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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hast Du so viel Angst davor, Dich mal von der Ratio zu lösen? Nein, brauchst nicht antworten. Ich verstehe nur nicht, warum Dir der Glauben anderer Menschen so wichtig ist, daß Du Dir darüber Gedanken machst. Solange Dich selbst dieser Glaube nicht berührt, kann er Dir doch am Arsch vorbei gehen!
    Wenn es sich bei Gläubigen um Leute handeln würde, die einfach gerne pinkfarbene Hütchen tragen würde, wäre das vielleicht eine angemessene Betrachtungsweise. Ansonsten halte ich das für einen Witz.
    Den Glauben den ich kenne, gibt es ausschließlich mit Mechanismen die gesellschaftlich greifen. Das ist keine Privatsache, die mir am Sonstwo vorbei gehen kann.

    Du sagst es ja selbst. Dein Gott muss sogar eine ganze Singularität in die Welt setzen. Und das ist also der, dem Du Dich verbunden fühlst. Ein Machtgott. Gegen den muss man seit Jahrhunderten kämpfen, um neue Erkenntnisse durchzusetzen.

    Andere erzählen zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, dass IHR Gott die Spötter, die hier in der Bricom nicht ehrfürchtig auf dem Boden robben, vernichten wird. Ein Killergott. Die Art Gott kriegen wir ja nun auch jeden Tag in den Fernsehberichten zu sehen. Wie schön, dass sich die Attentäter so gut von ihrem Ratio lösen konnten. Man stelle sich vor, sie hätten Angst davor gehabt.

    Die nächsten hätten gerne einen Gott, der ihnen die Verantwortung für ihre Entscheidungen abnimmt. Sie möchten sich nicht selbst der Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen stellen und selbst ihren Weg suchen. Statt dessen nehmen sie, was ihr Papaott ihnen hin legt. Wenn man immer nur auf dem Rücksitz die zweitausend Kilometer nach Südfrankreich fährt, wird man es nicht lernen seinen eigenen Weg zu finden. Zum Entwickeln gehört auch, sich die Route selbst anzusehen und vielleicht auch mal andere Wege auszuprobieren und sich selbst in die Welt zu stellen.

    Einige hätten ihn gerne als Wundpflaster, wenn sie Mist gebaut haben, um sie zu entschuldigen oder, weil sie sich mit dem Konzept des Lebens nicht anfreunden können und das Versprechen wollen, dass ihre Individualität nach dem Tod nicht verloren geht.
    Wenn jemand das braucht, dann kann er sich das ja suchen, aber es geschieht in der Regel aus Angst und einem krampfhaften Festhalten. Ich halte das für kein gutes Motiv. Wer will schon begehrt sein, nur weil er nützlich ist.

    Für mich ist Glaube etwas, was sich krampfhaft festhält und zwar nicht nur sich selbst. Glaube krallt sich ja an allem anderen auch fest und versucht permanent alles in seinen Schlund zu ziehen, damit ja kein Zweifler das oft mehr als abstruse Konstrukt als Unsinn enttarnen kann. Ich kenne keinen Glauben, der sich selbst genügt. Alle wollen sie, dass möglichst viele das selbe glauben, damit sich der Glaube als Wahrheit manifestiert. Nach dem Mott: Millionen Fliegen können nicht irren.

    Ratio verhindert nicht die Schönheit einer Blume, eines Gedichtes oder den vorzüglichen Geschmack eines Etter Williams zu würdigen. Es verhindert nicht eine gute Welt zu schaffen, die sich am kantschen kategorischen Imperativ orientiert und uns eigenverantwortlich macht, um als Gesellschaft erwachsen zu werden. Warum sollte man sich davon lösen?
    Geändert von maxima8 (27.07.2007 um 11:15 Uhr)

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es sieht aber doch schon so aus, als würde "die Kirche", stellvertretend der Oberhirte die göttliche Existenz immer weiter ins Abstraktere verschieben, eben weil wissenschaftliche Beweise auftauchen, die die ursprünglich geglaubte/gelehrte Story um Adam und Eva ad absurdum führen, findet Ihr nicht?
    Die Geschichte von Adam und Eva ist nicht absurd. Es ist eine sehr alte Geschichte, wie sich Menschen vor 3000 Jahren die Menschwerdung vorgestellt haben.

    Lies den Beitrag von Eyrri richtig durch. Die kath. Kirche akzeptiert wissenschaftliche Erkenntnisse und begrüßt sie. Das hat sie jahrhundertelang nicht gemacht. Da liegt der Fortschritt.
    Geändert von Opelius (27.07.2007 um 11:23 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Sisyphos

    Ich finde es eben erstaunlich, dass man sich allen Phaenomen dieser Welt naturwissenschaftlich naehert, und dem (eigenen) Glauben eben nicht. Obwohl man weiss, dass sich Wissenschaft und Forschung damit beschaeftigen. Mir kommt das wie ein blinder Fleck vor.
    Aaaaaaaah, jetzt macht es klick (dachte, Du wolltest mich als Irren darstellen, der therapiert werden muß - Mißverständnis!)

    Jau, das hab ich doch schon mal erwähnt. Stichwort Gottesgen. Man forscht schon dran!


    (Ich fand ueberigens Dein posting # 642 nicht respektvoll. Habe mich nur entschieden, dies nicht ausdruecklich zu erwaehnen. Meine Andeutungen in # 643 sind Dir wohl leider entgangen)
    Geschenkt, habe überreagiert. Friede?

  4. gesperrt

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Opelius
    Die Geschichte von Adam und Eva ist nicht absurd. Es ist eine sehr alte Geschichte, wie sich Menschen vor 3000 Jahren die Menschwerdung vorgestellt haben.

    Lies den Beitrag von Eyrri richtig durch. Die kath. Kirche akzeptiert wissenschaftliche Erkenntnisse und begrüßt sie. Das sie sie jahrhundertelang nicht gemacht. Da liegt der Fortschritt.
    Die Geschichte von Adam und Eva ist natürlich absurd. Und zwar, weil der Papst zwar mit kreidiger Stimme scheinbar wissenschaftliche Erkenntnisse gelten lässt, Frauen aber, mit Verweis auf die Bibel, immer noch nicht Priesterinnen werden lässt.
    Das ist doch alles nur Makulatur, was er da anbietet. Und vor allem behält er immer den Daumen am Drücker. Er ist der Obermacker vom Obermacker, der das alles geschaffen hat. Mit jeder Erkenntnis steigt sein Machtanspruch. Früher war er nur der Verwalter von einem der die Erde gemacht hatte. Heute ist er der Verwalter desjenigen, der die irrsinnige Größe des gesamten Weltalls geschaffen hat. Er wäre ja blöd, wenn er da nicht zugreifen würde.

  5. Inaktiver User

    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Opelius
    Die Geschichte von Adam und Eva ist nicht absurd. Es ist eine sehr alte Geschichte, wie sich Menschen vor 3000 Jahren die Menschwerdung vorgestellt haben.
    Ja, das wäre auch in Ordnung, würde man dass so sehen. Jahrhunderte lang wurde der Menschheit das aber als unumstößliche Wahrheit präsentiert. Wehe dem, der Gegensätzliches behauptete.

    Zitat Zitat von Opelius
    Lies den Beitrag von Eyrri richtig durch. Die kath. Kirche akzeptiert wissenschaftliche Erkenntnisse und begrüßt sie. Das sie sie jahrhundertelang nicht gemacht. Da liegt der Fortschritt.
    Das ist ein Fortschritt. Einverstanden. Aber aus welchem Grund kommt denn die Kirche zu der Einsicht? Ist es denn nicht vielmehr so, dass ihr keine Wahl bleibt?

  6. Inaktiver User

    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Maxima. MEIN Glaube berührt nur mich und sonst keinen. Oder hast Du das Gefühl, daß ich hier meinen Glauben irgendwem aufdrücken will? Und hast Du das Gefühl, daß mir mein Glaube in irgendeiner Form keinen Zugang zu naturwissenschaftlichen (von mir aus sogar geisteswissenschaftlichen) Erkenntnissen ermöglicht? Wenn Du das mit Ja beantwortest, irrst Du Dich schlicht und es liegt an meinem Unvermögen, mich hier entsprechend zu erklären.

  7. gesperrt

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Und meine Frage bleibt immer noch, warum muss es einen Gott geben, der das alles geschaffen hat?
    Warum reicht z.B. nicht einfach ein Gott, der Bestandteil der Evolution und mit ihr gewachsen ist?

  8. gesperrt

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Maxima. MEIN Glaube berührt nur mich und sonst keinen. Oder hast Du das Gefühl, daß ich hier meinen Glauben irgendwem aufdrücken will? Und hast Du das Gefühl, daß mir mein Glaube in irgendeiner Form keinen Zugang zu naturwissenschaftlichen (von mir aus sogar geisteswissenschaftlichen) Erkenntnissen ermöglicht? Wenn Du das mit Ja beantwortest, irrst Du Dich schlicht und es liegt an meinem Unvermögen, mich hier entsprechend zu erklären.
    Und Du gibtst an niemanden Deinen Glauben weiter?

  9. Inaktiver User

    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von maxima8
    Und Du gibtst an niemanden Deinen Glauben weiter?
    Nein, auf keinen Fall. Ist nur mein Ding und geht sonst keinen was an.

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von maxima8
    Und Du gibtst an niemanden Deinen Glauben weiter?
    Ich schon. Ich habe meine Kinder so erzogen. Wie sie dazu heute stehen, weiss ich nicht, da wir darüber seit Jahren nicht mehr gesprochen haben. Meine Tochter ist ausgetreten, weil ihr erster Mann das verlangt hat. Mit meinen Enkeln (9 u.8 J.) rede ich darüber, wenn sie mich fragen. Das war das letzte Mal im Mai, als wir an der Taufe der jüngsten Enkelin teilgenommen haben.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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