... sind so christlich gar nicht, denn:
Schimpansen handeln selbstlos
Uneigennütziges Verhalten galt bislang als Domäne des Menschen. Doch auch Schimpansen verhalten sich altruistisch, haben Zoologen nun herausgefunden.
Felix Warneken und seine Kollegen vom Leipziger Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie haben wiederholt Schimpansen dabei beobachtet, wie sie sowohl Artgenossen als auch Menschen dabei halfen, einen entfernt liegenden Gegenstand zu erreichen, ohne selbst dafür belohnt zu werden.
„Solch altruistisches Verhalten von Schimpansen widerspricht der gängigen Lehrmeinung“, schreibt Warneken im Fachjournal "PLoS Biology". Bislang hielten es Verhaltensbiologen für einen rein menschlichen Zug, zum Nutzen anderer zu handeln. Das galt besonders dann, wenn es dafür eines großen Energieaufwands bedurfte.
Keine ausschließliche Leistung des Menschen
Schimpansen sind genauso zu selbstlosen Verhalten in der Lage wie Kleinkinder im Alter von 18 Monaten, so die Wissenschaftler. Die evolutionären Wurzeln des menschlichen Altruismus könnten also weiter zurückreichen als bislang angenommen.
Frühere Studien richteten ihren Fokus lediglich auf Situationen, in denen Schimpansen eigennützig handelten. „Die Nichtexistenz eines Nachweises von Altruismus bei Tieren ist aber eben nicht der Nachweis seiner Nichtexistenz“, heißt es in einem Kommentar zur wissenschaftlichen Studie. Diese Grundregel sei anscheinend von vielen Wissenschaftlern ignoriert worden, die davon ausgingen, dass menschlicher Altruismus einzigartig sei.
ba/dpa/PLoS Biology
Kommentar dabei:
Leser-Kommentare (5)
Der-Fuchs | 42 Kommentare (26.06.2007 17:02)
Menschlicher Altruismus ...
... bleibt anscheinend unerreicht. Aber es ist kein Wunder, dass Schimpansen auch Altruismus betreiben. Nahe Verwandschaft eben. Interessant ist auch, dass Altruismus nicht durch die Religionen eingeführt wurde, sondern zeitlich weit vorher da war - der Vorteile wegen. Es wird also (nachträglich) schriftlich für gut befunden, was uns die menschliche Evolution geschenkt hat.
frankdelux | 422 Kommentare (26.06.2007 09:53)
Was einzigartig ist...
ist NICHT die Ignoranz vieler Wissenschaftler. Sie sind es schließlich, die für Forschungsergebnisse sorgen, so auch für dieses. Einzigartig sind einige andere Wesenszüge, die man bei vielen Menschen beobachten kann...
Egon-R (26.06.2007 09:33)
Natürlich gibt es dieses Verhalten auch bei Tieren
Sonst würden z.B. Delphine doch keine Menschen retten die in Seenot geraten sind, oder Sie vor Haien beschützen. Ich glaube nicht das Delphine auf ein Leckerli auswaren als sie dies selbstlos taten.
Ari32 | 210 Kommentare (26.06.2007 08:50)
Was einzigartig ist,
ist die Ignoranz vieler Wissenschaftler!!
Karsten (26.06.2007 08:40)
Bildung einer sozialen Einheit
diese Handlungen sind nicht selbstlos, sondern signalisieren die Zusammengehörigkeit in der Gruppe, und schaffen soziale Standards, an die sich Gruppenmitglieder halten sollen.
Quelle
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 40
Thema: Christliche Werte...
-
27.06.2007, 12:10Inaktiver User
AW: Christliche Werte...
-
27.06.2007, 13:03
AW: Christliche Werte...
Aaaaaarrrgggggh. Genau diese Werte haben aber dazu geführt, dass:
Zitat von Lisa_S
sogenannte Heiden bedenkenlos abgeschlachtet wurden
sogenannte Herätiker ebenfalls
Frauen als Hexen verbrannt wurden
der obere Klerus sich auf das schamloseste bereichert, wo er nur kann
Diese Liste lässt sich erweitern........Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
-
27.06.2007, 16:36Inaktiver User
AW: Christliche Werte...
Das ist keine christliche Spezialität, das konnten bereits die Babylonier, Griechen und Römer sowie die Pharaonen.
Zitat von Islabonita
Mit der Folter und der Belustigung des Volkes durch Hinrichtungen und öffentliche Bestrafung verhält es sich keinen Deut anders.
Das hat mit dem Christentum nicht zu tun sondern mit dem Menschsein.
Übrigens haben Schimpansen und Paviane auch Stammesfehden gegen benachbarte Völker, wobei auch Kannibalismus vorkommt.
-
27.06.2007, 16:41Inaktiver User
AW: Christliche Werte...
Nee nee, das gilt aber nicht. Die Christen haben doch das Gutsein auf ihre Fahnen geschrieben - da kann man nicht mit irgendwelchen heidnischen oder vielgötternden Völkern kommen - dass die schlimm und brutal sind, ist doch klar. Wenn man christliche Werte hochhält, dann sollte man erwarten dürfen, dass diese auch zur menschlichen Läuterung führen. Wozu braucht man die sonst?
Zitat von Inaktiver User
-
27.06.2007, 16:55Inaktiver User
AW: Christliche Werte...
Zitat von Inaktiver User
Die christlichen Werte sind auch die Werte anderer Religionen:
Gutes denken
Gutes tun
nur was gut und was ungut ist, darüber sind sich nicht einmal innerhalb der Sekte alle einig, aber was mir weh tut kann nicht gut sein
-
05.07.2007, 13:51
AW: Christliche Werte...
Bitte schere Gläubige nie mit Extremisten und Fundamentalisten über einen Kamm. Danke.
Zitat von Islabonita

Die Anbetung des Eigennutzes und des schöden Mammons führt noch zu viel schlimmeren Taten: Morde, Tierquälerei, Menschen ins wirtschaftliche Elend stürzen, um sich selbst noch mehr zu bereichern...[und so weiter in dem Sinne...]
-
05.07.2007, 15:54Inaktiver User
AW: Christliche Werte...
Das beweist nur, dass Schimpansen Christen sind!... sind so christlich gar nicht, denn:
Schimpansen handeln selbstlos
Uneigennütziges Verhalten galt bislang als Domäne des Menschen. Doch auch Schimpansen verhalten sich altruistisch, haben Zoologen nun herausgefunden.
(...)
-
05.07.2007, 16:42Inaktiver User
AW: Christliche Werte...
Zitat von Inaktiver User
JAAAAA und warum sind sie glückliche Christen?
Weil sie es nicht wissen, dass sie Christen sind.
Aber im Ernst:
Auch Ratten haben dieses Verhalten gezeigt.
hilfsbereite Ratten
Auch Ratten zur Kooperation fähig
Ratten können sich selbstlos und hilfsbereit verhalten. Sie helfen unbekannten Artgenossen, wenn ihnen selbst einmal geholfen wurde. Ein solches Kooperationsverhalten war bisher nur von Menschen bekannt. Der Nachweis des Verhaltens bei Tieren deute darauf hin, dass diese Form von Hilfsbereitschaft keine rein kulturelle Errungenschaft ist, sondern sich im Lauf der Evolution als vorteilhaft erwiesen hat, schreiben Schweizer Forscher in einer aktuellen Studie.
Erfahrung beeinflusst zukünftige Hilfsbereitschaft
Die Wissenschaftler von der Universität Bern hatten weiblichen Ratten zunächst eine Aufgabe beigebracht, die eine gewisse Kooperationsbereitschaft erforderte: Ein Tier musste einen Hebel drücken, damit ein anderes an ein Stückchen Futter gelangen konnte.
Nachdem die Ratten dieses Prinzip begriffen hatten, begann das eigentliche Experiment. Eine Ratte wurde mit drei unbekannten Artgenossen zusammengebracht, die ihr entweder halfen, an das Futter zu gelangen oder eben nicht. Dann testeten die Wissenschaftler, inwieweit diese positiven oder negativen Erfahrungen die zukünftige Hilfsbereitschaft der Test-Ratte beeinflusst hatten.
Ratten helfen nicht nur Artgenossen
Das Ergebnis: Diejenigen, die in der Vergangenheit Hilfe erfahren hatten, halfen später deutlich häufiger auch anderen, unbekannten Artgenossen. Sie drückten im Schnitt 21 Prozent häufiger den Hebel als diejenigen, die zuvor nicht unterstützt wurden, berichten die Forscher.
Die Tiere kooperieren also getreu dem Motto "Wie sie mir, so ich dir" miteinander. Die Forscher nennen dieses Verhalten verallgemeinerte gegenseitige Kooperation, weil die Ratten nicht nur Verwandten helfen oder Artgenossen, die ihnen zuvor geholfen haben, sondern auch gänzlich fremden Ratten.
-
05.07.2007, 18:33Inaktiver User
AW: Christliche Werte...
Ratten sind halt feine Leute
Man sieht halt nur mit dem Herzen gut
Es ist aber auch ein allgemeines Prinzip, dass Kooperation letztlich allen Beteiligten nutzt. Das geschieht nicht aus Nächstenliebe, sondern weil das sinnvoll für das Überleben ist. So wie ich im Straßenverkehr warte, um jemanden aus der Parklücke zu lassen - nicht weil das meine innere Mutter Theresa befiehlt und auch nicht, weil es in der STVO steht (wo es wahrscheinlich gar nicht drin steht, sondern nur was von allgemeiner Rücksichtnahme, was bedeutet, dass man keine Fußgänger jagt), sondern weil Straßenverkehr so besser funktioniert. Um diese Erfahrung zu machen, braucht man auch keinen christlichen Überbau - das entwickelt sich einfach so. Also: Ja, die Ratten sind glücklich, weil sie nicht wissen, dass sie in Wirklichkeit nach Prinzipien handeln, die die christliche Religion als die ihre beansprucht und von denen sie meint, dass man die ohne den richtigen Glauben nicht befolgt.
Womöglich sind Ideologie oder Religion sogar eher störend bei dieser Entwicklung zu einem angenehmen Mit- und Nebeneinander? In jedem Glauben steckt auch der Keim des Fanatismus und des Ungerechtseins gegenüber Andersgläubigen.
-
05.07.2007, 23:10
AW: Christliche Werte...
Wir Menschen freuen uns, wenn wir solche oder so ähnliche Verhaltenseigenschaften bei Tieren sehen, wenn wir also beobachten, wie Tiere sich gegenseitig, oder auch anderen Arten, helfen. (So in etwa stelle ich mir vor, wie auch Gott sich freut , wenn Menschen untereinander bzw. gegenüber anderen Arten respektvoll/ liebevoll sind....Ratten können sich selbstlos und hilfsbereit verhalten. Sie helfen unbekannten Artgenossen, wenn ihnen selbst einmal geholfen wurde. Ein solches Kooperationsverhalten war bisher nur von Menschen bekannt. Der Nachweis des Verhaltens bei Tieren deute darauf hin, dass diese Form von Hilfsbereitschaft keine rein kulturelle Errungenschaft ist, sondern sich im Lauf der Evolution als vorteilhaft erwiesen hat, schreiben Schweizer Forscher in einer aktuellen Studie....
)
Letztlich handelt es sich bei den erwähnten Verhaltenseigenschaften dennoch auf Eigennutz orientierte „Nächstenliebe“, welche damit überhaupt erst als „evolutionäre Errungenschaft“ im Sinne von „Auslese/ bessere Überlebenschancen der Gruppe“ erklärt werden kann (keinesfalls muß....).
Von Menschen erwartet Gott der Bibel zufolge jedoch mehr. Nämlich eine Art von Nächstenliebe, welche nicht mehr aus einem zu erwartenden Eigennutzen abgeleitet werden kann und welche auch nicht dem Prinzip „so wie Du mir, so ich Dir“ folgt.
Diese ganz und gar uneigennützige Nächstenliebe ist somit auch nicht mehr mit der im obigen Sinne verstandenen Evolutionslehre erklärbar, da sie keinerlei sogenannten „evolutionären Vorsprung“ ergibt. Trotzdem existiert sie, obwohl sie dieser Evolutionslehre zufolge eigentlich gar nicht geben dürfte (das sollte Evolutionstheoretikern eigentlich mal zu denken geben....).
Es ist außerdem so, dass Menschen erst dann eine Belohnung von Gott zu erwarten haben, wenn sie diese Art von Nächstenliebe verinnerlicht haben. So jedenfalls Jesus, nachzulesen in
Matthäus 5:46 Wie könnt ihr von Gott eine Belohnung erwarten, wenn ihr nur die liebt, die euch ebenfalls lieben? Das tun auch die Betrüger! 47 Was ist denn schon Besonderes daran, wenn ihr nur zu euresgleichen freundlich seid? Das tun auch die, die Gott nicht kennen! 48 Nein, wie die Liebe eures Vaters im Himmel, so soll auch eure Liebe sein: vollkommen und ungeteilt.Geändert von butterfly_99 (06.07.2007 um 00:50 Uhr)


Zitieren
