Der Verschwurbelungsgrad ist eine individuelle Größe und eine Art persönliches Standortmass für den Entwicklungsgrad spiritueller Gedankengänge.
Die genaue Berechnungsformel wäre noch zu ermitteln, vermutlich sind zu viele Parameter enthalten, deren Qualität und Quantität, bzw. Intensität eine vollkommen subjektive Sache sind.
Das bedeutet aber nicht, dass man den Verschwurbelungsgrad einfach vergessen könnte, immerhin zeigt er sich deutlich in den Posts, beispielsweise an der Anzahl Bibelzitate gemessen an dazu selbst generierten Interpretationen (welche sich zumeist in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis zu einander befinden), anderseits aber auch in der Einführung bisher unbekannter Größen, wie einer Nichtraumzeit beispielsweise, von welcher man eher gewohnt ist als von der geistigen Welt zu sprechen.
Nun ist allerdings die "geistige" Welt der Raumzeitler beschränkt auf den Bedeutungsgehalt von Hirnaktivitäten und enthält keinerlei wirklich materiell aktiven Komponenten, während die Nichtraumzeit in etwa ein Pendant im Weltenei hat, als jenes Unding, aus welchem alle Dinger entstanden sind.
Die Verschwurbelung liegt nun darin, eben die Nichtwelt oder das Unsein (den UNSINN?) mit dem Sein in einen kreativen Bezug zu bringen,wodurch wir drei (das Sein, das Nichtsein und ich) unheimliche Fragen und Antworten generieren.
Das erschreckt manche Zeitgenossen, einige fühlen sich provoziert, andere sogar verletzt und selbstverständlich ist jede persönliche Betroffenheit die durch meine Schwurbel ausgelöst wird meine höchst eigene Absicht und mein Ziel in den Augen derer, welche mir das dann vorwerfen.
Aus meiner eigenen Sicht ist es eher so,dass ich etwas laut denke und zufällige Mithörer lieber konfrontativ darauf eingehen als einfach mal mit zu denken, was ich ja nicht verlangen oder wüschen kann, da ich ja kein Missionar bin.
Um Missdeutungen vorzubeugen: Verschwurbelung ist eine Zusammenwürfelung aus folgenden Wörtern:
Schwimmen, kurbeln und dass es sich dabei um eine unfruchtbare Sache handelt sollte vermutlich die Vorsilbe "Ver" andeuten.
Es hat nichts zu tun mit turbo und Verschwörung, wenngleich man letzteres natürlich aus allem machen kann.
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Thema: Der Verschwurbelungsgrad
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23.05.2007, 06:50Inaktiver User
Der Verschwurbelungsgrad
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23.05.2007, 10:16Inaktiver User
AW: Der Verschwurbelungsgrad
Geistiger Diarhoe!
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23.05.2007, 11:39Inaktiver User
AW: Der Verschwurbelungsgrad
Das ist dann die Erkenntnis, welche jemanden Überkommen muss, welcher nicht selbst in der Lage ist, zu akzeptieren dass es etwas gibt, welches außerhalb der Raumzeit existieren könnte und von manchen Menschen mit Seele oder Gott bezeichnet wird, da er selbst sich auf sinnlich wahrnehmbare Reize beschränkt. Sei es freiwillig, sei es strukturbedingt oder aus anderen, vielleicht kulturellen Gründen.
Zitat von Inaktiver User
Für manche Lebewesen ist es einfacher oder reizvoller selber zu denken, für andere ist es reizvoller auswendig gelerntes zu rezitieren. Das kann auch Geschmacksache sein.
Immerhin kann man Durchfall von Bibelzitaten von weitem erkennen und umgehen, während Ausflüge in die Realität des Denkens eben erst erkannt werden müssen. Das ist der grundlegende Unterschied von literarischen Erzeugnissen aus einer persönlichen schöpferischen Tätigkeit und den interpretativen Reproduktionen wandelnder Bibeln.
Aber an der Entwicklung des Klimas auf der Erde und vor allem an der Erstellung eines dauerhaften Friedens ändert vermutlich die Bibel weniger als schöpferisch denkende Menschen oder Geister. Im Gegenteil, immer wieder ist die religiöse Sturheit das Mittel, mit dem Menschen für Kriege begeistert werden können und das ist ein Umstand den ich sehr bedauere.
Die Bibel will ja auch nichts ändern, sie will nur rechthaben.
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23.05.2007, 12:26Inaktiver User
AW: Der Verschwurbelungsgrad
Aus einem Artikel über das Weltall: Quelle
Unvorstellbar: Zehn Dimensionen aus winzigen Fäden
Selbst eine simple Beschreibung übersteigt jegliches Vorstellungsvermögen: Alle Elementarteilchen sollen aus unvorstellbar winzigen, eindimensionalen Fäden von wenigen Milliardstel Billionstel Billionstel Metern Länge bestehen, den Strings. In einem zehndimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum schwingen diese in verschiedenen Frequenzen - und erzeugen durch ihre Vibrationen alle Eigenschaften der Partikel wie Masse, Ladung und Spin.
Mehr noch: Mindestens sechs weitere Raumdimensionen besitzt unser Universum neben den hinlänglich bekannten laut String-Theorie. Noch verrückter: Obwohl wir sie nicht sehen können, befinden sie sich an jedem Punkt des Universums - als klitzekleine Figuren von unbekannter Geometrie. Jede der sechs Extradimensionen könnte zehntausende mögliche Formen annehmen, wobei jede Form aus der Perspektive imaginärer Bewohner ein eigenes Universum repräsentieren würde.
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23.05.2007, 13:52
AW: Der Verschwurbelungsgrad
Ich weiß nun nicht, was die Bibel will oder ob sie überhaupt was will (es ist immerhin a) nur ein Buch und b) enthält sie die verschiedensten Schriften aus unterschiedlichen Zeiten, und auch deren Autoren werden jeweils was anderes gewollt haben). Aber so massiv hingeknallte Zitate wirken auch auf mich immer etwas beängstigend. Am schlimmsten finde ich die Plakate die ich in München oft von einer christlichen Sekte sehe die sich anscheinend gezielt an Jugendliche richtet. Da stehen so komische Fragen, auch in ganz kruder Schreibweise (Großbuchstaben im Original): "Wann bist DU soweit? Hast DU es schon VERSTANDEN?" und dann 15 völlig krude Bibelzitate, teils auch mit bedrohlichem Charakter, die für einen uneingeweihten Leser in diesem Zusammenhang überhaupt keinen Sinn ergeben. Und das halten diese Leute für Werbung für sich. *schauder*
Dafür kann aber glaube ich die Bibel nichts. Ich mag vor allem Old Salomo sehr
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23.05.2007, 14:26Inaktiver User
AW: Der Verschwurbelungsgrad
Kicher... das kopier ich mir und schick es an Bekannte..
Zitat von Inaktiver User
Voll Toll!
Lieben Gruß
nathaliethor
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23.05.2007, 14:29
AW: Der Verschwurbelungsgrad
Eine Verschwurbelungsgrad ist mir bisher nicht bekannt.
Kenne nur eine Strudelhoftreppe.
<<Die guten Bücher sind in einer Art Fremdsprache geschrieben.>>
Marcel Proust
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23.05.2007, 14:36Inaktiver User
AW: Der Verschwurbelungsgrad
Wow. Hier lern ich was kennen.. Was ist das?Strudelhoftreppe
nathaliethor
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23.05.2007, 16:46Inaktiver User
AW: Der Verschwurbelungsgrad
Ja, Neko, da hast Du natürlich recht, dass die Bibel nichts will, denn "ein Buch will" ist vielleicht eine Redewendung, welche sich anhand des Lesens einiger Rezitationen und anderer Beschreibungen in meinen Sprachschatz eingeschlichen hat und eigentlich aussagen will: Der Autor will mit diesem Buch....
Zitat von neko
Da gerade bei der Bibel die Urheberschaft höchst umstritten ist:
GottDürfte es schwer sein zu eruieren wer mit welchem Teil dieses kolossalen Werkes was bezweckt, denn es wurden ja die Teile andauernd neu abgeschrieben und die Sprache wandelt sich nun mal.
Medien (Propheten etc.)
Menschen
Die Kirche
Geschichtschreiber (vor allem im AT)
Die Plakate von denen Du erzählst habe ich nicht gesehen und kenne darum auch die Texte nicht.
Salomon ist nun mal einfach ein Beispiel für Weisheit, insofern in der Erziehung sicher ein dankbares Objekt. Aber auch sonst gibt es einige Folgeliteratur...
@ Nathaliethor
danke für das Kompliment. hat übrigens auch sehr Spass gemacht das zu schreiben.
Strudelhoftreppe kenne ich auch nicht, vielleicht kann uns aber Amely da weiterhelfen.
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23.05.2007, 17:36
AW: Der Verschwurbelungsgrad
Die Strudelhofstiege in Wien, Alsergrund. Sonne und die Erinnerung an Doderers Roman. Ein herrlicher Tag.
http:www.webdesign-in.de/gallery/0001/
Der Name dieser berühmten, durch das gleichnamige Werk des Dichters Heimito von Doderer bekannt gewordenen Stiege stammt eigentlich von Peter von Strudel. Er errichtet 1690 den Strudelhof und wurde später zum Direktor der Kunstakademie gewählt. Im Jahre 1910 erhielt die Strudelhofstiege ihr heutiges Gesicht im Jugendstil. Heimito von Doderer (1896–1966) (13) schreibt in seinem Werk „Die Strudelhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre“ (14) die folgenden, den Charakter dieses Gebäudes schön beschreibenden Verse:
Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen.
Mond darin sich zweie dicht umfangen
hielten, leichte Schuh und schwere Tritte,
die bemooste Vase in der Mitte
überdauert Jahre zwischen Kriegen.
Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.
(aus: Kurt Sommer (Hg): Wien poetisch. Wien 1987, S. 106).
<<Die guten Bücher sind in einer Art Fremdsprache geschrieben.>>
Marcel Proust


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