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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Während man im Labor den Mechnismus zur Verdoppelung der Geninformation zu 100% (oder nahezu 100%, das weiß ich jetzt nicht genau) ausführen kann, hat die Natur einen Fehler in diesem Mechanismus bis heute nicht ausgemerzt.
    Bei Viren werden u.U. gerade die mit sehr niedriger Fehlerrate ausgemerzt, weil das Immunsystem des Wirts diese stabilen Versionen besser erkennt.

    Und es gibt weitere Fehlermöglichkeiten. Eine reine Ansammlung von Punktmutationen durch Kopierfehler, mutagene Substanzen oder energiereiche Strahlung wäre in der Tat viel zu langsam, um die beobachtete Vielfalt zu erklären, aber Fehler können ja neben einzelnen DNA-Basen u.A. auch Teilsequenzen für ganze Proteindomänen (siehe Spleißen), ganze Gene oder Chromosomen betreffen. Beim Genaustausch zwischen den Chromosomen (siehe z.B. Crossing_over) kann es zu Fehlpaarungen kommen. Werden Gene vervielfacht, Duplikate gestückelt, Teilsequenzen invertiert oder ganze Chromosomensätze verdoppelt, entsteht Ausgangsmaterial für weitere Entwicklungen. Kombination von vorhandenen zu neuen Genotypen (sexuelle Fortpflanzung) erhöht die Variabilität noch weiter.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kommt drauf an, ob die Mutation homo- oder heterozygot ist.
    Allgemeiner gesagt: es kommt drauf an, ob die Mutation sich auf die durchschnittliche Zahl der Nachkommen der Genträger auswirkt. Mutationen in lebenswichtigen Genen können tödlich wirken, wenn das Gen nur einmal vorliegt (z.B. auf dem X-Chromosom bei einem Mann), Mutationen in Duplikaten können zu Subtypen der betreffenden Proteine oder zu ganzen Proteinfamilien mit verwandten Sequenzen und Strukturen aber verschiedenen Funktionen führen, bei erhaltenem Ausgangsgen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Lamarck. Aber wie gesagt, es deutet was drauf hin, daß die Umwelt scheinbar doch irgendwie einen Einfluß hat. Leider fällt mir der passende Begriff dazu nicht ein.
    Epigenetik

  2. Inaktiver User

    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    [QUOTE][Sämtliche Fossilienfunde deuten auf vollausgebildete, ihrer Umgebung voll angepassten Lebewesen und sämtliche Zwischenstufen, die es wegen des vielen Rumprobierens doch ohne Zahl geben müsste, lassen sich einfach nicht finden./QUOTE]

    Auch das, was du "Zwischenstufen" nennst, sind voll angepasste Organismen. Was nicht überleben kann, überlebt langfristig nicht, dem Gesetz unterliegen auch mutierte Individuen. Und da die Bildung einer neuen Art bzw eines neuen Stamms vermutlich in kleinen Schritten erfolgt, ist wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Schritte auf dem Weg zu einer neuen Art fossil konserviert. Das heißt auch, dass mögliche Zwischenstufen gar nicht so klar erkennbar sein müssen, da sie sich nur in winzigen Kleinigkeiten von ihren Vorgängern unterscheiden.
    Überhaupt ist die Definition" Zwischenstufe" doch menschengemacht, um Arten zu beschreiben, die Eigenschaften zweier Gruppen aufweisen. Wenn man Evolution als fortlaufenden Prozess betrachtet, dann sind alle Arten Zwischenstufen, denn auch diese verändern sich mit der Zeit. Sogar vergleichsweise ursprüngliche Arten haben heutzutage vermutlich nicht mehr den gleichen Genpool wie noch vor 20 Mio Jahren.

    Mutationen entstehen übrigens entweder durch äußere Einflüsse, die nicht voll kompensiert werden können, oder selbst ohne Störfaktoren von außen durch Fehler der Enzyme, die die DNA replizieren. Biologische Reaktionen verlaufen nicht immer exakt.

    Was ich nicht verstehe, ist, warum man unbedingt in der Entstehung der Arten einen Sinn finden muss.
    Ich für meinen Teil stehe immer wieder staunend vor der schier unendlichen Fülle des Lebens. Ich finde es viel erhabener, dass diese Vielfalt nur aus einem Grund entstanden ist: weil sie kann und nicht weil ein Sinn oder ein übergeordneter Wille sie gesteuert hat. Leben um des Lebens willen nicht trostlos, sondern wunderbar- zweck- und ideologiefrei.

    Vielleicht sollte ich das etwas einschränken- ich glaube an Gott und ich glaube auch, dass er diese Kaskade irgendwann in Gang gesetzt hat. Aber da das Glauben ist, werde ich mich hüten, irgendwelche wissenschaftlichen Beweise dafür finden zu wollen oder Leute, die naturwissenschaftlich belegbare Gründe für wahrscheinlicher halten, zu kritisieren. Ich habe es schlicht nicht nötig.

  3. gesperrt

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Also, da hier keiner Mutationen erklären kann, hab ich mal nachgeguckt.

    Mutationen haben natürlich Ursachen, die passieren nicht einfach so mal ohne Grund. Sie können vererbbar oder nicht vererbbar sein.

    Es gibt innere und äußere Ursachen.

    Eine äußere Ursache kann z.B. chemische Stoffe und Strahlung sein.

    Auch die Folgen können vielfältig sein.

    nämlich:

    - keine Folgen
    - tödliche Folgen
    - Gewinn einer Eigenschaft
    - Verlust einer Eigenschaft

  4. gesperrt

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Auch das, was du "Zwischenstufen" nennst, sind voll angepasste Organismen. Was nicht überleben kann, überlebt langfristig nicht, dem Gesetz unterliegen auch mutierte Individuen.
    Also, zur Erklärung: mir sind diese Zwischenstufen egal. Das ist eine Idee der Evolutionsbiologen und die suchen danach, um ihre Theorie zu belegen.

    Offenbar gelingt das nicht so wie erwartet. Sonst gäbe es ja gar kein Problem.

  5. Inaktiver User

    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von born_realist
    Das glaubst du wirklich? Neulich habe ich gelesen, dass man nie einen vollständigen Skelettabdruck von dem Vieh gefunden hat und sein Äußeres reine Spekulation ist.

    Ein Fantasiegebilde.
    Ich krieg die Krätze. Soviel geballte Ignoranz auf einmal tut weh.
    Deine Einstein-Signatur ist zwar nett, aber ob man deshalb mit seinem begrenzten Wissen so angeben sollte, wie du es tust?

    Archäopterix

  6. gesperrt

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nicht ablenken. Du sollst nicht sagen, wie die Arten nicht entstanden sind, sondern wie sie entstanden sind.

    Und was hat Einstein mit der Entstehung der Arten zu tun? Gespannt erwarte ich die Erläuterung des Zusammenhangs.

    Einstein war Naturwissenschaftler.

    Seine Aussage bedeutet: je tiefer man in die Naturwissenschaft eindringt, desto klarer wird die Notwendigkeit eines Schöpfers.

    Jetzt klarer?

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber da das Glauben ist, werde ich mich hüten, irgendwelche wissenschaftlichen Beweise dafür finden zu wollen oder Leute, die naturwissenschaftlich belegbare Gründe für wahrscheinlicher halten, zu kritisieren. Ich habe es schlicht nicht nötig.
    Ist ja eigentlich OT:
    Aber vielleicht habe ich ja Glueck, und ein glaeubiger Wissenschaftler erklaert mir als Agnostiker mal das Konzept Glauben, bzw. auf welche Art und Weise beide Konzepte innerhalb einer Person nebeneinander bestehen koennen.

  8. gesperrt

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich krieg die Krätze. Soviel geballte Ignoranz auf einmal tut weh.

    Das tut mir aber leid.

    Ich halte die ganze Story um diesen Märchenvogel für hanebüchen.

  9. Inaktiver User

    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von born_realist
    Einstein war Naturwissenschaftler.

    Seine Aussage bedeutet: je tiefer man in die Naturwissenschaft eindringt, desto klarer wird die Notwendigkeit eines Schöpfers.

    Jetzt klarer?
    Was hat das mit der Entstehung der Arten zu tun? Wie entstehen nun die Arten?

    Hat Einstein je behauptet, dass die Evolution nicht so funktionieren kann, wie von Darwin postuliert?

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    AW: Evolutionstheorie oder Schöpfung? Zufall oder Gott?

    Zitat Zitat von born_realist
    Einstein war Naturwissenschaftler.

    Seine Aussage bedeutet: je tiefer man in die Naturwissenschaft eindringt, desto klarer wird die Notwendigkeit eines Schöpfers.
    Leider hatte Einstein anscheinend keine Zeit diese Behauptung zu begruenden. Daher nochmal meine Frage an Dich:

    Wie und woraus ist denn der Schoepfergottes entstanden?

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