Zitat von Rianita
Da hast Du recht und darin liegt ja auch ein Erfolgsmoment der Religionen.
Mir kommt dazu die Geschichte in den Sinn vim kleinen Maxi, dem sein Nymphensittich gestorben ist.
Seine Eltern sagten ihm: "Lieber Maxi, weisst Du Deine Lora ist jetzt im Himmel und guckt Dir den ganzen Tag zu (vielleicht noch pädagogischerhalber: Sieh zu dass Du immer schön brav bist), die Lora bringen wir zum Präparator und lassen sie ausstopfen, dann stellen wir sie in Dein Büchergestell und Du kannst sie immer streicheln".
Maxi war getröstet.
Wenig später, Lora stand bereits in Maxis Zimmer im Gestell, verstarb Maxis Großmutter und seine Mutter war unendlich traurig, denn sie hatte sehr an der Verstorbenen gehangen.
Sie weinte bitterlich und Maxi tröstete sie: "Sei nicht traurig Mutti, wir machen mit der Omi genau wie mit Lora, dann kannst Du sie hier neben den TV stellen und immer angucken wenn der Krimi langweilig wird, und Omi guckt Dir immer aus dem Himmel zu, darum musst Du jetzt immer schön machen was sie Dir gesagt hat, kannst Du das?".
Mutti fühlte sich nicht wirklich getröstet.
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 62
-
05.07.2007, 10:03Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
-
05.07.2007, 10:14Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Sind religiöse Menschen glücklicher? Aus den USA sowie England sind Untersuchungen bekannt, die einen positiven Zusammenhang zwischen Lebensglück und Religiosität nahe legen. Auch in deutschen medizinischen Zeitschriften finden sich Meldungen wie "Fromme leben länger" oder "Beten schützt vor Herztod". Was von solchen Befunden zu halten ist, wollten Theologen der Universität Würzburg herausfinden.
...
Für 15 Prozent der Studierenden gibt es demnach keinen Gott, für eine ähnlich große Gruppe ist der christliche Glaube die einzige oder wichtigste Möglichkeit, Gott zu erkennen.
70 Prozent der Studierenden halten Gott "für möglich", sehen aber in allen Religionen einen Weg, Gott zu finden.
Speziell der christliche Glaube findet bei den Studierenden Zustimmung: 56 Prozent haben dem Christentum gegenüber eine eher positive Einstellung, 20 Prozent sind unentschieden und 25 Prozent lehnen den christlichen Glauben ab.
Das eigentliche Interesse der Studie lag auf der Frage, ob die persönliche Religiosität eine Art Voranzeiger für Lebensglück ist.
Als "Glücksverstärker" zeigten sich die Kirchenmitgliedschaft, eine positive Haltung zu einer Reihe von Glaubensaussagen, die typisch sind für den christlichen Glauben, sowie ganz allgemein der Glaube an die Existenz Gottes.
"Überraschend zeigte sich, dass sich Befragte, welche die Position 'Es gibt keinen Gott' vertreten, sich im Vergleich zu Gott-Gläubigen als signifikant weniger glücklich einstufen", so Prof. Ziebertz.
...
Die Bedeutung dieser Ergebnisse liegt nach Meinung der Wissenschaftler darin, dass - trotz mancher auch berechtigter Kritik an Religion, Christentum und Kirche - Religiosität auf der Ebene der persönlichen Lebensgestaltung eine positive Lebenskraft sein kann.
Zudem könne der alte Vorwurf gegen das Christentum entkräftet werden, es kümmere sich allein um das "jenseitige" Heil des Menschen, nicht aber um das Leben im "Hier und Jetzt": "Die Hoffnung auf ein ewiges Leben hat positive Auswirkungen auf das gelebte Leben", wie die Wissenschaftler meinen.
Diesen Befund erklären sie so: Nicht nur Extrovertiertheit, also Offenheit gegenüber anderen Menschen, sondern ebenso die Offenheit gegenüber Gott vermittle den Menschen das Gefühl, dass ihr Leben lebenswert sei.
Quelle
-
05.07.2007, 10:32Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Ich habe hier vor einiger Zeit auch mal einen Artikel vorgestellt mit dem Titel: Beten und gebären.
Da ging es darum dass eine Anzahl Frauen, welche in Behandlung waren, weil sie so lange kein Kind bekamen, in zwei Gruppen aufgeteilt wurden.
nur die Namen der einen Gruppe hat man in alle Welt an ausgewählte Leute geschickt welche für diese Namensträgerinnen beteten, die andere Gruppe hat man nicht verschickt und ansonsten alles gleich gemacht.
Weder Ärzte, noch Pflegepersonal, noch die Betroffenen selber wussten etwas von der Untersuchung.
Das Resultat zeigte signifikant, (also mit der Wahrscheinlichkeit kleiner als 0.5% bei der Aussage einen Fehler zu machen) dass Beten hilft ein Kind zu empfangen.
Der Untersuchungsleiter selbst war aber nicht der Meinung, dass er aufgrund dieses einen gelungenen Experiments seinen Glauben ändern wolle, denn eigentlich wollte er die Sinnlosigkeit der Fürbitte beweisen
-
05.07.2007, 10:46Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Noch schlimmer: die Kinder wurden durch den "Glauben" gezwungen, auf die Welt zu kommen - man hätte sie vorher fragen sollen!!!!!
Wie kann man nur???
Was Eltern Kindern so alles antun können - ich bin fassungslos und entsetzt!!!!
-
05.07.2007, 10:50
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Theologen aus dem Bayrischen haben eine Studie gemacht ...
Na ja: lassen wir das mal so stehen.
Es scheint so Majolika, es scheint tatsaechlich so ...
Ich komme hin und wieder mit christlichen Menschen in Kontakt.
Die haben tatsaechlich oftmals ein Dauerlaechlen auf dem Gesicht, das recht demonstrativ wirkt. So als muessten sie der Welt beweisen, wie heiter und frohgemut der Glaube macht. Vor ein paar Jahren bin ich mal hier in Frankfurt in einen Extrazug geraten, der vom Hauptbahnhof zu Fussballstadion unterwegs war. Dort fand ein Kirchentag statt. Der Zug war voll bis Oberkante Unterlippe mit jungen, evangelischen Menschen. Ich schwoer Dir: jeder einzelne hat auf der ca. 15 Minuten dauernden Fahrt auch nicht nur 1 Sekunde aufgehoert auf eine bestimmte Art zu laecheln, die mich an gewisse Zirkel, in denen ich mich in den 70-igern kurzfristig aufgehalten habe, erinnert hat.
Ich kenne einige Leute aus anderen Religionszugehoerigkeiten. Niemand strahlt da soviel Glueck aus, wie die Christen. Und unter den Christen scheinen die Evangelischen, zu mindest dem Laecheln nach, besonders gluecklich zu sein ...
Obwohl ich mir vorstellen koennte, dass Christen tatsaechlich laenger leben als Atheisten und Agnostiker, waere mir eine Statistik eines unabhaengigen Institutes doch glaubwuerdiger.
Ich persoenlich strebe natuerlich auch ein moeglichst hohes Lebensalter an. Die Droge Gott, von der ich mir tatsaechlich vorstellen kann, dass sie lebensverlaengernd weil benebelnd und entspannend wirkt, hat mir aber eindeutig zu viele und doch recht gravierende Nebenwirkungen. Ab und zu ein Glas Rotwein tut es fuer mich auch: entspannt und kann unregelmaessig und nur bei Bedarf eingenommen werden. Eine Dauermedikamentation, wie es beim Glauben noetig ist, wollte ich mir nicht zumuten. Ich muss auch nicht dauerentspannt werden. Ich komme in der Regel ohne Droge ueber die Runde.
@Eyrri:
Na ja: auch ein Erklaerungsversuch, wieso die Deutschen immer weniger Kinder bekommen: sie beten zu wenig.
War diese Studie auch von einer Theologischen Universitaet??
Vielleicht suchst Du die Studie nochmal raus. Ich interessiere mich ein bisschen fuer parapsychologische Erscheinungen ...
Gruebel, gruebel: wieso wurde mir Unglaeubigen, obwohl ich es gar nicht geplant hatte, ein Kind geschenkt... ?? Wollte da jemand die Unglaeubigen auf der Welt vermehren ... ? Fragen ueber Fragen!
-
05.07.2007, 11:08Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Tja, das könnte daran liegen, dass Studien grundsätzlich nicht umkehrbar sind, will in diesem Fall heißen, man nicht automatisch vom Kindersegen ausgeschlossen ist, wenn man nicht betet.
Zitat von Sisyphos
Das sollte man aber wissen, wenn man sich auf Studien beruft bzw. diese anzweifelt.
-
05.07.2007, 11:15
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Die Antroposophen sagen, dass sich die Seele, sprich das ungeborene Kind die Familie aussucht, zu der es geboren werden möchte.
Zitat von Opelius
Unsere Kinder sind nicht getauft, unser Sohn nimmt am evangelischen Religionsunterricht teil.
Unsere Religionszugehörigkeit, die durch Taufe eintritt und Stigmatisierung durch Mädchen- Beschneidung in einen Topf zu werfen ist in meinen Augen nicht tragbar!
MarilieEs ist was es ist sagt die Liebe
-
05.07.2007, 11:23Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Nein, so weit ich mich erinnere war es eine Uni in Massachusets oder wie man das schreibt.
Zitat von Sisyphos
Aber den Artikel habe ich höchst wahrscheinlich bei einem der letzten drei vier Umzüge nicht mitgenommen, denn ich habe viel Studienmaterial entsorgt.
War uralt, vielleicht 1986 oder so, warm machen wir nicht eine neue Untersuchung?
So teuer käme das nicht, es bräuchte einige Zeit und die könnte ich frei machen.
Eilte nicht und wäre billig, denn Beten ist gratis, man bräuchte nur zuverlässige Leute, denen man auch abnehmen kann, dass sie einhalten was sie versprechen.
Es gibt ja diverse Leute welche sogar Geld (meins nicht ggg!)
kassieren dafür, für jemanden zu beten!
-
05.07.2007, 14:33
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Die Betonung liegt aber auf kann.
Zitat von Sisyphos
Die in Deinem Link aufgezeichneten Defizite durch regligiöse Erziehung sind ohne weiteres auch bei nichtreligiösen Eltern zu finden. Erziehungsberatungsstellen können da ein langes Liedchen drauf pfeifen.
Und wenn Du einmal nebenan in das Erziehungsportal schaust, findest Du u.a. auch das Klagen einer Mutter, deren 9-jähriger Sohn ihr immer an den Busen grabscht. Sie mag es nicht. Es gilt sowohl für Kinder als auch für Eltern das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, Dinge zuzulassen oder eben nicht. Das hat mit religiöser Einstellung nichts zu tun.
Natürlich habe ich als Kind in den 50ern erlebt, dass jedwede Form von Sexualität tabuisiert wurde. Auch das hatte damals relativ wenig mit religiöser Erziehung zu tun als mit gesamtgesellschaftlicher Prüderie.
-
05.07.2007, 15:45Inaktiver User
AW: Konfession = Vergewaltigung des Kindes
Ich würde das noch anders formulieren: "engstirnige", sektiererische, das freie Denken unterdrückende Erziehung jeder Art - ob religiös oder nicht-religiös -, die mit der Angst spielt, kann sich verheerend (...) auswirken.
Man kann auch innerhalb einer Religion so erzogen werden, dass man liberales, freies Denken lernt. Und man auch ausserhalb einer Religion so erzogen werden, dass man es eben nicht lernt und dass einem seelischer Schaden zugefügt wird.


Zitieren