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  1. Inaktiver User

    AW: Gott, Energie, Chakren - westliche und andere Gottesvorstellungen

    Zitat von Mediterranee
    Eins aber stößt mir immer wieder auf:
    Dieses Streben (vor allem der Buddhisten) nach einem "göttlichen" Zustand, in dem nichts Materielles mehr zählt.
    Meine Meinung dazu?

    Nun - mir erscheint eine solche Haltung als inkonsequent, ganz einfach. Wer nach dem Immateriellen, Geistigen, Ideellen, Energetischen, Göttlichen oder wie immer man das nennen will, strebt und sich vom Materiellen zu befreien versucht, der strebt immer noch. Der urteilt, der begehrt etwas und weist etwas anderes zurück.
    Und bleibt somit in den Illusionen verstrickt, um beim buddhistischen Jargon zu bleiben.

    Wer die Erleuchtung sucht, wer irgendwelche höheren Zustände anstrebt, wer an "göttlichen Energien" anhängt, der verbleibt in seinen eigenen Wünschen, Begierden und Bildern.
    Nicht das Materielle ist die eigenliche und die am schwersten wiegende Illusion, sondern das, was wir geistig oder göttlich nennen und anstreben.
    Es gibt manchen Zen-Meister, der die Erleuchtung an sich als die grösste Illusion und Verstrickung identifiziert hat und vor dem Streben nach ihr warnt.

    [buddhistischer Jargon off ]

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    AW: Gott, Energie, Chakren - westliche und andere Gottesvorstellungen

    Hallo Kappuziner,

    ein interessantes Thema, das Du da angestoßen hast. Ich kann Dein Unbehagen total gut verstehen, finde auf der anderen Seite aber auch Deine Offenheit für solche Dinge sehr angenehm. Ich selbst war da früher sehr viel ablehnender und bin durch eine Freundin, die auch sehr offen für vieles ist und alles mögliche schon mal probiert hat (Reiki, Huna, etc.), etwas aufgeschlossener geworden.

    Mich würde auch das Vorführen von Menschen stören. Mein größter Horror bei einer solchen Veranstaltung wäre es, selbst als ein Mensch mit "Blockaden" identifiziert und die Mitte geholt zu werden. Ich glaube, ich würde vor lauter Stress in dieser Situation schon umkippen und schweißnasse Hände haben .

    Das Herz-Chakra-Erlebnis finde ich auch sehr bezeichnend. Viele wollen in so einer Umgebung einfach etwas spüren, weil sie sich sonst minderwertig oder unspirituell empfinden. Ich meine hingegen, man muss es auch aushalten können, nix zu spüren, wenn angeblich alle was spüren. Nur dann weiß ich, dass es echt ist, wenn ich wirklich mal was spüre. Aber der Gruppendruck macht das nicht immer einfach.

    Mich wundert auch oft, dass so viele Leute bei fernöstlichen oder sonstwie exotischen Heilslehren Dinge finden, die sie im Christentum im Grunde ebenso finden könnten, wenn sie sich nur die Mühe machten zu suchen. Teils ist das sicher ein Versäumnis der christlichen Kirchen, bei denen das sinnliche Erleben zu wenig im Zentrum steht. Bewegungen wie Taizé zeigen aber ja, dass da eine Menge möglich ist und von den Menschen auch begeistert angenommen wird.

    Auf der anderen Seite scheint mir aber die Exotik fremder Heilslehren die Anziehung zu begründen. Es wirkt sehr viel geheimnisvoller und interessanter sich als Buddhist oder Anhänger eines indischen Meisters zu outen, als zu sagen, dass man Christ ist. Das klingt irgendwie total spießig und hat den Geruch des Konserverativen, ewig Gestrigen. Und sowas ruft ja schnell meinen Widespruchsgeist auf den Plan.
    Ein Kollege und ich betonen gerne mal provokativ unsere katholische Ader (der Kollege geht sogar regelmäßig vor der Arbeit in die Frühmesse im Kölner Dom), was schon manchmal für befremdliche Blicke sorgt. Aber ich mag das Feld nicht zur Gänze den engstirnigen Dogmatikern überlassen, sondern ich denke, es muss auch noch ein paar Feld-, Wald- und Wiesenchristen geben.

    Aber das geht jetzt eigentlich schon am Thema vorbei. Was ich sagen will, ist dass ich Offenheit auch für andere Religionen, Lehren, wasauchimmer gut finde, auch in dem Sinne, Gemeinsames zu entdecken, ohne die Unterschiede zu negieren (habe da sehr viel aus dem Buch "Christ sein" von Hans Küng gelernt). Aber auf der anderen Seite finde ich eine gesunde Skepsis und Distanz auch nicht verkehrt.

    Und ganz allergisch reagiere ich auf alle "Du bist halt nicht offen"- Sprüche. Ich bin überzeugt, recht tiefe Erfahrungen gemacht zu haben, aber nicht unbedingt dann, wenn ich wollte, sondern dann, wenn sie richtig für mich waren, wenn ich sie innerlich gebraucht habe. Insofern sind mir diese Knopfdruck-spirituellen Erlebnisse zutiefst suspekt.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Gott, Energie, Chakren - westliche und andere Gottesvorstellungen

    Hallo zusammen,

    bin aus dem Urlaub zurück (dazu schreibe ich vielleicht später auch noch was, weil es in diesem Zusammenhang auch etwas zu erzählen gibt) und lese gebannt eure Kommentare, in vielem lese ich das, was mich auch selber bewegt, vor allem Murkami und jetzt zuletzt Malina - genau das wollte ich ausdrücken.
    und schließlich Lavendelmond:
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ja, ohne eigene (!) Erfahrungen kommt man keinen echten Schritt weiter
    mit dem Ausrufezeichen an der richtigen Stelle.

    Genau das ist mein Unbehagen. Ich finde es befremdlich, dieses Zurschaustellen einerseits, auch diese Selbstentblößung - und andererseits die Abwertung von allem anderen, von Menschen, die das, was sie vielleicht als ihre eigene Spiritualität empfinden, anders ausdrücken.
    Und zum Schluß befremdet es mich auch, Erfahrungen, jahrhundertealte Wurzeln sich selber zu eigen zu machen und die eigenen Wurzeln zu leugnen. Und das als eigene Erfahrung sich zu eigen zu machen, was man meist gar nicht richtig gelebt hat.

    Ich habe übrigens letzte Woche nach dem Sport noch mit dieser Heilerin gesprochen, die ich seriös finde und habe ihr von dem Vorfall erzählt und sie gefragt, was sie davon hielte.
    Ich sage euch mal einige Stichworte.
    Meine Heilerin weiß, dass es Chakren gibt, sagt sie, weil sie diese spüren kann, wenn sie sich in einer gewissen Nähe zu dem Menschen befindet, kann sie dessen Chakren spüren.
    Sie sagt, dass sie vermutet, dass dieser Guru diese Chakren sogar sehen kann und dass er seine Show darauf aufbaut.
    Für Malina:
    Mein größter Horror bei einer solchen Veranstaltung wäre es, selbst als ein Mensch mit "Blockaden" identifiziert und die Mitte geholt zu werden. Ich glaube, ich würde vor lauter Stress in dieser Situation schon umkippen und schweißnasse Hände haben
    "Meine" Heilerin sagte mir, dass der z.B. mich bestimmt nicht aufgerufen hätte. Sie sagte, er hätte im Gegenteil einen sehr offenen Menschen ausgesucht, der das gerne haben will und leicht zu manipulieren ist. Jeder hat schließlich irgendeine Blockade und es ist keine Kunst, einen Menschen anzusprechen und zu sagen "ich spüre, du hast irgendeine Blockade". Die (ehrliche) Antwort wird immer "ja" sein.
    Ich habe sie auch gefragt, ob sie mein Herz-Chakra spüren kann. Wir haben dann so eine kleine Übung gemacht, in der ich versuchen sollte, das Chakra zu öffnen, indem ich an etwas dachte, was ich sehr liebe. Sie sagte mir, dass mein Herz-Chakra tatsächlich relativ verschlossen wäre, aber dass das vollkommen ok wäre und nichts mit meiner Liebesfähigkeit zu tun hat. Es ist nur eine Art der Ausdrucksweise und der allgemeinen Orientierung.
    Zusammenfassend sagte sie über diesen Mann, dass sie ihn für unseriös hält, denn wenn man diese Fähigkeit hat, Chakren zu sehen oder zu spüren, dann wüsste man eigentlich normalerweise auch, dass man nicht einfach für einen Showeffekt mit den Chakren von anderen Leuten rumspielt und dass das sehr gefährlich wäre.

    Zum Schluß sagte sie noch, dass das körperliche Berühren ganz und gar nich notwendig wäre für eine Energiewarbeit und dass sie auch das für manipulativ hielt.

    Ich hatte vor meinem Urlaub keine Zeit mehr, euch das zu erzählen. Es stärkt auch nur meine Meinung über diesen konkreten Vorfall, aber wir sind ja jetzt mit dem Thema auch schon weiter gekommen.

    Ich warte gespannt auf weitere Anstöße und danke euch allen, dass ihr hier so offen schreibt, wie sich das für euch anfühlt oder / und, was ihr davon denkt

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
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    AW: Gott, Energie, Chakren - westliche und andere Gottesvorstellungen

    Zitat Zitat von Kappuziner
    Und zum Schluß befremdet es mich auch, Erfahrungen, jahrhundertealte Wurzeln sich selber zu eigen zu machen und die eigenen Wurzeln zu leugnen. Und das als eigene Erfahrung sich zu eigen zu machen, was man meist gar nicht richtig gelebt hat.
    Was genau sind denn "meine eigenen Wurzeln"?
    Und was ist, wenn die mich befremden?

  5. Inaktiver User

    AW: Gott, Energie, Chakren - westliche und andere Gottesvorstellungen

    Zitat Zitat von Malina70
    Mein größter Horror bei einer solchen Veranstaltung wäre es, selbst als ein Mensch mit "Blockaden" identifiziert und die Mitte geholt zu werden. Ich glaube, ich würde vor lauter Stress in dieser Situation schon umkippen und schweißnasse Hände haben .
    Na, da gehören ja immer noch zwei dazu:
    Der, der die Behauptung aufstellt und der, der sie annimmt.

    Ich würde es mir verbitten, dass jemand, der mich nicht kennt und sich sein Bild über mich nur aufgrund einer einstündigen Esoterik-Veranstaltung gemacht hat, mich derart bewertet.

  6. Inaktiver User

    AW: Gott, Energie, Chakren - westliche und andere Gottesvorstellungen

    Darf ich ein bisschen "Spielverderberin" spielen? Bzw. eine andere Richtung einbringen?

    Vorgängig einige persönliche Bemerkungen, damit das, was ich jetzt schreibe, besser einzuordnen ist. Es sind Dinge, über die ich in der Regel nur sehr zurückhaltend rede, weil ich sonst oft mit Erwartungen konfrontiert werde, die der geringen Wichtigkeit, die ich selbst diesen Phänomenen beimesse, nicht entsprechen.
    Im Tierforum hab ich schon mal was geschrieben: ich gehöre zu den Menschen, denen von Aussenstehenden schon mal telepathische Fähigkeiten zu Tieren nachgesagt wird. Naja, und es gab schon so Phänomene, die man vielleicht als Heilung oder zumindest Schmerzbefreiung bezeichnen kann.

    Nur - ich selbst halte das für etwas ganz anderes. Für etwas, das rein gar nichts mit irgendwelchen Energien oder "interpersonalem Fühlen" zu tun hat. Auch wenn Drittpersonen mir solche Fähigkeiten manchmal zuschreiben. Gerade weil ich solche Phänomene an mir selbst erlebe, komme ich zum Schluss, dass es eben gerade nicht irgendwelche Energien oder Chakren oder wie man das nennen will sind.

    Sondern ganz einfach mit einer sehr guten Wahrnehmung (und der Fähigkeit, diese Wahrnehmung zu analysieren, also zu verstehen, was man wahrnimmt), einer relativ stark ausgeprägten Empathiefähigkeit und vor allem mit Suggestion und Autosuggestion zu tun haben.

    Ein gutes Beispiel, wie das abläuft, ist das, was Kappuziner schreibt:

    Wir haben dann so eine kleine Übung gemacht, in der ich versuchen sollte, das Chakra zu öffnen, indem ich an etwas dachte, was ich sehr liebe. Sie sagte mir, dass mein Herz-Chakra tatsächlich relativ verschlossen wäre, aber dass das vollkommen ok wäre und nichts mit meiner Liebesfähigkeit zu tun hat.
    Das hat meiner Meinung nach rein gar nichts damit zu tun, dass die Heilerin dein Herz-Chakra gespürt hätte. Zu dieser Schlussfolgerung wäre ich auch gekommen - ganz einfach dadurch, in dem ich dem, was Kappuziner von sich und ihren Empfindungen während dieser öffentlichen "Energiesession" erzählt hat, sehr genau zugehört hätte. Die kleine Episode, dass Kappuziner während der Massenübung eben nicht mitmachte sondern simulierte, würde mir als Zuhörer genügen, um stark zu vermuten, dass Kappuziner mit ihren Gefühlen zurückhaltend umgeht und sie nicht jedem auf die Nase bindet.
    Die Aussage, dass das Herz-Chakra relativ verschlossen sei, ist nur eine bildliche Umschreibung dieses Charakterzugs. Dazu brauchts kein konkretes "Erfühlen".

    Wenn ich mich mit der ganzen Konzentration, die ich unter anderem in der Zen-Meditation (aber auch beim Klettern) gelernt habe, auf mein Gegenüber konzentriere, und ich mir sage, jetzt konzentriere ich mich ganz auf das Herz-Chakra meines Gegenübers, dann vermeine ich das auch in meinem eigenen Körper zu fühlen. Kein Problem. Das ist aber, und das ist wichtig zu realisieren, eine Projektion meiner eigenen Konzentration und meiner eigenen - naja, Fantasie, in meine eigene Herzgegend. Wenn ich dann aufgrund meiner Beobachtungen weiss, dass mein Gegenüber z.B. verunsichert wirkt, so fliesst diese Beobachtung, ob ich will oder nicht, in meine Fantasie ein und somit in das Gefühl, das ich aufgrund meiner Konzentration in meiner eigenen Herzgegend wahrnehme. Ja, und dann bin ich versucht zu sagen "ich fühle dein Herz-Chakra, aber es ist irgendwie blockiert, seine Energien fliessen nicht regelmässig."
    Es sind aber meine eigene Konzentration, meine eigene Fantasie und meine eigenen Bilder, die dieses Gefühl auslösen und dem anderen zuschreiben.

    Wird verständlich, was ich meine? Wie gesagt, das ist keine Vermutung, das basiert auf dem, was ich selbst erlebe. Von aussen wirkt das dann so, als ob ich tatsächlich das Herz-Chakra meines Gegenübers fühlen würde und wenn ich das dann noch in glaubwürdige Worte kleidete, würden mir das viele Leute abkaufen. Bloss - von innen weiss ich, dass in Wirklichkeit etwas ganz anderes abgeht.


    Ich stelle immer wieder fest, dass die Kraft der Autosuggestion und der Fantasie massiv unterschätzt werden. Rein durch Vorstellungskraft können wir Menschen extrem viel auslösen - bei uns und bei anderen.
    In der Regel finden wir genau das, was wir suchen. Wer Chakren sucht, wird sie auch finden. Weil er sie sich sosehr herbei"denkt", dass er sie damit kreiert. Sein Wunsch, seine Konzentration, seine Bilder und seine Fantasie beschäftigen sein Hirn - so stark, dass diese "Hirngespinnste" (neutral gemeint, nicht abwertend) im eigenen Körper abgebildet werden und man plötzlich etwas körperlich fühlt.
    Damit werden die Chakren sehr real. Es ist dann plötzlich eine Tatsache, dass man sie fühlt. Aber kreiert hat man sie sich selbst. Durch die eigene Vorstellung.

    Das ist überhaupt keine Abwertung. Selbst kreierte Phänomene können unter Umständen ebenso "mächtig" und wirkend sein wie andere. Wenn der Betroffene daraus Positives schöpft, so ist das total in Ordnung.

    Nur - eben weil das suggestive bzw. autosuggestive Element so entscheidend ist, ist die Gefahr von Missbrauch und Manipulation - und von Selbsttäuschung! - sehr gross.

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    AW: Gott, Energie, Chakren - westliche und andere Gottesvorstellungen

    Horus, das ist überhaupt nicht "Spielverderberin"! Das ist hochinteressant, was du schreibst.

    Ich wollte noch von diesem Vorfall erzählen, der dazu geführt hat, dass ich früher aus dem Urlaub zurückgekommen bin. Das passt ganz gut zu dem, was du schreibst.
    Wir waren zu viert auf einem Segelboot unterwegs und ich hatte vom ersten Tag an eine ganz komische "Vision". Ich sah förmlich vor mir, dass sich einer von uns ein Körperteil abreißt. Das war so heftig, dass ich den anderen am liebsten davon erzählt hätte, aber das war mir etwas zu peinlich. Ich wußte nicht richtig, wie ich den drei (Männern) das sagen sollte.
    Vorgestern hat sich dann einer von uns bei einem Unfall auf dem Boot ein Stück von seinem Mittelfinger abgerissen (mittlerweile wissen wir, dass er gerettet werden kann, ist schmerzhaft, wird aber wieder).

    Ich war einige Zeit lang wirklich tief beeindruckt von dieser Vision, die ich hatte. Aber nachdem ich nun zwei Nächte darüber geschlafen habe, denke ich, dass ich einfach unbewußt ein paar Beobachtungen gemacht habe - wir segeln oft zusammen und diesmal war schon etwas der Schlendrian an Bord, wir haben die Leinen nicht weggeräumt, ich erinnere mich, dass ich oft gesehen habe, wie einer von uns mit Fuß oder Hand in einer Leine festhing, auf der bald ein Zug sein würde. Und ähnliches mehr.
    Das hat sich dann wohl in dieser "Vision" festgemacht.
    Wahr wohl mehr einfach etwas, was mir unbewußt aufgefallen ist und ich wollte es nicht so richtig wahrhaben.

    Kottan
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    AW: Gott, Energie, Chakren - westliche und andere Gottesvorstellungen

    Hallo Horus,

    im Großen und Ganzen stimme ich Dir zu. Ich glaube auch, dass viele der beschriebenen Effekte auf einer starken Einfühlungsgabe (verbunden mit viel Übung und Menschenkenntnis) sowie Suggestion und Autosuggesstion beruhen. Zumal man ja auch davon ausgehen kann, dass der Großteil der Teilnehmer an solchen Veranstaltungen dorthin geht, weil er etwas spüren will und enttäuscht wäre, wenn nix passiert.

    Auf der anderen Seite glaube ich aber auch, dass es Phänomene, Erlebnisse, Erfahrungen gibt, die sich nicht allein dadurch erklären lassen. Aber es fällt mir schwer, die Grenze zu benennen. Es ist wohl die Grenze, wo der Glauben anfängt. Und an der Stelle lässt es sich einfach nicht mehr streiten. Da trennen sich dann einfach die Wege der - ich sag mal - Skeptiker und der Gläubigen. Ich weiß, das liest sich jetzt etwas willkürlich und ziemlich schwachsinnig, aber ich kann es gerade nicht besser erklären, müsste da noch mal genauer drüber nachdenken. Mir ist schon klar, dass die Argumentation jetzt recht angreifbar ist

    Was ich eigentlich sagen will, ist wohl: ja, Du hast Recht, und nein, Du hast nicht ganz recht.
    Alles klar?

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nur - eben weil das suggestive bzw. autosuggestive Element so entscheidend ist, ist die Gefahr von Missbrauch und Manipulation - und von Selbsttäuschung! - sehr gross.
    Ich finde es sehr plausibel, was du schreibst.

    Alle Religionsgründer und andere Gurus wurden und werden als "charismatisch" beschrieben.

    Unter Charisma verstehe ich unter Anderem die Fähigkeit, seine Mitmenschen zu beeinflussen und zu begeistern.

    Zum Guten oder zum Bösen.

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    Zitat Zitat von Kappuziner
    Das hat sich dann wohl in dieser "Vision" festgemacht.
    Wahr wohl mehr einfach etwas, was mir unbewußt aufgefallen ist und ich wollte es nicht so richtig wahrhaben.
    Was bleibt uebrig von all dem "Gespuerten", wenn man Intuition, Bauchgefuehl (das Anzapfen unbewussten Wissens) und Autosuggestion abzieht?

    Ist die komplexe Koerper- und Hirnchemie/psychologie des Menschen, mit der man diese Phaenomene vielleicht irgendwann mal halbwegs erklaeren kann, nicht spannend genug? Ist etwas weniger faszinierend, wenn es erklaerbar ist?

    Warum brauchts immer dieses per se Unerklaerliche?

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