterkeit für mich zu spüren.
    Ich habe den Eindruck,daß Menschen mit falschen Glaubenshaltungen Deine Haltung zu Gott und Christus sehr negativ geprägt haben. Das finde ich aufrichtig schade.
    Entschuldige bitte, aber was ist daran Bitterkeit, wenn man einen Mörder Mörder nennt? Ich würde das als Realitätssinn bezeichnen.
    Da ist einer, der hat die Menschheit ausgerottet, bis auf so ein paar Hanseln, die vor im gekrochen sind, und ich finde es extrem seltsam, dass Du den anbetest, nur weil er jetzt mal eine Phase hat, in der er so tut als wäre er ein netter Grüßonkel.

    Du kennst doch auch die Offenbarung, oder? Stehst Du also auf Gemetzel?

    Zitat Zitat von deborah41
    Es ist richtig,daß der Gott des alten Testaments auch ein harter und strafender Gott ist. Ich muß zugeben,daß ich damit auch oft meine Probleme habe.
    Da ich Gott jedoch als absolute Autorität anerkenne lasse ich es so stehen,auch wenn ich es nicht verstehe.
    Ich habe Gott jedenfalls vor allem als den liebenden Gott kennengelernt,als der er sich im Neuen Testament zu erkennen gibt.
    Würdest Du mal ganz ehrlich sagen, was Du von einer Eva Braun hältst, die zu Hitler exakt das gleiche gesagt haben könnte: " Ich habe Hitler jedenfalls vor allem als den liebenden Mann kennengelernt"
    Die Konstellation ist eigentlich exakt die gleiche. Alle, die nicht bereit waren Hitler zu huldigen, wurden vernichtet. Gott hat das doch auch bevorzugt getan. Was ist also anders?

    Zitat Zitat von deborah41
    Was meine Krankheitsgeschichte angeht:
    Die Ärzte hatten mich tatsächlich "zum Sterben auf die Wiese gestellt."

    Du kannst gerne jeden Internisten fragen.
    Wenn eine Leber ihre Funktion vollständig eingestellt hat regeneriert sie sich normalerweise nicht mehr. Man braucht ein Spenderorgan und wenn keines zur Verfügung steht stirbt der Patient innerhalb kurzer Zeit am Leberkoma oder innereren Blutungen.
    Mir wurde von den Ärzten im Krankenhaus und auch anderen Ärzten gesagt,daß es medizinisch nicht zu erklären ist,daß meine Leber selbsttätig wieder ihre Funktion aufgenommen hat.
    Ich bin keine Medizinerin und muß das so stehen lassen.
    Das ist doch gequirrlter Unsinn. Sie haben Dich behandelt und versorgt. Niemand hat Dich zum Sterben auf die Wiese gestellt. Ich weiß ja nicht, was Du für Ärzte hattest, oder was Du Dir aus deren Diagnosen zurecht gebastelt hast. Fakt ist, dass bei akutem Leberversagen ohne Lebertransplantation die Überlebenschancen bei bis zu 35 % liegen. Und in solchen Fällen regeneriert sich die Leber üblicherweise vollständig ohne zurückbleibende Schäden. Das hat nichts mit Wunder zu tun sondern beruht auf den gleichen Mechanismen, mit denen wir auch eine Grippe überwinden.

    Aber Du möchtest Dir eben die große Wunderheilung zurecht basteln.

    Zitat Zitat von deborah41
    Ist es nicht so,daß es einfach nicht in Dein Bild von Gott paßt,daß er ein Gott ist der auch heute noch Wunder tut und kranke Menschen heilt,die die Medizin aufgegeben hat?
    Du hast überlebt, weil Du in einer langen Kausalitätskette am glücklichen Zipfel der Geschichte hingst. Durch die Ausbeutung der Drittweltländer, Kinderarbeit, Abgreifen der Bodenschätze, ..., haben wir uns hier eine fette und wohlhabende Konsumgesellschaft mit einer ausgezeichneten gesundheitlichen Versorgung verschafft. Diese Versorgung hat bei Dir die ersten Notfallmaßnahmen eingeleitet, damit sich Deine Leber wieder regenerieren konnte. Wenn man es sehr genau betrachtet, verdankst Du Dein Leben eher den jämmerlich krepierten Sklaven und Billiglohnarbeitern, die uns unseren Standard erst ermöglichten.


    Zitat Zitat von deborah41
    Du mauerst so sehr gegen alles,was mit Gott zu tun hat,daß Du alles klein machen mußt,was Gott in einem anderen Licht erscheinen läßt,als dem in dem Du IHN sehen möchtest.
    Was für ein Licht soll das denn sein. DEIN Gott, der Dich rettet und Millionen Kinder verhungern lässt.
    Oder möchtest Du gerne die guten Tagen Gott unterschieben und die Bösen den Menschen?

    Zitat Zitat von deborah41
    An dieser Stelle noch eines. Ich habe nicht von meiner Heilungsgeschichte gesprochen,um mich selbst groß und wichtig zu machen.Es ging mir allein darum zu zeigen,was Gott im Leben von Menschen tut,die an IHN glauben.
    Das musst Du mir nicht sagen. Ich meine die verhungerten Kinder waren zu großen Teilen Christen. Wie großzügig Dein Gott doch ist.

    Zitat Zitat von deborah41
    Wie schade,daß Du nicht in der Lage bist das zu sehen und Dich von Deiner Bitterkeit leiten läßt.
    Ich glaube nicht,dass es Dir zusteht zu beurteilen,was ich,oder andere gläubige Menschen, im Leben erreicht haben,oder nicht. Vielleicht mehr als Du selbst!
    Es ist nun einmal so, dass Sekten bevorzugt bei labilen Menschen ihre Anhänger akquirieren. Sie wissen schon warum. Das ist ja nicht auf meinem Mist gewachsen.

    Zitat Zitat von deborah41
    Aber im Grunde spielt das alles keine Rolle mehr für mich. Denn gemessen an den Maßstäben Gottes ist alles,was wir Menschen tun vergänglich und nichtig.
    Ich habe mein Leben bewußt in die Hände Jesu gelegt und es bis heute nicht bereut. Ich fühle mich von Gott geliebt und getragen,und daran wird kein Mensch etwas ändern.
    Ich finde es zutiefst schade,daß wir beide uns nicht persönlich kennen. Echter Glaube lebt vor allem von der Tat und weniger von Worten.
    Ich würde Dir mein "Christsein" gerne vorleben,um Dir dadurch zu zeigen,daß Glaube etwas ganz anderes bedeutet als das,was Du bisher kennengelernt haben magst.
    Es tut mir immer im Herzen weh,wenn ich erleben muß,daß Menschen sich von Gott abwenden,weil Menschen lieblos und falsch,im Namen Gottes, an ihnen gehandelt haben.
    Gerade die Institution Kirche hat sich da oft an den Menschen versündigt.
    Ich wünsche Dir jedenfalls,daß Du Gott noch finden darfst und seiner Liebe und Gnade teilhaftig wirst.
    Gruß,Deborah
    Ich ziehe es vor im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte zu bleiben. Sollte mich jemand irgendwann Deinen Gott anhudeln hören, dann darf er mich getrost einschläfern lassen, denn dann haben Aliens meinen Körper übernommen.
    Mir ist die Liebe der Menschen, die mich um meiner selbst willen lieben, erheblich wertvoller, als dieses ganze religiöse Gedöns. Warum sollte ich mich mit zweiter Wahl zufrieden geben. Das ist so, als würdest Du mir ranzige Butter anbieten, während ich Krabben in Knoblauchöl knabbere.

  3. gesperrt

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    AW: Ist Gott allmächtig!

    "Ich ziehe es vor im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte zu bleiben."
    ...
    Na ja.........

  4. Inaktiver User

    AW: Ist Gott allmächtig!

    Zitat Zitat von maxima8
    Alle, die nicht bereit waren Hitler zu huldigen, wurden vernichtet. Gott hat das doch auch bevorzugt getan. Was ist also anders?


    Gib mir bitte den Quellentext.

  5. gesperrt

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    AW: Ist Gott allmächtig!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gib mir bitte den Quellentext.
    Warum sollte ich mich um Deine elementaren Lücken in Allgemeinbildung kümmern. Die Bibel ist bekannt und zum Dritten Reich gibt es über 10000 Bücher. Wenn Dir derartig grundlegende Informationen sowohl aus dem Dritten Reich als auch aus der Bibel nicht bekannt sind, fühlst Du Sich sicherlich bei etwas schlichteren Thema wie "Wie werde ich zum Fickhasen" wohler.

  6. Inaktiver User

    AW: Ist Gott allmächtig!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gib mir bitte den Quellentext.

    Unter anderem wurden die Zeugen Jehovas gnadenlos verfolgt, weil sie dem Hitlerstaat nicht huldigten.

    "Jehovas Zeugen verweigerten sich Hitlers Kriegen 1939-45"
    Rede von Priv.-Doz. Dr. Wolfram Wette,
    Historisches Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg,
    anlässlich der Ausstellung "Standhaft trotz Verfolgung - Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime"
    am Samstag, 25. April 1998, 18 Uhr, im Großen Saal des Karlsbaus, Europaplatz, Freiburg i. Br.


    Zitat:
    ...Auch die Zeugen Jehovas, die sich dem Hitler-Staat verweigerten und dafür verfolgt wurden, gehören zu den Opfern des Nationalsozialismus.

    Ich spreche zu Ihnen als ein Historiker, der sich seit langem mit Militärgeschichte befasst, diese aber nicht alleine aus der Perspektive der Generäle betrachtet, sondern sich auch für die Lage der "kleine Leute in Uniform" interessiert, zu denen die Kriegsdienstverweigerer, die Deserteure und der sogenannten Wehrkraftzersetzer gehören, also die Abweichler und die Widerständigen. In meiner Rolle als Historiker möchte ich davon absehen, mich mit der Theologie der Zeugen Jehovas zu beschäftigen. Statt dessen konzentriere ich mich auf die Schilderung und Analyse historischer Sachverhalte, also auf das Schicksal, das die Angehörigen dieser Glaubensgemeinschaft in der Zeit des "Dritten Reiches" erleiden mussten. Insbesondere möchte ich darauf eingehen, welche Folgen die religiös begründete Kriegsdienstverweigerung der Zeugen Jehovas in der damaligen Zeit hatte.

    Eine allgemeine Lehre aus der Geschichte lautet: Seht, wie ein Staat mit seinen Minderheiten umgeht, und ihr erkennt seinen Charakter! Am Umgang mit seinen Minderheiten lässt sich ablesen, welches Maß an Gerechtigkeit, Toleranz und Humanität ein Staat praktiziert - beziehungsweise, in welchem Maße er diese humanen Grundwerte missachtet.

    Für den NS-Staat liegt das Ergebnis auf der Hand: Er ging gegen die religiöse Minderheit der Zeugen Jehovas mit einer heute kaum noch nachvollziehbaren Härte vor. Man muss wissen, dass die Religionsgemeinschaft der "Ernsten Bibelforscher (Zeugen Jehovas)" im Jahre 1933 lediglich etwa 20.000 bis 30.000 Mitglieder zählte. Als Organisation wurde die Glaubensgemeinschaft schon im Juni 1933 verboten. Etwa 10.000 ihrer Mitglieder kamen zeitweise in Gefängnisse und Konzentrationslager 1 . Weshalb, so fragt man sich, war der NS-Staat nicht in der Lage, der kleinen Gruppe der Zeugen Jehovas einfach keine Aufmerksamkeit zu schenken und sie durch Nichtbeachtung zu tolerieren?

    Tatsache ist, dass der Staat Hitlers sie wie einflussreiche politische Feinde behandelte. Dabei definierten sich die Zeugen Jehovas selbst gar nicht als politische Menschen. Sie verstanden sich primär als gläubige Christen, die Distanz zum politischen Umfeld zu halten versuchten. Allerdings enthielt ihre Vorstellung von einem realen Reich Gottes auf Erden, das am Ende auch alle irdischen Herrschaftsstrukturen aufheben werde, hinreichenden Konfliktstoff. Denn sie kollidierten mit den Gehorsamsforderungen des totalitären Staates.

    Zudem legten die Zeugen Jehovas eindeutig widerständiges Verhalten an den Tag. Es ist der Sache und der Wirkung nach als politisch einzuschätzen, auch wenn es religiös gedacht war. In ihren Schriften bezeichneten die Zeugen das Dritte Reich als "Teufelsherrschaft" und Hitler als "Antichrist". Sie weigerten sich, die nationalsozialistische Grußformel "Heil Hitler!" auszusprechen und benutzten weiterhin die gewohnten bürgerlichen Grußformen "Guten Morgen!" und "Guten Tag!", wozu unter den gegebenen Verhältnissen großer Mut gehörte. Noch viel schwerer wog, dass sie sich standhaft weigerten, den Eid auf Hitler als den Oberbefehlshaber der Wehrmacht zu leisten. Aus der Sicht des nationalsozialistischen Staates stellten diese Verhaltensweisen ein ganzes Bündel von Loyalitätsverweigerungen dar, das geradezu als eine Kampfansage gegen den NS-Staat gewertet wurde. Tatsächlich stuften SS- und Gestapofunktionäre die Zeugen Jehovas schon in den 30er Jahren als Staatsfeinde ein...

    Quelle:
    Ist nur ein kleiner Auszug aus der Rede.


    Kirchen als Unterstützer der staatlichen Verfolgung
    Die Kirchen begegneten, von wenigen Solidaritätsbekenntnissen abgesehen, den staatlichen Verboten und Verfolgungsmaßnahmen gegenüber den Bibelforschern mit Dankbarkeit und mit aktiver Unterstützung.

    Quelle
    Geändert von Inaktiver User (05.11.2007 um 08:54 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Ist Gott allmächtig!

    Geht das hier eigentlich inzwischen nach dem Motto: Wer am besten beleidigt hat Recht?
    Ich glaub, ich lösch den Strang mal aus meinen Favoriten, da kommt ja wohl nichts Substanzielles mehr.

  8. Inaktiver User

    AW: Ist Gott allmächtig!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Geht das hier eigentlich inzwischen nach dem Motto: Wer am besten beleidigt hat Recht?
    Sollte sich jemand in seiner Ehre verletzt sehen, bitte ich darum mir oder dem Brigitte-Team, dieses mit zuteilen.

    Eine persönliche Beleidigung habe ich bis jetzt nicht feststellen können.

    Die Moderatorin

  9. gesperrt

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    AW: Ist Gott allmächtig!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Unter anderem wurden die Zeugen Jehovas gnadenlos verfolgt, weil sie dem Hitlerstaat nicht huldigten.

    "Jehovas Zeugen verweigerten sich Hitlers Kriegen 1939-45"
    Rede von Priv.-Doz. Dr. Wolfram Wette,
    Historisches Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg,
    anlässlich der Ausstellung "Standhaft trotz Verfolgung - Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime"
    am Samstag, 25. April 1998, 18 Uhr, im Großen Saal des Karlsbaus, Europaplatz, Freiburg i. Br.


    Zitat:
    ...Auch die Zeugen Jehovas, die sich dem Hitler-Staat verweigerten und dafür verfolgt wurden, gehören zu den Opfern des Nationalsozialismus.

    Ich spreche zu Ihnen als ein Historiker, der sich seit langem mit Militärgeschichte befasst, diese aber nicht alleine aus der Perspektive der Generäle betrachtet, sondern sich auch für die Lage der "kleine Leute in Uniform" interessiert, zu denen die Kriegsdienstverweigerer, die Deserteure und der sogenannten Wehrkraftzersetzer gehören, also die Abweichler und die Widerständigen. In meiner Rolle als Historiker möchte ich davon absehen, mich mit der Theologie der Zeugen Jehovas zu beschäftigen. Statt dessen konzentriere ich mich auf die Schilderung und Analyse historischer Sachverhalte, also auf das Schicksal, das die Angehörigen dieser Glaubensgemeinschaft in der Zeit des "Dritten Reiches" erleiden mussten. Insbesondere möchte ich darauf eingehen, welche Folgen die religiös begründete Kriegsdienstverweigerung der Zeugen Jehovas in der damaligen Zeit hatte.

    Eine allgemeine Lehre aus der Geschichte lautet: Seht, wie ein Staat mit seinen Minderheiten umgeht, und ihr erkennt seinen Charakter! Am Umgang mit seinen Minderheiten lässt sich ablesen, welches Maß an Gerechtigkeit, Toleranz und Humanität ein Staat praktiziert - beziehungsweise, in welchem Maße er diese humanen Grundwerte missachtet.

    Für den NS-Staat liegt das Ergebnis auf der Hand: Er ging gegen die religiöse Minderheit der Zeugen Jehovas mit einer heute kaum noch nachvollziehbaren Härte vor. Man muss wissen, dass die Religionsgemeinschaft der "Ernsten Bibelforscher (Zeugen Jehovas)" im Jahre 1933 lediglich etwa 20.000 bis 30.000 Mitglieder zählte. Als Organisation wurde die Glaubensgemeinschaft schon im Juni 1933 verboten. Etwa 10.000 ihrer Mitglieder kamen zeitweise in Gefängnisse und Konzentrationslager 1 . Weshalb, so fragt man sich, war der NS-Staat nicht in der Lage, der kleinen Gruppe der Zeugen Jehovas einfach keine Aufmerksamkeit zu schenken und sie durch Nichtbeachtung zu tolerieren?

    Tatsache ist, dass der Staat Hitlers sie wie einflussreiche politische Feinde behandelte. Dabei definierten sich die Zeugen Jehovas selbst gar nicht als politische Menschen. Sie verstanden sich primär als gläubige Christen, die Distanz zum politischen Umfeld zu halten versuchten. Allerdings enthielt ihre Vorstellung von einem realen Reich Gottes auf Erden, das am Ende auch alle irdischen Herrschaftsstrukturen aufheben werde, hinreichenden Konfliktstoff. Denn sie kollidierten mit den Gehorsamsforderungen des totalitären Staates.

    Zudem legten die Zeugen Jehovas eindeutig widerständiges Verhalten an den Tag. Es ist der Sache und der Wirkung nach als politisch einzuschätzen, auch wenn es religiös gedacht war. In ihren Schriften bezeichneten die Zeugen das Dritte Reich als "Teufelsherrschaft" und Hitler als "Antichrist". Sie weigerten sich, die nationalsozialistische Grußformel "Heil Hitler!" auszusprechen und benutzten weiterhin die gewohnten bürgerlichen Grußformen "Guten Morgen!" und "Guten Tag!", wozu unter den gegebenen Verhältnissen großer Mut gehörte. Noch viel schwerer wog, dass sie sich standhaft weigerten, den Eid auf Hitler als den Oberbefehlshaber der Wehrmacht zu leisten. Aus der Sicht des nationalsozialistischen Staates stellten diese Verhaltensweisen ein ganzes Bündel von Loyalitätsverweigerungen dar, das geradezu als eine Kampfansage gegen den NS-Staat gewertet wurde. Tatsächlich stuften SS- und Gestapofunktionäre die Zeugen Jehovas schon in den 30er Jahren als Staatsfeinde ein...

    Quelle:
    Ist nur ein kleiner Auszug aus der Rede.


    Kirchen als Unterstützer der staatlichen Verfolgung
    Die Kirchen begegneten, von wenigen Solidaritätsbekenntnissen abgesehen, den staatlichen Verboten und Verfolgungsmaßnahmen gegenüber den Bibelforschern mit Dankbarkeit und mit aktiver Unterstützung.

    Quelle
    Würdest Du – wo wir schon bei totalitären Systemen sind — auch mal kurz erläutern, wie die Zeugen Jehovas mit denen umgehen, die gegen die Grundregeln der Bibel verstoßen.
    Dass Menschen mit Psychoterror unter Druck gesetzt werden. Wie sie erst in Abhängigkeit gebracht und dann ausgestoßen werden.
    Dass es Dir verboten ist eigenständig über Interpretationen der Bibel nachzudenken und nicht abgesegnete Theorien zu verbreiten.
    Dass Du Durch Verweigerung gegenüber demokratischen Wahlen, faschistische System Vorschub leistest.
    Dass Du auf ein Ereignis wartest, bei dem alle anderen Religionen außer Deiner vernichtet werden.

    Wird Dir Deine Arbeit hier z.B. als Felddienst angerechnet?

  10. gesperrt

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    AW: Ist Gott allmächtig!

    Wo in dieser Com doch so gerne gelöscht und editiert wird und Moderatoren sich fragen, wessen Ehre verletzt werden könnte und in Hinblick auf die ersten Passagen des Post 1112:

    § 166
    [Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen]

    (1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs.3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs.3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

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