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    AW: Flucht vor Scientology

    Zitat Zitat von neko
    Na, C-Bird, das mach mal, jedem von Deinen Hobbies (höhö) erzählen; dann hängt Dir nach zwei Tagen aber der Mund in Fusseln...
    Was heisst hier Hobbys? Das ist ein Lebensweg! fg*

    Zitat Zitat von neko
    Außerdem ist es glaube ich Scientologen wurscht ob Du zum Frühstück eine geschändete Hostie isst.
    Ich würde höchstens eine geschändete Nonne vernaschen...

    Zitat Zitat von neko
    Ich müsste schon eher was in Blautannes Sinne schreiben: tut mir leid, ich habe echt gaaaar keine Zeit, ich bin grad auf dem Weg zu einem antifaschistischen Kongress über die Machenschaften von Sekten
    Wie gesagt, für Zeugen Jehovas reicht das oben genannte dicke aus - Scientology habe ich bislang noch keine Erfahrungen mit sammeln können Allerdings werde ich mir den Vorschlag merken und ggf. selbstverständlich verwenden...
    Wenn Lust Sünde ist, fahre ich gerne zur Hölle - da kann ich dann wenigstens sagen das ich ein Leben hatte!

  2. Inaktiver User

    AW: Flucht vor Scientology

    Zitat Zitat von neko
    Ich bin aus den Latschen gekippt, als mir jemand erzählte, er sei mal dabei gewesen. Er hat null, so wirklich gar nicht, meinen vagen Erwartungen entsprochen - nicht vom Alter, nicht vom "coolness"-Faktor, nicht vom Beruf und Auftreten. Insofern scheint es ja zu stimmen, dass es wirklich jeden treffen kann. Vielleicht müssen einfach ein paar Umstände zusammen kommen, dass man gerade dafür empfänglich ist.
    Ja, aber was für welche?
    Gibt es denn darüber keine Erkenntnisse?
    Ich glaube nämlich nicht, dass es jeden erwischen kann. Mag sein, dass mehrere Faktoren zusammenkommen müssen, aber wenn alle Leute anfällig wären, dann hätte Scientology sicher noch mehr Mitglieder.

  3. Inaktiver User

    AW: Flucht vor Scientology

    Zitat Zitat von Karla48
    Das ist ja echt der Hammer! Fotos? Von so einem Vorgehen wußte ich noch nichts. Das sollte mal in der Zeitung stehen!

    Kein Mensch darf einen ungefragt fotografieren (Recht am eigenen Bild).
    Dagegen würde ich mich wehren! Hattest Du Zeugen dafür?

    LG Karla
    Du irrst. Wer sich in der Öffentlichkeit aufhält, darf auch ungefragt fotografiert werden. Nur Fotos innerhalb der Privatsphäre (Wohnzimmer, Umkleidekabine) sind ohne Genehmigung tabu.

    Der Schutzbereich vom "Recht am eigenen Bild" bezieht sich bei in der Öffentlichkeit geschossenen Fotos nur auf deren anschließende Verbreitung ohne vorherige Einwilligung der fotografierten Person(en). Erst dann würde das Persönlichkeitsrecht nach Art. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 GG verletzt.

  4. Inaktiver User

    AW: Flucht vor Scientology

    Die wesentlich Frage bei Scientology ist doch: Wann darf der Staat gegen eine Gruppe/Organisation vorgehen, die das Gesetz nicht bricht? Aber vielleicht brechen könnte?

    Hier ist eine gutachterliche Stellungnahme *click* über Scientology zu der Frage "Ist das Menschen- und Gesellschaftsbild der Scientology-Organisation vereinbar mit der Werte- und Rechtsordnung des Grundgesetzes?" aus April 1996, erstellt für die Simonis-Regierung.

    Das innere Organisationssystem des Zirkels ist autoritär, das Überwachungssystem ist totalitär, die Ideologie ist rücksichtslos und ausbeuterisch. Und wer sich dieser Gruppe unterwirft, wird mit Sicherheit eine Menge Geld los. Nur reicht das nicht für ein Verbot.

  5. Inaktiver User

    AW: Flucht vor Scientology

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das innere Organisationssystem des Zirkels ist autoritär, das Überwachungssystem ist totalitär, die Ideologie ist rücksichtslos und ausbeuterisch. Und wer sich dieser Gruppe unterwirft, wird mit Sicherheit eine Menge Geld los. Nur reicht das nicht für ein Verbot.
    Das ist richtig. Deshalb wird Scientology vom Verfassungsschutz zwar beobachtet aber nicht gerichtlich verboten. Man kann zwar theoretisch in Einzelfällen gegen Scientology vorgehen, falls die Beweise reichen und die Zeugen nicht zu sehr eingeschüchtert werden, aber für ein Gesamtverbot braucht es mehr als eine Reihe von Einzelfällen. Die Hürde für ein Verbot ist hoch. Das ist bei Scientology anscheinend nicht anders als bei der NPD.

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    AW: Flucht vor Scientology

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ja, aber was für welche?
    Gibt es denn darüber keine Erkenntnisse?
    Ich glaube nämlich nicht, dass es jeden erwischen kann. Mag sein, dass mehrere Faktoren zusammenkommen müssen, aber wenn alle Leute anfällig wären, dann hätte Scientology sicher noch mehr Mitglieder.
    Ich denke, da wird es schon seriöse Untersuchungen darüber geben, wer sich unter welchen Umständen einer Sekte, einem Psychokult oder einer extremen Partei anschließen würde.
    Seit den 60er Jahren, Hannah Arendt vor allem und das sogenannte Milgram-Experiment, interessiert man sich ja dafür, wieso Leute sich freiwillig in solche Strukturen begeben und wie sie sich verhalten.
    Ist bloß nicht mein Metier, deswegen kann ich dazu nichts sagen.
    Aber wahrscheinlich muss man bloß mal in eine gut sortierte pädagogische und/oder psychologische Buchhandlung gehen und da ins Regal schauen.

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    AW: Flucht vor Scientology

    Würde man sich in Andere Menschen versetzen (Hannah Arendt) dann wäre das Milgram Experiment gescheitert und kein Mensch würde darüber reden.

    Scientology, und andere Strukturen, haben ihre Mittel und Wege Menschen zu manipulieren. Bei Scientology funktioniert es über Geld - der Name des Experimentes fällt mir gerade nicht ein, allerdings gab es in den sechzigern (?) ei Experiment in welchem ein Proffessor einen Dollar versteigerte. Der Zwang bei den Teilnehmern bestand darin sich gegenseitig zu überbieten. Erst ging es nur um ein Geschäft, später - nachdem der Versuchsleiter es geschaft hatte das der Gewinn als solches Ziel des Ganzen sei - boten einige Bieter immer höher. Wenn ich mich nicht irre bis in den zweistelligen Bereich.

    Man bedenke, für einen Dollar!

    Und bei Scientology geht es um wesentlich höhere Beträge. Allerdings muss man sich zunächst darauf einlassen, was wiederum von einer gewissen Schwäche/Angst zeugt...
    Wenn Lust Sünde ist, fahre ich gerne zur Hölle - da kann ich dann wenigstens sagen das ich ein Leben hatte!

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    AW: Flucht vor Scientology

    Zur Zeit stehen sie in München hinter dem Rathaus herum, mit Büchern und Schautafeln, was für ne dolle Sache Dianetik ist, und verwickeln Passanten in Gespräche. Aber an der Stelle stehen eh sowieso immer solche Vögel, die Partei von Helga Zepp-Larouche sehe ich da auch oft (prust)
    Ich gucke gar nicht genau hin - mir wird schon von den Farben der Buchcover schlecht, und von den Schlagworten; wenn das nicht "Achtung, Dummenfang" schreit weiß ich auch nicht - also dann dreht es sich da um Geld, oder wie?
    Erzählen tun sie irgendwas von Glück und Leben und so.
    Aber ich schnappe da nur im Vorbeigehen Gesprächsfetzen auf.

    Die Leute auf der Straße, ob mit Büchern oder mit Rosen und Einladungen, sehen übrigens immer ziemlich schwach auf der Brust aus. Intellektuell, meine ich. Wahrscheinlich sind das naive Menschen, die sich für irgendwelche teuren Kurse verschuldet haben, und es jetzt wieder abarbeiten müssen.

  9. Inaktiver User

    AW: Flucht vor Scientology

    Zitat Zitat von C-Bird
    Scientology, und andere Strukturen, haben ihre Mittel und Wege Menschen zu manipulieren. Bei Scientology funktioniert es über Geld.
    Dann ist eigentlich umso weniger zu erklären, weshalb Scientology sich für eine Religionsgemeinschaft hält. Oder ist das die Religion des Geldes?

  10. User Info Menu

    AW: Flucht vor Scientology

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dann ist eigentlich umso weniger zu erklären, weshalb Scientology sich für eine Religionsgemeinschaft hält. Oder ist das die Religion des Geldes?
    Weil man sowohl in den USA und in Deutschland als Religionsgemeinschaft Steuervorteile genießt.

    Akkumulation von Geld ist ein wesentliches Ziel Scientologys. Dies gilt nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für Firmen, die nach scientologischen Prinzipien arbeiten. Die Tatsache der Gewinnorientierung wird von Scientology-Gegnern häufig als Vorwurf vorgebracht. Diese Profitorientierung stünde dem „abendländischen Religionsverständnis“ entgegen. Hubbard, so der Soziologe Stephen A. Kent, habe Scientology nur den Deckmantel einer „Religion“ umgehängt, um Steuern zu sparen und auf potenzielle Mitglieder attraktiver zu wirken. Die meisten anderen Sozialwissenschaftler bejahen dagegen die Frage, ob Scientology eine Religion sei.

    Darüberhinaus werden viele Produkte und Dienstleistungen Scientologys häufig als überteuert bemängelt, obgleich die meisten Scientologen ihnen diesen Wert beimessen. Ein E-Meter kostete 1998 bei der Church of Scientology etwa 4.000 US-Dollar. Einführungs- und Demonstrationsauditing kostete 1990 umgerechnet ca. €200 für 12½ Stunden, auf einer höheren Stufe können es €3500 oder mehr sein.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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