Kinder werden ungefragt getauft, Mädchen und Jungen beschnitten in diversen Religionen mit diverser bis zu tödlicher Brutalität, denn da die OP unsachgemäß durchgeführt bei Mädchen islamischer Eltern oft Infekte verursacht, sterben immer noch viele Mädchen an der Konfession.
Wie kommt Mensch dazu, seine Kinder so zu markieren?
Brandzeichen "Gottes" für seine Herde?
Irgendwie ziemlich überholte Einrichtung.
Außerdem: Wie kann ein wenige Wochen altes Menschlein sich bekennen?
Konfessio = Bekenntnis
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 62
-
03.07.2007, 02:28Inaktiver User
Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Geändert von Inaktiver User (03.07.2007 um 02:37 Uhr)
-
03.07.2007, 10:10
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Du musst den Vorwurf erweitern:
Eltern geben ihren Kindern einen Vornamen und sie erhalten automatisch einen Nachnamen, an dem sie ein Leben lang leiden können. Kinder erhalten über ihre Eltern eine Staatsbürgerschaft, die sie eventuell ein Leben lang ablehnen oder darunter leiden, weil es mit Pflichten verbunden ist.
Und das Allesschlimmste, Eltern haben nie ihre Kinder gefragt, ob sie in diese Welt geboren werden möchten.Geändert von Opelius (03.07.2007 um 10:17 Uhr)
-
03.07.2007, 10:30Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Das mit der Beschneidung, vor allem bei Mädchen, werde ich nie verstehen und immer verabscheuen. Ein Glaube, der solche Verstümmelung mit lebenslangen Folgen verkündet, kann nur grausam sein.
Dass Kinder getauft werden, nun ja. Stimmt schon, sie können anfangs über nichts entscheiden, und deshalb hat es eine gewisse innere Logik, dass andere sie der Religionsgemeinschaft zuführen, bevor sie der ewigen Verderbnis anheimfallen.
Kinder werden nicht gefragt, ob sie geboren werden wollen. Folgerichtig wäre, dass sie dann wenigstens selbst entscheiden dürfen, wann sie diese Welt verlassen wollen. Nach der christlichen Lehre ist Selbsttötung aber eine Todsünde (oder? bitte korrigieren, falls das nicht stimmt). Gott bestimmt, wie lange jemand zu leiden hat?!
-
03.07.2007, 11:16Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Können schon, müssen nicht, denn Namen kann man ändern, gegen Verwandtschaften kann man nichts machen.
Zitat von Opelius
Nachkommen von Kriegsverbrechern leiden ihr Leben darunter, denn trotz Auswanderung und Namensänderung, neuer Identität wie man dazu aus dem Geheimdienstjargon sagt, lässt sie die Schuld des Elters oft nicht los.
Was können Kinder für die Verbrechen ihrer Eltern?
Das ist richtig, und das konnten Eltern auch nicht fragen, wen denn?
Zitat von Opelius
Aber das ist kein Grund, einem Kind eine fantasierte Vorstellung einer plausiblen aber falschen Vorstellung auf zu zwingen und vor allem sie körperlich zu schädigen mit einer Markierung.
Zitat von Inaktiver User
Nach anderen Religionen ist Selbstmord und Mord ebenso nicht unterschieden.
Eine Religion ist meistens ein Spiegel dessen, was Menschen erleben, und es erstaunt nicht, wenn das grausam aussieht nach unseren verzärtelten Vorstellungen.
Einerseits ist es grausam, anderseits aber auch wieder nicht, sondern bieten andere Tiere als Mensch durchaus ähnlich soziale Vorbilder, wie Mensch selber es ja gelegentlich auch versucht, in der Pflege von Kranken oder Alten, denen gegenüber Respekt und Ehrung empfunden wird, und die Kinder nützen ja die ersten Jahre auch nichts und sind bloß eine Last und/oder ein Vergnügen, in das man seine Hoffnungen projiziert.
Alte sind Würdenträger, Junge sind Hoffnungsträger, beide Lasten sind schwer zu tragen und dafür muss man nun nach dem Glauben der Reinkarnation auch noch die Verantwortung übernehmen.
Nach dieser Vorstellung nämlich wird von einem karmischen Rat das Schicksal mit der zu inkarnierenden Seele besprochen bevor jemand geboren wird.
Wer sich inkarnieren will muss einverstanden sein damit (immer nach dem Glauben der Reinkarnation).
Da geht die von Opelius angeführte Belastung in eine andere Richtung.
Übrigens vereinbaren die Seelen auch schon vor der Geburt, wer mit wem Elter-Kind und wer mit wem Mann-Frau sein will.
Der Andrang auf Erden sei groß heißt es, und doch kommt es immer wieder zustande, dass dieselben beiden Seelen sich wieder im Leben treffen, gemäß Resultaten aus der Reinkarnationstherapie.
Manche spielen über mehrere Leben hinweg dasselbe Spiel, ohne es jemals aufzulösen.
Manche schaffen es, das Spiel aufzulösen und sich aus den Opfer - Täter - Verkettungen zu lösen und brauchen diese Qualen nicht länger zu spielen.
Diese Spiele sind sehr schmerzhaft, manche körperlich, manche seelisch und manche werden psychosomatisch ausgelebt.
Oder aber es ist alles einfach eine Folge der Naturgesetze und der Geist und die Seele und Gott spielen sich ausschließlich in menschlicher Fantasie ab, oder auch in der Fantasie von Tieren, denn die haben welche! Und Tiere sind auch schöpferisch tätig, wer daran zweifelt, höre sich einmal regelmässig die Amselhähnchen an, wie sie ihr Lied entwickeln von Woche zu Woche, bei einander klauen und damit plagieren wer am lautesten seine Melodien in den Abend oder in die Nacht schmettern kann.
Dieses kleine Vögelchen von vielleicht 25cm (Schnabelspitze bis Schwanzende), das wenn es rundum ruhig ist einen halben Kilometer weit gehört werden kann.
Oh nein, es singt nicht für Gott, es singt nicht aus Lebensfreude (die mag es als Supplément noch dazu haben) es singt vor allem um sein Revier abzustecken, in dem es seine Regenwürmer aus dem Boden träppelt.
-
03.07.2007, 12:00Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Zitat von Inaktiver User
Hallo!
Nur die Eltern sind für ihre unmündigen Kinder verantwortlich.
Gott hat ihnen diese Verantwortung übertragen.
Kein Taufpate oder sonst eine Person.
Unser Schöpfer überträgt die Religionszugehörigkeit der Eltern automatisch auf die Kinder. "Die Kinder sind durch ihre Eltern geheiligt".
Nirgendwo steht in der Bibel, dass ungetaufte Kinder ewig verdammt werden!
Wenn ein Kind alt genug ist, hat es das Recht selbst zu entscheiden, ob es den Glauben der Eltern annimmt oder sich einem anderen Glauben zuwendet. Oder sich ganz löst...
Bis dahin haben die Eltern von Gott die Pflicht und die Verantwortung erhalten, ihr Kind zu belehren.
Ein Kind mag schon mit 12 Jahren entscheiden, ein anderes wartet länger um sich für oder gegen den Gott oder die Religionszugehörigkeit der Eltern zu entscheiden.
Gruß Majolika
-
03.07.2007, 12:09Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Ich denke, man kann Taufe und Genitalverstümmelung nicht auf eine Stufe stellen.
Worin besteht bei der Taufe die "körperliche Markierung/Schädigung"??????????
Natürlich bekennt das Baby in der Taufe nicht selbst die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, sondern die Eltern (und Paten) tun es stellvertretend für es. Bzw. bitten sie um Aufnahme in die Gemeinschaft und versprechen, das Kind in dem Glauben zu erziehen. In der kath. Kirche ist es dann so, dass dieses Bekenntnis in der Firmung vom Jugendlichen selbst bestätigt wird - oder auch nicht.
Und mit 14 Jahren kann jeder Jugendliche seine Konfessionzugehörigkeit selber wählen und jedem steht es frei, aus der Kirche auzutreten. Worin liegt also die "Vergewaltigung"?
Dann könnte man genauso sagen, die Eltern lassen das Kind ungefragt in einer bestimmten Staatsform (z. B. Demokratie) aufwachsen und erziehen es in diesem Sinne bzw nach den dort allgemein gültigen herrschenden Normen und Werten.
Oder denkst du, dass es möglich ist, ein Kind völlig wertfrei und "neutral" zu erziehen?Geändert von Inaktiver User (03.07.2007 um 12:23 Uhr)
-
03.07.2007, 15:00Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Das
Zitat von Inaktiver User
und dieses ist doch noch eine viel krassere Gleichstellung, denn Auswandern weil das Kind vielleicht anderswo leben möchte (WO DENN??? Woher soll man denn das wissen?) ist doch erheblich mühsamer als dem Kind einfach selbst zu überlassen, was es glauben will.
Zitat von Inaktiver User
Dass Kinder früh mit Lernen anfangen sollen ist unbestritten, allerdings sind die religiösen Fragen, wie:Wer hat die Welt gemacht?Diese Strategie ist doch ziemlich durchsichtig:
Wer hat gesagt dass ich um 19h ins Bett muss?
Warum ist das Gras so grün?
Was ist Gott?
Wenn wir ein Kind schon erziehen müssen, dann gleich informativ und glaubensbezogen ethisch - moralisch nach christlichen Werten.
Sexualität ist ja eh erst erlaubt, wenn Kinder älter werden, das ist auch richtig, und erst dann beginnen sich viele dafür zu interessieren.
Das Interesse mancher daran ist doch eher neugierig und sie betrachten sexuelles Verhalten der Eltern als Kuriosität, nich als Sitten und Brauchtum.
Was jemand am Ende glauben soll muss jeder selber herausfinden und ich verstehe, wenn mancher Menschen Interesse mehr auf das Sein und auf das Jetzt bezogen ist, als auf irgendwelche ominösen Gerichte nach dem Abgang.
-
03.07.2007, 16:59Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Woher soll das Kind es wissen, wenn es nicht weiß, was es glauben kann? Ein Kind glaubt doch in erster Linie das, was ihm die Eltern sagen (zumindest, wenn es klein ist). Es ist doch ganz natürlich, dass Eltern ihren Kindern den Glauben bzw. Nichtglauben weitergeben, genauso wie sie ihnen ihre Wertvorstellungen weitergeben. Das fällt meines Erachtens unter Erziehung. Worin liegt da eine "Vergewaltigung"?
Zitat von Inaktiver User
Und ich weiß immer noch nicht, worin bei einer Taufe die körperliche Markierung/Verstümmelung besteht.
-
03.07.2007, 17:42Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Das ist doch genau der Trick, welcher mit den Horrorstories des Teufels, welcher sich ungetaufter Kinder bemächtigen wolle ausgeübt wird:
Zitat von Inaktiver User
Wenn einer schon mal sich da zuhause fühlt, dann bleibt sie auch drin, wenn es später schon merken sollte, dass diese Religion doch nicht so ganz genau wiederspiegelt, was dieses Wesen selbst als richtig im moralisch/ethischen Bereich erkannt hat.
Die Tatsache, dass Kinder schnell und gut lernen und alles Mögliche und Unmögliche von ihren Eltern kritiklos übernehmen ist eine große Verantwortung für Eltern.
Wenn man als einigermaßen über Tiere informierter Mensch im Zoo zuhört, was Eltern ihren Kindern zu den Tieren erzählen kann einem manchmal wirklich schlecht werden.
Und ich denke nicht, dass sie die Angewohnheit, auf alles eine Antwort zu haben was das Kind fragt, in anderen Fällen verzichten, wenn sie die Fragen der Kinder zu Verhalten oder Gestalt der Tiere schon so beantworten, wie es selbst Kreationisten abenteuerlich vorkommen muss.
Nein, ich nenne kein Beispiel, bewusst nicht.
Die Vergewaltigung liegt darin, dass ein Kind eben keine Kritik entwickeln kann, bei der Dogmatik gerade der katholischen Kirche, aber durchaus auch des tibetischen Buddhismus, der ist nicht weniger dogmatisch.
Zitat von Inaktiver User
Die Antworten auf Fragen der Kinder dürften meiner Ansicht nach auch einmal lauten:
Ich weiß es nicht, aber unserem Glauben nach....
oder: Kommt drauf an, wen Du fragst...
Aber es gibt genug interessante Themen für Kinder, über die man gut Bescheid wissen kann.
Viel Wissen das wir vor 400 Jahren schon lernen konnten wird heute anders gelehrt, und dennoch stimmt der Satz des Pythagoras unvermindert und dennoch bewegt sich die Erde eben, auch wenn der Galileo Galilei sich zum Abschwören hat überreden lassen.
Das Periodensystem wurde etwas bereichert und ist immer noch gültig, man kann damit schon eine ganze Menge Chemie machen.
Das ist alles noch zu schwierig für klein Maxe und Susi, aber es sollen ja nur Beispiele sein.
Ich habe keine Kinder und kann mich an meine eigenen Fragen mit 4 nicht mehr erinnern, da wissen andere besser Bescheid.
Bei der Taufe liegt keine Verstümmelung vor, das hat niemand behauptet, aber es liegt eine Einweihung vor in einen exklusiven Club, oder kann man als Christ, Christ bleibend einer anderen Religion beitreten?
Ist mir persönlich egal, bin ja weder Christ noch will ich irgendwo so einem Scheuklappenverein beitreten.
Wenn schon dann gleich allen und auch den Materialisten bzw. Atheisten, aber das wäre zu aufwendig für das selbe Reaultat wie konfessionslos zu sein und zu denken.
Letzteres ist gar nicht so einfach, selbst nach einer mässig interessiert durchlaufenen Konfirmationszeit, in der die Konfirmandinnen interessanter waren als der Pfarrer ggg
und hübscher vor allem!
-
03.07.2007, 19:48
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Beschneidung und Taufe sind weder glechwertig gegeneinander zu setzen noch in einem Zug gemeinsam gegen eine Vergewaltigung.
Zitat von Inaktiver User
Die Taufe hat seltenst traumatische Auswirkungen und ist lediglich ein Ritual, welches nicht automatisch Auslöser für eine andere Erziehungsform darstellt.
Ohne das Taufritual würden Eltern ihren Kindern die gleichen Vorstellungen vermitteln wie wenn diese nicht getauft wären.
Die Beschneidung von Jungen und Mädchen kann genau so wenig in einen Topf geschmissen werden.
Beides sind unsinnige und oftmals traumatische Schlächtereien, wenn sie traditionell durchgeführt wurden. Allerdings geht die Beschneidung von Jungen wahrscheinlich auch auf gesundheitliche Aspekte zurück. Da Hygiene in früheren Jahren nicht so weit gediehen war, verringerte die Beschneidung der Männer für Frauen das Krankheitsrisiko.
Die Beschneidung von Frauen dagegen ist pure Zerstörung weiblicher Lust ohne jeglichen Sinn und Zweck außer dem, Frauen eine selbstbestimmte Sexualität zu nehmen. Noch dazu oftmals verbunden mit lebenslangen Schmerzen. DAS ist eine Vergewaltigung.
Das alles in einen Topf zu schmeißen macht nicht den geringsten Sinn.Geändert von maxima8 (03.07.2007 um 20:28 Uhr)


Zitieren